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Veröffentlicht am 15.01.2020

Endlich mal ein Good Guy zum Verlieben...

Sinking Ships
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Bei Sinking Ships handelt es sich um den zweiten Band der Fletcher University Reihe. Zu der Reihe gehören ebenfalls Burning Bridges (erster Band, bereits erschienen) und Hiding Hurricanes (Erscheinungstermin: ...

Bei Sinking Ships handelt es sich um den zweiten Band der Fletcher University Reihe. Zu der Reihe gehören ebenfalls Burning Bridges (erster Band, bereits erschienen) und Hiding Hurricanes (Erscheinungstermin: 1. Juli 2020). Das Buch und die Geschichte um Carla und Mitchell ist in sich abgeschlossen und beendet. Es kommen jedoch die Hauptcharaktere aus den Folgebänden bereits vor. Außerdem kamen die beiden Charaktere als Nebencharaktere bereits in dem ersten Band der Reihe vor. Es empfiehlt sich also, die Fletcher University-Reihe mit Burning Bridges (Band 1) zu starten und anschließend Sinking Ships (Band 2) und Hiding Hurricans (Band 3) zu lesen.

Das Cover zu Sinking Ships gefällt mir persönlich nicht sonderlich gut, jedoch wesentlich besser als das zu Burning Bridges. Zwar ist mit den glitzernden goldenen Funken ein wenig etwas Besonders und ins Augestechendes versucht wurden, ganz von sich überzeugen konnte es mich jedoch nicht ganz von sich. Und auch eine in der Geschichte vorkommende Thematik ist mit den rauschenden Wellen schön verbildlicht wurden. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich es als positiv empfinde, dass mal etwas anderes als die momentanen „typischen“ NewAdult-Buchcover ausprobiert wurde.

Der Klappentext gibt meiner Meinung nach nicht sonderlich viel über die Geschichte preis, aber genug um eine konkrete Vorstellung zu der Handlung zu haben. Natürlich erfüllt der Klappentext seinen Zweck das Interesse und die Neugierde des Lesers zu wecken. Und meiner Meinung nach tut der einseitige Prolog sein Rest, denn danach möchte man unbedigt weiterlesen. Und ich kann hier nur meine Empfehlung aussprechen dies auch zu tun, denn die Geschichte von Carla und Mitchell verdient es gelesen zu werden!
Die Geschichte ist abwechselnd aus der Ich-Perspektive einer der beiden Hauptprotagonisten, Carla und Mitchell, geschrieben. So dass man als Leser von beiden sowohl die Gedankengänge als auch die Handlungsmotive gut verstehen und nachvollziehen kann. Und hier muss ich überraschender Weise zugeben, dass mir die Kapitel aus der Sicht des männlichen Charakters ein Ticken besser gefallen haben als die des Weiblichen, was sonst eher selten so ist. Aber was soll ich sagen? Ich habe mein Herz ein bisschen an Mitchell verloren. Momentan ist diese Erzählstil mein präferierter Stil und ich hoffe sehr, dass Tami auch die Geschichte von Lenny und Creed in dieser Weise erzählen wird. Der Schreibstil der Autorin, hat sich meiner Meinung nach im Vergleich zu ihrem Debütroman, noch einmal verbessert und kann nur als wirklich unglaublich gut und flüssig beschrieben werden. Ich bin komplett in der Geschichte versunken und habe das Buch in nahezu einem Schwung durchgelesen.
