Denken und tun
Mentale Gesundheit durch YogaYogi Kai Hill schreibt darüber, wie mentale Gesundheit und Yoga zusammenhängen und illustriert dies mit Meditationen, Atemtechniken oder Yoga-Einheiten.
Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, da ich Kai ...
Yogi Kai Hill schreibt darüber, wie mentale Gesundheit und Yoga zusammenhängen und illustriert dies mit Meditationen, Atemtechniken oder Yoga-Einheiten.
Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, da ich Kai Hill als Lehrer von YogaEasy kannte und der Scorpio-Verlag kürzlich das großartige Yoga-Buch von Nicole Bongartz veröffentlicht hatte. Dieses Buch verfolgt jedoch einen anderen Ansatz.
Bereits beim Durchblättern fällt auf, dass die Bilder des Autors nur in den Yoga-Sequenzen auftauchen, das heißt in sehr klein und noch dazu unterschiedlich beleuchtet, da sie offenbar den auf einem Balkon gefilmten Videos entnommen wurden. Aufgefüllt wird mit Stockfotos, so dass auf diese Weise schon mal keine persönliche Bindung entsteht.
Bleibt also der Text? Da fallen zunächst formale Patzer auf, die ein Lektorat hätte beheben können. Zu Fußnoten dazuzuschreiben, dass es im Anhang Studien gibt, hat keinen Mehrwert. Und wenn, mitunter innerhalb eines Absatzes, Worte oder Formulierungen, wie „ich persönlich“, ständig wiederholt werden, fällt es mir schwer, dem Inhalt zu folgen, der eigentlich auch eher allgemeingültig als persönlich ist.
Sieht man über Gestaltung und Schreibstil hinweg, lässt sich aber doch ein Nutzen finden, denn insbesondere Yoga-Einsteiger werden mit der Beschreibung von Abläufen oder Techniken an die Hand genommen. Der tatsächliche Mehrwert liegt schließlich im Zugang zu Kai Hills Yoga-Webseite, für die neben kurzen Videos auch ein 30-Tage-Programm freigeschaltet werden kann. Meine Balance finde ich also weniger im Buch selbst als in der gelungenen Verbindung aus Reflexionsfragen und dem begleitenden Videoprogramm.