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Veröffentlicht am 24.06.2025

Die eigene Individualität leben und Teil einer strenggläubigen Gemeinschaft bleiben - geht das?

(K)eine von euch
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Bücher von jungen Menschen aus strenggläubigen jüdischen Gemeinschaften, die mit deren strikten Glaubensauslegungen nicht mehr zurecht gekommen sind, hat es in den letzten Jahren einige gegeben. Das bekannteste ...

Bücher von jungen Menschen aus strenggläubigen jüdischen Gemeinschaften, die mit deren strikten Glaubensauslegungen nicht mehr zurecht gekommen sind, hat es in den letzten Jahren einige gegeben. Das bekannteste ist wohl "Unorthodox" von Deborah Feldman.

Wozu also noch ein Buch zu diesem Thema? Was kann das Neues beitragen? Tatsächlich eine Menge. Denn der mutige und authentische Lebens- und Emanzipationsbericht von Yehudis Fletcher hat in sich ein Thema, das es in den bisherigen Berichten so nicht gegeben hat: den Wunsch, an dem Glauben UND an der strenggläubigen Gemeinschaft festzuhalten. Wo andere gegangen sind oder gehen wollten, da kämpft Yehudis Fletcher darum, sie selbst sein und in der Gemeinschaft bleiben zu dürfen. Und das stellt sie und die Gemeinschaft vor eine harte Probe.

Der starke Charakter der jungen Frau hat sich schon als Kind gezeigt, als sie mit 6 Jahren erstmals testen möchte, ob G*tt tatsächlich existiert und ob er es sofort bestrafen würde, wenn man sich nicht an seine Gebote halte: heimlich täuscht sie das obligatorische Händewaschen am Schabbat nur vor und beobachtet, was geschieht: nichts! Ermutigt davon, traut sich die streng gläubig erzogene Tochter eines Rabbis und fünfte von sechs Geschwistern im Laufe ihrer Kindheit und Jugend immer weiter ins unbekannte Land dessen, was jenseits der religiösen Regeln ist, hinaus, rebelliert mit Kleidung und Verhalten, wird verwundet und erlebt die Scheinheiligkeit ihrer eigenen Gemeinschaft, als ein Rabbi, der sie und andere junge Frauen missbraucht hat, von hochrangigen Gemeindemitgliedern zu decken versucht wird.

Bei all dem bewahrt sie sich ihren Kampfesgeist, ihren Mut und ihr Bewusstsein für ihre Individualität... und doch auch die Liebe zu ihrer Gemeinschaft und zu ihrem Glauben. In manchem gibt sie der traditionellen Prägung und den Wünschen der Familie erst einmal nach: heiratet einen Mann, den sie kaum kennt, lässt sich dann scheiden, nachdem sie Gewalt durch ihren Ehemann erlebt hat, heiratet erneut einen fast Unbekannten (ein längeres Kennenlernen ist in der sehr konservativen Gemeinschaft nicht möglich), bekommt drei Kinder mit ihm, und spürt den immer stärker werdenden Ruf ihrer lesbischen sexuellen Neigung, die sie seit ihrer Jugend geahnt, aber doch zu unterdrücken versucht hat. Als sie sich von ihrem zweiten Mann trennt und eine Beziehung mit einer Frau eingeht, ist das noch einmal ein stärkerer Regelbruch als je zuvor. Doch Yehudis möchte ihre religiöse Gemeinschaft nach wie vor nicht verlassen, kann das gut gehen? Und wenn ja, wie könnte es ihr gelingen?

"(K)eine von euch" ist ein humorvoll, kraftvoll und authentisch geschriebenes Buch einer unglaublich mutigen jungen Frau, die mit aller Kraft für sich einsteht und darum kämpft, so leben zu dürfen, wie es ihr entspricht und wie es sich für sie richtig anfühlt, aber gleichzeitig zu der Gemeinschaft, den Menschen und dem Glauben, die ihr so wichtig sind, in Verbindung zu bleiben. Es ist ein gut lesbares und unterhaltsames Buch, das aber gleichzeitig tief berührt und nachdenklich macht über das, was uns trennt und was uns miteinander vereint, trotz aller ideologischen Unterschiede. Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Vielseitiges und hochwertiges Kartenset zum Thema Farben

Magic Colours Cards - 32 Inspirationskarten mit Booklet
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Magic Colour Cards von Klausbernd Vollmar ist ein vielseitig anwendbares und hochwertiges Kartenset. Es besteht aus 32 großformatigen und robusten Karten, auf denen jeweils eine Farbe sowie dezente, dazu ...

Magic Colour Cards von Klausbernd Vollmar ist ein vielseitig anwendbares und hochwertiges Kartenset. Es besteht aus 32 großformatigen und robusten Karten, auf denen jeweils eine Farbe sowie dezente, dazu passende Bilder oder Symbole und Schlagwörter zum damit verbundenen Thema abgebildet sind.