Aber nun zu den beiden Protogonisten in diesem Buch – Carla und Mitchell – und ihre (Liebes-)Geschichte.
Da ich bereits den ersten Band gelesen habe, waren mir beide Charaktere zuvor bereits bekannt, jedoch ehrlich gesagt nicht wirklich mehr als ihre Namen und ihr Äußeres. Besonders Carla hat in Burning Bridges am Anfang so gar keinen guten Eindruck auf mich gemacht, was sich zwar im Laufe des ersten Bands etwas geändert hat, jedoch war ich ihrem Charakter trotzdem ein wenig skeptisch über eingestellt. Besonders ihre vielen spanischen Ausdrücke haben mich von Zeit zu Zeit ein wenig gestört beim Lesen. Hier hat es die Autorin meiner Meinung nach ein wenig zu gut gemeint. Carla ist eine unglaublich starke und tough Frau, die neben dem Studieren und Arbeiten auch noch Familie und Haushalt unter einem Hut bekommt. Aufgrund von Geheimnissen und persönlichen Problemen hat sich Carla in der Vergangenheit eher abgeschottet und zurückgezogen.
Und nun zu Mitchell. Kann ich bitte meinen eigenen Mitchell bekommen?!
Mitchell kann man durch und durch als einen Good Guy beschreiben und obwohl ich sagen würde, dass ich eher auf die Bad Boys stehe, muss ich gestehen, dass Mitchell mein Herz gestohlen hat. Sein fast schon zu perfekter Charakter hat es mir wirklich angetan.
Ehrlichgesagt fand ich die Entwicklung der Gefühle und der Beziehung von Carla und Mitchell unglaublich schön. Ich konnte wirklich mit den beiden mitfühlen. Natürlich konnte auch diese (Liebes-)Geschichte nicht ohne ein wenig unnötiges Drama geschrieben werden, aber es war bei weitem nicht so unrealistisch und übertrieben wie noch bei Ella und Ches. Und das Ende war meiner Meinung nach wirklich perfekt ♥
Für mich bleibt jedoch auch in diesem Band das Problem mit den Nebencharakteren, denn meiner Meinung nach sind diese immer noch ein wenig zu wenig ausgearbeitet und individualisiert, da sie meistens bis auf eine markante Macke, beispielsweise werden bei Savannah ihre psychische Probleme thematisiert, nichts besonders an sich hatte. Lediglich zu der Person Lenny hat man ein wenig mehr (aber auch nicht wirklich viel mehr) erfahren.
Nachdem mich Burning Bridges leider nicht wirklich von sich überzeugen konnte, konnte mich Sinking Ships eindeutig mehr begeistern und von sich überzeugen. Ich freue mich nun schon darauf wieder an die Fletcher-University zu gehen und in Hiding Hurricanes die Geschichte um Lenny und Creed mitzuerleben. Denn sowohl in Burning Bridges als auch Sinking Ships hat der Charakter Creed ein gewisses Interesse in mir geweckt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

