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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2026

nicht überzeugend

Fliegt, Wilde Schwäne
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Von moehawk
Ich kenne das Buch "Wilde Schwäne" nicht. Also ich habe es nicht gelesen aber weiß, dass es dieses als Vorläufer gibt. Mich interessieren Bücher über China sehr und deshalb habe ich bei diesem ...

Von moehawk
Ich kenne das Buch "Wilde Schwäne" nicht. Also ich habe es nicht gelesen aber weiß, dass es dieses als Vorläufer gibt. Mich interessieren Bücher über China sehr und deshalb habe ich bei diesem nicht nein gesagt.

Von Anfang an habe ich mich leider mit dem Erzählstil schwergetan. Für meinen Geschmack ist er viel zu nüchtern und aus einer Perspektive, die von den Figuren weit entfernt scheint. Es liest sich eher wie ein Sachbuch und nur schwer konnte ich die Gefühle der Hauptcharakteres einordnen und einschätzen.

Die Entwicklung Chinas wird aus einer sehr selektiven Sicht beschrieben. Dadurch bekommt man irgendie viel zu wenig Einblicke in das große Ganze. Am Ende habe ich nicht gedacht, dass ich wirklich Neues gelernt und gelesen habe. Die Story blieb trotz viele Details doch mehr an der Oberfläche bzw. im Rahmen einer einzigen Familie. Da hätte man den Zoom gerne noch weiter öffnen können.

Veröffentlicht am 31.05.2026

Luft nach oben

Strandopfer
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Ich lese alle Bücher von Frank Goldammer. Es war das erste, das nicht in der Vergangenheit spielt. Da kann man mal sehen, dass Gegenwartsliteratur im Krimisektor gar nicht so einfach ist.

Hauptpersonen ...

Ich lese alle Bücher von Frank Goldammer. Es war das erste, das nicht in der Vergangenheit spielt. Da kann man mal sehen, dass Gegenwartsliteratur im Krimisektor gar nicht so einfach ist.

Hauptpersonen sind die deutsche BKA-Komissarin Lena Schuldt und der polnischen Komissar Adam Krawczyk. Ein Mord und ein verschwundenes Mädchen führen die beiden zusammen. Beide haben dicke Vergangenheits-Päckchen zu tragen und sind erst mal eher unsympathisch.

Ansonsten passiert erst mal wenig und die fehlende Spannung ist auch mein größter Kritikpunkt. Ich überlege die ganze Zeit, warum die Histos von Goldammer mir besser gefallen haben. Wahrscheinlich, weil die Vergangenheit per se interessanter ist, da man hier neue Infos bekommt. In der Gegenwart ist einem ja das Meiste bekannt, der Crime entsteht also nur durch Recherche und Mordfall. Leider war das eher profan und unspektakulär. Da ist noch Luft nach oben bei Teil 2.

Veröffentlicht am 21.09.2025

Nicht mein Lieblingsbuch

Katabasis
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Katabasis, Substantiv, Altgriechisch: Die Geschichte eines Helden, der in die Unterwelt hinabsteigt.

Schon beim Titel war klar, wo diese phantastische Reise hingehen würde. Eine junge Frau, die ihrem ...

Katabasis, Substantiv, Altgriechisch: Die Geschichte eines Helden, der in die Unterwelt hinabsteigt.

Schon beim Titel war klar, wo diese phantastische Reise hingehen würde. Eine junge Frau, die ihrem Proff in die Unterwelt folgt um ihn zu retten. Nachdem sie ihn aus Versehen selbst dorthin gebracht hatte.

Katabasis ist eine wilde Geschichte und eine typische Kuang-Story. Sie agiert mit all den Dingen, die sie in ihrem realen Leben kennt. Kuang hat Sprache studiert - also spielt die Sprache wieder eine Rolle in der Magieform. Kuang hat asiatische Wurzeln als hat die auch die Heldin der Geschichte. Die Story spielt zu Teilen auf einer Uni, da kennt sich Kuang sicher aus eigenen Erfahrungen gut aus. Die Frage ist, ob gerade die negativen Dinge in diesem Roman aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz eingeflossen sind. Das Machtgefälle von Lehrern und Schülern und wie ersterer es ausnutzen. Auch Gleichberechtigung bzw. das Fehlen derselben spielt eine Rolle.

Der Plot ist manchmal etwas wirr und zäh. Es gibt wunderbare Einfälle, wie die Auftritte einer Katze in der Hölle. Und dass jeder seine eigene Hölle hat. Aber vieles passiert mehr zufällig und viel zu schnell. Ich habe mich nicht richtig zuhause gefühlt in dieser Story. Nicht mein Lieblingsbuch der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 01.06.2025

durchwachsen

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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Es gibt so einige Punkte, die mich an diesem Fantasyroman gestört haben. So dass ich das Buch schnell durchgelesen habe und dennoch am Ende unzufriedem mit dem Gesamterlebnis war.

Optisch ist es anspruchsvoll ...

Es gibt so einige Punkte, die mich an diesem Fantasyroman gestört haben. So dass ich das Buch schnell durchgelesen habe und dennoch am Ende unzufriedem mit dem Gesamterlebnis war.

Optisch ist es anspruchsvoll und der Schreibstil gut lesbar. Aber etwa nach der Hälfte wurde mir klar, dass es den Charakteren einfach ein Tiefgang fehlte, der sich auch nicht im restlichen Verlauf der Geschichte einstellen wollte. Die Beziehung der Hauptcharaktere Rhya und Scythe war für mich unglaubwürdig. Weder habe ich verstanden, warum sie so nachgiebig bei ihm ist, noch warum er sich zu ihr hingezogen fühlt.

Da es ein erster Band ist, wird versucht, ein eigenes Universum zu entfalten. Das war ganz okay, wenn auch dadurch das Tempo seltsam gedrosselt war und für mich wenig Spannung aufkam.

Irgendwie plätscherte das alles so vor sich hin. Das war nicht überzeugend für mich.

Veröffentlicht am 13.05.2025

schöne idee

Vorsehung
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Nach der Leseprobe war ich so gespannt, dass ich mir das Buch besorgt habe. Ich hatte von der Autorin noch nichts gelesen, dachte mir, jetzt wird es aber Zeit dazu.

Die Geschichte ist ein wenig märchenhaft. ...

Nach der Leseprobe war ich so gespannt, dass ich mir das Buch besorgt habe. Ich hatte von der Autorin noch nichts gelesen, dachte mir, jetzt wird es aber Zeit dazu.

Die Geschichte ist ein wenig märchenhaft. In einem ganz normalen Linienflug rennt eine Frau durch die Gänge und orakelt groß und klein, Mann und Frau, ungefragt, wie lange sie leben und woran sie sterben werden. Sie stellt sich nicht vor, gibt keine Begründung, sieht auch ganz normal aus. Was die meisten Fluggäste erst als das Tun einer Verwirrten einordnen setzt sich aber nach und nach bei allen im Kopf fest und die eingefahrenen Lebenswege beginnen sich zu ändern, die Menschen leben plötzlich bewusster, treffen Entscheidungen, die ihnen vorher nie in den Sinn gekommen werden, hinterfragen ihr Leben.

Eine schöne Idee, sprachlich durchaus ansprechend. Irgendwie hatte ich aber Probleme damit, weil ich es so viele Personen sind und so viele gelebte Leben, dass ich zu den meisten keine gefühlsmäßige Nähe aufbauen konnte, da sie schnell auftauchten und schnell wieder verschwanden. Mir wären weniger Darsteller lieber gewesen und dafür etwas mehr Tiefgang.