Dies ist bereits der vierte Teil der Florida-Falcons-Football-Reihe und für mich leider auch der schwächste.
Weder Protagonisten noch Handlung konnten mich volkends überzeugen. Jeder hat ein Geheimnis, ...
Dies ist bereits der vierte Teil der Florida-Falcons-Football-Reihe und für mich leider auch der schwächste.
Weder Protagonisten noch Handlung konnten mich volkends überzeugen. Jeder hat ein Geheimnis, die mir ebenfalls etwas fremd blieben. Zum Großteil ging es um die Schwierigkeiten zweier Stars mit der übergriffigen Medienwelt.
Insgesamt konnte ich mich mit diesem Teil nicht wirklich identifizieren.
2 Sterne
Der Duft des Wals – Paul Ruban
Die Mission des teuren Familienurlaubs im tropischen Resorts ist klar: die zerrüttete Ehe soll gerettet werden. Dass dieses Unterfangen zum Scheitern verurteilt ist, ist ...
Der Duft des Wals – Paul Ruban
Die Mission des teuren Familienurlaubs im tropischen Resorts ist klar: die zerrüttete Ehe soll gerettet werden. Dass dieses Unterfangen zum Scheitern verurteilt ist, ist schnell zu erkennen.
Nicht nur das Familienleben der Protagonisten ist eine Farce, auch die weiteren Figuren dieses Romans haben ihre Geheimnisse. Und dann strandet ein verwesender Wal an der Küste und verbreitet seinen Gestank auf der Insel. Sinnbildlich soll der Verwesungsgeruch wohl für die durch und durch marode Ehe stehen. Außerdem ist die Thematik des durch menschliches Verhalten verursachten Klimawandels erkennbar. Darüber hinaus konnte sich mir kein tieferer Sinn hinter der Geschichte erschließen.
Ehrlich gesagt konnte ich mit dem Humor, der hinter dieser Geschichte steht, sie regelrecht durchdringt, nichts anfangen. Nicht mein Humor. Für mich ist das eine relativ willkürliche Aneinanderreihung von Absurditäten, Peinlichkeiten, Banalitäten. Das Ehepaar benimmt sich einfach unmöglich – unabhängig davon, ob diese Ehe noch eine Chance gehabt hätte oder nicht (Nein!) Dazu fehlte mir eine Bindung zu den Figuren, die sich einfach nicht einstellen wollte. Manche Szenen erinnern an eine Slapstic-Komödie. Die recht einfach gehaltene Sprache macht es nicht gerade besser.
Bei aller Kritik muss ich diesem Buch zugute halten, dass es durchaus sehr unterhaltsam zu lesen ist. Anfangs fand ich den Erzählstil auch wirklich erfrischend, bevor es mir dann doch zu bunt wurde.
Leider war das nicht meins. 2 Sterne.
Sing mir vom Tod – Ivy Pochoda
Florida und Dios sind zwei Frauen, die während der Corona-Pandemie auf Bewährung aus dem Gefängnis in Arizona freigelassen werden. Anstatt sich an ihre Bewährungsauflagen ...
Sing mir vom Tod – Ivy Pochoda
Florida und Dios sind zwei Frauen, die während der Corona-Pandemie auf Bewährung aus dem Gefängnis in Arizona freigelassen werden. Anstatt sich an ihre Bewährungsauflagen zu halten und erst einmal in Quarantäne zu gehen, machen sich beide auf den Weg nach Los Angeles. Es ist Floridas Heimat, soweit also nachvollziehbar. Dios jedoch verfolgt sie, um Jagd auf sie zu machen. Und hier beginnen schon meine Probleme mit dieser Geschichte. Das Motiv hierfür ist für mich nämlich viel zu schwach, außer man gesteht sich schon recht früh ein, dass man es mit einer Verrückten/Besessenen zu tun hat.
Zu Beginn dieses Thrillers befinden die Frauen sich noch im Gefängnis. Die Zustände und der Alltag an diesem Ort werden sehr realistisch beschrieben. Insbesondere Dios fällt bereits hier durch ihre Gewaltbereitschaft auf, Florida verhält sich eher unauffällig. Von Dios' Herkunft erfahren wir kaum etwas, Florida dagegen stammt aus einem reichen Elternhaus.
Ab der Hälfte der Geschichte kommt noch Detective Lobos hinzu, auch sie eine gewaltbereite Frau.
Geschrieben ist diese Geschichte ganz wunderbar. Man kann die Figuren regelrecht vor sich sehen und alles ist sehr atmosphärisch beschrieben. Insbesondere auch die Wohnsituation in Los Angeles und die Probleme dort, fand ich sehr interessant.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Message hinter dieser Geschichte überhaupt verstanden habe, bzw. ob ich damit einverstanden bin. Für mich blieben da dann zu viele Fragezeichen.
