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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2025

spannend aber etwas düster und nicht immer stimmig

Whisperwicks – Die Suche nach den Flüsterflammen
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Bei diesem Buch hat mich das Cover sofort angesprochen. Es wirkt einfach so richtig magisch. Auch der Klappentext klang sehr ansprechend. So ganz wurden meine Erwartungen aber leider nicht erfüllt.

Benjamiah ...

Bei diesem Buch hat mich das Cover sofort angesprochen. Es wirkt einfach so richtig magisch. Auch der Klappentext klang sehr ansprechend. So ganz wurden meine Erwartungen aber leider nicht erfüllt.

Benjamiah ist ein sehr sympathischer Protagonist. Er ist eher zurückhaltend und schüchtern und vergräbt sich lieber in Büchern, als mit anderen Kindern zu spielen. Außerdem ist er sehr wissbegierig. Allerdings glaubt er nicht an Magie und dergleichen, weshalb er sich erstmal sehr verloren fühlt, als er durch eine geheime Pforte in eine Parallelwelt gerät.

Die Parallelwelt Winkelwald ist sehr gut gemacht. Sie wirkt authentisch und vor allem auch neu. Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal über etwas ähnliches gelesen zu haben. Auch die Charaktere sind glaubhaft gestaltet. Man kann Elizabellas drängenden Wunsch, ihren Zwillingsbruder zu finden, sehr gut nachvollziehen.

Die Geschichte ist durchweg spannend, aber für mich nicht immer stimmig. Gerade zum Ende hin bleibt für mich sehr viel offen und ich kann manches einfach nicht nachvollziehen. Sie ist auch ziemlich düster und teilweise traurig. Für eher zartbesaitete Kinder würde ich das Buch nicht empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2025

Spannend, aber auch ziemlich deprimierend

Himmelerdenblau
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Himmelerdenblau ist ein sehr ungewöhnlicher Thriller. Ehrlich gesagt würde ich das Buch eigentlich nicht wirklich als Thriller bezeichnen. Ich finde, das passt einfach nicht. Dafür ist es nicht blutig ...

Himmelerdenblau ist ein sehr ungewöhnlicher Thriller. Ehrlich gesagt würde ich das Buch eigentlich nicht wirklich als Thriller bezeichnen. Ich finde, das passt einfach nicht. Dafür ist es nicht blutig und spannend genug. Ich bin auch noch immer nicht sicher, wie ich das Buch nun finde. Es gab wirklich gute Ansätze, aber auch einiges, was nicht mein Fall war.

Sehr interessant fand ich die Kapitel aus der Perspektive von Theo. Dieser Wechsel zwischen klaren Phasen und solchen, in denen seine Demenzerkrankung die Oberhand gewinnt, war sehr gut gemacht. Insgesamt fand ich die Erkrankung gut und glaubhaft dargestellt. Für jemanden wie mich, der selbst demenzkranke Familienangehörige hat, sind diese Kapitel allerdings manchmal ganz schön schwer zu verdauen.

Die Spannung bleibt relativ konstant und das Buch bietet viel Gelegenheit zum miträtseln. Gerade die Tatsache, dass man manche Personen nur aus Theos Sicht erlebt, sorgt für einige Rätsel. Ist diese Person wirklich so schlimm, oder ist es einfach die Demenz, die sie für Theo schlimm erscheinen lässt? Auch abseits davon gibt es genug Stoff zum Rätseln. Was sind die Beweggründe der Podcasterin Liv und vor allem die ihres Partners? Lebt Julie noch oder ist sie längst tot?

Die Auflösung hat mich sehr überrascht. Ich fand sie dahingehend wirklich gut gemacht, aber irgendwie am Ende auch ein bisschen zu drüber. Was mich auch gestört hat war die Tatsache, dass sich die Autorin teilweise etwas verzettelt. Es sind zu viele beteiligte Personen, die am Ende Raum einnehmen, obwohl sie mit der eigentlichen Geschichte nicht viel zu tun haben. Und leider ist das Buch alles in allem auch extrem deprimierend. Die Charaktere sind alle irgendwie kaputt. Sie sind alle unglückliche, gescheiterte Existenzen und die Auflösung des Falls ist einfach nur tragisch.

Tja, eine Empfehlung kann ich eigentlich nicht wirklich geben. Vielleicht für Menschen, die gerne etwas deprimierendes lesen. Für Thrillerfans ist dieses Buch meines Erachtens nach auf jeden Fall nicht geeignet.

Veröffentlicht am 03.07.2025

sehr poetisch, aber irgendwie enttäuschend

Die Geschichte des Klangs
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Dieses Buch ist quasi zweigeteilt. Im ersten Abschnitt erzählt Lionel im Tagebuch-Stil von jenem Sommer, in dem er mit David durch die Lande gezogen ist, um Volkslieder zu sammeln. Nebenbei erfahren wir ...

