Für Pferde-Fans
Goldcrest Manor - Velvet MeadowsJulian und Mackenzie wachsen gemeinsam auf und sind über die Jahre sehr gute Freunde geworden. Sie verbringen viel Zeit miteinander und reiten oft zusammen. Die Pferde sind ihre gemeinsame Leidenschaft, ...
Julian und Mackenzie wachsen gemeinsam auf und sind über die Jahre sehr gute Freunde geworden. Sie verbringen viel Zeit miteinander und reiten oft zusammen. Die Pferde sind ihre gemeinsame Leidenschaft, wobei Kenzie das Reiten eher als Freiheit sieht und Julian das mit dem Polo-Sport verbindet. Über die Jahre haben sich auch Gefühle entwickelt, die sie sich eingestehen. Doch kurz darauf erhält Kenzie die Diagnose Epilepsie und ihre Wege trennen sich schlagartig. Die Gründe dafür kennt man nicht. Nach einigen Jahren kommt sie wieder zurück auf das Gestüt ihrer Familie, um die Buchhaltung zu übernehmen.
Die Story verläuft so, wie man es vermutet. Es gab keine großen Überraschungen, auch wenn es erst so wirkte. Es wurden einige Handlungsstränge geöffnet, die definitiv Potential hatten und mich neugierig gemacht haben. Leider wurden viele davon offen gelassen und sind Thema des nächsten Buches oder sind recht schnell verlaufen. Die Verhaltensweisen mancher Charaktere konnte ich hier absolut nicht nachvollziehen. Immerhin gab es andere interessante Charakter-Entwicklungen. Kenzie hat sich nach der Diagnose selbst verloren und ist dabei sich wiederzufinden. Auch der Polo-Sport mit Brenna, die sich dort beweisen muss, fand ich erstaunlich interessant. Die Details dazu habe ich natürlich nicht ganz durchdrungen, dennoch war es unterhaltsam.
Was mich aber besonders enttäuscht hat, war die Liebesgeschichte von Kenzie und Julian. Der Grund für die Funkstille war einfach nur lächerlich und hätte mit einem kleinen Gespräch aus der Welt geschafft werden können. Stattdessen hat Julian ihr das Herz gebrochen und er selbst war auch nicht glücklich. Und dann kommt sie wieder und sie fahren direkt wieder aufeinander ab, als wäre nichts passiert?! Dieser Gefühlumschwung von Wut und Trauer zu Lust und Liebe ging mir viel zu plötzlich und wirkte so gestellt und künstlich. Es gab keinerlei Funken. Das war leider nichts. Ihre weitere Beziehungsentwicklung verlief entsprechend seicht und war gefüllt mit unnötigem Geschwärme voneinander.
Das Gestüt und die Pferde sind ein sehr zentrales Thema, was auch sehr detailliert beschrieben wurde. Für mich, als nicht Pferde-Fan, zu viel. Es war leider der Fokus des Buches. Dabei gab es so viel interessantere Themen. Beispielsweise die Diagnose von Kenzie und wie sich ihr Leben deswegen verändert hat. Da hätte ich mir viel mehr Informationen zu gewünscht. Ja, das Thema kam schon hin und wieder vor, aber eher zu Beginn, wo alle sie bemitleidet haben und im Laufe der Story ist es eher untergegangen.
Fazit:
Für Pferde-Fans sicher interessant, für mich war mir das Thema zu zentral und die Liebesgeschichte zu seicht. Kenzie und Julian waren quasi sofort wieder zusammen, die Vorgeschichte so hätte es also nicht wirklich gebraucht. Die Story ist leider auch ziemlich vorhersehbar. Erstaunlich interessant fand ich den Polo-Sport und das Turnier, was am Ende kam. Davon hätte ich mir mehr gewünscht.
3/5 Sterne