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Veröffentlicht am 11.06.2025

Wenn Realität und Lüge verschmelzen – ein Jahreshighlight!

Reset
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Manche Bücher fühlen sich so echt an und sind erschreckend plausibel, dass sie dich kalt erwischen. „Reset“ von Peter Grandl ist genau so ein Buch. Es ist ein Thriller, der sich wie Zukunft anfühlt, aber ...

Manche Bücher fühlen sich so echt an und sind erschreckend plausibel, dass sie dich kalt erwischen. „Reset“ von Peter Grandl ist genau so ein Buch. Es ist ein Thriller, der sich wie Zukunft anfühlt, aber eigentlich schon Gegenwart ist. Vielleicht war genau das der Grund, warum ich beim Lesen immer wieder Gänsehaut hatte.

Ich hatte das große Glück, eine Bloggerbox zum Buch zu erhalten, an dieser Stelle: Danke dafür! Darin waren zwei Walkie-Talkies, wo ich beim Lesen einen richtigen Aha-Moment hatte, denn genau diese simple Technik bekommt im Buch eine ganz besondere Bedeutung. Was, wenn du digitaler Kommunikation plötzlich nicht mehr trauen kannst? Wenn jede Nachricht, jeder Anruf, jedes Videobild gefälscht sein könnte? Und das so perfekt, dass du nicht mehr weißt, ob dir gerade wirklich deine Schwester schreibt oder eine Maschine.

Grandl zeichnet ein Szenario, das sich wie eine Schockwelle über die Welt legt. Deep Fakes next level: Stell dir vor, dein Kind schickt dir ein Video und bittet dich, etwas Unfassbares zu tun. Oder ein Freund beichtet dir eine Wahrheit, die alles zerstört. Nichts davon ist echt, aber dein Verstand glaubt es trotzdem.

Eine internationale Taskforce wird gebildet, um die Fake News und das Chaos auf der Welt zu stoppen. Laurent Lamy, Direktor der Cyber Crime Task Force bei Interpol, holt Leute wie Valentine O’Brien aus Irland, Camille Milloz aus Deutschland, Seiko Ito aus Japan und Noah Morel aus Frankreich zu sich, die zusammen versuchen die Lage zu kitten.

Mir kurzen Kapiteln, Perspektivwechseln, einem rasanten Erzählstil und schockierenden Wendungen bin ich nur so durch die Seiten gehechtet. „Reset“ zieht einen komplett in den Bann, man kann es nicht einfach nebenbei lesen.

Die Auflösung war nicht so vorhersehbar wie erwartet und hat nochmal eins oben drauf gesetzt.

Fazit: Peter Grandl führt uns vor, wie leicht Wahrheit heute manipulierbar ist und wie schnell aus Unsicherheit Panik wird. Das Szenario aus dem Buch fühlt sich beängstigend real an. Die Thematik ist hochaktuell und hat mich zum Nachdenken gebracht. Gerade jetzt, wo künstliche Intelligenz täglich neue Schlagzeilen macht, trifft das Buch einen Nerv. Für mich ist „Reset“ ganz klar ein Jahreshighlight!

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Must-Read

Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2)
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"Die Dämmerung" ist nach "Der Morgen" der Zweite Fall für Art Mayer und Nele Tschaikowski. Das grelle grüne Cover springt sofort ins Auge, erst auf den zweiten Blick entdeckt man den Hirsch. Das passt ...

"Die Dämmerung" ist nach "Der Morgen" der Zweite Fall für Art Mayer und Nele Tschaikowski. Das grelle grüne Cover springt sofort ins Auge, erst auf den zweiten Blick entdeckt man den Hirsch. Das passt sehr gut zum Inhalt, denn die Leiche wurde im Wald gefunden, drapiert mit einem Hirschgeweih.

Marc Raabe gelingt es erneut, Spannung aufzubauen, ohne sich in Effekthascherei zu verlieren. Ich würde definitiv empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten. Denn was in Band eins begonnen hat, entwickelt sich hier weiter.