Mit den Karten kann man auf verschiedene Arten arbeiten, von denen einige im Buch vorgestellt sind: einfach eine Tageskarte ziehen, mit zwei Karten zwei Aspekte eines Themas beleuchten oder auch mit fünf Karten komplexere Legemuster durchführen.

Der Hauptteil des beiliegenden Booklets - das ein richtiges kleines Taschenbuch in der Größe der Kartenschachtel ist - beschreibt die verschiedenen Farben und ihre Energien und Wirkungsbereiche. Dabei geht es zuerst um die Primärfarben Blau, Rot und Gelb, dann um die Sekundärfarben Grün, Orange und Violett (jeweils in warmer und kalter Ausprägung), aber auch Modefarben, Metallfarben, unbunte Farben und bunte Grautöne finden ihren Raum.

Zur jeweiligen Farbe finden sich allgemeine Informationen, Symbolik, Zuordnung zu Chakren und Sternzeichen sowie Anwendungsmöglichkeiten in Zauber und Ritualen (eine gewisse Esoterik-Affinität ist also von Vorteil, um mit den Karten zu arbeiten - allerdings kann dieser Teil auch problemlos weggelassen werden), Wirkung im Raum und der Kleidung sowie als Autofarbe, Heilwirkung und Anregungen für den Alltag.

Das Kartenset kann für verschiedene Anwendungsmöglichkeiten genutzt werden: es eignet sich natürlich als Orakel, aber man kann es auch ganz unabhängig davon einsetzen, um mehr über Farben zu lernen und ein besseres Gefühl für die verschiedenen Farben zu bekommen. Bei mir wird es einen festen Platz in meiner Orakelsammlung bekommen.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Die Schärfe von Munition und Erinnerungen

Ámbar
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"Jeder entschärft seine Erinnerungen, so gut er kann, damit sie so wenig wie möglich wehtun." (S. 252)

Ámbar ist erst 15, doch ihre Kindheit ist schon seit einigen Jahren vorbei. Atem- und heimatlos zieht ...

"Jeder entschärft seine Erinnerungen, so gut er kann, damit sie so wenig wie möglich wehtun." (S. 252)

Ámbar ist erst 15, doch ihre Kindheit ist schon seit einigen Jahren vorbei. Atem- und heimatlos zieht sie mit ihrem Papá, dem Gangster und Killer Víctor, von einem heruntergekommenen Motel zum nächsten, von einem Ort zum anderen. Immer wieder muss sie dabei Identitäten, Namen, persönliche Geschichte hinter sich lassen und ihr Äußeres verändern, um von den vielen Feinden, die ihr Vater sich gemacht hat, nicht erkannt zu werden. Regelmäßig muss sie Schnitt- und Schusswunden ihres Vaters flicken und auch den Umgang mit Waffen hat er ihr schon früh beigebracht. Eine abgeschrägte Schrotflinte trägt sie immer mit sich herum.

In vielem ist Ámbars Leben sehr trostlos. Viele Tage und Stunden verbringt sie in gesichtslosen Motels, wartend auf ihren Vater. Kaum hat sie sich an einem Ort eingelebt und zaghaft begonnen, Freundschaften zu schließen, muss sie schon wieder fort. Dabei sehnt sie sich nach dem normalen Leben eines Teenagersmädchens, wünscht sich ein Tattoo und beginnt, sich für junge Männer zu interessieren. Víctor macht ihr durchaus immer wieder Versprechungen, dass sie an einem Ort bleiben könnten, doch halten kann er diese nie. Und auch nun ist ihm wieder ein Feind auf den Fersen, dem es schon gelungen ist, Víctors besten Freund zu töten und ihn selbst schwer zu verwunden.

"Ámbar" ist ein rasanter Roadtrip-Coming-of-Age-Thriller-Noir, und damit insgesamt ein sehr gelungener Genremix. Spannend wie ein Thriller und gleichzeitig tiefgründig wie eine Gesellschaftsstudie der untersten Sozialmilieus Argentiniens, die durchdrungen von Überlebenskämpfen, patriarchalen Denk- und Verhaltensweisen und Gewalt sind - und mitten drin eine toughe, intelligente und selbstbewusste junge Frau, die versucht, in all dem Dunkel ihren Weg zu finden, für sich einzustehen und erwachsen zu werden.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es hat mich gut unterhalten und gleichzeitig nachdenklich gemacht über die Bedingungen, in denen Menschen leben und was sie mit uns machen. Immer wieder finden sich kleine Sprachperlen und Einladungen zur tieferen Reflexion in diesem Buch, wie zum Beispiel diese aus einem Gespräch zwischen Ámbar und ihrem Papá zum Thema Gewissen, als er zu ihr folgendes sagt:

"Gewissen ist Luxus, Ambareté. Was für Reiche. Die haben ein reines Gewissen, weil sie andere dafür bezahlen, dass sie sich die Hände für sie schmutzig machen, andere, die sich ein Gewissen nicht erlauben können." (S. 249)

Ein gelungenes und vielseitiges Buch, das ich einer breiten Leserschaft empfehlen kann, sofern man bereit ist, sich auf einen sehr düsteren Noir mit viel Gewalt einzulassen. Wer das aber kann und will, wird mit guter Unterhaltung, authentisch gezeichneten Figuren und vielen Impulsen zum Nachdenken belohnt.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Ein Buch über Familie, Abschied und Trauer, das Tiefe hat und Zeit braucht

Heute kein Abschied
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Oskar stirbt. Mitten auf dem Flughafen Schiphol bricht er zusammen und ist tot. Plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen, zwar schon in etwas reiferem Alter, aber doch unerwartet für alle... insbesondere ...

Oskar stirbt. Mitten auf dem Flughafen Schiphol bricht er zusammen und ist tot. Plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen, zwar schon in etwas reiferem Alter, aber doch unerwartet für alle... insbesondere für seine drei erwachsenen Kinder und seine Ex-Frau.

Da gibt es Tessel, die Älteste, eine Schriftstellerin, mit Mann und Tochter und insgesamt geordnetem Leben. Sie ist Anfang 40, war als älteste Tochter immer die Vernünftige, die, die alles unter Kontrolle hat, und auch die, die nach wie vor in der Nähe des Vaters gelebt hat. Dann der Mittlere und einzige Sohn, Moor, in seinen 30ern, der Rebell der Familie, der ein Leben fernab bürgerlicher Konventionen lebt und sich am Vater und dessen Wünschen und Vorstellungen vom Leben abgearbeitet hat. Und schließlich Nesthäkchen Cat, Anfang 30, die in den USA lebt und studiert.

Wie gehen diese drei unterschiedlichen Geschwister mit diesem Abschied um? Aber nicht nur das, in dem Buch geht es um noch viel mehr, als nur um die Zeit unmittelbar nach dem Todesfall, zu der die Geschwister zusammen kommen, das Begräbnis organisieren und die Verlassenschaft aufteilen.

Abwechselnd wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. So kommen nicht nur die drei Geschwister zu Wort und wir erleben mit, was für einen unterschiedlichen Vater sie doch jeweils erlebt haben und erinnern. Auch Oskar selbst lernen wir kennen, in seiner Zeit als junger Mann, dann, als er Elise, die Mutter der Kinder, kennen lernte, in der Partnerschaft, als Familienvater und auch später, als die Ehe gescheitert war. Und auch Elises Perspektive wird gezeigt.

So erleben wir in diesem klugen und vielschichtigen Buch mit, dass es gerade in zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Partnern, aber auch zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Geschwistern, nicht die eine Wahrheit gibt, sondern ganz unterschiedliche Standpunkte und Perspektiven, die alle für sich ihre Gültigkeit haben.

Es ist ein Buch, für das ich empfehle, sich Zeit und Ruhe zu nehmen. Nicht nur aufgrund des durchaus beträchtlichen Umfangs von knapp 500 Seiten, sondern auch, weil es seine Qualität ganz besonders entfaltet, wenn man Zeit hat, die verschiedenen Worte, Perspektiven und Weisheiten auf sich wirken zu lassen, darüber nachzudenken, sie auf das eigene Leben zu beziehen und vielleicht auch mit anderen darüber zu sprechen. Dieses Buch kann man auch gut mehrmals lesen und wird immer wieder neue Erkenntnisperlen darin entdecken, es ist kein Fast-Food-Buch zum Schnell-Lesen, sondern ein Gourmet-Menü-Buch zum Genießen und Wirken-Lassen.

Hier ein paar Beispielzitate für die Sprache dieses Buches, die mir sehr gut gefallen hat und die voll von ganz besonderen Sätzen ist:

Ganz am Anfang, als Oskar merkt, dass er stirbt:

„Es ist offensichtlich, welches Ereignis sich vor ihm erstreckt. Das spürt er. Obwohl keiner von uns jemals zuvor gestorben ist, wissen wir im entsprechenden Moment, dass es geschieht, dass es begonnen hat.“ (S. 19)

Zu der herausfordernden Beziehung zwischen den beiden Schwestern: Tessel denkt über Cat nach und fühlt sich als älteste benachteiligt:

"Warum nur ist ihre Schwester von allem immer so befreit gewesen, so beschützt? Als sie wieder auf der Toilette sitzt, im sichersten Raum der Hauses, ertappt sie sich bei dem Gedanken: Aber hiervon wirst du dich nicht freimachen können. Jetzt bist du endlich eine von uns. Wenn wir stürzen, stürzt du mit uns.“ (S. 99)

Moor über die schwierige Beziehung zu seinem Vater:

„Ich bin überhaupt nicht in der Lage, dein Kind zu sein“ (S. 415)

Und noch eine der vielen Weisheiten in diesem Buch:

„Wenn man die Dinge berührt, berühren die Dinge auch einen.“ (S. 454)

Ein wertvolles, ein berührendes, ein besonderes Buch! Leseempfehlung für alle, die sich die Zeit nehmen möchten für die Tiefe, die dieses Buch hat, und bereit sind, sich davon berühren zu lassen!

