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Veröffentlicht am 06.06.2025

Ich bin kein Serienkiller

Ich bin kein Serienkiller
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Stell dir vor, du bist 15 Jahre alt und hast das dringende Gefühl, dass du zu einem Serienmörder werden könntest. Willkommen in der Welt von John Wayne Cleaver, dem Protagonisten aus „Ich bin kein Serienkiller“ ...

Stell dir vor, du bist 15 Jahre alt und hast das dringende Gefühl, dass du zu einem Serienmörder werden könntest. Willkommen in der Welt von John Wayne Cleaver, dem Protagonisten aus „Ich bin kein Serienkiller“ von Dan Wells. Ich habe dieses Buch verschlungen und dabei eine Reise in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche unternommen.

John ist kein gewöhnlicher Teenager. Während seine Altersgenossen sich mit alltäglichen Teenagerproblemen herumschlagen, kämpft er gegen ein inneres Monster. John ist von Serienkillern fasziniert und überzeugt, dass er selbst das Zeug dazu hat, einer zu werden. Er studiert ihre Taten, kennt ihre Methoden und analysiert ihre Motive. Um sich selbst im Zaum zu halten, hat er strikte Regeln aufgestellt und geht zu einem Therapeuten. Aber als in seiner Stadt ein echter Serienmörder zuschlägt, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von John erzählt, was einen tiefen Einblick in seine Gedankenwelt gibt. Dan Wells hat es meisterhaft geschafft, sich in einen jungen Mann mit solch einer düsteren Neigung hineinzuversetzen. Johns Gedankengänge sind sowohl faszinierend als auch beunruhigend. Man kann nicht anders, als sich in seinen inneren Konflikten zu verlieren und ständig zwischen Mitgefühl und Abscheu zu schwanken.

Die Handlung nimmt eine Wendung ins Übernatürliche, was zunächst überraschend kommt, aber dann geschickt in die Geschichte eingewoben wird. Der Serienmörder, dem John auf die Spur kommt, ist kein gewöhnlicher Mensch, sondern ein Wesen, das Organe stiehlt, um sich selbst am Leben zu halten. Dieser übernatürliche Aspekt verleiht dem Buch eine zusätzliche Dimension, die es von herkömmlichen Thrillern abhebt.

Ein besonderer Pluspunkt des Buches ist die lebendige Darstellung der Charaktere. Johns Psychologe, der ihn ernst nimmt und versucht zu helfen, sowie seine Mutter, die versucht, die Probleme ihres Sohnes herunterzuspielen, sind glaubwürdig und gut ausgearbeitet. Auch die Nachbarn und anderen Bewohner der kleinen Stadt tragen zur dichten Atmosphäre bei.

Natürlich muss man sich auf einige brutale Szenen gefasst machen. Die Beschreibungen der Morde sind detailliert und nichts für schwache Nerven. Aber genau diese Authentizität macht das Buch so packend. Man fühlt sich manchmal selbst wie ein Detektiv, der versucht, die Puzzleteile zusammenzusetzen und die wahre Natur des Mörders zu enthüllen.

Fazit: „Ich bin kein Serienkiller“ ist ein packender Thriller mit einem Hauch von Fantasy, der dich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln wird. John Wayne Cleaver ist ein unvergesslicher Protagonist, dessen innerer Kampf und düstere Faszination dich nicht loslassen werden. Wenn du auf der Suche nach einem Buch bist, das dich in eine andere, unheimliche Welt entführt, dann solltest du dieses Werk von Dan Wells unbedingt lesen. Bereite dich darauf vor, in die Abgründe der menschlichen Psyche einzutauchen – und hab keine Angst vor den Monstern, die du dort findest.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Splitter

Splitter
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Stell dir vor, du könntest die schrecklichsten Erinnerungen deines Lebens einfach ausradieren. Klingt verlockend, oder? Doch was, wenn bei diesem Prozess etwas schiefgeht? Willkommen in der Welt von „Splitter“ ...