Art Mayer ist kein einfacher Ermittler und genau deshalb mag ich ihn. In diesem Band muss er sich nicht nur mit einer bizarr inszenierten Mordserie herumschlagen, sondern auch mit sich selbst: seinem schwankenden Blutzucker, seiner kleinen Nachbarin Milli und letztendlich wieder mit seiner Vergangenheit. Tonbandaufnahmen führen ihn zurück in längst vergessene Abgründe. Die Flashbacks sind nicht nur atmosphärisch dicht, sie haben auch direkt mit dem Fall zu tun und treiben das Puzzle Stück für Stück voran.

Auch Nele Tschaikowski wird es in dem Band nicht einfach gemacht. Als schwangere Polizistin muss sie sich bei ihren hauptsächlich männlichen Kollegen behaupten. Der Fall wird dann auch für sie sehr persönlich, denn sie gerät ins Visier und in Gefahr.

Marc Raabe hat wieder abgeliefert: Kurze und spannende Kapitel, eine durchdachte Struktur und Wendungen, die man nicht kommen sieht. Am Ende sind viele Fragen beantwortet, aber es sind auch neue dazugekommen. Jetzt will ich natürlich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Wie gut, dass Band 3 „Die Nacht“ bereits erschienen ist.

Fazit:
Die Dämmerung ist ein Must-Read für alle, die intensive Thriller mit Spannung lieben. Für mich ganz klar: 5 Sterne. Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Überraschend ein Highlight!

Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten
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Ich bin ohne große Erwartungen in das Buch gestartet. Nie hätte ich damit gerechnet, dass mich „Quicksilver“ so verzaubern und überraschen würde. Am Ende blieb ich staunend zurück mit einer riesigen Vorfreude ...

Ich bin ohne große Erwartungen in das Buch gestartet. Nie hätte ich damit gerechnet, dass mich „Quicksilver“ so verzaubern und überraschen würde. Am Ende blieb ich staunend zurück mit einer riesigen Vorfreude auf den zweiten Band („Brimstone“).

Die Geschichte beginnt in einer rauen und staubigen Welt. Wasser ist kostbar, und die, die keines haben, zählen kaum. Die Protagonistin Saeris wächst genau dort auf. Sie ist klug, scharfzüngig und zäh. Eine echte Anti-Heldin, die ich von Anfang an mochte.

Als sie es schafft, das Portal zur sagenumwobenen Fae-Welt zu durchqueren, beginnt ein neues Kapitel. Hier trifft sie auf Kingfisher, einen Fae-Krieger, der mit seiner abweisenden und kühlen Art zunächst wenig Sympathie weckt. Zwischen den beiden knistert es jedoch gewaltig. Es ist dieses klassische Enemies-to-Lovers-Duell, das einfach so viel Spaß macht. Mit bissigen Dialogen, Reibung und Momenten, in denen man als Leserin am liebsten beide gleichzeitig schütteln und umarmen würde.

Was dieses Buch aber besonders macht, ist nicht nur die Liebesgeschichte, sondern der Weltenaufbau. Über 800 Seiten lang taucht man ein in ein magisches Universum, das erfrischend anders ist, als andere Fantasy-Welten. Obwohl die Autorin sich Zeit nimmt, wurde es beim Lesen nie langweilig. Selbst die Liebes-Szenen (weil es ja ein Romantasy-Buch ist) und die Kampfszenen fügten sich gut ins Gesamtbild ein.

Je weiter ich kam, desto schwerer fiel es mir, das Buch aus der Hand zu legen. Alles fügte sich zusammen und der Sog wurde stärker und stärker. Und dann kam der Epilog. Uff. Ich dachte, ich wäre bereit. War ich nicht.

Fazit:
Quicksilver hat mich überrascht und komplett geflasht: Highlight! 5*/5 Sternen

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Ein echtes Highlight!

A Tale of Foxes and Moons
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"Queen of Thieves and Shadows" war ein letztes Jahr ein Highlight für mich und so war klar, dass ich das neueste Buch von der Autorin Rebecca Humpert auch lesen werde. Ich habe es signiert bestellt und ...

"Queen of Thieves and Shadows" war ein letztes Jahr ein Highlight für mich und so war klar, dass ich das neueste Buch von der Autorin Rebecca Humpert auch lesen werde. Ich habe es signiert bestellt und sogar noch eine Bloggerbox erhalten — happy me und herzlichen Dank dafür! Die Erwartungen waren dementsprechend hoch und obwohl "A Tale of Foxes and Moons" anders war als erwartet, wurden sie sogar noch übertroffen.

