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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Freier Fall auf Zement

Save You: Special Edition
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Ruby ist am Ende und zieht sich vollständig aus dem realen Leben zurück. Dadurch bekommt sie kaum mit, warum James sich so seltsam verhält. Während sie versucht, ihr Innerstes zu beruhigen und sich auf ...

Ruby ist am Ende und zieht sich vollständig aus dem realen Leben zurück. Dadurch bekommt sie kaum mit, warum James sich so seltsam verhält. Während sie versucht, ihr Innerstes zu beruhigen und sich auf Oxford zu konzentrieren, verarbeitet James den Tod seiner Mutter auf seine eigene Weise: indem er emotional abschaltet. Erst als er realisiert, dass er Onkel wird, erkennt er, was seine Gefühllosigkeit und Sturheit bei den Menschen um ihn herum angerichtet haben.



Nachdem Band 1 für mich ein echtes Highlight war, fühlte sich dieser Teil wie ein freier Fall auf Beton an. Ich hatte Ruby ganz anders und deutlich angenehmer in Erinnerung. In diesem Band wirkt sie jedoch verändert und verliert für mich zunehmend an Sympathie. Lydia gegenüber war ich anfangs noch skeptisch eingestellt, doch mittlerweile ist sie tatsächlich mein liebster Charakter der Reihe.
Der Schreibstil ist zwar weiterhin angenehm und flüssig, doch ungefähr ab der Hälfte des Buches wurde mir bewusst, dass kaum etwas wirklich Erinnerungswürdiges passiert. Die Handlung tritt auf der Stelle, große Entwicklungen bleiben aus, und ich ertappte mich dabei, lustlos weiterzulesen. Dieses Gefühl zog sich leider bis zum Ende durch.
Besonders enttäuschend war für mich, dass weder die emotionale Entwicklung der Figuren noch die Konflikte die Tiefe erreicht haben, die ich mir nach dem starken Auftakt erhofft hatte. Vieles wirkte wiederholend oder unnötig in die Länge gezogen, ohne echten Mehrwert für die Geschichte. Statt mitzufiebern, fühlte ich mich zunehmend distanziert.
Am Ende habe ich jegliche Motivation verloren, Band 3 überhaupt noch in Angriff zu nehmen. Aktuell sieht es eher danach aus, als würde er zur klassischen Tsundoku-Leiche werden – gekauft, aber ungelesen im Regal verstaubend. Sehr schade, denn nach dem gelungenen ersten Band hatte ich wirklich hohe Erwartungen an die Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 04.02.2026

Geheimnisse

Pixton Love 1. Never Without You
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Abigail träumt davon zu studieren, doch weder zeitlich noch finanziell ist dieser Wunsch für sie realisierbar. Um sich zumindest ein Stück dieses Lebensgefühls zu bewahren, besucht sie jedes Jahr die Freshman-Veranstaltungen ...

Abigail träumt davon zu studieren, doch weder zeitlich noch finanziell ist dieser Wunsch für sie realisierbar. Um sich zumindest ein Stück dieses Lebensgefühls zu bewahren, besucht sie jedes Jahr die Freshman-Veranstaltungen der Universität. Dort trifft sie in diesem Jahr auf Quincy – eine Begegnung, die in einer spontanen Affäre in einer Besenkammer endet.
Obwohl es nur ein kurzer Moment sein sollte, können beide einander nicht vergessen. Als sie sich erneut begegnen, bleiben sie in Kontakt, verabreden sich regelmäßig und treffen sich immer wieder. Ihre Beziehung kreist dabei stark um körperliche Anziehung und weitere heimliche Begegnungen. Was Abigail jedoch nicht weiß: Quincy verschweigt ihr einen entscheidenden Teil seines Lebens – zu Hause wartet ein Kind auf ihn, eine Wahrheit, die Abigail nur zufällig entdeckt.


