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Evie

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2025

Die Frage nach der Identität

1000 und ich. Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht.
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8 lebt in Surdus und jeder Tag ist so, wie der Tag zuvor. Sie lernt, dass sie nichts ist und emotionslos sein muss, damit sie gut genug ist, um von dort wegzukommen. Und das ist das Problem, denn sie fühlt ...

8 lebt in Surdus und jeder Tag ist so, wie der Tag zuvor. Sie lernt, dass sie nichts ist und emotionslos sein muss, damit sie gut genug ist, um von dort wegzukommen. Und das ist das Problem, denn sie fühlt etwas. Sie fühlt sich allein, bis sie auf 1000 trifft.

8 ist eine interessante Hauptperson. Sie versucht ihren Platz zu finden, merkt aber schnell, dass sie nicht so ist wie die Anderen. Sie gibt ihr bestes, um sich anzupassen, schafft es aber nicht. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihren eigenen Weg zu gehen.
Die Handlung ist speziell und ich habe mir mehr erhofft. Das Buch ist kurz, weshalb ich nicht allzu hohe Erwartungen hatte, ich muss aber sagen, dass ich nicht wirklich etwas aus der Geschichte mitnehmen kann. Es existiert zwar eine Botschaft, jedoch gibt es viele Bücher, in denen die Message besser rübergebracht wird und die einem auch noch länger im Gedächtnis bleiben. Surdus als Setting hingegen bietet viel Potenzial und während dem Lesen wirft der Ort einige Fragen auf. Am Ende wird einem dann klar, was hinter dem Ort steckt.
Der Schreibstil spiegelt die Eintönigkeit und die Wiederholung des immergleichen Tages gut wider. Das hat aber dazu geführt, dass ich nicht in einen guten Lesefluss gekommen bin und doch eine gewisse Zeit für diese kurze Geschichte gebraucht habe.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man sich mal an eine etwas andere Dystopie heranwagen möchte, die an einem interessanten Ort spielt. Meiner Meinung nach, wurde das volle Potential nicht ausgeschöpft, vielleicht können andere Leserinnen und Leser aber mehr aus der Geschichte mitnehmen als ich.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Mordfälle und Artefakte

Guardian 1. Seelenwächter
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Zhao Yunlan ist der Direktor der Abteilung für Sonderermittlungen. Er und sein Team befassen sich mit Fällen, die mit dem Übernatürlichen zusammenhängen. Während den Ermittlungen seines aktuellsten Falls, ...

Zhao Yunlan ist der Direktor der Abteilung für Sonderermittlungen. Er und sein Team befassen sich mit Fällen, die mit dem Übernatürlichen zusammenhängen. Während den Ermittlungen seines aktuellsten Falls, trifft er auf den Professor Shen Wei, zu dem er sich sofort hingezogen fühlt.

Mit Zhao Yunlan und Shen Wei bin ich nicht wirklich warm geworden. Beide bleiben recht blass und machen keine Entwicklung durch. Shen Wei ist zurückhaltend und recht wortkarg, außer wenn er sein Wissen kundtut. Zhao Yunlan ist die meiste Zeit über griesgrämig, aber wenn Shen Wei in der Nähe ist, ist er wie ausgewechselt. Er ist dann freundlich und zuvorkommend, und ich muss sagen, dass ich diesen Wechsel nicht wirklich nachvollziehen konnte, da dass erst in der zweiten Hälfte des Buches passiert.
Die Handlung konnte mich nur teilweise überzeugen. Das Buch ist in zwei Teile geteilt, in denen jeweils ein Fall thematisiert wird. Den ersten Teil fand ich noch ganz gut, der zweite Teil konnte mich leider nicht fesseln, da fast keine Spannung aufgekommen ist. Auch mit der Anziehung zwischen Shen Wei und Zhao Yunlan habe ich mich schwer getan. Im ersten Teil ist diese bereits spürbar und da ist sie für mich auch nachvollziehbar gewesen, im zweiten Teil hingegen hatte ich das Gefühl, dass man die sich langsam entwickelnde Liebesbeziehung schneller vorantreiben möchte, weshalb die Charaktere überstürzter gehandelt und der Anziehung leichter nachgegeben haben. Die Welt hingegen mit der chinesischen Mythologie und den Orten hat mir gut gefallen. Im Text gibt es immer wieder Fußnoten, die beim Verständnis helfen und so etwas mag ich gerne.
An den Schreibstil muss man sich gewöhnen, da dieser eher untypisch ist. Er ist nicht unbedingt schlecht, aber ich habe mich damit schwergetan, in die Geschichte zu finden, weshalb immer eine gewisse Distanz geherrscht hat.
Das Cover hat mich sehr angesprochen und hat mich erst auf das Buch aufmerksam gemacht. Auch im Buch selbst lassen sich Illustrationen finden, die die Geschichte gut ergänzen.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man sich für Danmeis, die chinesische Mythologie und Mordfälle interessiert. Obwohl ich einige Kritikpunkte habe, kann das Buch mit der Welt und der Atmosphäre überzeugen.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Ein gefährliches Rennen in der Wüste

