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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Bewegender Roman mit erzählerischen Schwächen

Als Großmutter im Regen tanzte
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Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Schon etwas länger habe ich mit dem Buch geliebäugelt, nun habe ich es in einer privaten Leserunde gelesen.

Der Schreibstil der Autorin ist total einfach ...

Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Schon etwas länger habe ich mit dem Buch geliebäugelt, nun habe ich es in einer privaten Leserunde gelesen.

Der Schreibstil der Autorin ist total einfach gehalten, unauffällig und lässt sich schnell weglesen. Mir fehlte allerdings die Atmosphäre und Bildhaftigkeit. Erzählt wird aus zwei Perspektiven, nämlich der von Juni in der ICH- Form und Tekla im personalen Stil, zusätzlich ist die Schrift unterschiedlich. Trotz der klaren Abgrenzung, gab es immer wieder Momente, wo ich stockte und kurzzeitig nicht wusste, wo ich mich jetzt gerade befinde.

Die Protagonistinnen, sind durchaus solide gezeichnet, Juni erscheint jedoch im Gegensatz zu Tekla fast schon ein bisschen blass und ich konnte auch keine richtige Bindung zu ihr aufbauen. Tekla war mir da näher, aber auch ihre Gedanken und oder Gefühlswelt war mir zu knapp dargestellt, da hätte ich mir bei der ganzen tragischen Thematik mehr Emotionen gewünscht. Ebenfalls ging mir die Liebesgeschichte in der Gegenwart viel zu schnell vonstatten, da habe ich wenig bis Nichts empfunden.

Der Plot an sich und die Idee der zwei Handlungsstränge und Perspektiven hat mir gut gefallen. Ich gebe allerdings zu, dass mich der Part in der Vergangenheit mehr reizte, denn Junis Sichtweise wirkt auf mich recht konstruiert und fast schon " Rosamunde Pilcher mässig". Ich persönlich habe noch nie von den tyskerjente („Deutschenmädchen“) gehört, weshalb ich interessiert und auch betroffen die Geschichte verfolgte. Gerade aus diesem Grund hätte ich mir mehr Norwegen- Vertiefung und weniger Deutschlandnachkriegszeit erhofft. Ebenso empfand ich das Ende als sehr übereilt, als hätte man plötzlich noch alle losen Enden in die letzten hundert Seiten packen müssen.



Aus all diesen Gründen vergebe ich 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Domestic noir à là Poznanski

Das Signal
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Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Es ist schon fast zehn Jahre her seit ich etwas von der Autorin gelesen habe und eigentlich bin ich eher Fan ihrer Jugendbücher, hier bin ich jedoch wieder ...

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Es ist schon fast zehn Jahre her seit ich etwas von der Autorin gelesen habe und eigentlich bin ich eher Fan ihrer Jugendbücher, hier bin ich jedoch wieder einmal neugierig geworden ;)

Bei Thrillern greife ich immer wieder gerne zur Hörbuchfassung, weshalb ich zuerst darauf eingehen werde, da ich die Geschichte grösstenteils in dieser Variante gehört habe.

Es war mein erstes Aufeinandertreffen mit Tessa Mittelstaedt und ich muss sagen, dass ich zu Beginn extrem Mühe hatte mit der Sprecherin. Ihre Stimme ist, jedenfalls hier bei diesem Roman unglaublich langweilig, monoton, ja fast schon einschläfernd und wirkte für mich auch zu alt für die Rolle der Viola. Irgendwie gewöhnte ich mich allerdings mit der Zeit an ihr Timbre und die Interpretation, würde jetzt aber nicht sofort wieder zu einer Vertonung von ihr greifen.

Poznanskis Schreibstil ist klar, unkompliziert, schnörkellos und flüssig zu lesen. Erzählt wird ausschliesslich aus der Sicht der Protagonistin in der ICH- Form im Präsens, was ich überhaupt nicht mag, doch durch die Hörbuchversion ist es mir gar nicht aufgefallen.