Viele Sekündchen Lesevergnügen

A Good Girl’s Guide to Murder
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„Aber manchmal war Erinnern eben nicht für einen selbst, sondern etwas, was man einfach tat, um jemand anderen zum Lächeln zu bringen.“

Das Cover zu dem Buch ‚A Good Girl‘s Guide to Murder‘ konnte mich ...

„Aber manchmal war Erinnern eben nicht für einen selbst, sondern etwas, was man einfach tat, um jemand anderen zum Lächeln zu bringen.“

Das Cover zu dem Buch ‚A Good Girl‘s Guide to Murder‘ konnte mich tatsächlich nicht komplett von sich überzeugen und nun auch nachdem ich die Geschichte gelesen habe, denke ich persönlich einfach, dass man das Cover schöner und auch interessanter gestaltet haben könnte. Jedoch hat der Titel sofort mein Interesse geweckt. Und auch der Klappentext und die Leseprobe konnten mich begeistern und der Rest des Buches hat mich absolut nicht enttäuscht – schonmal eine klare Leseempfehlung von mir!
Der Schreibstil der Autorin Holly Jackson ist unglaublich gut und flüssig zu lesen. Die ganze Aufmachung des Buches konnte mich einfach restlos begeistern. Obwohl die Erzählweise zwischen Handlungssträngen (allwissender Erzähler) und Protokolleinträgen (aus der Ich-Perspektive von Pippa) wechselt, kann die Geschichte problemlos vom Leser verfolgt werden. Vielleicht macht gerade dieser Wechsel die Besonderheit des Schreibstils aus. Ich habe so etwas in der Art ehrlich noch nicht gelesen und war positiv überrascht.
Außerdem gibt es in den Protokolleinträgen auch immer noch kleine Bilder, Textnachrichten oder kopierte Seite, welche das Buch zu einem unglaublichen Leseerlebnis machen. Man sieht an den ganzen Details wie viel Liebe in dem Buch und der Geschichte steckt.
Die erzählte Geschichte war von Anfang an spannend und der Spannungsbogen wurde auch die gesamte Zeit über aufrechterhalten, so dass man als Leser immer mehr und neue Theorien hatte. Das für mich unerwartete und doch so perfekt passende Ende konnte mich dann endgültig von diesem tollen Buch überzeugen. Und dies bezieht sich nicht nur auf das Ende des Falls um Andie und Sal, sondern auch das Ende für die Pippa, Ravi und einige Nebencharakter – aber lest am besten selbst :)
Die Hauprotagonisten Pippa, oder bessergesagt Pip wie sie von allen genannt wird, ist ein sympathisches, selbstbewusstes junges Mädchen, welche in dem Buch durchaus das ein oder andere Mal etwas naiv wirkt und auch so handelt. Jedoch gehört Pip mit ihrem sarkastischen Humor zu meinen absoluten Lieblingsbuchcharakteren. Gerade bei ihren Konversationen mit Ravi, dem Bruder von Sal und ihrem „Partner in Crime“ habe ich nur zu oft beim Lesen geschmunzelt. Neben diesen beiden Charakteren möchte ich auch noch Pippa’s Stiefvater erwähnen, der mir unglaublich gut gefallen hat.
Jetzt kommen wir zu den wenigen Punkten, die ich nicht hundertprozentig gelungen fand und warum ich nicht fünf Sterne, sondern „nur“ vier Sterne für dieses Buch vergeben habe.
Für mich waren in der Geschichte zu viele Nebencharaktere vorhanden. Zwar muss ich der Autorin hier zugutehalten, dass nahezu jeder der vorgekommenen Nebencharaktere einen Sinn hatten, da sie den Verlauf der Geschichte und somit die Ermittlung von Pippa voran gebracht haben, jedoch waren es mir besonders im mittleren Teil zu viele verschiedenen Charaktere, so dass ich zeitweise fast etwas überfordert und verwirrt war. Des Weiteren ist mir Pippas alltägliches Leben, denn ihre Schulfreunde haben wir kennengelernt, etwas zu sehr vernachlässigt wurden und meiner Meinung nach etwas zu kurz gekommen.
Als letztes möchte ich noch auf die für mich persönlich vorhandenen Parallelen zu der Serie Pretty Little Liars hinweisen, jedoch nicht genauer eingehen, denn zwar sind mit Parallelen während des Lesens durchaus aufgefallen, aber absolut nicht im Negativen Sinne.
Auch wenn das Buch ‚A Good Girl’s Guide to Murder’ für mich das erste Buch in dieser Genrerichtung (Jugendthriller) war, konnte es mich überzeugen und ich werde in Zukunft sicher nochmal öfter ein Buch in diesem Genre lesen!
Auf jeden Fall werde ich den Folgeband lesen, wann auch immer dieser erscheinen wird!

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Veröffentlicht am 14.11.2019

EXTENDED love (Ella & Jared) - eine wundervolle Liebesgeschichte

Extended love
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„Was hat sich geändert?“
„Du, Ella. Du bist hier aufgetaucht und hast meinem Leben einen neuen Sinn gegeben.“

Der dritte Teil der Reihe und somit die Geschichte von Ella und Jared war mein Lieblingsteil ...

„Was hat sich geändert?“
„Du, Ella. Du bist hier aufgetaucht und hast meinem Leben einen neuen Sinn gegeben.“

