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Veröffentlicht am 10.07.2017

spannend

Teufelskälte
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Im zweiten Kriminalfall mit dem Ermittler Tommy Bergmann geht es gleich ans Eingemachte. Denn ein scheinbar gelöster Fall muss neu aufgerollt werden, da weiter Morde nach ähnlichem Muster darauf hindeuten, ...

Im zweiten Kriminalfall mit dem Ermittler Tommy Bergmann geht es gleich ans Eingemachte. Denn ein scheinbar gelöster Fall muss neu aufgerollt werden, da weiter Morde nach ähnlichem Muster darauf hindeuten, dass der damals rechtskräftig Verurteilte zu Unrecht hinter Gitter sitzen könnte.
Neu im Team ist Susanne Bech. Schön und kompetent und Tommy ist schnell für sie entflammt, obwohl er sich doch eigentlich mehr auf den Fall konzentrieren sollte.
Mir gefällt der Schreibstil von Gard Sveen. Er ist zwar typisch nordisch, da der Kommissar depressive Züge hat und ein schwieriges Privatleben, aber der Fall ist spannend und die Ermittlungen lassen den Leser miträtseln. Außerdem baut er ein paar falsch Spuren und mehrere Verdächtige in die Story ein und beachtet die Kniffe der Thrillerkunst zu denen auch gehört, dass man den Mörder nicht zu früh identifizieren kann.
Guter zweiter Fall. Etwas unzufrieden bin ich freilich mit dem Schluss. Es scheint in Mode zu kommen, dass man die Romane mit einem offenen Ende versieht. Nach Kepler und McFadyen hat sich auch Sveen dazu entschlossen. Das finde ich etwas ärgerlich. Ich hoffe mal, die Fortsetzung lässt nicht allzu lange auf sich warten.

Veröffentlicht am 21.09.2025

Nicht mein Lieblingsbuch

Katabasis
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Katabasis, Substantiv, Altgriechisch: Die Geschichte eines Helden, der in die Unterwelt hinabsteigt.

Schon beim Titel war klar, wo diese phantastische Reise hingehen würde. Eine junge Frau, die ihrem ...

Katabasis, Substantiv, Altgriechisch: Die Geschichte eines Helden, der in die Unterwelt hinabsteigt.

Schon beim Titel war klar, wo diese phantastische Reise hingehen würde. Eine junge Frau, die ihrem Proff in die Unterwelt folgt um ihn zu retten. Nachdem sie ihn aus Versehen selbst dorthin gebracht hatte.

Katabasis ist eine wilde Geschichte und eine typische Kuang-Story. Sie agiert mit all den Dingen, die sie in ihrem realen Leben kennt. Kuang hat Sprache studiert - also spielt die Sprache wieder eine Rolle in der Magieform. Kuang hat asiatische Wurzeln als hat die auch die Heldin der Geschichte. Die Story spielt zu Teilen auf einer Uni, da kennt sich Kuang sicher aus eigenen Erfahrungen gut aus. Die Frage ist, ob gerade die negativen Dinge in diesem Roman aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz eingeflossen sind. Das Machtgefälle von Lehrern und Schülern und wie ersterer es ausnutzen. Auch Gleichberechtigung bzw. das Fehlen derselben spielt eine Rolle.

Der Plot ist manchmal etwas wirr und zäh. Es gibt wunderbare Einfälle, wie die Auftritte einer Katze in der Hölle. Und dass jeder seine eigene Hölle hat. Aber vieles passiert mehr zufällig und viel zu schnell. Ich habe mich nicht richtig zuhause gefühlt in dieser Story. Nicht mein Lieblingsbuch der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 01.06.2025

durchwachsen

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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Es gibt so einige Punkte, die mich an diesem Fantasyroman gestört haben. So dass ich das Buch schnell durchgelesen habe und dennoch am Ende unzufriedem mit dem Gesamterlebnis war.

Optisch ist es anspruchsvoll ...

