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Samira0112

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Atmosphärisch stark, inhaltlich schwächer

The Deathless One
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Die Geschichte hat mich am Anfang richtig begeistert. Die Atmosphäre ist düster, bedrückend und einzigartig, vor allem durch die Mischung aus Hexen, Seuche und Unterwelt. Auch die Erzählweise hat mir gefallen, ...

Die Geschichte hat mich am Anfang richtig begeistert. Die Atmosphäre ist düster, bedrückend und einzigartig, vor allem durch die Mischung aus Hexen, Seuche und Unterwelt. Auch die Erzählweise hat mir gefallen, das Buch ist in der dritten Person geschrieben und wechselt zwischen Jessamine und dem Todlosen, was ich interessant fand, weil er als Figur so ungewöhnlich angelegt ist.

Jessamine wirkte auf mich zu Beginn greifbar, weil sie ihre Naivität erkennt und nicht krampfhaft stark wirken will. Mit der Zeit wurde sie für mich aber weniger spannend, da mir Initiative und Entwicklung gefehlt haben. Gerade im Mittelteil fühlte sich die Handlung schleppend an, und es passierte über weite Strecken nicht wirklich viel.

Die Romance ist als Slowburn angelegt, was mir grundsätzlich sehr gefällt, und hat einen Dark-Romance-Vibe, der gut zur Geschichte passt. Gegen Ende hatte ich aber den Eindruck, dass sie an manchen Stellen zu sehr in den Vordergrund rückte, während ich mir mehr Antworten zur Welt und den Hintergründen gewünscht hätte.
Besonders schade fand ich, dass einige Nebenfiguren zwar interessant eingeführt wurden, ihre Rolle aber oberflächlich blieb. Auch beim Worldbuilding blieben viele Fragen offen, nicht auf die spannende Art, die Lust auf mehr macht, sondern so, dass der rote Faden etwas verloren ging.

Insgesamt hatte das Buch einen großartigen Start und eine Atmosphäre, die mich sofort fesseln konnte. Leider fehlte es mir im weiteren Verlauf an Struktur, Tiefe und einer konsequent durchgezogenen Handlung.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Nicht der typische Thriller, aber fesselnd

I Know Where You Buried Your Husband
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Das Buch war völlig anders, als ich es mir vorgestellt habe, und genau das war für mich zugleich positiv und negativ.

Der Schreibstil ist sehr leicht, manchmal fast zu kommentarlos, weil Dinge einfach ...

Das Buch war völlig anders, als ich es mir vorgestellt habe, und genau das war für mich zugleich positiv und negativ.

Der Schreibstil ist sehr leicht, manchmal fast zu kommentarlos, weil Dinge einfach im Raum stehen bleiben und keine Einordnung bekommen. Das sorgt zwar für eine besondere Atmosphäre, aber es macht die Geschichte auch leiser und langsamer. Wer hier auf viele Thrillerelemente hofft, könnte enttäuscht sein, denn der Fokus liegt klar auf den fünf Hauptfiguren und ihren Leben. Erzählt wird in der Ich-Perspektive, was für Nähe sorgt, aber eben auch still wirkt.

Sehr positiv fand ich, wie sehr mich das Buch in seinen Bann ziehen konnte. Die Figuren sind realistisch, vielfältig und nicht sympathisch gezeichnet und alle haben ihre Macken, was sie unglaublich menschlich macht. Das hat mir beim Lesen richtig gefallen, weil ich sie dadurch leicht auseinanderhalten und jede auf ihre Art interessant fand. Manche Szenen waren zudem so emotional geschrieben, dass ich sie erstmal verarbeiten musste.

Beworben wird das Buch mit schwarzem Humor, den habe ich allerdings kaum gefunden. Auch feministisch habe ich es nicht so stark wahrgenommen, wie ich erwartet hatte. Viele wichtige Themen werden angeschnitten, wie etwa internalisierte Misogynie oder White Feminism, aber ohne wirkliche Erklärung oder Wertung. Ich glaube, dass man schon ein gewisses Vorwissen braucht, um die Themen wirklich einordnen zu können.

