Cover-Bild Nicht mein Tag
12,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Argon
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 11.03.2010
  • ISBN: 9783839890042
Ralf Husmann

Nicht mein Tag

Christoph Maria Herbst (Sprecher)

Ein Mann, ein Banküberfall – eine großartiges Hörbuch!

Till Reiners ist einer, der so ist wie alle, und bislang hat er das für etwas Positives gehalten. Da wo Till ist, ist es nicht trendy. Er hat eine Frau und ein Kind und ein Leben wie eine Tatort-Folge: ziemlich deutsch, mäßig spannend, mit wenig Sex, und man ahnt nach der Hälfte, wie es ausgehen wird. Bis Nappo auftaucht, ein Kerl mit einer Tätowierung, einer Sporttasche und einer echten Waffe …

Die unglaublich gute Geschichte eines gar nicht guten Arbeitstages: hoffnungslos lustig!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2025

Nicht mein Tag

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Stell dir vor, du lebst das Leben einer Tatort-Folge: mäßig spannend, kaum Überraschungen, und du ahnst schon zur Hälfte, wie es ausgehen wird. Genau so geht es Till Reiners, dem Durchschnittstypen par ...

Stell dir vor, du lebst das Leben einer Tatort-Folge: mäßig spannend, kaum Überraschungen, und du ahnst schon zur Hälfte, wie es ausgehen wird. Genau so geht es Till Reiners, dem Durchschnittstypen par excellence. Sein Name ist nicht hip, er wohnt am Rand des Ruhrgebiets, und sein Leben plätschert so ruhig dahin, dass selbst ein spannendes Wochenende in einem IKEA-Möbelhaus aufregender wäre. Doch dann taucht Nappo auf – und plötzlich ist alles anders.

Nappo, ein Typ mit einer Tätowierung, einer Sporttasche und einer echten Waffe, reißt Till aus seiner langweiligen Routine. Was folgt, ist eine irrwitzige Odyssee, die Till und Nappo in eine Kleingartenkolonie, nach Holland und schließlich nach Frankreich führt. Dabei entdeckt Till nicht nur neue Seiten an sich, sondern auch eine Vorliebe für das Absurde. Wer hätte gedacht, dass ein biederer Bankangestellter so gut in das Leben eines flüchtigen Kriminellen passen würde?

Husmann schafft es, die Tragikomik des Alltags wunderbar einzufangen. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, und der Humor trifft oft ins Schwarze. Besonders Tills Entwicklung vom braven Spießer zum abenteuerlustigen Antihelden sorgt für viele Lacher. Die Situationskomik ist grandios, und man kann nicht anders, als mit Till mitzufiebern – auch wenn man manchmal denkt: „Oh Mann, was machst du da nur?“

Natürlich gibt es auch ein paar Schwächen. Ab der Mitte verliert die Geschichte etwas an Schwung, und man fragt sich, warum Till nicht einfach abhaut. Auch das Ende wirkt ein wenig zu konstruiert und vorhersehbar. Doch das trübt das Lesevergnügen nur geringfügig. Der Schreibstil ist flott, die Dialoge spritzig, und die Situationen oft so absurd, dass man aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskommt.

Ein Highlight des Buches ist definitiv die Erzählweise. Husmanns Humor ist trocken und manchmal bitterböse, aber immer treffend. Wenn du also Lust auf eine unterhaltsame Geschichte hast, die dich zum Lachen bringt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt, dann ist „Nicht mein Tag“ genau das Richtige für dich. Bereite dich darauf vor, dass du dich manchmal selbst in Tills Alltagstrott wiedererkennst – und vielleicht inspiriert dich seine Geschichte ja zu deinem eigenen kleinen Abenteuer.

Denn eins ist sicher: Nach der Lektüre dieses Buches wirst du deinen nächsten Besuch im Bankfilialen auf jeden Fall mit anderen Augen sehen. Wer weiß, vielleicht steht ja hinter dem Schalter der nächste Till Reiners, der nur darauf wartet, aus seinem Alltag gerissen zu werden.

