Cover-Bild Meine deutsche Geschichte
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22,99
inkl. MwSt
  • Verlag: ZS - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Soziale und ethische Themen
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 04.06.2025
  • ISBN: 9783965845053
Mihail Groys

Meine deutsche Geschichte

Wie ich als ukrainischer Jude meine neue Heimat sehe

Mihail Groys wanderte in den 90er-Jahren gemeinsam mit seiner Familie aus dem Donbass in die Bundesrepublik ein. Nun, 25 Jahre später, betrachtet er das Land, das ihm damals neue Heimat geworden ist in allen seinen Facetten. Dabei hat Mihail Groys nicht nur durch seine ukrainische Herkunft eine ganz besondere Perspektive. Als Jude kann Deutschland für ihn kein Land wie jedes andere sein. Aus diesem einzigartigen Blickwinkel heraus betrachtet er in seinem Buch die Gesellschaft, hält ihr den Spiegel vor und fragt sich, was genau ihr Wesen ausmacht. Heiter und anekdotisch erzählt er von einem Land voller Eigenheiten, beleuchtet die unterschiedlichen Bereiche, die unsere Gesellschaft auszeichnen, und zeigt, wie es gelingen kann, Unterschiede zu überwinden und einem anderen mit offenen Armen zu begegnen. Ein Plädoyer für Verständigung und Dialog.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2025

Ein Blick von außen nach innen und wieder zurück

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Der Autor ist Ende der 90er als Kind mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland eingewandert. Er berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen in dem zunächst so fremden Land. Seine Integration ...

Der Autor ist Ende der 90er als Kind mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland eingewandert. Er berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen in dem zunächst so fremden Land. Seine Integration gelingt, er „macht seinen Weg“, wie man so schön sagt, er studiert und arbeitet nun als politischer Berater im Deutschen Parlament.

Im Buch schreibt er über seine Sichtweise der Dinge mit Schwerpunkt Ukraine und Judentum. Er positioniert sich, ohne übergriffig oder missionarisch zu wirken. Dabei führt der die Leserschaft gut durch sein Werk, indem er in einleitenden Sätzen klar formuliert, was zu erwarten ist und was eher nicht. Mitunter sind die verschiedenen Themen nur angerissen, doch bezüglich des Umfangs des vorliegenden Buches wäre es auch gar nicht möglich, tiefgehend in die Materie einzusteigen. So ist es auch ein Überblick über die aktuell relevanten Themen aus Sicht des Autors.

Fazit: Gut zu lesen, interessant und überraschend unterhaltsam

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Persönlich

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Mihail Groys kam als siebenjähriger jüdischer Junge 1998 mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland. In diesem Buch beschreibt er seine Erfahrungen und Ansichten zu seinem neuen Heimatland.

Nachdem ...

Mihail Groys kam als siebenjähriger jüdischer Junge 1998 mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland. In diesem Buch beschreibt er seine Erfahrungen und Ansichten zu seinem neuen Heimatland.

Nachdem eine Lehrerin ihm prophezeit hatte, dass aus ihm niemals etwas werden könne, erwachte sein Ehrgeiz, er machte das Abitur, studierte und arbeitete in verschiedenen Institutionen.

Das Titelbild zeigt gut, in welcher Situation er sich seit seiner Auswanderung befand und immer noch befindet. Zwei Seelen wohnen - ach - in seiner Brust, einerseits sieht er Vieles in Deutschland distanziert aus der Außenperspektive, andererseits fühlt er sich aber als Deutscher, der mit den schönen und schlechten Seiten des Landes klarkommen muss. Besonders der zunehmende Antisemitismus macht ihm und uns allen Sorgen. Manchmal ernst und fast verzweifelt und manchmal anekdotisch und witzig zeigt er auf, mit welchen Problemen ein Junge in einem fremden Land zu kämpfen hat.

Ein besonderes Kapitel ist der Entwicklung in der Ukraine seit dem russischen Überfall gewidmet und der Frage, wie es dazu kommen konnte. Das ist in der heutigen politischen Situation besonders erhellend, allerdings fehlt mir da der persönliche Bezug, den Groys in den vorigen Kapiteln immer betonte.

Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich leicht lesen. Manchmal hätte der Autor allerdings etwas mehr in die Tiefe gehen können.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Spannende Perspektiven

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Wie erlebt ein ukrainischer Jude, der in den 1990ern mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland gezogen ist, seine neue Heimat? Dieser Blick von außen hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. ...

Wie erlebt ein ukrainischer Jude, der in den 1990ern mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland gezogen ist, seine neue Heimat? Dieser Blick von außen hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. Darin erzählt Mihail Groys in vielen kleinen Kapiteln von verschiedensten Themen, die ihn betreffen und auf die er seine ganz eigene Perspektive hat.

Er hat es - trotz negativer Einschätzungen einer Lehrkraft in der Volksschule - geschafft, eine ausgezeichnete Bildungskarriere hinzulegen, Abitur zu machen und erfolgreich Verwaltungswissenschaften zu studieren. Nun ist er stolzes Mitglied der SPD und auch als Referent für diese tätig.