Stell dir vor, du könntest die schrecklichsten Erinnerungen deines Lebens einfach ausradieren. Klingt verlockend, oder? Doch was, wenn bei diesem Prozess etwas schiefgeht? Willkommen in der Welt von „Splitter“ von Sebastian Fitzek, einem Thriller, der dich von der ersten Seite an packt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt.

Marc Lucas, unser gebeutelter Protagonist, hat nach einem tragischen Autounfall nicht nur seine Frau verloren, sondern auch sein ungeborenes Kind. Gequält von Schuldgefühlen und Trauer, stolpert er über eine Anzeige einer Berliner Klinik, die ein Experiment anbietet: die Möglichkeit, schmerzhafte Erinnerungen zu löschen. Klingt nach der perfekten Lösung, um den Schmerz zu überwinden, oder? Doch sobald Marc das Experiment startet, gerät seine Welt völlig aus den Fugen.

Schon der erste Test in der Klinik wirft ihn in einen Albtraum. Plötzlich passt sein Wohnungsschlüssel nicht mehr, sein Name steht nicht mehr am Klingelschild, und seine tote Frau öffnet ihm die Tür, als wäre nichts gewesen. Das klingt nach dem perfekten Stoff für schlaflose Nächte, und Fitzek enttäuscht hier nicht. Die Spannung ist von Anfang an zum Greifen nah und steigert sich kontinuierlich.

Das Buch ist eine wilde Achterbahnfahrt voller unerwarteter Wendungen und unvorhersehbarer Ereignisse. Sebastian Fitzek schafft es meisterhaft, dich als Leser immer wieder in die Irre zu führen. Du wirst genauso verwirrt sein wie Marc und dich ständig fragen, was real ist und was nicht. Dieser permanente Zustand des Zweifels und der Unsicherheit macht „Splitter“ zu einem echten Pageturner.

Marc Lucas ist eine vielschichtige Figur, die tief in ihre eigene Psyche eintaucht. Du wirst mit ihm leiden, zweifeln und hoffen. Seine Verzweiflung und sein unbändiger Wille, die Wahrheit herauszufinden, treiben die Handlung voran und lassen dich nicht los. Aber es sind nicht nur Marc und seine inneren Kämpfe, die das Buch so fesselnd machen. Fitzek hat auch ein Talent dafür, die Nebencharaktere lebendig und authentisch darzustellen, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.

Ein besonderes Highlight ist die detaillierte Beschreibung der Umgebung. Du wirst das Gefühl haben, durch die Straßen Berlins zu streifen, die düstere Atmosphäre zu spüren und die klaustrophobische Enge, in der Marc gefangen ist, selbst zu erleben. Fitzek weiß, wie man eine Szene so beschreibt, dass sie lebendig wird, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Natürlich darf bei einem Fitzek-Roman der Humor nicht fehlen, auch wenn er hier eher subtil eingesetzt wird. Kleine ironische Bemerkungen und die Art, wie Marc manchmal mit seiner aussichtslosen Situation umgeht, bringen trotz der düsteren Thematik immer wieder ein Schmunzeln auf deine Lippen.

„Splitter“ ist mehr als nur ein Thriller. Es ist ein psychologisches Spiel, das deine Nerven bis zum Zerreißen spannt. Fitzek stellt die großen Fragen des Lebens: Was macht uns aus? Sind wir mehr als nur die Summe unserer Erinnerungen? Kann man Schmerz einfach löschen, oder ist er ein notwendiger Teil unserer Existenz?

Wenn du auf der Suche nach einem Buch bist, das dich bis zur letzten Seite fesselt und dich dazu bringt, alles um dich herum zu vergessen, dann ist „Splitter“ die perfekte Wahl. Aber sei gewarnt: Einmal angefangen, wirst du es nicht mehr aus der Hand legen können. Fitzek hat es mal wieder geschafft, einen Thriller zu schreiben, der dich noch lange nach dem Lesen beschäftigen wird. Ein absolutes Muss für alle Fans von nervenzerfetzender Spannung und psychologischer Tiefe.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Splitter

Splitter
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Stell dir vor, du könntest die schrecklichsten Erinnerungen deines Lebens einfach ausradieren. Klingt verlockend, oder? Doch was, wenn bei diesem Prozess etwas schiefgeht? Willkommen in der Welt von „Splitter“ ...

