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Evie

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2025

Ein gefährliches Rennen in der Wüste

The Kinder Poison
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Zahru ist eine Flüsterin, weshalb sie sich zusammen mit ihrem Vater um einen Stall kümmert. Ihr Wunsch ist es aber, mehr von der Welt zu sehen. Als der kranke König die Querung einberuft, ein Rennen zwischen ...

Zahru ist eine Flüsterin, weshalb sie sich zusammen mit ihrem Vater um einen Stall kümmert. Ihr Wunsch ist es aber, mehr von der Welt zu sehen. Als der kranke König die Querung einberuft, ein Rennen zwischen seinen Erben, bei dem der Gewinner den Thron bekommt, ergreift Zahru ihre Chance, um den Palast zu besuchen. Dort wird sie in die Fehde der zwei ältesten Königskinder verwickelt, was dazu führt, dass sie zu dem benötigten Menschenopfer auserkoren wird.

Zahru als Protagonistin hat mir gut gefallen. Ihren Wunsch, mehr von der Welt zu sehen und etwas spannendes zu erleben, finde ich sehr nachvollziehbar. Sie ist auch eine starke Persönlichkeit, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt und die aus jeder Situation einen Ausweg findet.
Von den Königskindern bin ich leider kein Fan gewesen. Kasta, der älteste Sohn, ist kaltherzig und schreckt nicht vor Gewalt zurück, wenn er denkt, dass es seinen Zielen hilft. Jet, der mittlere Sohn, hat zwei Gesichter. Einerseits ist er freundlich Zahru gegenüber und verspricht ihr, dass er ihr helfen wird, aber andererseits ist er im wichtigsten Moment nicht für sie eingestanden und aus dem Rennen hat er sie auch nicht befreit. Sakira, die jüngste Tochter, möchte ihrem Vater beweisen, dass sie auch das Zeug dazu hat, den Thron zu besteigen. Doch anstatt mit Vorsicht und einem Plan an die Sache heranzugehen, hat sie sich nur überlegt, wie sie ihrem Vater eins auswischen kann. Also kann ich nur zusammenfassend sagen, dass mir alle drei unsymphatisch sind.
Die Handlung hat viel Potential. Das orientalische Setting und die Wüste haben mir gut gefallen, genauso wie die unterschiedliche Magie. Das Rennen konnte mich nur mäßig überzeugen. Irgendwie ist es nur teilweise spannend gewesen und Zahru wurde quasi nur zwischen den Geschwistern hin und her entführt. Einen wirklichen Fluchtversuch gab es von ihr nicht, und wenn, dann wurde sie nach ein paar Minuten wieder eingesammelt. Das Ende ist vielversprechend und macht Lust auf mehr.
Der Schreibstil ist eigentlich gut, jedoch konnte er mich nicht fesseln. Für mich war es manchmal echt zäh und ich hätte mir mehr Spannung gewünscht. Die Beschreibungen der Welt hingegen haben mir gut gefallen.
Das Cover ist das, was mein Interesse an der Geschichte geweckt hat. Es ist schön und farblich ansprechend, und da Skorpione in der Geschichte eine Rolle spielen, passt es natürlich gut.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man ein Buch mit orientalischem Setting sucht, in dem es um einen Wettstreit geht und vielfältige Magie auch eine Rolle spielt.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Eine nette, aber auch recht belanglose Graphic Novel

Grün & Gold – Liebe in allen Farben 1
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Im Internat Tannenberg bekommen die Zehnklässler Siebtklässler als Paten zugeteilt. Piet wird der Pate von Tim, der ihn an seine erste Liebe erinnert, was ihn aufwühlt, weil er in einer Beziehung mit Thea ...

Im Internat Tannenberg bekommen die Zehnklässler Siebtklässler als Paten zugeteilt. Piet wird der Pate von Tim, der ihn an seine erste Liebe erinnert, was ihn aufwühlt, weil er in einer Beziehung mit Thea ist. Tim und Molle kommen zusammen auf ein Zimmer, sind vom Charakter aber sehr unterschiedlich, womit sie sich erst arrangieren müssen.

