Eine Freundschaft, die gerettet werden muss und ein Bauernhof, der jeden willkommen heißt
Walk through HOPE"Walk through hope" ist eich leicht zu lesender NA-Roman. Das Setting fand ich super. Ich habe beim Lesen gedacht, ich säße am Meer.
Wir begleiten hier Emilia (Lia), die ohne Ankündigung ihre beste Freundin ...
"Walk through hope" ist eich leicht zu lesender NA-Roman. Das Setting fand ich super. Ich habe beim Lesen gedacht, ich säße am Meer.
Wir begleiten hier Emilia (Lia), die ohne Ankündigung ihre beste Freundin Izzy besucht, weil sie sich Sorgen um sie macht. Izzy verschließt sich seit einiger Zeit und Lia hat Angst um sie. Lia ist Köchin in Frankenberg im Restaurant "Madeleine" und liebt ihren Job, doch ihr Chef scheint sie gern auszunutzen und als es im Laden einen schlimmen Wasserschaden gibt, ist ihre berufliche Zukunft gefährdet.
Lia kocht und backt eigentlich ständig. Immer wieder wird im Buch erwähnt, dass sie süchtig nach neuen Rezepten ist oder sich auch selbst welche ausdenkt. Sie kocht um anderen etwas Gutes zu tun, um sich gesund zu ernähren und um sich abzureagieren, wenn sie wütend ist. Manchmal kommt sie ins Plappern und kann nicht wieder aufhören. Das fand ich alles äußerst sympathisch, aber abgesehen davon war Lia immer der verständnisvollste Mensch der Welt und schien nicht viele Emotionen zu besitzen. Sie sagte immer das Richtige, tat immer das Richtige und hatte auch nie Angst oder sonst was. Ich fand sie in ihren Koch- und Backmomenten immer menschlicher als in allen anderen.
Am Anfang wurde ihre Freundin Izzy so hingestellt, als hätte sie das Schlimmste erlebt, das ein Mensch nur erleben kann, aber als die Auflösung kam, weshalb sie so niedergeschlagen und in sich gekehrt ist, war ich etwas baff. Ich hätte mit Schlimmerem gerechnet und fand es auch total drüber, dass so ein Geheimnis darum gemacht wurde.
Als Lia am Strand unterwegs ist, sieht sie ein entlaufenes Pferd und Milan, der Besitzer, denkt, sie hätte es gestohlen. So lernen sich die beiden kennen. Er bringt das Pferd zurück zum Anwesen seiner Großeltern und Lia sieht erstmalig den Schwalbenhof. Als sie mitbekommt, wie viel dort zu tun ist, mistet sie sofort die Pferdeställe aus. Auch das fand ich ganz schön drüber. Sehr unrealistisch. Ich dachte anfangs, dass Lia ein Workaholic ist und alles darauf anspielt, dass sie kürzer treten müsse, aber nein.
Abgesehen von diesen kleinen Defiziten ist es aber ein gutes Buch. Es ist sehr anschaulich beschrieben, sodass die Geschichte bildlich im Kopf entstehen kann.
Es gibt viele Charaktere, die alle sehr individuell sind und einen Bauernhof mit sehr liebenswerten Tieren, wie beispielsweise einem Rotweiler, der von seinem einstigen Besitzer misshandelt wurde und sich aber Lia annähert. Die Bindung zwischen ihr und dem Hund ist herzzerreißend. Sie und Milan kommen sich auch immer näher und man findet heraus, welche Vergangenheit er hat und wie die Clique in dem Ort aufgebaut ist. Auch hier fand ich es etwas drüber, dass Izzy so entsetzt war, dass Lia Raik und Milan kennt, obwohl Izzy mit einem selbst befreundet war und den anderen gar nicht kennt.
Am besten gefiel mir das Setting um das blaue Haus, in dem Izzy wohnt in Kombination mit den Hunden und den kreativen Hobbys, die Mädels auslebten. Es könnte durchaus ein empfehlenswertes Urlaubsbuch sein.
Bis auf einige Kleinigkeiten war es für mich eine gute Story mit guten Charakteren und noch besserem Setting.