Für mich war das Buch ein langgezogener Groschenroman. Der dauerhafte Fokus auf Sex, entsprechende Andeutungen und innere Monologe empfand ich als extrem ermüdend und störend. Abigail wirkt zudem seltsam eindimensional und wenig greifbar. Die Handlung ist von Beginn an sehr vorhersehbar, ebenso wie der Plot-Twist, der keinerlei Überraschung bietet. Ich habe mich durch das Buch gequält und musste mich regelrecht zwingen, es zu Ende zu lesen. Den zweiten Band werde ich nicht lesen, obwohl dort eigentlich interessante Charaktere im Vordergrund stehen sollen. Nach diesem Desaster habe ich jedoch die Sorge, dass auch sie in der Fortsetzung an Tiefe und Sympathie verlieren könnten.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Advent Advent

Sparks of Christmas
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Sofie, eine stets gut gelaunte Lehramtsstudentin, sieht einem Weihnachtsfest entgegen, das alles andere als festlich wirkt. Ihre Familie, durch Krankheit und Missstimmung belastet, lädt sie kurzfristig ...

Sofie, eine stets gut gelaunte Lehramtsstudentin, sieht einem Weihnachtsfest entgegen, das alles andere als festlich wirkt. Ihre Familie, durch Krankheit und Missstimmung belastet, lädt sie kurzfristig nicht ein, und Sofie steht allein da. Da erreicht sie jedoch eine Einladung von ihrem guten Freund Jo: Er schlägt vor, die Feiertage auf dem idyllischen Sonnleitner-Hof in Bayern zu verbringen – fernab vom Trubel der Stadt und umgeben von verschneiten Wiesen, knisterndem Kaminfeuer und der Ruhe eines kleinen Dorfes.
Sofies Herz ist hin- und hergerissen. Ihre Freundschaft zu Jo hat im vergangenen Jahr einige Tiefpunkte erlebt, und die Erinnerungen an Konflikte und Missverständnisse liegen noch frisch in ihr. Hinzu kommt, dass sie heimlich Gefühle für ihn entwickelt hat. Würde ein gemeinsamer Aufenthalt alte Wunden wieder aufreißen – oder könnte er der Beginn von etwas Neuem sein?
Auf der anderen Seite sehnt sie sich nach unbeschwerten, harmonischen Weihnachtstagen, nach Begegnungen, die gut tun, nach dem Zauber von Schnee und festlich geschmückten Ställen, der Wärme des Lichts und der Möglichkeit, die wahre Bedeutung des Festes zu spüren. Doch kann sie sich auf diese Idylle einlassen, ohne sich von der Vergangenheit einholen zu lassen?

Leider konnte die Umsetzung die vielversprechende Ausgangsidee kaum tragen. Die Geschichte ist in Form eines Adventskalenders erzählt, was sich eher wie eine künstliche Verlängerung anfühlt. Obwohl sie als Spin-off zur Buchserie konzipiert ist, wird nichts vorausgesetzt, sodass Einsteiger keinen Nachteil haben – das ist positiv. Dennoch zieht sich die Handlung unnötig in die Länge, ohne dass echte Spannung entsteht. Viele Kapitel wirken als Füllmaterial; manche Tage hätten problemlos entfallen können, da sie kaum zur Entwicklung der Handlung oder der Lovestory beitragen.
Zudem stört die übermäßige religiöse Einbettung. Dass die Erzählung in einem christlichen Verlag erschienen ist, erklärt zwar Gebete und Reflexionen, doch deren ständige Wiederholung wirkt unrealistisch und ermüdend – vergleichbar mit unnötig ausgeschriebenen Songtexten in Rockstar-Romanen. Schade, denn die Grundidee war durchaus charmant, und die Lovestory hätte man in kompakter Form deutlich stärker erzählen können, ohne sie künstlich auszuschlachten.

Veröffentlicht am 12.07.2025

Vielleicht was für Film- und Serienfans

Words Like Feathers
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Für Olivia geht ein Traum in Erfüllung: Sie darf am exklusiven CineStage Hills teilnehmen – einem Retreat für kreative Talente aus Schauspiel und Musical. Doch ihre Vorfreude wird getrübt, als sie ausgerechnet ...

Für Olivia geht ein Traum in Erfüllung: Sie darf am exklusiven CineStage Hills teilnehmen – einem Retreat für kreative Talente aus Schauspiel und Musical. Doch ihre Vorfreude wird getrübt, als sie ausgerechnet dort auf Tristan Kingsley trifft: gefeierter Musicalstar, Bruder ihrer besten Freundin … und der Mann, dem sie einst das Herz gebrochen hat. Olivia bereut die damalige Entscheidung inzwischen zutiefst, doch Tristan zeigt sich kühl und distanziert. Die wahren Gründe für ihre Trennung schweben wie ein schwerer Schatten über ihnen. Und trotzdem sind da Blicke, Funken und ein Knistern, das beide nicht ignorieren können. Viel-leicht ist es Zeit, sich ihrer Vergangenheit zu stellen?