Negativ aufgefallen sind mir außerdem die ständigen Harry-Potter-Bezüge. Für mich passt das nicht in einen Roman, der aktuelle feministische Fragen aufgreifen will, weil man J. K. Rowling als Autorin nicht weiter Plattform bieten sollte. Auch eine Content Note hätte ich mir sehr gewünscht.

Am Ende bleibt für mich ein leiser, nachdenklicher Roman. Kein Pageturner, aber ein Buch, das mit interessanten Figuren, intensiven Szenen und wichtigen Themen überzeugt, auch wenn nicht alles ganz rund war.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Gutes Buch mit Schwächen

Geister der Vergangenheit
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„Die unglaublichen Fälle der Zoe Faust – Geister der Vergangenheit“ hat mich in vielerlei Hinsicht erneut in die magisch-gemütliche Welt von Zoe und ihrem einzigartigen Gefährten Dorian eintauchen lassen. ...

„Die unglaublichen Fälle der Zoe Faust – Geister der Vergangenheit“ hat mich in vielerlei Hinsicht erneut in die magisch-gemütliche Welt von Zoe und ihrem einzigartigen Gefährten Dorian eintauchen lassen. Die Charaktere sind weiterhin liebevoll und detailliert ausgearbeitet, und die Rückblicke Historischer Persönlichkeiten verleihen der Handlung eine interessante Tiefe. Dennoch hatte ich diesmal einige Schwierigkeiten, mich komplett auf die Geschichte einzulassen.

Die Liebesgeschichte zwischen Zoe und Detective Max bleibt auch im zweiten Band enttäuschend oberflächlich und flach. Leider konnte ich keinerlei Anziehung zwischen den beiden spüren, und der Loveinterest wirkt zunehmend fehl am Platz, ja, fast störend. Ich hatte gehofft, dass die Autorin in dieser Fortsetzung intensiver auf die Chemie der beiden eingeht, doch wurde ich enttäuscht – im Gegenteil, ich denke sogar, dass die Geschichte besser funktioniert hätte, wenn der romantische Aspekt ganz weggelassen worden wäre.

Erschwerend kommen die zahlreichen Wiederholungen hinzu, die mir irgendwann den Lesefluss raubten. Rückblenden und Erläuterungen zu Ereignissen aus Band 1 sind zunächst hilfreich, doch wenn auf Seite 150 immer noch einfache Zusammenfassungen auftauchen, wirkt es, als traue die Autorin ihren Leser:innen nicht zu, die Geschehnisse selbst nachzuvollziehen.

Trotz der Schwächen in Tempo und Redundanz hat die Handlung spannende Momente, und die Idee hinter der Geschichte gefällt mir weiterhin. Allerdings zieht sich das Buch an einigen Stellen in die Länge, wodurch die Spannung gelegentlich leidet. Das offene Ende verspricht eine Fortsetzung, und obwohl ich skeptisch bin, ob die Liebesgeschichte mein Interesse noch gewinnen kann, bietet das Konzept für mich dennoch genug Potenzial, dass ich die Reihe neugierig weiterverfolgen würde.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Faszinierende Welt, starke Freundschaften, aber vorhersehbarer Plot

Shifter Island - Die Akademie der Wölfe
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„Shifter Island – Die Akademie der Wölfe“ hat mich direkt mit seinem spannenden Einstieg gepackt. Die Sprecherin fängt die Atmosphäre der Geschichte großartig ein und verleiht den Figuren Tiefe. Das Setting ...

„Shifter Island – Die Akademie der Wölfe“ hat mich direkt mit seinem spannenden Einstieg gepackt. Die Sprecherin fängt die Atmosphäre der Geschichte großartig ein und verleiht den Figuren Tiefe. Das Setting und die Thematik erinnern an klassische Jugendbuch-Fantasy, wodurch ich sofort ein nostalgisches Twilight-Feeling hatte – eine Geschichte, die sich klar an ein jüngeres Publikum richtet.

