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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2025

Eher enttäuschend

She Who Became the Sun
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„Schon bald werden unsere Ahnen einschreiten, um diesen Elend ein Ende zu setzen,“ sagte er mit stiller Heftigkeit. „ Ganz bestimmt!“

Inhalt und Handlung: Der Roman spielt im historischen China um 1355 ...

„Schon bald werden unsere Ahnen einschreiten, um diesen Elend ein Ende zu setzen,“ sagte er mit stiller Heftigkeit. „ Ganz bestimmt!“

Inhalt und Handlung: Der Roman spielt im historischen China um 1355 und bietet einen vielversprechenden Ansatz, die komplexen politischen und kulturellen Verhältnisse dieser Zeit zu beleuchten. Die Handlung folgt der Hauptfigur Zhu, die sich in einer von Machtkämpfen und Intrigen geprägten Welt behaupten muss. Leider enttäuscht die Story durch ihre Langatmigkeit und wenig fesselnde Erzählweise. Statt das Interesse an den politischen Umwälzungen und den lebhaften Bildern des historischen Chinas zu wecken, erfährt der Leser oft eher langwierige Passagen, die den Fluss der Handlung hemmen und das Lesevergnügen mindern.

Charaktere: Die Hauptprotagonistin Zhu beschließt, als Mann zu leben, was auf den ersten Blick als mutiger und innovativer Schritt erscheinen mag. Jedoch fand ich diese Entscheidung unpassend für das Setting des Buches. In einer Zeit, in der Mönche und strenge gesellschaftliche Rollen von enormer Bedeutung waren, erscheint ihr Charakterwechsel als nicht authentisch und wirkt im Kontext der Geschichte unmotiviert. Die Entwicklung der Charaktere bleibt flach und lässt den Leser oft gedämpft zurück, da sie keine tiefen emotionalen Bindungen zu den Figuren aufbauen kann.

Schreibstil: Der Schreibstil des Autors ist langatmig und zieht sich oft unnötig in die Länge. Durch detaillierte Beschreibungen und ausufernde Erklärungen wird der Leser immer wieder aus dem Geschehen herausgerissen. Statt die Spannung zu fördern, führt der Stil vielmehr dazu, dass die ohnehin schon zähe Handlung noch langsamer voranschreitet. Dies hindert den Leser daran, in die Geschichte einzutauchen und macht das Leseerlebnis anstrengend.

Fazit: Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich der Story nicht folgen konnte, da es für mich keinen roten Faden gab. Die interessante Idee, einen historischen Hintergrund in eine Neuzeit zu packen, empfand ich als fehlgeschlagen und unglücklich umgesetzt. Trotz des Potenzials der Thematik bleibe ich enttäuscht zurück und kann dem Buch daher nur drei Sterne geben. Die Botschaft und die Entwicklung der Charaktere waren für mich nicht überzeugend genug, um die Lektüre empfehlen zu können.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Ist Ok.

Die Kathedrale der verlorenen Dinge
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„Er ist der gleiche, Mark“, flüsterte Lily. „Woher er sie hat weiß ich nicht, Vater Wolfram ist im Besitz der gleichen Kristalle wie der Waage-Bund.“

„Die Kathedrale der verlorenen Dinge“ von David Whitley ...

„Er ist der gleiche, Mark“, flüsterte Lily. „Woher er sie hat weiß ich nicht, Vater Wolfram ist im Besitz der gleichen Kristalle wie der Waage-Bund.“

„Die Kathedrale der verlorenen Dinge“ von David Whitley ist ein faszinierendes Konzept, das sich mit der Idee von verlorenen Gegenständen und den Geschichten hinter ihnen auseinandersetzt. Trotz der interessanten Prämisse konnte mich das Buch jedoch nicht richtig fesseln.

Whitleys Schreibstil ist an sich schön und poetisch, jedoch gelang es mir oft nicht, in die Geschichte einzutauchen. Die Charaktere blieben für mich blass und ihre Motivationen waren nicht immer nachvollziehbar. Ich fand es schwierig, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen, was mein Leseerlebnis maßgeblich beeinflusste.

Der Verlauf der Handlung war manchmal langatmig und ich hatte den Eindruck, dass die Erzählung sich an einigen Stellen in Nebensächlichkeiten verlor, anstatt sich auf den Kern der Geschichte zu konzentrieren. Dadurch ließ sich der Spannungsbogen nicht immer aufrechterhalten.

Insgesamt hat das Buch durchaus interessante Ideen und einige berührende Momente, aber für mich fehlte das gewisse Etwas, um wirklich überzeugt zu sein. Daher gebe ich „Die Kathedrale der verlorenen Dinge“ von David Whitley drei Sterne – ein ordentliches Werk, das jedoch nicht ganz im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Nicht mein Fall

The Elder Scrolls
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Mit diesen Worten gab sie die Gewürze, die sie zuvor kurz im Mörser zerstoßen hatte, in den Topf, und die erdigen Gerüche von Koriander, Kardamom , Mandelsamen und Ingwer wehten durch die Küche.

„Die ...

Mit diesen Worten gab sie die Gewürze, die sie zuvor kurz im Mörser zerstoßen hatte, in den Topf, und die erdigen Gerüche von Koriander, Kardamom , Mandelsamen und Ingwer wehten durch die Küche.

„Die Höllenstadt“, ein Roman aus dem Elder Scrolls-Universum, verspricht eine spannende Reise in eine der faszinierendsten und komplexesten Welten der Videospielgeschichte. Leider konnte ich der Geschichte nicht wirklich folgen und wurde oft von den vielen Details und Verweisen überfordert.

