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Veröffentlicht am 03.09.2022

Unglaublich kreative Fantasy mit magischer Atmosphäre!

Der Nachtzirkus
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Der Nachtzirkus ist eines der kreativsten Bücher, die ich je gelesen habe. Die Erfindung und Zelte im Zirkus sind wunderbar, die Atmosphäre magisch und atemberaubend. Die Autorin muss ein kreatives Genie ...

Der Nachtzirkus ist eines der kreativsten Bücher, die ich je gelesen habe. Die Erfindung und Zelte im Zirkus sind wunderbar, die Atmosphäre magisch und atemberaubend. Die Autorin muss ein kreatives Genie sein und ist wirklich talentiert.
Die Charaktere sind einzigartig und der Verlauf der Geschichte spannend. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die sich erst am Schluss zu etwas Logischem verknüpfen. Ich habe sehr wenig vorhersehen können.
Durch die dritte Perspektive ist das Geschehen eher distanziert zu verfolgen und die Gefühle waren etwas oberflächlicher. Das lag sicherlich daran, dass das Hauptaugenmerk eher auf dem Zirkus und dem Handlungsverlauf. Trotzdem mochte ich die Lovestory gerne.
Ab und an wurde der Leser in kurzen Kapiteln direkt angesprochen und „man geht“ sozusagen selber durch den Zirkus. Ich fand diese Einblicke besonders und interessant, so etwas habe ich vorher noch nicht gelesen gehabt.
Das Ende war für mich in sich abgerundet und hat den Einzelband wunderbar abgeschlossen,besonders weil es nicht ein „typische Ende“ war.

Fazit: Ein empfehlenswerte Fantasy-Einzelband mit unglaublich viel kreativen Ideen und einer definitiv magischen Atmosphäre. 4/5 Sterne

PS: Wer die Caraval-Reihe mochte: Dieses Buch könnte etwas für euch sein.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Eine Geschichte, die Spaß macht zu lesen

Summer in the City
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Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Ich habe bereits Fantasybücher von Alex Aster gelesen und bin ein Fan von ihrem Schreibstil. Mir hat in ihrem neuen Roman besonders das Setting in New York sofort ...

Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Ich habe bereits Fantasybücher von Alex Aster gelesen und bin ein Fan von ihrem Schreibstil. Mir hat in ihrem neuen Roman besonders das Setting in New York sofort gefallen. Die Autorin beschreibt die Stadt auf eine wundervolle Art. Ich hätte mich am liebsten in den Flieger gesetzt und die Stadt selber erkundet. Außerdem ist die Idee hinter dem Buch in meinen Augen spannend.Ich habe vorher noch nie etwas über eine Drehbuchautorin gelesen, die die Orte für ihren Film besucht und Inspiration sammelt. Ich habe es geliebt, mehr über das Schreiben von Filmen zu erfahren. Das verknüpft mit Tropes wie Fake Dating und humorvollen Dialogen hat dazu geführt, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Die Protagonistin Elle ist eigen und speziell. Sie läuft am liebsten in Jogginghose rum und geht gerne in Cafés, ansonsten ist sie anfangs lieber für sich. In vielen Bereichen konnte ich mich mit ihr identifizieren und habe es gleichzeitig sehr gemocht, wie sie langsam aus sich heraus gekommen ist. Parker scheint erstmal das komplette Gegenteil von Elle zu sein. Er ist sehr sehr reich und kleidet sich gefühlt immer im Anzug. Es war schön zu lesen, wie er Elle immer mehr verfallen ist. Die Dialoge alleine sind schon Unterhaltung pur. Wer Humor, Neckereien, Spice und viele süße Szenen sucht, ist hier an der richtigen Adresse. Ein gewisser Pizza-Tag ist mein absolutes Highlight gewesen! Auch die Nebencharakter, besonders Elles beste Freundin, haben mich oft schmunzeln lassen. Ich hätte mir gewünscht, dass sie noch mehr Raum in der Geschichte bekommen hätten.

Es gab einige spannende Wendungen und Offenbarungen, mit denen ich in dieser Form nicht gerechnet habe. Zum Ende hin hat mir die Charakterentwicklung und der Plot aber leider nicht mehr ganz so gut gefallen. Es geht viel um die Beziehung der Protagonisten zu Geld und irgendwann war ich etwas genervt. Mir haben klärende Gespräche gefehlt und das Gefühl von offener Kommunikation. Für mich gab es einiges an unbegründeten Drama und Szenen, die ich als zu übertreiben empfunden habe. Nebencharaktere sind dafür ganz im Hintergrund verschwunden. Leider hat das dazu geführt, dass ich die Gefühle und Handlungen teilweise nicht mehr ganz nachvollziehen konnte.

