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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2025

Böse und lustig

Very Bad Widows
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Ich kannte die Autorin nicht, mich hat das Cover in den fröhlichen sommerlichen Farben angesprochen, und ich bin ein großer Fan böser Frauenkrimis á la Ingrid Noll. So etwas in der Richtung hatte ich auch ...

Ich kannte die Autorin nicht, mich hat das Cover in den fröhlichen sommerlichen Farben angesprochen, und ich bin ein großer Fan böser Frauenkrimis á la Ingrid Noll. So etwas in der Richtung hatte ich auch erwartet, aber Sue Hincenbergs schreibt ein völlig anderes Buch.

Zwar ist die Thematik auf den ersten Blick ähnlich aber schon der Stil ist hier ganz anders, alles in eine luftig-leichte Sprache mit manchmal nur sehr subtil bösartigen Untertönen verpackt.

Die Männer wirken auf den ersten Blick so trottelig und unliebenswert und verschlagen, dass man kein großes Mitleid mit den Plänen der Witwen in spe verspürt. Das alles ändert sich jedoch, und zwar mehrmals im Verlauf der Geschichte, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, manchmal sogar die gleiche Szene aus unterschiedlichen Sichtweisen.

Das macht das Ganze spannend und sehr amüsant, aber streckenweise auch verwirrend. Ich musste manche Passagen mehrmals lesen, um nicht den Überblick zu verlieren.

Sehr gut gefallen hat mir, wie liebevoll die einzelnen Agierenden ausgestaltet sind, man ist richtig mittendrin dabei - und irgendwie mochte ich sie alle...

Mehr Komödie als Krimi, aber sehr schön!

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Spannend und kernig

Lilienopfer. Dein Tod gehört mir
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Dies war mein erstes Buch von Leo Born, auch der erste Band um Jakob Diehl, den "Cowboy Jack", und es hat mir gut gefallen.

Mit Viola und Berenice bin ich bisher nur so "lauwarm" geworden, während Jack ...

Dies war mein erstes Buch von Leo Born, auch der erste Band um Jakob Diehl, den "Cowboy Jack", und es hat mir gut gefallen.

Mit Viola und Berenice bin ich bisher nur so "lauwarm" geworden, während Jack und seine männlichen Kollegen aus dem Ermittlerteam sehr lebendig greifbar werden.

Die Story ist gut erzählt, wechselt immer mal wieder Schauplatz und Perspektive, und die Auflösung am Schluss war für mich überraschend. Ich habe mich lange und erfolgreich und gerne in die Irre führen lassen.

Das Beziehungsleben der Ermittler nimmt einen gut ausgewogenen Raum ein, für mich nicht zu viel und nicht zu wenig.

Ich würde gerne noch mehr aus dieser Reihe lesen.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Musikalisch und cineastisch interessant

Bach bewegt
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Ich liebe die kraftvolle Musik von Bach, die mich immer wieder in meinem Leben getröstet und begeistert hat. Und ich liebe großes und kleines Kino, ausser es ist brutal, seicht oder banal.

Nun war ich ...

Ich liebe die kraftvolle Musik von Bach, die mich immer wieder in meinem Leben getröstet und begeistert hat. Und ich liebe großes und kleines Kino, ausser es ist brutal, seicht oder banal.

Nun war ich sehr neugierig, wie Knut Elstermann an diese Themen herangeht. Das Lesen hat mir viel Spaß gemacht, und ich habe wirklich einiges Neue erfahren und so manches gelernt dabei.

Ich habe das Buch in kleinen Happen gelesen und war doch überrascht, wie viele Filme es über Bach gibt, zumindest sehr viel mehr, als ich wusste. Mir war nur "Bach - Ein Weihnachtswunder" mit Devid Striesow bekannt, also der letzte.

Ich finde, es ist gut gelungen, sowohl über die Entstehung der Filme, die Schauspieler, das jeweilige politisch-gesellschaftliche Umfeld zur Drehzeit zu schreiben als auch über die unterschiedliche Sicht auf Bach jeweils. Das war für mich vor allem im geschichtlichen Zusammenhang der Filmentstehung interessant. Die eingewobenen kleinen Anekdoten machen das Lesen vergnüglicher.