Der Autor versucht, die reiche Lore und die tiefgründigen Charaktere der Elder Scrolls-Welt einzufangen, doch für mich blieb vieles unklar. Häufig wusste ich nicht, worauf sich bestimmte Ereignisse oder Charaktere bezogen, was das Leseerlebnis erheblich beeinträchtigte. Die Handlung schien mir oft sprunghaft und schwer nachvollziehbar, was das Eintauchen in die Geschichte erschwerte.

Zusätzlich fiel es mir schwer, mich in die Welt hineinzuversetzen. Während die Spiele mit ihren lebendigen Landschaften und komplexen Kulturen glänzen, fehlte mir im Roman das Gefühl der Immersion. Die Beschreibungen waren manchmal zu vage oder verwirrend, sodass ich keine klare Vorstellung von den Schauplätzen oder den Charakteren entwickeln konnte.

Trotz dieser Kritikpunkte hat das Buch auch seine positiven Aspekte. Die Grundidee und das Potenzial der Handlung sind vielversprechend, und es gibt Momente, in denen die Faszination der Elder Scrolls-Welt durchscheint. Fans der Reihe könnten an einigen Stellen auf ihre Kosten kommen, doch für mich blieb es leider weit hinter den Erwartungen zurück.

Insgesamt vergebe ich drei Sterne für „Die Höllenstadt“. Das Buch hat seine Stärken, leidet jedoch unter einer unklaren Erzählweise und einer mangelnden Immersion, die es für mich schwierig macht, es uneingeschränkt zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Gewöhnlich

Goldene Flammen
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„Nur zu“, sagte ich grinsend. Ich hätte ihm am liebsten ins Gesicht geschlagen….

„Grisha: Goldene Flammen“ hat viel Hype erfahren, doch leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Charaktere ...

„Nur zu“, sagte ich grinsend. Ich hätte ihm am liebsten ins Gesicht geschlagen….

„Grisha: Goldene Flammen“ hat viel Hype erfahren, doch leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Charaktere bleiben flach und entwickeln sich kaum, was es schwer macht, eine emotionale Verbindung zu ihnen aufzubauen. Auch die Welt, die die Autorin erschaffen hat, wirkt für mich undurchsichtig und nicht ausreichend erklärt. Begriffe wie Korporalki, Ätheralki und Materialki werden nicht näher erläutert, was das Verständnis der Handlung erschwert und den Lesespaß beeinträchtigt.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und hat mich nicht überzeugt. Besonders die Passagen aus der Ich-Perspektive waren für mich nicht ansprechend und haben den Lesefluss gestört. Insgesamt bleibt das Buch hinter dem zurück, was ich mir erhofft hatte.

Daher kann ich nur drei Sterne vergeben. Es gibt sicherlich Leser, die mehr Freude daran haben, aber für mich war es leider nicht das Richtige.

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Veröffentlicht am 19.08.2024

Ist Okay

Assassin's Creed
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"Assassin's Creed: Renaissance" von Oliver Bowden ist eine literarische Adaption des beliebten Videospiels, das die Geschichte des jungen Assassinen Ezio Auditore da Firenze im Italien der Renaissance ...

"Assassin's Creed: Renaissance" von Oliver Bowden ist eine literarische Adaption des beliebten Videospiels, das die Geschichte des jungen Assassinen Ezio Auditore da Firenze im Italien der Renaissance verfolgt. Während das Buch einige spannende Aspekte bietet, gibt es auch einige Schwächen, die die Lektüre trüben.

Zunächst einmal gelingt es Bowden, die prächtige Kulisse der italienischen Städte und die faszinierende Atmosphäre der Renaissance einzufangen. Die bildhaften Beschreibungen von Florenz, Rom und anderen Orten bringen die Geschichte zum Leben und vermitteln ein starkes Gefühl für die Zeit. Die politischen Intrigen und die Machtkämpfe zwischen den Familien und Clans sind gut dargestellt und tragen zur Spannung der Handlung bei.

Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte. Die Charakterentwicklung bleibt oft flach, und Ezio wird nicht so tiefgründig dargestellt, wie man es sich wünschen würde. Viele seiner Entscheidungen und Emotionen wirken manchmal stereotypisch und vorhersehbar. Auch die Dialoge sind nicht immer überzeugend und können manchmal platt oder klischeehaft erscheinen.

Ein weiterer Aspekt, der die Lektüre beeinträchtigt, ist der Wechsel zwischen actionreichen Szenen und ruhigeren Passagen. Manchmal fühlt es sich an, als ob die Handlung ins Stocken gerät, was den Lesefluss stören kann. Außerdem könnte das Buch für Leser, die mit der Videospielreihe nicht vertraut sind, verwirrend sein, da es einige Annahmen über Wissen und Verständnis der Welt von Assassin's Creed macht.

Insgesamt ist "Assassin's Creed: Renaissance" eine unterhaltsame Lektüre für Fans des Spiels, die in die Geschichte eintauchen möchten. Es bietet spannende Momente und eine interessante Kulisse, doch die flache Charakterentwicklung und einige erzählerische Schwächen verhindern, dass es sich zu einem herausragenden Werk erhebt. Für Leser, die tiefere Charakterstudien und komplexe Handlungsstränge schätzen, könnte das Buch enttäuschend sein. Daher vergebe ich drei Sterne.

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