Stell dir vor, du könntest die schrecklichsten Erinnerungen deines Lebens einfach ausradieren. Klingt verlockend, oder? Doch was, wenn bei diesem Prozess etwas schiefgeht? Willkommen in der Welt von „Splitter“ von Sebastian Fitzek, einem Thriller, der dich von der ersten Seite an packt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt.

Marc Lucas, unser gebeutelter Protagonist, hat nach einem tragischen Autounfall nicht nur seine Frau verloren, sondern auch sein ungeborenes Kind. Gequält von Schuldgefühlen und Trauer, stolpert er über eine Anzeige einer Berliner Klinik, die ein Experiment anbietet: die Möglichkeit, schmerzhafte Erinnerungen zu löschen. Klingt nach der perfekten Lösung, um den Schmerz zu überwinden, oder? Doch sobald Marc das Experiment startet, gerät seine Welt völlig aus den Fugen.

Schon der erste Test in der Klinik wirft ihn in einen Albtraum. Plötzlich passt sein Wohnungsschlüssel nicht mehr, sein Name steht nicht mehr am Klingelschild, und seine tote Frau öffnet ihm die Tür, als wäre nichts gewesen. Das klingt nach dem perfekten Stoff für schlaflose Nächte, und Fitzek enttäuscht hier nicht. Die Spannung ist von Anfang an zum Greifen nah und steigert sich kontinuierlich.

Das Buch ist eine wilde Achterbahnfahrt voller unerwarteter Wendungen und unvorhersehbarer Ereignisse. Sebastian Fitzek schafft es meisterhaft, dich als Leser immer wieder in die Irre zu führen. Du wirst genauso verwirrt sein wie Marc und dich ständig fragen, was real ist und was nicht. Dieser permanente Zustand des Zweifels und der Unsicherheit macht „Splitter“ zu einem echten Pageturner.

Marc Lucas ist eine vielschichtige Figur, die tief in ihre eigene Psyche eintaucht. Du wirst mit ihm leiden, zweifeln und hoffen. Seine Verzweiflung und sein unbändiger Wille, die Wahrheit herauszufinden, treiben die Handlung voran und lassen dich nicht los. Aber es sind nicht nur Marc und seine inneren Kämpfe, die das Buch so fesselnd machen. Fitzek hat auch ein Talent dafür, die Nebencharaktere lebendig und authentisch darzustellen, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.

Ein besonderes Highlight ist die detaillierte Beschreibung der Umgebung. Du wirst das Gefühl haben, durch die Straßen Berlins zu streifen, die düstere Atmosphäre zu spüren und die klaustrophobische Enge, in der Marc gefangen ist, selbst zu erleben. Fitzek weiß, wie man eine Szene so beschreibt, dass sie lebendig wird, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Natürlich darf bei einem Fitzek-Roman der Humor nicht fehlen, auch wenn er hier eher subtil eingesetzt wird. Kleine ironische Bemerkungen und die Art, wie Marc manchmal mit seiner aussichtslosen Situation umgeht, bringen trotz der düsteren Thematik immer wieder ein Schmunzeln auf deine Lippen.

„Splitter“ ist mehr als nur ein Thriller. Es ist ein psychologisches Spiel, das deine Nerven bis zum Zerreißen spannt. Fitzek stellt die großen Fragen des Lebens: Was macht uns aus? Sind wir mehr als nur die Summe unserer Erinnerungen? Kann man Schmerz einfach löschen, oder ist er ein notwendiger Teil unserer Existenz?

Wenn du auf der Suche nach einem Buch bist, das dich bis zur letzten Seite fesselt und dich dazu bringt, alles um dich herum zu vergessen, dann ist „Splitter“ die perfekte Wahl. Aber sei gewarnt: Einmal angefangen, wirst du es nicht mehr aus der Hand legen können. Fitzek hat es mal wieder geschafft, einen Thriller zu schreiben, der dich noch lange nach dem Lesen beschäftigen wird. Ein absolutes Muss für alle Fans von nervenzerfetzender Spannung und psychologischer Tiefe.