Es gibt so einige Punkte, die mich an diesem Fantasyroman gestört haben. So dass ich das Buch schnell durchgelesen habe und dennoch am Ende unzufriedem mit dem Gesamterlebnis war.

Optisch ist es anspruchsvoll und der Schreibstil gut lesbar. Aber etwa nach der Hälfte wurde mir klar, dass es den Charakteren einfach ein Tiefgang fehlte, der sich auch nicht im restlichen Verlauf der Geschichte einstellen wollte. Die Beziehung der Hauptcharaktere Rhya und Scythe war für mich unglaubwürdig. Weder habe ich verstanden, warum sie so nachgiebig bei ihm ist, noch warum er sich zu ihr hingezogen fühlt.

Da es ein erster Band ist, wird versucht, ein eigenes Universum zu entfalten. Das war ganz okay, wenn auch dadurch das Tempo seltsam gedrosselt war und für mich wenig Spannung aufkam.

Irgendwie plätscherte das alles so vor sich hin. Das war nicht überzeugend für mich.

Veröffentlicht am 13.05.2025

schöne idee

Vorsehung
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Nach der Leseprobe war ich so gespannt, dass ich mir das Buch besorgt habe. Ich hatte von der Autorin noch nichts gelesen, dachte mir, jetzt wird es aber Zeit dazu.

Die Geschichte ist ein wenig märchenhaft. ...

Nach der Leseprobe war ich so gespannt, dass ich mir das Buch besorgt habe. Ich hatte von der Autorin noch nichts gelesen, dachte mir, jetzt wird es aber Zeit dazu.

Die Geschichte ist ein wenig märchenhaft. In einem ganz normalen Linienflug rennt eine Frau durch die Gänge und orakelt groß und klein, Mann und Frau, ungefragt, wie lange sie leben und woran sie sterben werden. Sie stellt sich nicht vor, gibt keine Begründung, sieht auch ganz normal aus. Was die meisten Fluggäste erst als das Tun einer Verwirrten einordnen setzt sich aber nach und nach bei allen im Kopf fest und die eingefahrenen Lebenswege beginnen sich zu ändern, die Menschen leben plötzlich bewusster, treffen Entscheidungen, die ihnen vorher nie in den Sinn gekommen werden, hinterfragen ihr Leben.

Eine schöne Idee, sprachlich durchaus ansprechend. Irgendwie hatte ich aber Probleme damit, weil ich es so viele Personen sind und so viele gelebte Leben, dass ich zu den meisten keine gefühlsmäßige Nähe aufbauen konnte, da sie schnell auftauchten und schnell wieder verschwanden. Mir wären weniger Darsteller lieber gewesen und dafür etwas mehr Tiefgang.

Veröffentlicht am 05.05.2024

unspannend

Weil ich an dich glaube – Great and Precious Things
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Wahrscheinlich haben es Leser, die die Autorin Rebecca Yarros nicht kenne, leichter sich auf dieses Buch einzulassen. Ich vermute mal, dass die Autorin es vor ihrer Fourth-Wing-Reihe geschrieben hat. Zumindest ...

Wahrscheinlich haben es Leser, die die Autorin Rebecca Yarros nicht kenne, leichter sich auf dieses Buch einzulassen. Ich vermute mal, dass die Autorin es vor ihrer Fourth-Wing-Reihe geschrieben hat. Zumindest macht es mir den Eindruck, als wäre der Plot eher der einer Anfängerin und auch die Sprache ist etwas zu einfach.

Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, die langsam anfängt und auf kleiner Flamme erzählt wird. Dabei fehlt es leider etwas an Spannung. Ich war mir unsicher, ob Camden und Willow wirklich so ein gutes Paar sein könnten. Es fehlten mir Gemeinsamkeiten und Gespräche, in denen eine Entwicklung der Protagonisten herauszuhören gewesen wäre.

Das Buch lebt von den Vorschusslorbeeren der Fantasy-Bücher. Ich hatte eindeutig mehr erwartet und wurde nicht abgeholt von dieser Story. Vielleicht ist das einfach nicht das richtige Genre für diese Autorin.