Der dritte Teil der Reihe und somit die Geschichte von Ella und Jared war mein Lieblingsteil aus der EXTENDED-Reihe.
Ich habe die ersten beiden Teile der Reihe, EXTENDED trust (Charlotte & Trenton) und EXTENDED hope (Hayley & Aaron) bereits vorab gelesen und würde persönlich diese Reihenfolge auch jedem empfehlen, da man die Hauptprotagonisten des dritten Bandes bereits in den vorherigen Bänden etwas kennenlernen kann. Jedoch kann dieses Buch auch unabhängig von den anderen beiden Büchern gelesen werden.
Das Cover, ist wie bei den vorherigen Bänden einfach wunderschön gestaltet und passt natürlich auch traumhaft in das Gesamtbild. Wobei ich auch hier sagen muss, dass die gewählte Farbe des dritten Bandes mein Favorit in der Reihe darstellt.
Das Buch ist, wie auch seine Vorgänger, abwechselnd aus der Sicht von Ella und Jared geschrieben, so dass man während des Verlaufs der Geschichte die Gedanken und Gefühle der beiden Protagonisten unglaublich gut nachvollziehen kann. Der Schreibstil ist unglaublich leicht und locker, ich als Leser konnte wirklich in die Geschichte eintauchen und habe jede Seite nur so durchgeflogen (vielleicht habe ich das Buch an einem Tage durchgelesen, vielleicht).
Aber nun zu den beiden Protogonisten in diesem Buch – Ella und Jared.
Ella, welche ich im ersten Band schon unglaublich sympathisch fand (& wo ich mich so gefreut habe, dass sie ihre „eigene“ Geschichte bekommt), obwohl man sie ja tatsächlich eher oberflächlich kennenlernt. Dies ändert sich sofort zu Beginn des Buches, da das erste Kapitel aus Ellas Sicht geschrieben ist und man von der Autorin sofort in Ellas Geschichte geworfen wird. Ella verkörpert für mich eine unglaublich starke Frau, die für ihre Träume und Ziele kämpft und sich auch durch (zahlreiche) Rückschläge nicht unterkriegen lässt. Es ist unglaublich bemerkenswert mit welch einer Leidenschaft diese junge Frau bei der Sache ist. Die Autorin schafft es meiner Meinung nach, dass man sich als Leser der Geschichte super mit Ella identifizieren kann.
Nun zu Jared. In den vorherigen beiden Bänden wird er als Womanizer dargestellt und es ist bereits von Anfang an bekannt, dass er als Fellow in Extended arbeitet, trotzdem muss ich gestehen, dass mir dieser Typ schon in den ersten beiden Bänden unglaublich gut gefallen hat. Auch hier habe ich mich unglaublich gefreut als ich erfahren habe, dass er der Hauptprotagonist des dritten Bades wird. Schon nach wenigen Seiten habe ich Jared noch mehr in mein Herz geschlossen als er bereits war. Auch hier ist es der Autorin wunderbar gelungen, einen wirklich authentischen und für den Leser greifbaren Charakter zu erschaffen.
Ich finde, dass in diesem Buch besonders gelungen ist, dass eine Liebesgeschichte auch ohne übertriebenes künstliches Drama auskommt, denn dies kann man lange in der Geschichte von Ella und Jared suchen. Natürlich verläuft auch ihre Liebesgeschichte nicht reibungslos perfekt, jedoch sind die Probleme, vor die die junge Liebe gestellt wird, meiner Meinung nach realistisch, authentisch und nachvollziehbar.
Auch die Nebencharakter sind alle unglaublich einzigartig und toll. Natürlich habe ich mich beim Lesen gefreut ein paar altbekannte Geschichte „wiederzusehen“, besonders Trenton (auch wenn ich mich persönlich über etwas mehr Hayley und Aaron gefreut hätte), aber auch die neu eingeführten Nebencharaktere sind alle so liebevoll gestaltete, dass man die meisten einfach sofort ins Herz schließen muss. Die einzigen Charaktere, mit denen ich bis zum Ende absolut nicht warm geworden bin, sind die Eltern von Ella und Trenton und da ich sehr stark davon ausgehe, dass die auch die absolute Intention der Autorin war, kann ich sie hierfür nur loben.
Jetzt kommen wir zu den wenigen Punkten, die ich nicht hundertprozentig gelungen fand und warum ich nicht fünf Sterne, sondern „nur“ vier Sterne für dieses Buch vergeben habe.
In einigen Moment ging mir die Geschichte einfach zu schnell voran. Besonders das „Problem“, welches Jared seit Jahren belastet und weshalb er sogar jahrelang in Therapie ist, scheint sich durch Ella nahezu von einer zur nächsten Sekunde in Luft aufzulösen. Und auch wenn man sofort die Verbindung von den beiden spüren kann, scheint mir auch Ella sich nach ihrer katastrophalen Trennung fast ein Ticken zu schnell in eine neue Liebe zu stürzen. Auch finde ich es unglaublich wie Ella mit dem Job von Jared umgeht, da ich ehrlichgesagt so meine Probleme als Freundin mit seiner Berufswahl und somit leider auch mit seiner Vergangenheit hätte, dennoch konnte ich Ellas Gedankengänge dahingehend gut verstehen.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich sowohl das Buch EXTENDED love (Ella & Jared) als auch die vorherigen Bände EXTENDED trust (Charlotte & Trenton) und EXTENDED hope (Hayley & Aaron) jedem nur wärmsten ans Herz legen kann. Also los Leute, lest die Bücher!

Veröffentlicht am 08.06.2025

Ein Traum aus Worten mit kleinen Rissen

Dreams Lie Beneath
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Schon beim ersten Blick war ich verzaubert: Das Cover von Dreams Lie Beneath ist ein kleines Kunstwerk. Der detailreiche Farbschnitt, die düstere, märchenhafte Gestaltung – all das weckt sofort die Sehnsucht ...