Dieses Buch ist quasi zweigeteilt. Im ersten Abschnitt erzählt Lionel im Tagebuch-Stil von jenem Sommer, in dem er mit David durch die Lande gezogen ist, um Volkslieder zu sammeln. Nebenbei erfahren wir auch etwas über sein Leben und seine Beziehungen nach jenem Sommer.

Die Erzählweise fand ich hier sehr poetisch und bildhaft. Lionel ist ein beeindruckender Charakter, der aber leider trotz allem etwas ungreifbar bleibt. Mir hat leider etwas die emotionale Nähe gefehlt. Außerdem fand ich die Erzählung alles in allem zu kurz und zu schnell abgehandelt. Gerade über die Reise mit David wird nur sehr wenig berichtet.

Im zweiten Abschnitt liest man in der Erzählerperspektive über Annie, die in dem neuen Haus, dass sie und ihr Mann gekauft haben, die alten Wachszylinder mit den Liedern findet und schließlich an Lionel schickt. Auch hier fand ich die Geschichte zu schnell abgehandelt. Das Ende war total abrupt. Keine Ahnung, ob das so gewollt war, aber ich hatte das Gefühl, als würde die Geschichte einfach plötzlich abbrechen.

Auch die Verbindung der beiden Charaktere ist quasi gar nicht existent. Ich hätte mir gewünscht, dass sie einander vielleicht begegnen, oder zumindest ein kurzer Briefwechsel stattfindet. Aber nichts dergleichen passiert.

Außerdem sind beide Geschichten eher deprimierend. Keine der Figuren hat ihr Happy End bekommen. Nicht wirklich zumindest. Sie erkennen vielmehr, dass sie ihr Leben vergeudet haben. Und dass soll dann die Moral des Ganzen sein? Ich hatte mir von dem Buch wirklich viel erhofft, wurde aber leider eher enttäuscht. Mehr als 3 Sterne kann ich nicht vergeben.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 16.06.2025

schöne Idee, Umsetzung leider nicht ganz gelungen

Detektiv Ameisis. Ein fast unlösbarer Fall
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Ein Ameisenbär als Detektiv - das hat sich für mich total witzig und spannend angehört. Leider bleibt das Buch aber meiner Meinung nach hinter seinem Potenzial zurück. Es wurden einfach irgendwelche Tiere ...

Ein Ameisenbär als Detektiv - das hat sich für mich total witzig und spannend angehört. Leider bleibt das Buch aber meiner Meinung nach hinter seinem Potenzial zurück. Es wurden einfach irgendwelche Tiere genommen und quasi wie Menschen behandelt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Tiere dann auch entsprechende Fähigkeiten und Charakterzüge aufweisen. Auch den Schreibstil fand ich etwas langatmig und nicht wirklich fesselnd. Ich glaube nicht, dass Kinder im Allgemeinen von diesem Buch sehr begeistert sein werden. Mein Patenkind war es jedenfalls nicht.

Dabei ist die Handlung eigentlich sehr interessant. Es gibt einige Verwicklungen und überraschende Wendungen und die Moral der Geschichte überzeugt auf jeden Fall. Nur leider fehlt trotzdem irgendwie die Spannung.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Nur teilweise hilfreich

Der neue Taschen-Knigge
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Zuerst einmal das Positive: Das Buch ist gut und übersichtlich strukturiert. Wenn man sich nur für einen bestimmten Bereich interessiert, findet man diesen schnell und einfach und muss nicht das gesamte ...

Zuerst einmal das Positive: Das Buch ist gut und übersichtlich strukturiert. Wenn man sich nur für einen bestimmten Bereich interessiert, findet man diesen schnell und einfach und muss nicht das gesamte Buch durchlesen. Auch die Menge der behandelten Themen fand ich angemessen und die Erklärungen waren gut und einfach verständlich.

Ich konnte auch einige interessante Anregungen mitnehmen, gerade was das Thema Beruf und Bewerbung angeht. Leider fand ich andere Themen wenig hilfreich und vor allem wenig alltagstauglich. Welcher Normalbürger richtet schon ein Mehr-Gänge-Menü aus? Wozu muss ich wissen, wie das Besteck richtig angeordnet wird und welche Gabel man für welches Gericht verwendet? Dieses und auch ein paar andere Themen waren für meinen Geschmack zu speziell.

Nichtsdestotrotz ist der neue Taschenknigge ein interessanter Ratgeber, den man mal gelesen haben sollte und der sicher in der ein oder anderen Situation durchaus hilfreich sein kann.