Viola ist, wie oben schon erwähnt unsere Hauptperson und obwohl sie gut ausgearbeitet ist, ihre Gefühls/ Gedankenwelt transparent dargestellt wurde, kann ich nicht behaupten, dass ich mir ihr warm wurde. Ehrlich gesagt auch mit keiner anderen Figur in der Geschichte, sei dies nun ihr Ehemann, ihre Freundinnen oder die Pflegerin. Eigentlich für mich in einem Thriller kein Problem, allerdings handelt es sich hier ja doch eher um ein Domestic Noir Werk und da erwarte ich mir dann doch etwas mehr von den Charakteren.

Die Idee an sich hat mir gut gefallen, ebenso der Einstieg und diese lauernde, unterschwellige Spannung. Ebenso war der ein oder andere Plottwist durchaus überraschend, Andere hingegen fand ich eine Spur zu drüber und gerade eine gewisse Auflösung war mir zu konstruiert. Ebenfalls war für meinen Geschmack die Story ein bisschen zu stark in die Länge gezogen und eine Taschenbuchausgabe hätte genügt!

Ich vergebe hiermit 3,75 Sterne

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Trügerische Idylle

Heimat
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Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Das Buch ist mir schon bei den Vorschauen aufgefallen, obwohl das Cover eher schlicht wirkt. Vor allem faszinierte mich jedoch der Klappentext, weshalb ...

Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Das Buch ist mir schon bei den Vorschauen aufgefallen, obwohl das Cover eher schlicht wirkt. Vor allem faszinierte mich jedoch der Klappentext, weshalb es spontan bei mir einziehen durfte.

Der Schreibstil ist präzise, eher sachlich gehalten und schnörkellos. Erzählt wird in der 3. Person aus der Sicht unserer Protagonistin Jana. Das Besondere es gibt keine Kapitel, nur Absätze mit kleinen schwarzen Quadraten unterbrochen. Bei mir führte dies zeitweise zu Verwirrung, oder gestörtem Lesefluss, da ein Zeisprung erfolgte oder ein Wechsel des Handlungsstrangs.

Entsprechend der Erzählweise ist natürlich Jana am ausführlichsten ausgearbeitet und wir können die meisten Gedankengänge, Emotionen und daraus folgenden Handlungen mitverfolgen. Sie war mir soweit ganz sympathisch und ich konnte einige Denkweisen gut nachvollziehen. Ihr Mann ( ich weiss schon nicht mal mehr seinen Namen ;) ) wirkte auf mich sehr blass, ja schon fast unsichtbar. Hingegen machte Karolin, die zukünftige Freundin von Jana auf mich schon recht Eindruck, wie sie so ihr Leben gelassen mit fünf Kindern meistert.

Die erste Seite der Geschichte fand ich sehr eigenartig, man weiss eigentlich auch nicht um wen es sich hierbei handelt, erst am Ende war ich etwas schlauer. Wie zu Beginn erwähnt hat mich der Text auf der Buchrückenseite angesprochen und neugierig gemacht, insbesondere, da mir der Begriff " Tradwife" völlig unbekannt war. Ich musste also zuerst googeln, um mir einen Überblick zu verschaffen ;) Einige Standpunkte im Leben von Karolin finde ich persönlich nämlich gar nicht so verwerflich, gerade im Bezug auf die Kinderbetreuung und die Naturverbundenheit. Liegt allerdings vielleicht auch daran, dass ich selber auf einem Bauernhof, recht bodenständig aufgewachsen bin ;) Hanna Lühmann beschreibt allerdings die unterschiedlichen Lebensentwürfe sachlich, ohne zu u werten oder den Zeigefinger zu heben. Der Roman ist eher ruhig, jedoch nie langweilig, wirft Fragen auf, regt zum nachdenken und diskutieren an. Mit Fortschreiten der Geschichte wird die ganze Atmosphäre immer wie dichter, beklemmender, und es gibt mehrere, subtile Andeutungen ,welche jedoch nicht konsequent aufgeklärt werden. Nach 170 Seiten sass ich ratlos da, blickte auf das kryptische Ende, blätterte zurück, las nochmals die letzten Zeilen und war dennoch immer noch nicht schlauer.....

Ich vergebe 3,75 Sterne

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Was ist eigentlich Schönheit

Wie du mich ansiehst
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Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Klappentext und Leseprobe haben mich angesprochen, weshalb die Lektüre spontan bei mir einziehen durfte ;)

Der Schreibstil ist ruhig, schnörkellos, klar ...

Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Klappentext und Leseprobe haben mich angesprochen, weshalb die Lektüre spontan bei mir einziehen durfte ;)

Der Schreibstil ist ruhig, schnörkellos, klar und ich habe mir den ein oder anderen Satz markiert, da Eva Lohmann mit nur wenigen Worten einfach so viel Wahrheit ausspricht; " Wenn Menschen sich trennen, müssen sie entscheiden, ob sie um Dinge kämpfen wollen- oder sie loslassen" " Vielleicht ist deine Mutter einfach eine Loslasserin" ( S.88) Erzählt wir das Ganze aus der Sicht unserer Protagonistin im personalen Stil, was ich für den Stil der Geschichte als passend empfunden habe.

Dementsprechend stehen natürlich auch die Gedankengänge und Handlungen von Johanna im Vordergrund. Ich Ü50 konnte viele Denkweisen nachvollziehen und nickte immer wieder zustimmend , einige daraus folgenden Taten fand ich jedoch unverständlich. Ebenfalls wirkte Johanna auf mich älter als Mitte vierzig und ständig hatte ich den Eindruck sie müsste eigentlich Rosa heissen und nicht ihre Tochter ;) weshalb ich die Beiden zeitweise verwechselte ;) Die Ausarbeitung der Charaktere war solide für den Umfang der Geschichte.

Das Buch beinhaltet einige interessante Themen(zum Beispiel: Was ist Schönheit, Feminismus, Älterwerden, Trauer) für mich persönlich waren es fast zu Viele um ihnen wirklich allen gerecht zu werden, aber vielleicht war dies auch gar nicht das Ziel der Autorin. Ebenfalls verspürte ich keine emotionale Bindung zu den Charakteren, obwohl mich die Aspekte an sich eigentlich total angesprochen haben!

Ich vergebe deshalb 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Schwächer als der Vorgänger

Pretty Savage - Süßer als Verrat
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Mein Leseeindruck subjektiv und evtl. nicht spoilerfrei, da Band zwei

Nach dem fiesen Ende von Band eins war klar, dass ich weiterlesen würde....

Der Schreibstil ist unverändert flüssig, anschaulich ...

Mein Leseeindruck subjektiv und evtl. nicht spoilerfrei, da Band zwei

Nach dem fiesen Ende von Band eins war klar, dass ich weiterlesen würde....

Der Schreibstil ist unverändert flüssig, anschaulich im Gegensatz zu seinem Vorgänger wird diesmal jedoch aus zwei Perspektiven erzählt. Nämlich der von Sarah und Payton am Anfang des Kapitels mit dem jeweiligen Namen klar deklariert. Zusätzlich kommt es zu Zeitsprüngen, aber auch diese sind notiert, so dass es meiner Meinung nach zu keinen Verwirrungen kommt.

Durch den Sichtwechsel lernen wir nun endlich Payton besser kennen und der Nebel der vielen Fragen rund um sie wird schrittweise gelichtet. Trotzdem konnte ich oft ihre Denkweise nicht begreifen und ihre Geheimniskrämerei ergab nicht unbedingt Sinn. Aber auch Sarah handelte teilweise für mich nicht nachvollziehbar. Insgesamt ereigneten sich für meinen Geschmack bei einigen Charakteren Dinge, die auf mich zu dramatisch, übertrieben, konstruiert wirkten und sich meistens um sexuelle Thematiken handelte. Ebenfalls war die Kommunikation zwischen den Charakteren des öfteren recht vulgär und die Spicy Szenen im Gegensatz zu Band eins nun auch seitenlaaaang.

Bin ich in Band eins noch von Seite zu Seite gerast, hatte ich hier doch oft den Eindruck als würde ich mich im Kreis drehen und manche Kapitel zogen sich und wirkten zäh. Trotzdem hielt mich die Autorin bei der Stange, da natürlich auch vieles aufgeklärt wurde und die ein oder andere Auflösung mich echt überraschen konnte. Die Geschichte endet auch diesmal mit einem gemeinen Cliffhanger, weshalb ich doch einiger Kritikpunkte zum Finale greifen werde...

3,5 Sterne



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