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Veröffentlicht am 18.06.2025

Spannung vor bezaubernder Kulisse

Fischland-Verschwörung
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Kassandra und Paul ermitteln wieder, diesmal offiziell beauftragt. Doch irgendwas ist faul, denn Polizeichef Scheller ist seit dem Auftrag nicht auffindbar. Und auch Paul bringt sich selbst wieder in Gefahr. ...

Kassandra und Paul ermitteln wieder, diesmal offiziell beauftragt. Doch irgendwas ist faul, denn Polizeichef Scheller ist seit dem Auftrag nicht auffindbar. Und auch Paul bringt sich selbst wieder in Gefahr. Diesmal geht es darum, dem Diamantenschmuggel in Wustrow aufzudecken. Wenn nur nicht jemand schneller gewesen wäre und sämtliche Beweise vernichtet hätte.
Ich liebe die Region, in der der Krimi spielt. Daher konnte ich mich direkt vor Ort fühlen. Spannung und Überraschungen kommen hier nicht zu kurz. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Ich empfehle aber, weitere Bände vorab gelesen zu haben. Ich bin beim vorausgehenden Band eingestiegen und tue mich noch immer schwer, mit den vielfältigen Figuren und woher diese sich kennen. Für Krimifans eine tolle Krimireihe mit Ostsee-Flair.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Mystisch und kraftvoll

Die neun Monde der Miss Sith
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Eine junge Frau sitzt in einem Cafè und schreibt. Dabei entstehen kleine Erzählungen verschiedener Frauen, die allesamt vor einer schweren Entscheidung oder an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen. Dabei ...

Eine junge Frau sitzt in einem Cafè und schreibt. Dabei entstehen kleine Erzählungen verschiedener Frauen, die allesamt vor einer schweren Entscheidung oder an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen. Dabei geht es um Gewalt in Beziehungen, Verlust, Migration, Einsamkeit. Immer dann, wenn die Frauen drohen „falsch“ abzubiegen, erscheint ihnen eine kleine schwarze Katze und sie sind in der Lage, die für sie richtige Entscheidung zu treffen.

Was sich erst einmal etwas merkwürdig anhören mag, las sich sehr geheimnisvoll. In der zweiten Buchhälfte steht dazu „Wenn du dich schlecht fühlst, schaust du dir Katzen einfach an, und du wirst dich sofort besser fühlen, weil sie die Dinge so erkennen, wie sie wirklich sind.“ Katzen sind sowohl anschmiegsam, majestätisch, aber auch stark. Und sie haben eine symbolische Bedeutung. So steht die Katze wohl häufig als Symbol für das Geheimnisvolle und Intuitive und könnte so auch als Symbol dafür verstanden werden, mehr auf seine innere Stimme zu hören. Zugegeben, das musste ich nachschlagen. Aber so ergeben die 9 Einzelschicksale und die Bedeutung der Katze einen Sinn. Das Buch selbst ist nur rund 130 Seiten stark, aber voller Aussagekraft. Es ist keine Romanhandlung im klassischen Sinn, mit Protagonisten, einem Spannungsbogen, tiefen Gefühlen. Das Buch beinhaltet 9 kurze Geschichten über Frauen und ihre Gefühlslage, anhand dieser man erkennt, welches Problem, die Frauen mit sich tragen. Dabei ist dieses aber nicht konkret benannt, sondern schimmert eher zwischen den Zeilen durch. Es ist keine Kost, die leicht dahinplätschert, auch wenn es sich sehr gut lesen lässt. Es macht etwas mit einem, die sprachliche Umsetzung ist anspruchsvoll und es bewegt.
Sehr interessant. Und der Gedankenanstoß, mehr auf seine Intuition zu hören, ist niemals verkehrt.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Schöne Wohlfühlstory

Alice und das Blau des Wassers
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Alice ist mit 49 in den besten Jahren, verheiratet und arbeitet im Büro der gemeinsamen Firma. Und genau da erfährt sie an ihrem Hochzeitstag, dass ihre Bürokollegin schwanger ist, und das von Alice’s ...