Schon beim ersten Blick war ich verzaubert: Das Cover von Dreams Lie Beneath ist ein kleines Kunstwerk. Der detailreiche Farbschnitt, die düstere, märchenhafte Gestaltung – all das weckt sofort die Sehnsucht nach Magie, Geheimnissen und einer eigenständigen Heldin. Und genau das verspricht die Geschichte auch: Eine Welt, in der Albträume real werden und eine junge Frau ihren Platz im Schatten dieser unheimlichen Magie finden muss.
Rebecca Ross ist mir als Autorin nicht unbekannt, und auch hier überzeugt sie wieder mit ihrem atmosphärisch dichten, bildhaften Stil. Ihre Sprache ist poetisch, feinfühlig, klar – und trägt die Geschichte mit einer fast lautlosen Intensität. Besonders gelungen fand ich zunächst den Spannungsaufbau: weniger durch plötzliche Wendungen, sondern durch eine langsam wachsende, unheilvolle Grundstimmung, die sich wie Nebel ausbreitet.
Die Grundidee – dass Albträume durch Magie in die reale Welt treten – hat mich sofort begeistert. Sie ist herrlich unheimlich, kreativ und mal etwas anderes im oft repetitiven Fantasy-Genre - auch wenn die Umsetzung kleiner Logiklücken aufwies. Dass es sich bei dieser Geschichte um einen Einzelband im Fantasy-Genre handelt, ist in der heutigen Zeit fast schon ein kleines Geschenk.
Clementine, die Ich-Erzählerin, hat mich als Figur schnell überzeugt: Eine starke, verletzliche, künstlerisch begabte Heldin mit magischem Talent – facettenreich und angenehm fern von typischen Klischees. Und doch blieb meine emotionale Verbindung zur Geschichte insgesamt überraschend schwach. Die Romantik, die mit eingeflochten ist, konnte mich nicht packen – sie wirkte für mich zu blass, zu wenig greifbar. Auch die Nebenfiguren und Wendungen blieben für meinen Geschmack zu oberflächlich oder vorhersehbar, sodass sich stellenweise leider auch ein paar Längen einschlichen.

abschließendes Fazit:
Dreams Lie Beneath ist ein atmosphärisch starker Einzelband mit einer faszinierenden Grundidee und einem außergewöhnlich dichten, poetischen Schreibstil. Die bildgewaltige Sprache und die originelle Magie haben mich beeindruckt – doch die emotionale Distanz zu den Figuren und einige Längen im Plot verhinderten für mich ein echtes Highlight. Dennoch: ein lesenswertes Buch für alle, die sich in düster-schöne Fantasywelten träumen möchten.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Charaktere
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  • Gefühl
Veröffentlicht am 15.10.2023

leider für mich kein „one of a kind“-Buch, obwohl das Potential da war

One Of Six - Verrat
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"Sexy, spannend, geheimnisvoll" - zwar ehrlicherweise nicht die Wörter, mit denen ich mich selbst beschreiben würde, aber eindeutig Wörter, mit denen ich ein potenzielles Highlightbuch beschreiben würde. ...

"Sexy, spannend, geheimnisvoll" - zwar ehrlicherweise nicht die Wörter, mit denen ich mich selbst beschreiben würde, aber eindeutig Wörter, mit denen ich ein potenzielles Highlightbuch beschreiben würde. Und One Of Six – Verrat von Kim Nina Ocker hätte definitiv das Potential gehabt ein Jahreshighlight 2023 für mich zu werden; es leider jedoch nicht geschafft. Das ungenutzte Potential hinsichtlich der Charaktertiefe sowie der Liebesgeschichte zwischen Luca und Devan, sowie der teilweise verwirrenden Handlung, der es für mich ab einem gewissen Zeitpunkt auch eindeutig an Spannung gefehlt hat, sorgt dafür, dass es weder ein Jahres- noch ein Monatshighlight wurde, sondern eher gerade einmal ein Buch für Zwischendurch.

Bei One Of Six – Verrat handelt es sich um den ersten Band der One Of Six-Dilogie, welche dem Genre des NewAdult-Suspense zuzuordnen ist, aus der Feder der deutschen Autorin Kim Nina Ocker rund um verschiedene Studierende, welche an einem Auswahlverfahren für die Stelle eines Social-Media-Managers teilnehmen und währenddessen durch unerklärlich-mysteriöse Ereignisse die ein oder andere Überraschung erleben. Der finale zweite Band der One Of Six-Dilogie One Of Six – Vertrauen erscheint am 29. Februar 2024 und ist eine direkte Fortsetzung der Geschehnisse im ersten Band der Reihe. Das Ende des hier vorliegenden Buches ist relativ offen. Ich muss jedoch gestehen, dass das Ende nicht so schockierend-fesseln war, dass ich nun absolut unbedingt sofort den zweiten Band brauche. Es ist jedoch unabdingbar zunächst One Of Six – Verrat zu lesen und anschließend die (Liebes-)Geschichte von Luca und Devan mit One Of Six – Vertrauen zu beenden.

