Ein gefährliches Rennen in der Wüste
The Kinder PoisonZahru ist eine Flüsterin, weshalb sie sich zusammen mit ihrem Vater um einen Stall kümmert. Ihr Wunsch ist es aber, mehr von der Welt zu sehen. Als der kranke König die Querung einberuft, ein Rennen zwischen ...
Zahru ist eine Flüsterin, weshalb sie sich zusammen mit ihrem Vater um einen Stall kümmert. Ihr Wunsch ist es aber, mehr von der Welt zu sehen. Als der kranke König die Querung einberuft, ein Rennen zwischen seinen Erben, bei dem der Gewinner den Thron bekommt, ergreift Zahru ihre Chance, um den Palast zu besuchen. Dort wird sie in die Fehde der zwei ältesten Königskinder verwickelt, was dazu führt, dass sie zu dem benötigten Menschenopfer auserkoren wird.
Zahru als Protagonistin hat mir gut gefallen. Ihren Wunsch, mehr von der Welt zu sehen und etwas spannendes zu erleben, finde ich sehr nachvollziehbar. Sie ist auch eine starke Persönlichkeit, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt und die aus jeder Situation einen Ausweg findet.
Von den Königskindern bin ich leider kein Fan gewesen. Kasta, der älteste Sohn, ist kaltherzig und schreckt nicht vor Gewalt zurück, wenn er denkt, dass es seinen Zielen hilft. Jet, der mittlere Sohn, hat zwei Gesichter. Einerseits ist er freundlich Zahru gegenüber und verspricht ihr, dass er ihr helfen wird, aber andererseits ist er im wichtigsten Moment nicht für sie eingestanden und aus dem Rennen hat er sie auch nicht befreit. Sakira, die jüngste Tochter, möchte ihrem Vater beweisen, dass sie auch das Zeug dazu hat, den Thron zu besteigen. Doch anstatt mit Vorsicht und einem Plan an die Sache heranzugehen, hat sie sich nur überlegt, wie sie ihrem Vater eins auswischen kann. Also kann ich nur zusammenfassend sagen, dass mir alle drei unsymphatisch sind.
Die Handlung hat viel Potential. Das orientalische Setting und die Wüste haben mir gut gefallen, genauso wie die unterschiedliche Magie. Das Rennen konnte mich nur mäßig überzeugen. Irgendwie ist es nur teilweise spannend gewesen und Zahru wurde quasi nur zwischen den Geschwistern hin und her entführt. Einen wirklichen Fluchtversuch gab es von ihr nicht, und wenn, dann wurde sie nach ein paar Minuten wieder eingesammelt. Das Ende ist vielversprechend und macht Lust auf mehr.
Der Schreibstil ist eigentlich gut, jedoch konnte er mich nicht fesseln. Für mich war es manchmal echt zäh und ich hätte mir mehr Spannung gewünscht. Die Beschreibungen der Welt hingegen haben mir gut gefallen.
Das Cover ist das, was mein Interesse an der Geschichte geweckt hat. Es ist schön und farblich ansprechend, und da Skorpione in der Geschichte eine Rolle spielen, passt es natürlich gut.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man ein Buch mit orientalischem Setting sucht, in dem es um einen Wettstreit geht und vielfältige Magie auch eine Rolle spielt.