Zwischen Zeilen und Zögern
The Right Kind of WrongThe Right Kind of Wrong hat mich sehr berührt, denn die Geschichte von Zoe und Noah ist nicht so leicht wie manche andere Geschichten. Sie war ehrlich, leise und doch warm. Die Jubelausgabe ist wunderschön, ...
The Right Kind of Wrong hat mich sehr berührt, denn die Geschichte von Zoe und Noah ist nicht so leicht wie manche andere Geschichten. Sie war ehrlich, leise und doch warm. Die Jubelausgabe ist wunderschön, mit dem Farbschnitt, einem minimalistischen Cover und einem so tollen Innendesign. Schon bevor ich die erste Seite aufgeschlagen habe, habe ich mich auf die Geschichte gefreut.
Die Geschichte handelt von Zoe, die in einer WG mit ihrer besten Freundin Kate lebt, bis Kates Freund Noah einzieht. Was mich besonders beeindruckt hat, war, wie ehrlich und verletzlich Zoe ist. Ihre Unsicherheiten und ihre Gedanken, die sich im Kreis drehen, haben sehr authentisch auf mich gewirkt. Sie werden nicht als Schwäche von ihr dargestellt, sondern sind einfach ein Teil von ihr.
Noah ist am Anfang eher schwerer einzuordnen gewesen für mich, aber man merkt, dass auch er auf seine Weise gebrochen ist. Was ich geliebt habe, war, wie aufmerksam er war.
Kate wiederum ist lebendig, direkt und in ihrem Chaos trotzdem loyal, und gerade das macht die Dynamik zwischen den dreien so toll.
Ich war anfangs skeptisch bei dem Trope „Verliebt in den Freund der besten Freundin“. Wie soll das funktionieren, besonders ohne dass etwas kaputt geht? Aber Jennifer Bright hat es mit so viel Respekt gelöst, dass ich es am Ende sehr mochte. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern sie ist kompliziert und genau dadurch so glaubwürdig.
Während des Lesens habe ich manchmal innegehalten und mich selbst gefragt, wie ich mich in so einer Situation fühlen würde. Und ich habe alle in ihren Entscheidungen sehr verstanden. Das Buch hat mir total deutlich gemacht, dass es nicht immer richtig und falsch gibt, und dass Gefühle sehr kompliziert sein können.
Was diese Jubiläumsausgabe besonders macht, sind die Anmerkungen der Autorin. Sie sind immer mal wieder am Rand, fast wie Gedanken, die plötzlich auftauchen.
Sie machen das Buch viel persönlicher und ich hatte das Gefühl, nicht nur Zoes Geschichte zu lesen, sondern gleichzeitig ein bisschen mit der Autorin über die Geschichte nachzudenken.
Jennifer Brights Schreibstil hat mich besonders berührt. Er ist ruhig, manchmal fast zart und es gab viele kleine Sätze, die ich öfter gelesen habe, weil sie mich sehr berührt haben.
5/5 Sterne ⭐️
Vielen Dank an Jennifer Bright für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.