Mysteriös, schlicht und dennoch beeindruckend fesselnd und im Kopf bleibend - solche Gefühle hatte ich beim Betrachten eines Covers bisher selten bis gar nicht und dann kam das Cover von One Of Six - Verrat. Das Cover verrät inhaltlich zwar nicht zu viel über die Handlung und dennoch packt es einen und sorgt für eine Grundspannung. Für mich persönlich bilden die Cover der One Of Six-Reihe ein absolutes optisches Highlight und ich freue mich schon, wenn ich beide in meinem Bücherregal stehen habe. Neben der äußerlichen Gestaltung faszinieren mich auch die Innengestaltungsdetails, wie beispielsweise die Karte des Ortiz Grand Resorts, wodurch man sich immer gut orientieren kann und die Namen der (Neben-)Charaktere kennenlernen kann. Auch die weitere Liebe zum Detail lässt mein Herz höherschlagen, so ist der Prolog aus der "verschwommenen" Sicht des „One of Six“ geschrieben und ich mag es sehr, wie der Titel heimlich schon direkt aufgegriffen wurde oder wie sich die Schriftart im Prolog unterscheidet.
Der Schreibstil von Kim Nina Ocker ist wie gewohnt wunderschön, locker leicht und flüssig. Die gesamte Geschichte über hat mich dieser präzise und intensive Schreibstil begeistert. Auch die bildlichen Beschreibungen haben dafür gesorgt, dass ich mich mitten im Geschehen gefühlt habe anstatt als stille Beobachterin. Auch hat es Kim Nina Ocker meines Erachtens ganz wunderbar geschafft, dass der Schreibstil einzigartig bei jeder charakterlichen Ich-Perspektive ist.
Ich mochte den eher seichteren Einstieg nach dem spannungsgeladenen Prolog, der einem die Möglichkeit gibt, die Protagonisten kennenzulernen. Durch den Prolog und den kleineren Geschehnissen, während der ersten Kapitel ist man dennoch neugierig und es herrscht kontinuierlich eine hohe - im Hintergrund gefährlich lauernde - Spannung. Leider hat sich das für mich nicht durch die gesamte Geschichte gezogen. Irgendwann ist die Spannung für mich verloren gegangen. Die Geschichte hat sich ab da für mich gezogen und mich auch nicht mehr so wirklich fesseln können. Ich konnte das Buch irgendwie ohne Probleme aus der Hand legen und hatte auch nicht das drängende Bedürfnis weiterlesen zu müssen. Es wurde für mich zu viel hingenommen von den Protagonisten und zu wenige Fragen gestellt. Und auch waren mir nicht immer die Intentionen hinter den Handlungen von den verschiedenen Charakteren deutlich. Besonders die Nebencharaktere haben mir zudem zu wenig Charaktertiefe aufgewiesen und wirkte auf mich eher austauschbar. Für mich wirkte es während des Lesens zudem auch eher, dass die Protagonisten sexuelle Anziehung zueinander beziehungsweise sexuelles Interesse aneinander hatten, anstatt wirklich emotional tiefgehende, romantische Gefühl füreinander. Was für mich persönlich für die kürze Zeit, in der die Geschichte spielt, realistisch ist, aber nicht zum Genre und meinen Erwartung an die Liebesgeschichte gepasst hat. Weswegen ich hinsichtlich dieses Aspekts eher enttäuscht war. Die Geschehnisse am Ende haben sich gefühlt noch einmal sehr in die Länge gezogen und da ich durch die fehlende Spannung schon vorher ein wenig die Lust am Weiterverfolgen der Geschichte hatte, konnte mich auch das nicht packen.

abschließendes Fazit:
Bedauerlicherweise kann ich für One Of Six – Verrat von Kim Nina Ocker, den ersten Band der One Of Six-Dilogie, nur eine kleine Leseempfehlung aussprechen. Wenn man mit anderen Erwartungen an die mysteriöse NewAdult-Geschichte geht, könnte ich mir vorstellen, dass einem die Geschichte wirklich gefallen könnte. Mich konnte es nicht überzeugen. Für mich war es – trotz des vorhandenen Potentials dafür – keine „one of a kind“-Geschichte und ich bin mir noch unsicher, ob ich den weiterführenden Fortgang der (Liebes-)Gesichte um Luca und Devan im Folgeband lesen werde.

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