Veröffentlicht am 19.08.2024

Ein Kind mit düsterer Vergangenheit und ein Anwalt in einem gefährlichen Spiel

Das Kind
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Wenn du auf der Suche nach einem Thriller bist, der dich bis spät in die Nacht wach hält und dir das Herz bis zum Hals schlagen lässt, dann ist „Das Kind“ von Sebastian Fitzek genau das Richtige für dich. ...

Wenn du auf der Suche nach einem Thriller bist, der dich bis spät in die Nacht wach hält und dir das Herz bis zum Hals schlagen lässt, dann ist „Das Kind“ von Sebastian Fitzek genau das Richtige für dich. Als jemand, der gerne mal an den eigenen Fingernägeln knabbert, kann ich dir sagen: Mach dich auf eine nervenaufreibende Fahrt gefasst.

Die Geschichte beginnt mit dem Strafverteidiger Robert Stern, der von seiner Ex-Freundin Carina auf ein verlassenes Industriegelände gelockt wird. Dort trifft er auf seinen neuen Mandanten: den zehnjährigen Simon, der schwer krank ist und fest davon überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Okay, zugegeben, meine Skepsis war groß, aber Fitzek schafft es, diese absurde Prämisse so geschickt zu verpacken, dass du nicht anders kannst, als Seite um Seite zu verschlingen.

Simon führt Stern zu einem Keller, in dem tatsächlich die Überreste eines Menschen gefunden werden – genau wie der Junge es beschrieben hat. Ab hier wird es so richtig düster und spannend. Der Leser wird in eine Welt gezogen, in der die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen und nichts so ist, wie es scheint.

Eines der Highlights des Buches ist die düstere und dichte Atmosphäre, die Fitzek meisterhaft aufbaut. Du fühlst dich, als wärst du selbst in den dreckigen, kalten Kellern Berlins unterwegs, immer auf der Hut vor dem nächsten Schock. Und Schocks gibt es reichlich! Fitzek lässt dir kaum eine Verschnaufpause, denn die Handlung nimmt immer wieder unerwartete Wendungen, die deine Theorie über den Ausgang der Geschichte jedes Mal über den Haufen werfen.

Natürlich darf der typische Fitzek-Humor nicht fehlen. Ja, der Mann versteht es, selbst in den dunkelsten Momenten eine kleine Prise Witz einzustreuen, die dich kurz auflachen lässt, bevor das nächste Unheil über dich hereinbricht. Ein perfektes Beispiel dafür ist die Chemie zwischen Stern und der lebenslustigen Krankenschwester Carina, die für einige der wenigen Lichtblicke in diesem düsteren Thriller sorgt.

Was mich besonders beeindruckt hat, sind die tief ausgearbeiteten Charaktere. Robert Stern ist ein Protagonist, der nicht sofort deine Sympathie gewinnt, aber je mehr du über seine tragische Vergangenheit und seine inneren Dämonen erfährst, desto mehr wächst er dir ans Herz. Dann ist da noch Simon, ein faszinierender und komplexer Charakter, dessen Schicksal dich bis zum Ende nicht loslässt.

Nun, kein Buch ist perfekt. Manche Wendungen in der Geschichte sind ein wenig weit hergeholt, und ab und zu fühlte ich mich von den vielen Plottwists etwas überrollt. Aber hey, genau das macht einen guten Thriller aus, oder? Ein bisschen Chaos, das dein Gehirn zum Rauchen bringt.

„Das Kind“ ist ein Psychothriller, der mit einer fesselnden Story, tiefgründigen Charakteren und einer guten Portion Nervenkitzel überzeugt. Es ist nicht nur für eingefleischte Fitzek-Fans ein Muss, sondern auch für jeden, der sich nach einem packenden Leseerlebnis sehnt.

Also schnapp dir eine Decke, schließ die Türen ab und mach dich bereit für eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Aber sei gewarnt: Du wirst danach nicht mehr so leicht einschlafen können. Und vielleicht schaust du dich ein paar Mal mehr um, bevor du das Licht ausmachst. Viel Spaß beim Lesen!