Veröffentlicht am 01.07.2019

Nicht der Tag des Autors

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Fee erzählt von der Geschichte
Till Reiners wohnt in Osthofen, arbeitet bei der Deutschen Bank, ist ein langweiliger Zeitgenosse mit Seitenscheitel. Seine Bank wird überfallen und er als Geisel genommen. ...

Fee erzählt von der Geschichte
Till Reiners wohnt in Osthofen, arbeitet bei der Deutschen Bank, ist ein langweiliger Zeitgenosse mit Seitenscheitel. Seine Bank wird überfallen und er als Geisel genommen. Der Geiselnehmer, Nappo, kauft sich ein neues Auto und fährt mit Till und seiner Freundin nach Holland ans Meer. Später seilen sich seine Freundin und Till ab und fahren nach Frankreich ans Meer. Dort gibt’s den Showdown als der Geiselnehmer und der Kommissar ankommen.

Fees Meinung

Vorweg das Positive, der Sprecher war sehr gut und hat das Buch sehr gut vorgelesen. Das ist wohl der Grund, warum ich mir das Hörbuch bis zum Schluss angehört habe. Das Buch stand jahrelang ungelesen im Regal, bis ich mich entschied, das Buch wieder zu vertauschen (was sehr schnell ging) und ich dann das Hörbuch ertauschte.

Ich habe mir vorgestellt, dass das ganze ein lustiges Hörbuch ist, daher wollte ich meinen Mann auch in den Genuss kommen lassen. Mein Mann fand das Hörbuch allerdings auch nicht so toll.

Meiner Meinung nach ist es ein klischeehaftes Männerhörbuch, nichts für Frauen. Es nervt einen mit der Zeit schon, wenn die Hauptperson ständig Tagträume hat, in der die Frauen ausgezogen und … (zensiert) werden. Es nervt und gehört sich nicht für ein Hörbuch. Man stellt sich ja auch vor, was man hört, wenn der Sprecher gut ist und das Buch bildhaft genug geschrieben ist.

Die Geschichte selber wäre ok, aber ständig die Seitensprünge und dann eine Frau, die sofort glaubt, dass er wegen seiner Kollegin den Banküberfall mit inszeniert hat. Das klingt so unglaubwürdig. Für mich ist es unverständlich, wie man aus einer guten Grundstory, solch einen Mist machen kann.

Eigentlich würde die Geschichte sogar noch gut beginnen. Aber irgendwo so nach 1/3 der Story den Faden verloren und es ist nur noch platt, langweilig und nicht mehr amüsant. Er macht Witze über Darmkrebs und stellt Seitensprünge als normal hin. Gegen Ende denkt der Autor, das wäre ein Krimi und versucht sich als Krimiautor, was aber irgendwie schief geht. Auch die Charaktere finde ich nicht so gut, weil sie sich selber widersprechen. Das was da so über sie geschrieben wird, passt nicht zusammen. Die beiden Hauptpersonen, Till und Nappo, sind unglaubwürdig und manchmal mag man Nappo lieber als Till. Blöde ist auch, dass Miriam (Tills Frau) nicht zu ihrem Mann steht und auch ihr Seitensprung erzählt wird und dazu dann das Ende ist absolut unglaubwürdig. Das Buch ist einfach nichts halbes und nichts ganzes.
Es gibt tatsächlich ein Film von diesem Buch, der aber ganz anders sein soll – wie immer halt. Trotzdem werde ich mir den Film nicht ansehen. Ich bin schon vom Buch sehr enttäuscht, was soll ich dann mit einem Film? Irgendwie versucht der Autor wohl das zu tun, was Tommy Jaud gelang, ein lustiges Buch zu schreiben, das ein Erfolg wird. Trotzdem es ist leider misslungen.

Eigentlich wollte ich keine Rezension darüber schreiben, weil ich nicht gerne über Hörbücher schreibe, aber dann entschied ich mich doch dafür, denn ich möchte alle Leser vor dem Reinfall und der Zeitvergeudung warnen.

Fees Schnellcheck

Was eigentlich lustig und spannend sein soll ist einfach ein billiger, langweiliger Schundroman geworden. Eigentlich schade, aber was solls? Ich kann hier nur den Pflichtstern geben und keine Empfehlung aussprechen.