Im Buch geht es um Themen der Integration und Identitätsfindung, Kulturunterschiede in den Bereichen Essen, Kleidung, Autos oder Umgang mit Tieren, z.B. verstehe ich nun endlich, warum so viele Migranten mit Trainingsanzügen in der Öffentlichkeit herumlaufen, obwohl sie gerade gar nicht Sport machen - in der Ukraine gelten diese offensichtlich als sehr schick und elegant, danke für diese Erklärung!

Und es geht auch um ernstere Themen wie Jude sein im heutigen Deutschland, den Umgang mit der Erinnerung an die Schoah und den Krieg in der Ukraine.

Es wird deutlich, dass der Autor schon viel Interessantes erlebt hat und dazu sehr spannende, eigene Perspektiven entwickelt hat. Zu vielen im Buch angesprochenen Themen würde ich ihn am liebsten tiefergehend interviewen: da das Buch so eine Bandbreite von verschiedensten Themen umfasst, geht es naturgemäß bei den einzelnen Themen oft noch nicht so in die Tiefe, wie ich mir das gewünscht hätte. Insbesondere gibt es so einige Stellen, an denen der Autor über Unterschiede spricht, aber keine konkreten Beispiele dafür anführt... mit diesen wäre das Buch noch viel verständlicher und leichter lesbar.

Es handelt sich hier auf jeden Fall um einen jungen Mann, der eine starke Stimme hat und viel Wichtiges zu sagen hat und mit diesem Buch ein interessantes Debüt herausgebracht hat. Ich freue mich auf weitere Bücher des Autors, in denen er vielleicht manche der hier kurz behandelten Themen noch viel ausführlicher vertiefen wird.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

"German Dream"

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Das Buch "Meine deutsche Geschichte umfass 176 Seiten auf 9. Kapiteln.

Kurzer Plot:

Am 04. Juni 1998 kommt der damals 7-jährige Mihail Groys mit seiner Familie in Berlin - Lichtenberg an.

Die Familie ...

Das Buch "Meine deutsche Geschichte umfass 176 Seiten auf 9. Kapiteln.

Kurzer Plot:

Am 04. Juni 1998 kommt der damals 7-jährige Mihail Groys mit seiner Familie in Berlin - Lichtenberg an.

Die Familie ist sozusagen "zurückgewandert", denn hier in Deutschland liegen ihre ursprünglichen Wurzeln.

Mit der Hoffnung auf ein besseres Leben, waren sie gekommen um zu bleiben. Doch vor allem die Anfangsphase war aus der Retrospektive des Autors steinig und schwer.

Die ersten Schritte der Integration und Identitätsfindung werden durch ein Bürokratiemonster erschwert.

Aber trotz der großen Hürden hat es Mihail geschafft aus sozial schwachen Verhältnissen herauszukommen.

"Ich wollte nicht nur Deutschland verstehen, sondern ein besserer Deutsche werden."
- Seite 77

Wann ist man tatsächlich angekommen? Welche Ratschläge kann man neuen Eingewanderten geben? Was will Deutschland von mir?

"Deutschland zu verstehen, bedeutet zu begreifen, wie wichtig Eigenverantwortung, Freiräume und die richtige Distanz im familiären Miteinander sind." - Seite 82

Migration und Integration hat in Deutschland eine lange (Erfolgs-) Geschichte. Denn vieles konnte in dem Bereich der Integration oder auch der Inklusion erreicht werden. Doch leider wurde einiges davon wieder rückgängig gemacht.

Wohin geht Deutschland?

Erinnerung, Verantwortung und Zukunft gehören zusammen, sowie auch - Ehrlichkeit, Menschlichkeit und Kompromissbereitschaft nicht zu vernachlässigen sind!

Fazit:


Mihail Groys schildert seine persönlichen Beobachtungen, Eindrücke und Erfahrungen. Er nimmt auch einen Perspektivwechsel bei einigen elementaren Dingen im Leben vor, und kann so Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzeigen. Was können wir voneinander lernen und dabei wachsen?

"Der Zustand einer Gesellschaft wird immer am Umgang mit ihren Minderheiten und den Schwächsten gemessen." - Seite 92

4. Sterne!

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Zurück in die Zukunft

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Der Auto Mihal Groys kam 1998 mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland. In seinem Buch schildert er uns seine Erwartungen an den "Goldenen Westen" und seine Erfahrungen damit. Er spart auch nicht ...

Der Auto Mihal Groys kam 1998 mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland. In seinem Buch schildert er uns seine Erwartungen an den "Goldenen Westen" und seine Erfahrungen damit. Er spart auch nicht mit Kritik an dem für ihn ungewohnten System. Im Innersten ist er noch immer mit seiner Heimat verbunden. Er versucht aber mit aller Kraft, sich auch in dem für ihn noch ungewohntem Umfeld zurechtzukommen und sich durchzusetzen. Was ihm auch mit viel Einsatz und Durchhaltevermögen schlussendlich auch geling. Auch der vorherrschende und zunehmende Antisemitismus wird von ihm behandelt, manchmal auch anekdotisch behandelt. Im Großen und Ganzen ein lesenswertes Werk, welches allerdings einige Längen aufweist. Sehr gut hat mir das Cover gefallen, welches die beiden Seelen des Autors anzeigen will.

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