Mit den Protagonisten habe ich mich schwer getan. Zum einen konnte ich manche Charaktere nicht auseinanderhalten, da sie vom Stil her recht ähnlich aussehen und zweitens sind es mir auf Dauer auch zu viele Personen gewesen, die man nicht wirklich vorgestellt bekommt. Der Personenkreis, der im Vordergrund steht, ist insgesamt ganz nett, jedoch ist mir Piet ziemlich unsymphatisch gewesen. Er ist hilfsbereit und will jedem helfen, der auf ihn zukommt, was zwar löblich ist, doch hat das auch zur Folge, dass er seine Freunde vernachlässigt. Desweiteren tut er so, als würde sein Bruder nicht existieren, was ihn mir auch nicht besonders sympathisch macht. Molle hingegen mochte ich gerne und wenn man die Genervtheit von Tim ausklammert, ist er auch keine schlechte Person. Was mich außerdem gestört hat ist, dass man nicht wirklich Hintergrundinformationen zu den Charakteren bekommt, weshalb sie recht blass bleiben.
Von der Handlung habe ich mehr erwartet. Vom Klappentext her hätte ich gedacht, dass Piet und seine Gefühle mehr im Vordergrund stehen, das hat aber nur einen kleinen Teil eingenommen. Den Großteil der Zeit über ging es um Tim und Molle, und wie sie sich im Internat einleben. Das Leben im Internat finde eigentlich recht gut dargestellt, dass Problem ist aber, dass nicht wirklich etwas passiert ist. Deshalb ist es recht schnell langweilig geworden.
Der Zeichenstil ist gut. Ich mag die Zeichnungen farblich und auch von der Machart, das einzige Problem ist, wie bereits angesprochen, die Ähnlichkeit von manchen Personen.
Das Cover finde ich gut und schön, es passt aber nur teilweise zur Geschichte.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man eine nette Graphic Novel über das Internatsleben sucht, bei der Themen wie die erste Liebe kurz angesprochen werden.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Glücksbringer, ein Dating-Fluch und viele Probleme

Just for the Summer
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Justin und Emma sind "Glücksbringer". Wenn sie jemanden daten und dann Schluss machen, finden die Personen ihren Partner oder ihre Partnerin fürs Leben. Auch Justin und Emma wollen langsam etwas Ernstes, ...

Justin und Emma sind "Glücksbringer". Wenn sie jemanden daten und dann Schluss machen, finden die Personen ihren Partner oder ihre Partnerin fürs Leben. Auch Justin und Emma wollen langsam etwas Ernstes, weshalb sie gemeinsam den Fluch brechen wollen. Der Plan ist simpel, die beiden daten sich für eine Weile und machen dann Schluss, doch es läuft nicht so wie gedacht.

Justin mochte ich sehr. Er ist symphatisch, lustig und fürsorglich. Er hängt sich für seine Familie echt ins Zeug, genauso wie für Emma. Mit Emma habe ich mich etwas schwerer getan. Auch sie ist mir sympathisch, jedoch gab es auch Momente, wo ich sie nicht verstehen konnte und ich das Gefühl hatte, dass sie sich mit ihrem Verhalten absichtlich wehtut.
Das Buch hat einige tolle Nebencharaktere. Ich mochte vor allem Maddy und die Geschwister von Justin. Es gibt auch eine Person, die ich absolut gar nicht mochte, dass ist aber so gewollt.
Von der Handlung bin ich etwas enttäuscht, weil ich mit etwas anderem gerechnet habe. Vom Cover und vom Klappentrxt her, habe ich ein sommerliches Wohlfühlbuch erwartet, dass ist es aber nicht gewesen. Es spielt zwar zum größten Teil im Sommer, aber eine sommerliche Atmosphäre ist nicht herübergekommen und für ein Wohlfühlbuch ist es zu ernst gewesen. Ich habe nichts dagegen, wenn ernste Themen behandelt werden und finde es sogar wichtig. Hier haben mir die Probleme der beiden aber zu viel Raum eingenommen, weshalb ich die Geschichte von Justin und Emma nicht so sehr genießen konnte, wie gewünscht.
Der Schreibstil ist an sich gut, jedoch habe ich mich mit der Zeit mit diesem schwer getan. Der Einstieg ist humorvoll und ich habe das Buch gerne gelesen. Doch mit der Zeit wurde der Humor immer weniger und das Buch hat es nicht geschafft mich zu fesseln, weshalb ich mich in manchen Momenten zwingen musste, weiterzulesen.
Das Cover finde ich ansprechend, jedoch nicht zur Geschichte passend, da es meiner Meinung nach einen falschen Eindruck von der Geschichte weckt.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Geschichte mit tiefgründigen Themen sucht, die verbunden sind mit einer süßen Romance. Die Geschichte hat seine schönen Momente, aber auch viele ernste. Das sollte einem bewusst sein, damit man nicht mit falschen Erwartungen in das Buch geht.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Ich habe mir mehr erhofft

22 Bahnen
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Tildas Alltag ist klar strukturiert. Sie geht zur Uni, arbeitet und kümmert sich um ihre Familie. Jeder Tag ist derselbe, doch traut sie sich nicht, ihre Familie und die Stadt zu verlassen. Denn wer sorgt ...

