Das Schönste am Buch ist das Cover – der Rest konnte mich leider nicht überzeugen
Blood of HerculesInhalt:
Die Welt ist gefährlich und voller Ungeheuer, aber Alexis ist keine Heldin. Sie versucht einfach nur zu überleben. Doch das Schicksal hat Größeres mit ihr vor. Als sich ihre wahre Abstammung offenbart, ...
Inhalt:
Die Welt ist gefährlich und voller Ungeheuer, aber Alexis ist keine Heldin. Sie versucht einfach nur zu überleben. Doch das Schicksal hat Größeres mit ihr vor. Als sich ihre wahre Abstammung offenbart, muss sie sich in der spartanischen Kriegsakademie mitten in den Dolomiten ausbilden lassen und sich dem Privileg der Unsterblichkeit als würdig erweisen. Um das tödliche Training, mordlustige Mitschüler und den Kampf gegen blutrünstige Bestien zu überstehen, muss Alexis selbst über Leichen gehen und ihre Menschlichkeit aufs Spiel setzen.
Die heißen Gladiatoren Achilles und Patro formen Alexis zu einer gefährlichen Kriegerin. Ihre nicht weniger attraktiven Professoren Augustus und Kharon, die düsteren Erben der Unterwelt, verfolgen eifersüchtig jeden ihrer Schritte … und Gedanken.
Wenn Alexis ehrlich ist, möchte sie dieser Jagd vielleicht auch gar nicht entkommen. Götter und Monster haben es auf Alexis abgesehen – und nicht immer weiß Alexis, mit was sie es zu tun hat.
Meine Meinung:
"Blood of Hercules: Berühre sie und stirb" von Jasmine Mas ist der Auftakt einer Dark-Romantasy-Reihe. Mich konnte dieses Buch leider absolut nicht überzeugen.
Bei dem Klappentext habe ich mir viel erhofft, denn ich bin ein großer Fan von griechischer Mythologie. Eine eher ungewöhnliche Protagonistin, die keine typische Heldin ist, sich in der Männerwelt durchsetzen kann, dazu ein bisschen Dark-Romantasy – das klingt an sich eigentlich sehr gut und vielversprechend. Nur leider wurden meine Erwartungen keineswegs erfüllt.
Das Schönste am Buch ist die Aufmachung. Das Cover ist ein Traum, der Schutzumschlag sieht sehr edel aus, der Farbschnitt ist echt schön und auch das Innenlayout ist toll. Inhaltlich konnte mich das Buch dagegen leider nicht mitreißen.
Während im Klappentext steht, dass Alexis einfach nur versucht zu überleben, ist das Buch eher von ihrer großen Todessehnsucht geprägt. Immer wieder muss man lesen, wie sie sich vorstellt oder erhofft, ihr Leben möge bald ein Ende nehmen.
Die griechische Mythologie ist auch ganz anders, als man sie kennt. Achilles ist nicht der typische Held, wie man ihn aus der klassischen Mythologie kennt. An sich wäre das nicht schlimm, aber sehr viele klassische Verbindungen sind einfach auf den Kopf gestellt und nur das Grundgerüst ist noch gleich. Wer ein Fan der typischen griechischen Mythologie ist, wird hier echt Probleme haben und verwirrt sein.
Die Protagonistin Alexis macht im ganzen Buch so gut wie keine oder zumindest keine großartige Entwicklung durch. Obwohl man alles aus ihrer Perspektive miterlebt, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl alles zu durchschauen, während sie nur naiv und leider etwas dumm (obwohl sie ja so schlau ist) einfach nichts um sich herum so richtig wahrnimmt oder durchschaut.
Die vier Männer (ihre Professoren und Mentoren), die als so attraktiv und heiß angepriesen werden, sind einfach nur toxisch, anstrengend und extrem besitzergreifend.
Die Handlung geht kaum voran. Es ist sehr eintönig und es gibt kaum Entwicklungen. Ganz kurz gibt es zwei Abschnitte, in denen etwas Spannung aufgebaut wird und die mich ein wenig mitgerissen haben. Insgesamt bleibt es jedoch eher langweilig.
Alexis' Herkunft war mir schon fast von Anfang an klar, nur in dem Buch schien so gut wie keiner sich dessen bewusst zu sein, erst recht sie nicht, obwohl sie zumindest von ihren Professoren immer wieder darauf gestoßen wird.
Am Ende des Buches wird ihre wahre Identität offenbart. Für einige mag dies überraschend gekommen sein, ich persönlich habe jedoch schon im ersten Viertel des Buches eine Verbindung in diese Richtung gezogen, sodass auch das keine große Überraschung mehr für mich war.
Auch der Schreibstil konnte mich nicht mitreißen. Irgendwie wirkt es stellenweise recht plump und abgehackt. Einige grammatikalische Fehler sind mir auch aufgefallen.
Aus den genannten Gründen konnte mich das Buch daher leider nicht überzeugen und ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt den nächsten Band lesen werde. Vermutlich eher nicht.
Fazit:
Mich konnte dieses Buch weder durch die Handlung noch durch die Protagonistin überzeugen.
Wer eher die klassische griechische Mythologie mag, der wird es mit diesem Buch auch eher schwer haben.
Wem das nicht so wichtig ist und wer auch keine großartigen Entwicklungen bei der Handlung oder den Figuren erwartet, der kann hier vielleicht noch etwas Lesevergnügen finden.
Ansonsten kann ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.