The Kinder Poison
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Zahru ist eine Flüsterin, weshalb sie sich zusammen mit ihrem Vater um einen Stall kümmert. Ihr Wunsch ist es aber, mehr von der Welt zu sehen. Als der kranke König die Querung einberuft, ein Rennen zwischen ...

Zahru ist eine Flüsterin, weshalb sie sich zusammen mit ihrem Vater um einen Stall kümmert. Ihr Wunsch ist es aber, mehr von der Welt zu sehen. Als der kranke König die Querung einberuft, ein Rennen zwischen seinen Erben, bei dem der Gewinner den Thron bekommt, ergreift Zahru ihre Chance, um den Palast zu besuchen. Dort wird sie in die Fehde der zwei ältesten Königskinder verwickelt, was dazu führt, dass sie zu dem benötigten Menschenopfer auserkoren wird.

Zahru als Protagonistin hat mir gut gefallen. Ihren Wunsch, mehr von der Welt zu sehen und etwas spannendes zu erleben, finde ich sehr nachvollziehbar. Sie ist auch eine starke Persönlichkeit, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt und die aus jeder Situation einen Ausweg findet.
Von den Königskindern bin ich leider kein Fan gewesen. Kasta, der älteste Sohn, ist kaltherzig und schreckt nicht vor Gewalt zurück, wenn er denkt, dass es seinen Zielen hilft. Jet, der mittlere Sohn, hat zwei Gesichter. Einerseits ist er freundlich Zahru gegenüber und verspricht ihr, dass er ihr helfen wird, aber andererseits ist er im wichtigsten Moment nicht für sie eingestanden und aus dem Rennen hat er sie auch nicht befreit. Sakira, die jüngste Tochter, möchte ihrem Vater beweisen, dass sie auch das Zeug dazu hat, den Thron zu besteigen. Doch anstatt mit Vorsicht und einem Plan an die Sache heranzugehen, hat sie sich nur überlegt, wie sie ihrem Vater eins auswischen kann. Also kann ich nur zusammenfassend sagen, dass mir alle drei unsymphatisch sind.
Die Handlung hat viel Potential. Das orientalische Setting und die Wüste haben mir gut gefallen, genauso wie die unterschiedliche Magie. Das Rennen konnte mich nur mäßig überzeugen. Irgendwie ist es nur teilweise spannend gewesen und Zahru wurde quasi nur zwischen den Geschwistern hin und her entführt. Einen wirklichen Fluchtversuch gab es von ihr nicht, und wenn, dann wurde sie nach ein paar Minuten wieder eingesammelt. Das Ende ist vielversprechend und macht Lust auf mehr.
Der Schreibstil ist eigentlich gut, jedoch konnte er mich nicht fesseln. Für mich war es manchmal echt zäh und ich hätte mir mehr Spannung gewünscht. Die Beschreibungen der Welt hingegen haben mir gut gefallen.
Das Cover ist das, was mein Interesse an der Geschichte geweckt hat. Es ist schön und farblich ansprechend, und da Skorpione in der Geschichte eine Rolle spielen, passt es natürlich gut.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man ein Buch mit orientalischem Setting sucht, in dem es um einen Wettstreit geht und vielfältige Magie auch eine Rolle spielt.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Eine nette, aber auch recht belanglose Graphic Novel

Grün & Gold – Liebe in allen Farben 1
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Im Internat Tannenberg bekommen die Zehnklässler Siebtklässler als Paten zugeteilt. Piet wird der Pate von Tim, der ihn an seine erste Liebe erinnert, was ihn aufwühlt, weil er in einer Beziehung mit Thea ...

Im Internat Tannenberg bekommen die Zehnklässler Siebtklässler als Paten zugeteilt. Piet wird der Pate von Tim, der ihn an seine erste Liebe erinnert, was ihn aufwühlt, weil er in einer Beziehung mit Thea ist. Tim und Molle kommen zusammen auf ein Zimmer, sind vom Charakter aber sehr unterschiedlich, womit sie sich erst arrangieren müssen.