Nichtsdestotrotz hat das Ende mich berühren können und die Geschichte insgesamt zu einer unterhaltsamen Sommerlektüre gemacht, die mich an die große Liebe glauben lassen hat. Wer sich unterhalten lassen möchte und kein Problem mit ein bisschen Drama hat, sollte sich “Summer in the City“ genauer anschauen!

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Schöner Abschluss

Grace (Academy of Dream Analysis 2)
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„Eins, zwei- der Sandmann kommt vorbei.“ (S.18)

Der finale Band der Academy of Dream Analysis sieht von außen genauso wundervoll aus wie der erste Teil. Nichtsdestotrotz muss ich leider sagen, dass mir ...

„Eins, zwei- der Sandmann kommt vorbei.“ (S.18)

Der finale Band der Academy of Dream Analysis sieht von außen genauso wundervoll aus wie der erste Teil. Nichtsdestotrotz muss ich leider sagen, dass mir das lesen zwar Spaß gemacht hat und die Reihe letztendlich ein abgerundetes Ende bekommen hat, „Grace“ in meinen Augen aber nicht so gut gewesen ist, wie es der ersten Band war.

Erstmal hatte ich etwas Schwierigkeiten wieder in die Geschichte einzusteigen. Nemesis und Mercy haben einiges durch gemacht und man fällt direkt in die Geschehnisse hinein. Nach kurzer Eingewöhnung hat mich aber wieder die Faszination für die Traumwelt gepackt.
Das Magiesystem ist spannend und die beteiligten psychischen Faktoren mag ich sehr gerne. Die teilweise albtraumhaften Sequenzen sind sehr atmosphärisch und stimmungsvoll. Für meinen Geschmack sind die Fähigkeiten der Luziden leider in diesem Band viel zu selten in den Vordergrund gerückt. Stattdessen liegt in Band 2 der Hauptfokus auf den Hauptcharakteren und ihren Entwicklungen. Teilweise haben mir die tief gehenden Konfliktbeschreibungen gut gefallen, an anderer Stelle sind sie mir etwas auf die Nerven gegangen.
Insgesamt hat der Plot aber einiges an Spannung erzeugt. Besonders die Plottwists zum Ende empfinde ich als phänomenal. Insgesamt hätte ich mir hier aber auch, eine stärker ausgeprägte Spannungskurve gewünscht. Die Ideen sind alle wunderbar, spannend und innovativ, die Umsetzung ging mir teilweise zu schnell und hätte an manchen Stellen noch mehr Potenzial gehabt. Das Ende rundet die Reihe trotzdem toll ab.

Abschließend mochte ich Band 2 gerne. Der Funke ist bei mir, wie in „Vengeance” dennoch leider nicht übergesprungen.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Wichtiger Roman trotz ein paar Längen

Die Mitford Schwestern
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Marie Benedict’s Bücher haben mir bisher sehr zugesagt. Auch in ihrem neusten Roman hat mich ihr zeitgenössischer und authentischer Schreibstil sowie das Thema gefesselt.

Die Zeit des aufsteigenden Nationalsozialismus ...

Marie Benedict’s Bücher haben mir bisher sehr zugesagt. Auch in ihrem neusten Roman hat mich ihr zeitgenössischer und authentischer Schreibstil sowie das Thema gefesselt.

Die Zeit des aufsteigenden Nationalsozialismus und die verschiedenen Ansichten auf den Faschismus hat die Autorin in ihrem Roman für mich vielseitig dargestellt. Ich saß zum Teil schockiert mit dem Buch in der Hand auf meinem Sofa und konnte die Gedankengänge der Schwestern schwer nachvollziehen. Mir haben die verschiedenen Sichtweisen durchaus gefallen, zwar schafft die Erzählweise Distanz, in meinen Augen passt das aber zur Geschichte und verschafft den Lesern diverse Einblicke.

Die Familie Mitford ist definitiv besonders, voller Tragödie und genauso verworren. Die Schwesternbeziehungen stehen im Roman stark im Fokus und schaffen einen ausgleichenden Nebenstrang zu den fortschreitenden Ereignissen der Weltgeschichte. Meine liebste Schwester ist Nancy. Ihr Hang zur Literatur und ihre mutigen Bestreben mochte ich.