Im Prinzip sind es drei Protagonistinnen: Dios, Florida und Lobos. Alle drei haben hohes Gewaltpotential. Nun stellt sich mir die Frage, woher kommt das? Ist es so, wie der Klappentext verrät, „dass Dunkelheit auch in Frauen lebt“? Auffällig ist noch, dass alle drei Frauen extrem negative Erfahrungen mit Männern gemacht haben (körperliche Gewalt, auch sexualisiert). Sind es Taten aus generalisierter Rache, als Statement, als „Machtdemonstration einer Frau, die gesehen werden will“? Soll das eine Art von gewaltbereitem Feminismus sein? Sauer aufgestoßen hat mir auch, dass beinahe sämtliche Männer, die in dieser Geschichte auftauchen, absolut und von Grund auf böse sind (eine Ausnahme scheint hier nur Lobos' armer Kollege Easton zu sein) und es scheinbar gar nicht anders verdient haben, von diesen Amazonen dahingemeuchelt zu werden.
Ich fand die ganze Sache schon sehr schwarzweiß gezeichnet. Klar, es ist spannend geschrieben und wenn man es schafft, nicht weiter darüber nachzudenken, ist es sicherlich eine unterhaltsame Lektüre. Meins ist das aber nicht.
2 Sterne.
Charlotte und Gideon
Mein Grundproblem mit diesem Roman ist die Tatsache, dass es sich hierbei um den ersten Teil einer Trilogie handelt - was aus irgendeinem Grund völlig an mir vorbeigegangen ist. Erst ...
Charlotte und Gideon
Mein Grundproblem mit diesem Roman ist die Tatsache, dass es sich hierbei um den ersten Teil einer Trilogie handelt - was aus irgendeinem Grund völlig an mir vorbeigegangen ist. Erst auf den letzten Seiten dämmerte es mir, da immer noch rein gar nichts aufgelöst war und im Gegenteil immer neue "Kriegsschauplätze" eröffnet wurden. Tatsächlich endet das Ganze dann mit einem üblen Cliffhanger.
Hm ja, die Geschichte an sich ist dadurch natürlich sehr langgezogen und konnte mich nicht hundertprozentig überzeugen. Auch mit Gideon bin ich bisher nicht wirklich warm geworden. Sicher hat er seine Gründe für sein Verhalten, aber naja, vermutlich liegt mir einfach diese Art der Trilogie nicht - bis Februar hab ich den Anfang bereits wieder vergessen....
2 Sterne
Das Verschwinden – Sandra Newman
Auf den ersten Blick handelt es sich hierbei um eine Dystopie. Diese Annahme ließ mich auch zu dem Roman greifen. Herausgestellt hat sich allerdings, dass dieses Werk vieles ...
Das Verschwinden – Sandra Newman
Auf den ersten Blick handelt es sich hierbei um eine Dystopie. Diese Annahme ließ mich auch zu dem Roman greifen. Herausgestellt hat sich allerdings, dass dieses Werk vieles ist und trotzdem nicht wirklich in ein Genre passt. Als Dystopie würde ich es allerdings nicht bezeichnen.
Von einem Augenblick auf den anderen sind plötzlich sämtliche Männer verschwunden – wie vom Erdbeben verschluckt. Das Entsetzen und die Trauer unter den Frauen ist verständlicherweise groß. Doch beinahe sofort ist auch eine ganz andere Sichtweise präsent: Ist die Welt nicht eine Bessere, ohne die unterdrückenden, gewalttätigen Männer? Es ist eine ganz deutlich ausgeprägte feministische Ader, die sich durch die ganze Geschichte zieht und mir teilweise ein wenig zu weit geht. Zwar wird immer mal wieder ausdrücklich getrauert und nicht alle Männer über einen Kamm geschert, aber das wirkt fast ein wenig bemüht.
Den Frauen bleibt nun ja gar nichts anderes übrig, als die Weltherrschaft an sich zu nehmen und quasi die Dinge am Laufen zu halten und es bildet sich eine neue feministische Gesellschaft, die tatsächlich besser, freier, gerechter zu sein scheint.
Ein weiteres ganz großes Thema ist Rassismus – und Queerness. Hm, ich fand es tatsächlich ein bisschen viel der aktuellen und angesagten Themen, die hier untergebracht werden wollen.
Es gibt ziemlich viele Figuren, doch als Hauptpersonen würde ich Jane und Evangelyne bezeichnen. Diese beiden spielen tragende Rollen und wir erfahren sehr sehr viel über ihre Vergangenheit. Ehrlich gesagt zu viel und einiges, das für die laufende Handlung eigentlich kaum mehr von Bedeutung ist. Streckenweise kommt die Autorin etwas von der ursprünglichen Handlung ab und es wird auch etwas zäh.
Nun tauchen plötzlich Videos auf, die die verschwundenen Männer zeigen. Es wird nun gruslig, auch grausam und vor allen Dingen verwirrend. Dieses zusätzliche Stilmittel bringt durchaus Abwechslung und Spannung mit sich – allerdings führt es auch in eine sehr seltsame Entwicklung des Geschehens. Die gelieferte Auflösung konnte mich leider überhaupt nicht zufriedenstellen. Verwirrung bleibt und die Frage: Was war denn das?
Von diesem Roman hatte ich mir etwas ganz anderes erwartet. Es gibt viele faszinierende Ansätze und Szenen, auch sprachlich mochte ich die Geschichte. Allerdings ist es ein recht extremer Feminismus, der da durchkommt und die Handlung wird im Verlauf immer abstruser. Eine vernünftige Erklärung fehlt. Zudem bleiben die Figuren blass und sehr distanziert.
Nein, das war nicht mein Buch. 2 Sterne