Alice ist mit 49 in den besten Jahren, verheiratet und arbeitet im Büro der gemeinsamen Firma. Und genau da erfährt sie an ihrem Hochzeitstag, dass ihre Bürokollegin schwanger ist, und das von Alice’s Mann. Plötzlich strömen tausend Gedanken durch Alice Kopf und gleichzeitig ist da einfach nur Leere. Die gemeinsame Tochter überredet sie zu einem „Haustausch“. Also zieht Alice für ein paar Monate auf die Insel Guernsey. Hier lernt sie neue Menschen kennen und auch sich selbst wieder.
Ein wunderbarer Roman für zwischendurch. Klasse finde ich, dass die Protagonistin auf die 50 zugeht und das Alter hier nicht als „Problem“ dargestellt wird, sondern positiv aufgegriffen wird. Das Buch lässt sich angenehm und flüssig lesen, es war unterhaltsam und berührend. Leider ist der Funke bei mir nicht ganz übergesprungen, was aber nur meinen persönlichen Eindruck reflektiert. Sicher empfindet da jeder anders, bestimmt auch abhängig davon, in welcher Lebensphase man selbst gerade steckt.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Bewegend

Perlen
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Marianne blickt zurück auf ihr Leben. In früher Kindheit hat sie ihre Mutter verloren. Ihr Vater stand nun plötzlich mit ihr und einem Baby allein da. Die Mutter ging aus dem Haus und kam nie wieder. Dies ...

Marianne blickt zurück auf ihr Leben. In früher Kindheit hat sie ihre Mutter verloren. Ihr Vater stand nun plötzlich mit ihr und einem Baby allein da. Die Mutter ging aus dem Haus und kam nie wieder. Dies hat Mariannes Leben geprägt. In der Schule fand sie kaum Anschluss. Die spätere Freundin war das, was man nicht unbedingt „guter Einfluss“ nennt. Und dann steht plötzlich der Tod eines weiteren Babys im Raum. Erst Jahre später, als Marianne selbst Mutter ist, kann sie die Zusammenhänge erkennen und sehen, was auch der Vater geleistet hat. Sie blickt wohlwollend zurück auf ihre Mutter und kann endlich abschließen.
Ich kann mir nicht vorstellen, was es für ein Kind heißen muss, ohne Mutter aufzuwachsen und dazu unter solch tragischen Umständen. Diese Schwere wird beim Lesen sehr deutlich. Ich habe Marianne teils als Fremdkörper in der Schule empfunden. Langsam nimmt die Geschichte Form an und löst sich erst gegen Ende auf. „Perlen“ ist ein bewegender Roman, der zwar nicht mein Highlight wird, aber den ich doch sehr gern gelesen habe und auch empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Ab in die Wildnis Kanadas

Pearly Everlasting
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Pearly Everlasting ist ein junges Mädchen, welches in den 30er Jahren in den kanadischen Wäldern aufwächst. Umgeben von der wilden Natur wächst Pearly zusammen mit ihrer Familie in einem Holzfällercamp ...

Pearly Everlasting ist ein junges Mädchen, welches in den 30er Jahren in den kanadischen Wäldern aufwächst. Umgeben von der wilden Natur wächst Pearly zusammen mit ihrer Familie in einem Holzfällercamp auf. Ihr Vater ist der Koch, weiterhin gehören ihre Schwester Ivy und ihre Mutter zur Familie. Rauer Umgang, Armut, keine Gleichaltrigen – doch Pearly hat einen besten Freund, sogar Bruder: Bruno, einen kleinen Schwarzbären, der mit ihr gemeinsam von ihrer eigenen Mutter gesäugt wurde. Die beiden verbindet innige Liebe und Pearly würde alles für Bruno tun. Allerdings wird der Bär nicht von allen gern gesehen im Camp. Der ausbeuterische Chief Swicker lässt nichts unversucht, um den Bären loszuwerden. Als eines Tages seine Leiche gefunden wird, setzt Pearly alles auf eine Karte.
„Pearly Everlasting“ ist ein atmosphärischer Roman, bei dem man sich direkt in die kanadische Wildnis versetzt fühlt und die Kälte und Abgeschiedenheit spürt. In gewaltiges Naturschauspiel, welches mich aber leider in Summe nicht vollständig begeistern konnte. Die tiefe Verbundenheit zwischen Bruno und Pearly ist zwar zauberhaft dargestellt, mit Bruno wird teils wie mit einem Menschen umgegangen. Doch es hat mir etwas gefehlt, um mich wirklich mit Pearly verbunden zu fühlen.

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