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Veröffentlicht am 18.06.2025

Kein klassischer Kriminalroman

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Eine Insel umgeben von Nebel. Die Bewohner, 122 an der Zahl, gehen täglich einem geregelten Ablauf nach – Aufstehen, Essen, Arbeiten, Dienst an der Gemeinschaft und abends Feiern. Zu einer festen Zeit ...

Eine Insel umgeben von Nebel. Die Bewohner, 122 an der Zahl, gehen täglich einem geregelten Ablauf nach – Aufstehen, Essen, Arbeiten, Dienst an der Gemeinschaft und abends Feiern. Zu einer festen Zeit gehen alle schlafen. Lediglich den Ältesten wird eine etwas andere Rolle zuteil. Man weiß genau, wann man stirbt und wann neues Leben nachrückt. Für die Elternschaft muss man sich bewerben. Und jeder begleitet eine Tätigkeit, die der Gemeinde hilft, wenige Auserwählte können Entdecker werden. Nur Emory schlägt ein wenig aus der Art. Zweifel und Misstrauen lassen sie zu viele Fragen stellen. Als die Bewohner jedoch eines Tages erwachen und mehrere Bewohner tot auffinden, kommt Emory genau diese Eigenschaft zu gute. Sie kann Aufklären, was passiert ist.
Ich habe mich im ersten Moment schwer getan in das Buch hineinzufinden. Doch ich habe nicht bereut, mich durchgebissen zu haben. Eine dystopische Kulisse, die jedoch viele moralische und ethische Fragen der Menschheit aufgreift. Und das hat mich wirklich gepackt, da ich bei einigen Punkten absolut ins Nachdenken gekommen bin. Die „neue“ Welt wurde detailliert aufgebaut, manchmal etwas verworren. Aber da ich keine Erfahrungen mit Dystopien habe, ist sicherlich mein Eindruck kein Maßstab. Tolle Charaktere, Spannung und ein einnehmender Schreibstil. Ein interessantes Buch, welches ich sehr lesenswert fand.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Spannung vor bezaubernder Kulisse

Fischland-Verschwörung
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Kassandra und Paul ermitteln wieder, diesmal offiziell beauftragt. Doch irgendwas ist faul, denn Polizeichef Scheller ist seit dem Auftrag nicht auffindbar. Und auch Paul bringt sich selbst wieder in Gefahr. ...

Kassandra und Paul ermitteln wieder, diesmal offiziell beauftragt. Doch irgendwas ist faul, denn Polizeichef Scheller ist seit dem Auftrag nicht auffindbar. Und auch Paul bringt sich selbst wieder in Gefahr. Diesmal geht es darum, dem Diamantenschmuggel in Wustrow aufzudecken. Wenn nur nicht jemand schneller gewesen wäre und sämtliche Beweise vernichtet hätte.
Ich liebe die Region, in der der Krimi spielt. Daher konnte ich mich direkt vor Ort fühlen. Spannung und Überraschungen kommen hier nicht zu kurz. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Ich empfehle aber, weitere Bände vorab gelesen zu haben. Ich bin beim vorausgehenden Band eingestiegen und tue mich noch immer schwer, mit den vielfältigen Figuren und woher diese sich kennen. Für Krimifans eine tolle Krimireihe mit Ostsee-Flair.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Mystisch und kraftvoll

Die neun Monde der Miss Sith
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Eine junge Frau sitzt in einem Cafè und schreibt. Dabei entstehen kleine Erzählungen verschiedener Frauen, die allesamt vor einer schweren Entscheidung oder an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen. Dabei ...

Eine junge Frau sitzt in einem Cafè und schreibt. Dabei entstehen kleine Erzählungen verschiedener Frauen, die allesamt vor einer schweren Entscheidung oder an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen. Dabei geht es um Gewalt in Beziehungen, Verlust, Migration, Einsamkeit. Immer dann, wenn die Frauen drohen „falsch“ abzubiegen, erscheint ihnen eine kleine schwarze Katze und sie sind in der Lage, die für sie richtige Entscheidung zu treffen.

