Gut für zwischendurch
How To End A Love StoryWenn euch ein erschütterndes Ereignis miteinander verbindet, wie viel Zeit braucht es, um über den Schmerz und die Erinnerungen hinwegsehen zu können?
Das ist eine Frage, mit der sich Helen und Grant sich ...
Wenn euch ein erschütterndes Ereignis miteinander verbindet, wie viel Zeit braucht es, um über den Schmerz und die Erinnerungen hinwegsehen zu können?
Das ist eine Frage, mit der sich Helen und Grant sich befassen müssen, denn: für ihre Familie ist er ein Mörder. Für ihn wiederum wird sie eine stetige Erinnerung an jenen Moment sein, indem ein Mensch durch ihn gestorben ist. Doch dahinter steckt so viel mehr, was man zu Beginn der Geschichte erst nach und nach erfährt.
Grund des Buches war sehr interessant und hatte Potenzial für starke Emotionen in der Geschichte – was ich aber nach und nach festgestellt habe, ist, dass Helen eine sehr anstrengende Persönlichkeit ist und gerade in der zweiten Hälfte des Buches sehr sprunghaft in ihren Entscheidungen. Bei Grand wird sehr schnell klar, seine Gefühle für Hellen überwiegen den Schmerz und die Erinnerungen in der Vergangenheit, sie wiederum sieht ein genau diesen den stärksten Grund, warum sie ihn wieder und wieder von sich stößt, warum ein stetiges auf und ab zwischen ihnen entsteht (was einem einem gewissen Zeitpunkt wirklich nervt).
Die zeitlichen Abstände des Buches waren teilweise gerechtfertigt, an der ein oder anderen Stelle, aber nicht unbedingt notwendig. Das Grundkonstrukt der Geschichte – nämlich, dass sie zusammen an einer Adoption ihrer Jugendromane arbeiten - hat eine solide Basis des Buches gebildet, konnte mich aber irgendwann auch nicht mehr so abholen. Grand war von den Charakteren tatsächlich der einzige, der mich wirklich überzeugen konnte, der Rest wirkte teilweise etwas flach beziehungsweise nach und nach anstrengend.
Ich hatte irgendwie höhere Erwartungen Hoffnungen an die Geschichte, denn per se hat sie sehr viel Potenzial geboten. So war es für mich nur eine Geschichte für zwischendurch.