Auch interessant, dass Bach - je nach Film - mal als unantastbares musikalisches Genie, mal als - teils überforderter - Familienvater dargestellt wurde. Dass in einigen der Filme seine Probleme mit der Versorgung der Kinder, die Konflikte mit der Obrigkeit, die Verschlimmerung seines Augenleidens, der veränderte musikalische Geschmack des Publikums in den Vordergrund gestellt, in anderen eher ausgespart wurden.

Für mich haben sich einige neue Facetten des Menschen Bach gezeigt, und ich werde mir einige der erwähnten Filme ansehen. Auch mein Besuch in Arnstadt im April - auf der Durchreise von Chemnitz in die Pfalz - erscheint jetzt noch in einem anderen Licht.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Spannung mit viel Lokalkolorit und glaubwürdigen Ermittlern

Die dunkle Villa
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Dies war mein erstes Buch von Wolfgang Burger und somit auch mein erstes aus der Alexander-Gerlach-Reihe. Dass es schon der 10. Band ist, finde ich beachtlich, vielleicht wäre ich dem Ermittler noch näher ...

Dies war mein erstes Buch von Wolfgang Burger und somit auch mein erstes aus der Alexander-Gerlach-Reihe. Dass es schon der 10. Band ist, finde ich beachtlich, vielleicht wäre ich dem Ermittler noch näher gekommen, wenn ich auch die Vorgängerbände kennen würde. So war es doch nicht so ganz einfach, sein Familien- und Beziehungsgeflecht komplett zu verstehen, das ja nicht ganz einfach ist.

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, es ist dunkel, aber nicht im üblichen Krimi-Schwarz-Rot-Weiss gehalten. Trotz der Düsternis wirken die Türksi-und Grüntöne regelrecht frisch. Einzig was die Katze für eine Rolle spielt, hat sich auch nach kompletter Lektüre noch nicht erschlossen.

Die Geschichte spielt im Raum Heidelberg-Mannheim-Ludwigshafen. Hierdurch wurde ich auf das Buch aufmerksam, da ich auch in dieser Region lebe, und ich finde das Lokalkolorit gut getroffen.

Der Krimi ist gut erzählt, spannend, mit viel Hin und Her und falschen Verdächtigungen und einer Überraschung gegen Ende, die man nicht ahnen konnte - zumindest ich nicht -.

Hat mir sehr gut gefallen.

Ich würde wieder zu einem Alexander-Gerlach-Fall greifen.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Ein Buch und ein Dorf zum Wohlfühlen

Highland Happiness – Die Bücherstube von Kirkby
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Dies ist mein erstes Buch der Kirkby-Reihe, aber da jedes für sich abgeschlossen ist, war das für mich kein Problem. Ich finde, dass die Personen gut eingeführt werden und dass auch die, die in den vergangenen ...

Dies ist mein erstes Buch der Kirkby-Reihe, aber da jedes für sich abgeschlossen ist, war das für mich kein Problem. Ich finde, dass die Personen gut eingeführt werden und dass auch die, die in den vergangenen Bänden wohl größere Rollen gespielt haben, gut erklärt werden. Trotzdem lobe ich sehr das ausführliche Personenverzeichnis am Schluss des Buches, um notfalls nachschlagen zu können.

Das Cover finde ich hübsch gestaltet, sehr romantisch, aber meiner Meinung nach authentisch, vom Gebäudestil her, dem Fachwerk, den Steinen, dem Wald. Wirklich wunderschön finde ich den Buchrücken in dem Karomuster in Violetttönen. Da stelle ich mir alle Bücher der Reihe nebeneinander vor, wahrscheinlich jedes in einer anderen Farbe - eine schöne Idee!

Das geschilderte Dorf ist einfach herrlich, man möchte sofort dort wohnen, mit all den netten und interessanten Menschen, die trotzdem ihre Geheimnisse und Macken haben. Ein richtiger Wunsch-Ort....

Die Geschichte ist lebendig geschrieben und liest sich flüssig und spannend. Eine gelungene Mischung aus Liebe, Neuanfang, Selbstbehauptung, Sich-Zusammenraufen, Leben.

Hat mir sehr gut gefallen.

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