Die vielen Spitznamen und Familienmitglieder haben mich oft verwirrt und mir hätte ein kleines Glossar gut gefallen. Dagegen mochte ich die kurzen Kapitel sehr. Besonders den Anfang und das fesselnde Ende habe ich in kürzester Zeit gelesen.
Bemängeln muss ich leider, dass das Buch im Mittelteil für mich an einige Stellen Längen aufweist. Dadurch ist das Lesevergnügen ein wenig ins Stocken geraten und ich musste erst wieder einen Zugang in die Geschichte finde. Das Thema und die wechselnden Kulissen in Deutschland und England erzeugen dann aber wieder nach und nach mehr Spannung.

Die Geschichte ist in meinen Augen ein wichtiges Zeitzeugnis und meistens spannend zu lesen. Sie hat mich angeregt, mich mehr mit dem dritten Reich zu beschäftigen und viele Taten stärker zu hinterfragen. Trotzdem ist „Die Mitford Schwester“ meiner Ansicht nach Benedict’s schwächster Roman und konnte mich nicht vollends überzeugen.

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Veröffentlicht am 16.08.2023

Toxische Beziehung á la Gossip Girl

Magnolia Parks
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Ich denke, Magnolia Parks wird nicht jedem gefallen. Es ist speziell, toxisch und wimmelt von Charakteren, die voller Fehler sind.

Ich habe die Geschichte mit dem Gedanken an eine süße, etwas toxische ...

Ich denke, Magnolia Parks wird nicht jedem gefallen. Es ist speziell, toxisch und wimmelt von Charakteren, die voller Fehler sind.

Ich habe die Geschichte mit dem Gedanken an eine süße, etwas toxische Lovestory angefangen, die genauso gut in der Serie Gossip Girl hätte spielen können. Mit den Gossip Girl Vibes hatte ich auf jeden Fall recht, das süß würde ich aber zurücknehmen.

Die Geschichte wird aus BJs und Magnolias Perspektiven erzählt. Mir hat diese Aufteilung gut gefallen, denn man konnte so noch tiefer in die Gedanken und Charakterzüge der beiden eintauchen. Magnolien und BJ sind mir in vielen Szenen nicht unbedingt sympathisch gewesen, aber im Nachhinein würde ich sagen, dass das gar nicht nötig gewesen ist. Mir hat vielmehr der Einblick in die Persönlichkeiten und Psychen der beiden interessiert.
Zum Ausgleich zu diesen doch sehr schwierigen Persönlichkeiten sind meine absoluten Lieblingsfiguren die Großmutter von Magnolia Babuschka und ihre Schwester Bridget. Die zwei Charaktere haben jede Szene aufgelockert und waren einfach nur hinreißend komisch und sympathisch.

Die Lovestory würde ich am ehesten als tragisch und voller Gefühle beschreiben. Wie gebrochen und toxisch die Beziehung der Protagonisten wirklich ist, habe ich am Anfang noch gar nicht erahnen können. Erst nach und nach lernt man als Leser mehr über die Hintergründe und diese eingestreuten Rückblenden mochte ich sehr. Die Autorin hat dadurch Spannung aufgebaut und den ganzen Umfang des Dramas erst nach und nach ans Licht gebracht. Die Beziehung der beiden ist anders, komisch und auch toxisch. Eigentlich bin ich kein Fan von toxischen Beziehungen in Büchern, weil sie immer verharmlost werden. In Magnolia Parks zeigt die Autorin aber ganz deutlich die Probleme von toxischem Verhalten auf und verharmlost sie in keinem Fall. Die Triggerwahrnungen für das Buch halte ich auch für wichtig.
Ich habe die Chemie/Verbindung von Magnolia und BJ dennoch gespürt, obwohl ich sagen muss, dass sie zum Ende hin für mich immer weniger präsent wurde. Ich mag aber, dass der Fokus der Beziehung sehr stark auf der emotionalen Ebene liegt. Die Geschichte ist allgemein wenig spicy.

Dafür gibt es wirklich viel Drama. Ab und an hat mir der Sogeffekt etwas gefehlt. Viele Konversationen drehen sich wiederholt im Kreis und einige Dramen kamen mir unnötig vor. Dadurch entstehen im Buch leider einigen Längen. Nichtsdestotrotz hat mir der teils poetische und malerische Schreibstil der Autorin gefallen und das Lesen trotz Längen einfach und flüssig gemacht.

Fazit: Magnolia Parks hat mir trotz einiger Schwächen gefallen. Besonders die Tiefen Einblicke in die speziellen Charaktere mochte ich. Kein Buch für alle, aber wer ein nicht typisches NA-Buch über eine tiefgreifende und toxische Liebesgeschichte sucht, sollte sich die Geschichte mal anschauen! [3,5/5 Sterne]

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