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Anspruchsvoll & tiefgründig, psychoanalytisch orientiert

Wofür wir Töchter unsere Mütter brauchen
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Sarah Trenztsch arbeitet seit vielen Jahren beratend mit Müttern und Töchtern, die Konflikte miteinander haben. Aufbauend auf ihrer Berufspraxis sowie auf verschiedenen psychoanalytischen Theorien hat ...

Sarah Trenztsch arbeitet seit vielen Jahren beratend mit Müttern und Töchtern, die Konflikte miteinander haben. Aufbauend auf ihrer Berufspraxis sowie auf verschiedenen psychoanalytischen Theorien hat sie nun dieses Buch geschrieben. Darin finden sich viele wertvolle Gedankenimpulse zur herausfordernden Mutter-Tochter-Beziehung.

Sehr viele Frauen heutzutage haben ein schwieriges Verhältnis zur eigenen Mutter, und unreflektiert können sie dazu neigen, zu glauben, das sei nur ein individuelles Problem und habe nur mit der komplizierten Persönlichkeit ihrer eigenen Mutter zu tun. Das Verdienst der Autorin ist, dass sie klar die gesellschaftliche und strukturelle Ebene dieser Thematik aufzeigt: was wir von unserer Mutter erwarten, was diese von sich selbst erwartet, wie sie zwangsläufig an den hohen und oft unvereinbaren Ansprüchen an Müttern scheitern muss, aber auch, wie es modern geworden ist, ihr das alles vorzuwerfen, viel mehr als dem Vater... das hat sehr wohl viel mit der Gesellschaft zu tun, in der wir leben und in der Mütter von allen Seiten kritisiert werden und es nicht recht machen können, egal, welches Lebensmodell sie wählen.

Die beruflich sehr engagierte Mutter kann dafür angegriffen werden, zu wenig Zeit mit den eigenen Kindern zu verbringen. Der Mutter, die nicht oder nur wenig beruflich tätig ist, wird vorgeworfen, ein abhängiges Hausmütterchen zu sein. Und versucht eine Frau, beides, so gut wie möglich, unter einen Hut zu bringen, dann ist sie oft erschöpft und müde, und dann kann ihr die Tochter wiederum genau das vorwerfen.

Das Buch zeigt auch auf, wie mit der (wertvollen und notwendigen) Entwicklung des Feminismus leider auch der Respekt vor der traditionellen Mutterrolle gesellschaftlich in weiten Teilen verloren gegangen ist. Traditionell mütterliche und weibliche Qualitäten taugen somit für die Tochter nicht mehr zur Orientierung. Traditionell männlich besetzte Qualitäten, wie sie bis heute im Berufsleben stark gefordert sind, sind aber immer noch stärker mit dem Vater verknüpft... somit schaut die Tochter dann zu diesem hin, wenn sie sich in diese Richtung orientieren möchte, während die Position der Mutter geschwächt ist.

Diese und viele weitere Gedanken und Ideen finden sich in dem Buch. Dabei ist es auf theoretischer Ebene ein ziemlich anspruchsvolles Buch, das tief in die theoretischen Konstrukte speziell der Psychoanalyse eintaucht. Dazwischen finden sich zur Auflockerung und zum besseren Verständnis immer wieder konkrete Fallbeispiele aus der Berufspraxis der Autorin.

Aufgrund des hohen theoretischen Anspruches empfehle ich das Buch hauptsächlich einem Fachpublikum mit Vorwissen aus dem psychologischen und speziell psychoanalytischen Bereich. Weiters kann es auch für gebildete Laien interessiert sein, wenn diese bereit sind, sich gedanklich auf die psychoanalytischen Konzepte einzulassen. So wertvoll das Buch inhaltlich und mit seinen Aussagen ist, halte ich es doch sprachlich und inhaltlich für zu anspruchsvoll für eine breite Mehrheit der Bevölkerung, diese bräuchte ein weniger theoretisch und leichter zugänglich geschriebenes Buch zu dem Thema. Es ist somit eindeutig ein Fachbuch, und als solches sehr wertvoll und wichtig.

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