Positiv aufgefallen ist mir Nai als Protagonistin. Sie ist stark, selbstbewusst und hinterfragt gesellschaftliche Probleme wie Sexismus, was sie in meinen Augen zu einer erfrischenden Heldin macht. Gleichzeitig ist sie nicht perfekt – ihre egoistischen Entscheidungen haben es mir manchmal schwer gemacht, voll mit ihr mitzufühlen. Dafür fand ich ihre Freundschaften umso schöner. Die Beziehungen, die Nai zu ihren Freunden aufbaut und pflegt, sind wirklich herzerwärmend und bilden eine emotionale Stärke der Geschichte.

Die Figuren sind dank der großartigen Sprecherin klar unterscheidbar, jede mit eigener Stimme und Persönlichkeit.

Der Plot ist spannend, aber leider sehr vorhersehbar. Schon früh war klar, wer Nais Gefährte sein würde, wodurch die Suche nach ihm wenig Überraschung bot. Rage, hat mich zudem mit seiner teils sprunghaften Art irritiert – der Wechsel zwischen unnahbar und zärtlich wirkte auf mich nicht immer glaubwürdig.

Die Welt, die Leia Stone und Raye Wagner erschaffen, hat mich fasziniert. Die magischen Elemente und die vielen Gestaltwandler haben großes Potenzial! Leider blieb das Worldbuilding für mich etwas zu oberflächlich. Ich hätte mir mehr Details gewünscht, besonders zu den unterschiedlichen Gestaltwandlern und der Magie, die diese Welt so besonders macht.

Das emotionale und spannende Ende hat mich aber voll überzeugt und lässt mich sehnsüchtig auf Band 2 warten. Trotz kleiner Schwächen ist „Shifter Island – Die Akademie der Wölfe“ ein unterhaltsames Hörbuch, das ich allen empfehlen kann, die jugendliche Fantasy mit einer taffen Heldin, wundervollen Freundschaften und „Chosen One“-Vibes lieben.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Unterhaltsam, aber nicht herausragend

Legendary
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„Legendary" ist der zweite Band der Caraval-Trilogie und hat mich insgesamt gut unterhalten. Das Worldbuilding bleibt einfach fantastisch - die magische, geheimnisvolle Atmosphäre von Caraval hat mich ...

„Legendary" ist der zweite Band der Caraval-Trilogie und hat mich insgesamt gut unterhalten. Das Worldbuilding bleibt einfach fantastisch - die magische, geheimnisvolle Atmosphäre von Caraval hat mich wieder voll in ihren Bann gezogen.

Besonders die ersten Kapitel fand ich spannend, die Handlung um Tella und ihre geheimen Missionen hielt mich bei der Stange.

Tella als Protagonistin hat mich dieses Mal mehr überzeugt. Sie ist stark und will ihre eigenen Entscheidungen treffen, aber es gab auch Momente, in denen ich mich fragte, warum sie am Ende trotzdem gerettet werden muss. Ich hätte mir gewünscht, dass sie noch mehr Eigeninitiative zeigt, um wirklich selbst die Kontrolle zu behalten.

Leider hatte ich bei den Wendungen das Gefühl, dass ich viel zu schnell durchschaut habe, was echt ist und was nicht. Die Magie der Illusionen und das Spiel um Wahrheit und Lüge hat mich nicht mehr so gefesselt wie im ersten Band. Das Ende war für mich dann auch eher vorhersehbar, obwohl die Spannung bis zur Mitte des Buches auf einem guten Niveau war.

Ein Highlight war definitiv das Geheimnis rund um Scarlett, das mich neugierig gemacht hat. Der Fokus auf das Spiel ging mir jedoch ein bisschen verloren.

Insgesamt war es ein spannender, wenn auch nicht ganz so überraschender Band.

Ich freue mich auf das Finale, aber „Legendary" hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

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