Mit den Protagonisten habe ich mich schwer getan. Zum einen konnte ich manche Charaktere nicht auseinanderhalten, da sie vom Stil her recht ähnlich aussehen und zweitens sind es mir auf Dauer auch zu viele Personen gewesen, die man nicht wirklich vorgestellt bekommt. Der Personenkreis, der im Vordergrund steht, ist insgesamt ganz nett, jedoch ist mir Piet ziemlich unsymphatisch gewesen. Er ist hilfsbereit und will jedem helfen, der auf ihn zukommt, was zwar löblich ist, doch hat das auch zur Folge, dass er seine Freunde vernachlässigt. Desweiteren tut er so, als würde sein Bruder nicht existieren, was ihn mir auch nicht besonders sympathisch macht. Molle hingegen mochte ich gerne und wenn man die Genervtheit von Tim ausklammert, ist er auch keine schlechte Person. Was mich außerdem gestört hat ist, dass man nicht wirklich Hintergrundinformationen zu den Charakteren bekommt, weshalb sie recht blass bleiben.
Von der Handlung habe ich mehr erwartet. Vom Klappentext her hätte ich gedacht, dass Piet und seine Gefühle mehr im Vordergrund stehen, das hat aber nur einen kleinen Teil eingenommen. Den Großteil der Zeit über ging es um Tim und Molle, und wie sie sich im Internat einleben. Das Leben im Internat finde eigentlich recht gut dargestellt, dass Problem ist aber, dass nicht wirklich etwas passiert ist. Deshalb ist es recht schnell langweilig geworden.
Der Zeichenstil ist gut. Ich mag die Zeichnungen farblich und auch von der Machart, das einzige Problem ist, wie bereits angesprochen, die Ähnlichkeit von manchen Personen.
Das Cover finde ich gut und schön, es passt aber nur teilweise zur Geschichte.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man eine nette Graphic Novel über das Internatsleben sucht, bei der Themen wie die erste Liebe kurz angesprochen werden.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Glücksbringer, ein Dating-Fluch und viele Probleme

Just for the Summer
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Justin und Emma sind "Glücksbringer". Wenn sie jemanden daten und dann Schluss machen, finden die Personen ihren Partner oder ihre Partnerin fürs Leben. Auch Justin und Emma wollen langsam etwas Ernstes, ...

Justin und Emma sind "Glücksbringer". Wenn sie jemanden daten und dann Schluss machen, finden die Personen ihren Partner oder ihre Partnerin fürs Leben. Auch Justin und Emma wollen langsam etwas Ernstes, weshalb sie gemeinsam den Fluch brechen wollen. Der Plan ist simpel, die beiden daten sich für eine Weile und machen dann Schluss, doch es läuft nicht so wie gedacht.

Justin mochte ich sehr. Er ist symphatisch, lustig und fürsorglich. Er hängt sich für seine Familie echt ins Zeug, genauso wie für Emma. Mit Emma habe ich mich etwas schwerer getan. Auch sie ist mir sympathisch, jedoch gab es auch Momente, wo ich sie nicht verstehen konnte und ich das Gefühl hatte, dass sie sich mit ihrem Verhalten absichtlich wehtut.
Das Buch hat einige tolle Nebencharaktere. Ich mochte vor allem Maddy und die Geschwister von Justin. Es gibt auch eine Person, die ich absolut gar nicht mochte, dass ist aber so gewollt.
Von der Handlung bin ich etwas enttäuscht, weil ich mit etwas anderem gerechnet habe. Vom Cover und vom Klappentrxt her, habe ich ein sommerliches Wohlfühlbuch erwartet, dass ist es aber nicht gewesen. Es spielt zwar zum größten Teil im Sommer, aber eine sommerliche Atmosphäre ist nicht herübergekommen und für ein Wohlfühlbuch ist es zu ernst gewesen. Ich habe nichts dagegen, wenn ernste Themen behandelt werden und finde es sogar wichtig. Hier haben mir die Probleme der beiden aber zu viel Raum eingenommen, weshalb ich die Geschichte von Justin und Emma nicht so sehr genießen konnte, wie gewünscht.
Der Schreibstil ist an sich gut, jedoch habe ich mich mit der Zeit mit diesem schwer getan. Der Einstieg ist humorvoll und ich habe das Buch gerne gelesen. Doch mit der Zeit wurde der Humor immer weniger und das Buch hat es nicht geschafft mich zu fesseln, weshalb ich mich in manchen Momenten zwingen musste, weiterzulesen.
Das Cover finde ich ansprechend, jedoch nicht zur Geschichte passend, da es meiner Meinung nach einen falschen Eindruck von der Geschichte weckt.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Geschichte mit tiefgründigen Themen sucht, die verbunden sind mit einer süßen Romance. Die Geschichte hat seine schönen Momente, aber auch viele ernste. Das sollte einem bewusst sein, damit man nicht mit falschen Erwartungen in das Buch geht.

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