Veröffentlicht am 19.08.2024

Ein Kind mit düsterer Vergangenheit und ein Anwalt in einem gefährlichen Spiel

Das Kind
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Wenn du auf der Suche nach einem Thriller bist, der dich bis spät in die Nacht wach hält und dir das Herz bis zum Hals schlagen lässt, dann ist „Das Kind“ von Sebastian Fitzek genau das Richtige für dich. ...

Wenn du auf der Suche nach einem Thriller bist, der dich bis spät in die Nacht wach hält und dir das Herz bis zum Hals schlagen lässt, dann ist „Das Kind“ von Sebastian Fitzek genau das Richtige für dich. Als jemand, der gerne mal an den eigenen Fingernägeln knabbert, kann ich dir sagen: Mach dich auf eine nervenaufreibende Fahrt gefasst.

Die Geschichte beginnt mit dem Strafverteidiger Robert Stern, der von seiner Ex-Freundin Carina auf ein verlassenes Industriegelände gelockt wird. Dort trifft er auf seinen neuen Mandanten: den zehnjährigen Simon, der schwer krank ist und fest davon überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Okay, zugegeben, meine Skepsis war groß, aber Fitzek schafft es, diese absurde Prämisse so geschickt zu verpacken, dass du nicht anders kannst, als Seite um Seite zu verschlingen.

Simon führt Stern zu einem Keller, in dem tatsächlich die Überreste eines Menschen gefunden werden – genau wie der Junge es beschrieben hat. Ab hier wird es so richtig düster und spannend. Der Leser wird in eine Welt gezogen, in der die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen und nichts so ist, wie es scheint.

Eines der Highlights des Buches ist die düstere und dichte Atmosphäre, die Fitzek meisterhaft aufbaut. Du fühlst dich, als wärst du selbst in den dreckigen, kalten Kellern Berlins unterwegs, immer auf der Hut vor dem nächsten Schock. Und Schocks gibt es reichlich! Fitzek lässt dir kaum eine Verschnaufpause, denn die Handlung nimmt immer wieder unerwartete Wendungen, die deine Theorie über den Ausgang der Geschichte jedes Mal über den Haufen werfen.

Natürlich darf der typische Fitzek-Humor nicht fehlen. Ja, der Mann versteht es, selbst in den dunkelsten Momenten eine kleine Prise Witz einzustreuen, die dich kurz auflachen lässt, bevor das nächste Unheil über dich hereinbricht. Ein perfektes Beispiel dafür ist die Chemie zwischen Stern und der lebenslustigen Krankenschwester Carina, die für einige der wenigen Lichtblicke in diesem düsteren Thriller sorgt.

Was mich besonders beeindruckt hat, sind die tief ausgearbeiteten Charaktere. Robert Stern ist ein Protagonist, der nicht sofort deine Sympathie gewinnt, aber je mehr du über seine tragische Vergangenheit und seine inneren Dämonen erfährst, desto mehr wächst er dir ans Herz. Dann ist da noch Simon, ein faszinierender und komplexer Charakter, dessen Schicksal dich bis zum Ende nicht loslässt.

Nun, kein Buch ist perfekt. Manche Wendungen in der Geschichte sind ein wenig weit hergeholt, und ab und zu fühlte ich mich von den vielen Plottwists etwas überrollt. Aber hey, genau das macht einen guten Thriller aus, oder? Ein bisschen Chaos, das dein Gehirn zum Rauchen bringt.

„Das Kind“ ist ein Psychothriller, der mit einer fesselnden Story, tiefgründigen Charakteren und einer guten Portion Nervenkitzel überzeugt. Es ist nicht nur für eingefleischte Fitzek-Fans ein Muss, sondern auch für jeden, der sich nach einem packenden Leseerlebnis sehnt.

Also schnapp dir eine Decke, schließ die Türen ab und mach dich bereit für eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Aber sei gewarnt: Du wirst danach nicht mehr so leicht einschlafen können. Und vielleicht schaust du dich ein paar Mal mehr um, bevor du das Licht ausmachst. Viel Spaß beim Lesen!