Was sich erst einmal etwas merkwürdig anhören mag, las sich sehr geheimnisvoll. In der zweiten Buchhälfte steht dazu „Wenn du dich schlecht fühlst, schaust du dir Katzen einfach an, und du wirst dich sofort besser fühlen, weil sie die Dinge so erkennen, wie sie wirklich sind.“ Katzen sind sowohl anschmiegsam, majestätisch, aber auch stark. Und sie haben eine symbolische Bedeutung. So steht die Katze wohl häufig als Symbol für das Geheimnisvolle und Intuitive und könnte so auch als Symbol dafür verstanden werden, mehr auf seine innere Stimme zu hören. Zugegeben, das musste ich nachschlagen. Aber so ergeben die 9 Einzelschicksale und die Bedeutung der Katze einen Sinn. Das Buch selbst ist nur rund 130 Seiten stark, aber voller Aussagekraft. Es ist keine Romanhandlung im klassischen Sinn, mit Protagonisten, einem Spannungsbogen, tiefen Gefühlen. Das Buch beinhaltet 9 kurze Geschichten über Frauen und ihre Gefühlslage, anhand dieser man erkennt, welches Problem, die Frauen mit sich tragen. Dabei ist dieses aber nicht konkret benannt, sondern schimmert eher zwischen den Zeilen durch. Es ist keine Kost, die leicht dahinplätschert, auch wenn es sich sehr gut lesen lässt. Es macht etwas mit einem, die sprachliche Umsetzung ist anspruchsvoll und es bewegt.
Sehr interessant. Und der Gedankenanstoß, mehr auf seine Intuition zu hören, ist niemals verkehrt.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Schöne Wohlfühlstory

Alice und das Blau des Wassers
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Alice ist mit 49 in den besten Jahren, verheiratet und arbeitet im Büro der gemeinsamen Firma. Und genau da erfährt sie an ihrem Hochzeitstag, dass ihre Bürokollegin schwanger ist, und das von Alice’s ...

Alice ist mit 49 in den besten Jahren, verheiratet und arbeitet im Büro der gemeinsamen Firma. Und genau da erfährt sie an ihrem Hochzeitstag, dass ihre Bürokollegin schwanger ist, und das von Alice’s Mann. Plötzlich strömen tausend Gedanken durch Alice Kopf und gleichzeitig ist da einfach nur Leere. Die gemeinsame Tochter überredet sie zu einem „Haustausch“. Also zieht Alice für ein paar Monate auf die Insel Guernsey. Hier lernt sie neue Menschen kennen und auch sich selbst wieder.
Ein wunderbarer Roman für zwischendurch. Klasse finde ich, dass die Protagonistin auf die 50 zugeht und das Alter hier nicht als „Problem“ dargestellt wird, sondern positiv aufgegriffen wird. Das Buch lässt sich angenehm und flüssig lesen, es war unterhaltsam und berührend. Leider ist der Funke bei mir nicht ganz übergesprungen, was aber nur meinen persönlichen Eindruck reflektiert. Sicher empfindet da jeder anders, bestimmt auch abhängig davon, in welcher Lebensphase man selbst gerade steckt.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Bewegend

Perlen
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Marianne blickt zurück auf ihr Leben. In früher Kindheit hat sie ihre Mutter verloren. Ihr Vater stand nun plötzlich mit ihr und einem Baby allein da. Die Mutter ging aus dem Haus und kam nie wieder. Dies ...

Marianne blickt zurück auf ihr Leben. In früher Kindheit hat sie ihre Mutter verloren. Ihr Vater stand nun plötzlich mit ihr und einem Baby allein da. Die Mutter ging aus dem Haus und kam nie wieder. Dies hat Mariannes Leben geprägt. In der Schule fand sie kaum Anschluss. Die spätere Freundin war das, was man nicht unbedingt „guter Einfluss“ nennt. Und dann steht plötzlich der Tod eines weiteren Babys im Raum. Erst Jahre später, als Marianne selbst Mutter ist, kann sie die Zusammenhänge erkennen und sehen, was auch der Vater geleistet hat. Sie blickt wohlwollend zurück auf ihre Mutter und kann endlich abschließen.
Ich kann mir nicht vorstellen, was es für ein Kind heißen muss, ohne Mutter aufzuwachsen und dazu unter solch tragischen Umständen. Diese Schwere wird beim Lesen sehr deutlich. Ich habe Marianne teils als Fremdkörper in der Schule empfunden. Langsam nimmt die Geschichte Form an und löst sich erst gegen Ende auf. „Perlen“ ist ein bewegender Roman, der zwar nicht mein Highlight wird, aber den ich doch sehr gern gelesen habe und auch empfehlen würde.

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