Ich muss ehrlich sagen: Ich habe mich durch dieses Buch gequält. Für Fans von Film und Serien mag es eine echte Fundgrube sein, doch mich haben die vielen Anspielungen überfordert. Es wurden so viele Charaktere, Serien und Filme erwähnt, dass ich ständig das Bedürfnis hatte zu googeln – und irgendwann keine Lust mehr dazu hatte. Besonders die ständigen Hinweise auf eine gewisse Sängerin wirkten fast schon zwanghaft, was irgendwann einfach nur noch anstrengend war.

Die Szenen wirkten oft zu langgezogen und überladen, sodass ich mehrfach das Interesse verlor. Die Charaktere blieben für mich zu flach und vorhersehbar. Ich hatte mir deutlich mehr Fokus auf das Thema Theater oder Musical gewünscht – das kam leider viel zu kurz. Auch fehlte mir ein zentraler Spannungspunkt im Buch. Ein kleiner Wettbewerb oder eine Herausforderung innerhalb der Gruppe hätte der Handlung gutgetan und für Dynamik gesorgt. Die Grundidee des Romans hatte Potenzial, doch die Umsetzung ließ für mich leider vieles vermissen.
Was das Lesevergnügen zusätzlich getrübt hat: Die Schrift war extrem klein gesetzt. Selbst mit Brille hatte ich Mühe und das Gefühl, einfach nicht voranzukommen, weil ich kaum um-blättern musste. Einige Seiten haben durch den ständigen Druck meiner Hände sogar gelitten – der Umschlag hat sich regelrecht aufgelöst.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2025

Essen essen essen

More than a Star
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Madison ist K-Pop-Fan mit Leib und Seele – wortwörtlich. Sie lebt für die Musik ihrer Lieb-lingsband, kennt jeden Songtext auswendig und hat eine regelrechte Schwäche für den Lead-sänger Wooyeong. Als ...

Madison ist K-Pop-Fan mit Leib und Seele – wortwörtlich. Sie lebt für die Musik ihrer Lieb-lingsband, kennt jeden Songtext auswendig und hat eine regelrechte Schwäche für den Lead-sänger Wooyeong. Als sich für sie die Chance ergibt, nach Seoul zu ziehen und dort zu arbeiten, scheint ein lang gehegter Traum endlich wahr zu werden. Doch was als Fan-Märchen beginnt, entwickelt sich schnell zur Realität – als sie Wooyeong zufällig gegenübersteht. Im Restaurant. Beim Essen. Natürlich.
Wooyeong ist der typische K-Pop-Star: charmant, diszipliniert, makellos – und mit einer klaren Regel im Gepäck: Verlieb dich niemals in einen Fan. Kein Problem, bis er Madison trifft. Plötzlich beginnt er zu zweifeln, denn irgendetwas an ihr lässt ihn nicht mehr los. Und so treffen sich die beiden wieder. Und wieder. Und wieder. Meist zum Essen. Danach essen sie noch was. Dann reden sie über Essen. Und zwischendrin? Ein Hauch von Romantik. Vielleicht.


Dieses Buch hat mich leider auf ganzer Linie enttäuscht. Schon 2022 habe ich es begonnen – und seither immer wieder abgebrochen. Erst jetzt habe ich es mit viel Überfliegen endlich beendet. Die Szenen wirken unglaublich langatmig und unnötig in die Länge gezogen. Statt emotionaler Tiefe oder glaubwürdiger Entwicklung wird seitenlang beschrieben, wie Madison isst, an Essen denkt oder sich beim Essen verliebt. Und Wooyeong? Denkt ebenfalls fast ausschließlich ans Essen – oder an Madison, wie sie isst.
Die eigentlich interessante Ausgangsidee – ein K-Pop-Star verliebt sich in einen Fan – verliert sich völlig in der Belanglosigkeit von Restaurantbesuchen und oberflächlichem Schwärmen. Es fehlt an Spannung, es fehlt an Entwicklung – und es fehlt an echten Momenten, die berühren. Die Liebesgeschichte bleibt flach, vorhersehbar und leider ziemlich fad.

Leider verschenktes Potenzial für eine Story, die so viel mehr hätte sein können als nur ein überlanger Snack.