Tildas Alltag ist klar strukturiert. Sie geht zur Uni, arbeitet und kümmert sich um ihre Familie. Jeder Tag ist derselbe, doch traut sie sich nicht, ihre Familie und die Stadt zu verlassen. Denn wer sorgt dann für ihre Familie? Als sie auf Viktor trifft, ändern sich ihre Gedanken.

Mit Tilda und Viktor bin ich nicht wirklich warm geworden, da mich etwas an ihnen gestört hat. Es sind 'normale' Erwachsene, die einfach nur jeden Tag ihr Leben leben und durchaus symphatisch, trotzdem konnte ich nicht wirklich eine Bindung zu ihnen aufbauen.
Die Handlung ist repetativ und ich konnte nicht wirklich etwas aus der Geschichte mitnehmen. Am wahrscheinlichsten noch im letzten Drittel.
Der Schreibstil ist interessant und für einen Roman eher untypisch. Das hat mir gut gefallen.
Das Cover mag ich. Es zeigt Tilda bei ihrem Hobby und die absplitternde Farbe passt gut zum Thema.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man sich für Alltagsromane interessiert. Die Geschichte findet kleine Freuden im Alltag und zeigt, wie wichtig es ist, einen Zufluchtsort oder ein Zufluchts-Hobby zu haben.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Das Licht braucht die Dunkelheit

The Stars are Dying
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Astraea lebt in einer Welt, in der es Vampire gibt. Um Schutz vor den Vampiren zu bekommen, gibt es das Libertatem. Bei diesem muss man sich verschiedenen Prüfungen stellen und Astraea nimmt daran teil, ...

Astraea lebt in einer Welt, in der es Vampire gibt. Um Schutz vor den Vampiren zu bekommen, gibt es das Libertatem. Bei diesem muss man sich verschiedenen Prüfungen stellen und Astraea nimmt daran teil, obwohl sie es eigentlich nicht sollte. Sie erhofft sich davon, Antworten auf ihre Fragen zu bekommen und die Menschen zu schützen. Doch welche Rolle spielt Nyte dabei? Nyte, der einerseits da ist und andererseits auch nicht.

Mit den Hauptcharakteren bin ich nicht wirklich warm geworden. Astraea ist symphatisch, aber trotzdem konnte sie mich nicht überzeugen. Sie versucht stark zu sein, aber sie ist es nicht wirklich. Ja, sie hat ein starkes Durchhaltevermögen und in manchen Momenten stellt sie sich gut an, aber insgesamt ist sie von ihrem Verhalten recht sprunghaft. Auch mit Nyte konnte ich mich nicht anfreunden. Er ist sehr verschwiegen, was ihn eigentlich interessant macht. Mich hat aber trotzdem etwas an ihm gestört, auch wenn ich nicht wirklich sagen kann, was.
Die Handlung an sich hat viel Potential. Die tödlichen Prüfungen, die verschiedenen Wesen und die Vergangenheit von Astraea, an die sie sich nicht erinnern kann, sind Aspekte, die sich zu einer spannenden Geschichte formen lassen. Aber irgendwie hat genau das wirklich gefehlt, nämlich die Spannung. Ich hatte das Gefühl, dass erst im letzten Drittel etwas interessantes passiert ist, da man da ein paar Antworten bekommen hat.
Der Schreibstil ist gut. Man kommt gut in die Geschichte rein und es kommen die Emotionen gut herüber. Ich hätte mir aber eine genauere Beschreibung der Welt und der unterschiedlichen Wesen gewünscht. Das hat für mich etwas gefehlt.
Das Cover und insgesamt die Gestaltung des Buches ist richtig gelungen. Das Cover des Schutzumschlages weckt das Interesse und ist mit der Gestaltung ein Hingucker. Auch das, was unter dem Schutzumschlag ist, ist einfach nur schön, genauso wie die Anfangs- und Endseiten. Da hat man sich richtig Mühe gegeben.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Bücher mit Vampiren und tödlichen Prüfungen mag. Auch, wenn man morally grey Charaktere mag, ist man hier richtig. Genauso, wenn man nicht unbedingt viel Spannung braucht und interessante Welten mag.

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