Aiko und Chiaki sind zwei Jugendliche, die beide eine Reinkarnationen in sich tragen. Die eine trägt das Erbe der Fuchsgöttin Inari in sich, der andere ist niemand Geringerer als die Reinkarnation von Tsukuyomi, dem Mondgott. Ihr Auftrag: verlorene magische Gegenstände von Geistern zurückholen, um die Kodama, das sind Baumgeister, zu retten. Und dabei geraten sie in eine Geschichte, in der nichts ist, wie es scheint. Weder ihre Aufgabe noch ihre Verbindung zueinander.

Es ist ein Fantasybuch, das sich traut, anders zu sein. Die japanische Mythologie ist nicht bloß Kulisse, sondern durchdringt die Erzählung in Bildern, in der besonderen Atmosphäre und in der Sprache selbst. An diese Sprache musste ich mich gewöhnen. Es war nicht sofort Liebe auf den ersten Blick, aber ich habe mich darauf eingelassen und wurde mehr als belohnt. Hilfreich waren das Glossar und Personenverzeichnis auf den letzten Seiten.

Das Buch ist wunderschön gestaltet und ein echtes Schmuckstück im Regal. Aber unterschätzen sollte man es nicht, denn die Geschichte geht unter die Haut und lässt einen auf wunderbare Weise verloren zurück. Verloren im besten Sinn: weil man das Gefühl hat, etwas Einzigartiges erlebt zu haben.

Fazit: „A Tale of Foxes and Moons“ ist ein Buch, das ich nicht mehr aus dem Herzen bekomme. Poetisch, gruselig, tiefgründig. Rebecca Humpert hat sich damit ein weiteres Mal einen Platz auf meiner Herzensbuch-Liste gesichert und ich kann wieder von einem Highlight sprechen. 5*/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Ein Wettlauf gegen die Zeit

Aschesommer
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Woran erkennt man gute Thriller? Daran, dass man das Atmen vergisst beim Lesen. Benjamin Cors kann das. Das hat er schon mit „Krähentage“ bewiesen. Und mit „Aschesommer“ legt er nun eindrucksvoll nach ...

Woran erkennt man gute Thriller? Daran, dass man das Atmen vergisst beim Lesen. Benjamin Cors kann das. Das hat er schon mit „Krähentage“ bewiesen. Und mit „Aschesommer“ legt er nun eindrucksvoll nach – dieser Teil hat mir sogar noch besser gefallen als der erste.

Ein paar Monate nach den Ereignissen von Band eins stolpert die Sonderermittlungseinheit „Gruppe 4“ – zuständig für schwere Seriendelikte – über eine unscheinbare Todesanzeige. Und wieder beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie spüren gleich zwei Leichen auf und am Fundort macht eine mit Asche geschriebenen Botschaft klar, dass das Sterben weitergehen wird.

Mila Weiss und Jakob Krogh erzählen abwechselnd, auch der Täter kommt zu Wort. Das erzeugt Tempo und Tiefe, die Perspektivwechsel lassen einen ganz nah an die Figuren heran.

Es ist ein Fall, der in historische Bezüge eingebettet wird und diese Verbindung hat mir unheimlich gut gefallen. Die Täterfigur ist erfrischend anders. Genie und Wahnsinn liegen bekanntlich nah beieinander. Allein das hat eine regelrechte Sogwirkung auf mich erzeugt.

Wo wir im ersten Teil Geheimnisse von Jakob erfahren haben, wird es nun für Mila persönlich. Deshalb empfehle ich die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

Benjamin Cors hat einen schnörkellosen, atmosphärischen und spannenden Sprachstil und der Fall ist klug konstruiert. Scheinbar mühelos steigert er von Kapitel zu Kapitel die Spannung. Das in Zusammenhang mit unvorhersehbaren Wendungen und einem Ende, das ich so nicht habe kommen sehen, macht den Thriller zu einem echten Highlight für mich!

Fazit: Benjamin Cors hat mit „Aschesommer“ nachgelegt – und wie! Für mich ist es, wie schon „Krähentage“, ein glasklares Fünf-Sterne-Buch. Intelligent konstruiert, gut erzählt, mit stetig steigender Spannung. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall von Gruppe 4 und kann die Reihe nur empfehlen!

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