Während ich bei Band 1 von Legend und Scarlett hin und weg war, war es in diesem Band ganz anders. Der Anfang hat mir noch ganz gut gefallen mit den Rückblenden. Das Drama, wodurch die beiden allerdings ...
Während ich bei Band 1 von Legend und Scarlett hin und weg war, war es in diesem Band ganz anders. Der Anfang hat mir noch ganz gut gefallen mit den Rückblenden. Das Drama, wodurch die beiden allerdings wieder zusammenfanden, fand ich allerdings drüber. Auch diese ganze Aktion danach war mir zu kitschig. Scarlett geht es nach der Not-OP nicht gut. Und da habe ich schon erwartet, dass die Erholungsphase nun etwas dauert. Was auch der Fall war. Im Großteil des Buches ging es darum, wie sich Legend um Scarlett kümmert und wie toll sie sich gegenseitig finden. Ich meine, ich fand es schön, dass es dort nicht nur um das Köprerliche ging und sie sich auch so näher gekommen sind, aber das hätte man auch anders lösen können. Legend wurde als der perfekte Freund dargestellt, der Scarlett wortwörtlich auf Händen trägt. Außerdem haben die zwei sich wirklich permanent angehimmelt. Das war auch etwas sehr viel. Für mich zu kitschig und auch etwas lang gezogen. Denn es ist nicht wirklich viel passiert in der Zeit. Natürlich gibt es noch Scarletts Ex, Legends Gegner Bodhi und seinen Club, der den Bach runter geht, aber das wurde alles gefühlt immer nur in Nebensätzen abgehandelt, was ich wirklich schade fand. Denn tatsächlich sind diese Handlungen zwar etwas weiter gelaufen, aber wurden nicht abgeschlossen.
Schön fand ich aber die Aussprache zwischen Scarlett und Meryl. Wobei ich schon geahnt habe, dass ihre Begleitung da komisch angesehen wird. Aber dass die eine sich so an den ran geschmissen hat.. Oh man, das wird im dritten Band sicher noch zu Konflikten führen.
Zum Ende hin wurde das Buch wieder spannender und ich habe wirklich noch Großes erwartet. Aber leider wird das scheinbar erst im dritten Band thematisiert. Trotzdem hat es mich nochmal sehr neugierig gemacht und fesseln können.
Fazit:
Für mich fehlt in diesem Band, dass die Handlung richtig voran gebracht wird. Es war an sich ein schöner 2. Band, den ich auch gerne gelesen habe. Auch die Charaktere mochte ich weiterhin trotz des in den Himmel lobens des anderen. Besonders Bump habe ich in's Herz geschlossen. Ich hätte es schöner gefunden, wenn wenigstens der Kampf noch Thema wäre, aber so war es für mich ein eher träger 2. Band, der für das große Finale vorbereitet.
Nach der Scheidung von ihrem Ex-Mann, erfüllt sich Isabella Tucci endlich ihren Traum und kauft in Honeybridge ein Lokal, in dem sie ihr eigenes Restaurant eröffnen will. Von Männern hat sie nach dem Betrug ...
Nach der Scheidung von ihrem Ex-Mann, erfüllt sich Isabella Tucci endlich ihren Traum und kauft in Honeybridge ein Lokal, in dem sie ihr eigenes Restaurant eröffnen will. Von Männern hat sie nach dem Betrug von ihrem Ex erst mal genug. Sie will sich ein Jahr lang nur auf sich und ihre Karriere konzentrieren. Voller Tatendrang startet sie in die Renovierungen, was ich richtig nachempfinden konnte. Doch kaum geht es los, gehen auch schon die ersten Dinge schief. Und leider fand ich das hier schon total künstlich und gewollt. Denn natürlich fängt es mit einem Wasserrohrbruch an und sie hat ein dünnes weißes Shirt an, mit dem sie nun zum Nachbarn muss. Etienne, ihr Nachbar, der ein eigenes kleines Lokal hat, hilft ihr aus und sie lernen sich kennen.
Etienne ist ein Aufreißer, der nichts schnell anbrennen lässt, aber keine zwei Mal will. Entspricht also dem totalen Buch-Playboy-Klischee. Doch Isabella bleibt ihrem Vorsatz treu und geht ganz am Anfang nicht so richtig auf seine Flirt-Versuche ein. Er gibt nicht auf. Was ich aber hier schon wieder unrealistisch fand ist, dass er nun keine andere will. Jetzt schon. Von einer Seite auf die andere. Das war kein Prozess. Stattdessen versucht er es noch energischer bei Isabella und das war mir viel zu viel. Und ja, teilweise cringe. Ich lecke doch Leuten, die ich nicht kenne, das Handgelenk ab? Superseltsam. Entsprechend fand ich die meisten Szenen nicht wirklich spicy. Von Funken kann leider erst gar nicht die Rede sein. Man sollte auch meinen, dass erwachsene Menschen merken, wenn sie sich verlieben, und sich selbst nicht so komische Fragen stellen, als wären sie 15. Das war schon sehr klischeehaft, weswegen ich doch öfter mal die Augen verdreht habe.
Die Kleinstadt-Vibes sind bei mir auch nicht so richtig angekommen, obwohl jeder jedem hilft. Es wirkte alles viel zu gewollt, künstlich und zu schnell. Isabella hat direkt neue beste Freundinnen gefunden. Und dann jagt ein Event das nächste, um neue spicy Szenen zu erzeugen. Dabei hätten manche Themen wirklich interessant werden können, hätte man ihnen denn den Raum gegeben. Aber es geht eben doch nur darum, dass sie sich wieder nahe kommen und Isabella am Ende einen Rückzieher macht. Dann wird direkt das nächste Event gestartet. Ich hätte mir mehr von der Restaurant-Eröffnung und dem Alltag gewünscht. Denn auch als sie mal die Konkurrenz auskundschaftet, wird nur der Besuch in Etiennes Lokal beschrieben, was ich sehr schade fand. Generell geht es auch in den Freundesgruppen nur um das Eine. Man sollte meinen, die Leute hätten mit Mitte 30 auch andere Themen, über die man mal reden kann. Aber die haben sich alle verhalten wie Teenager. Leider hat auch das Ende mit der Spannung das Buch nicht mehr retten können. Denn diese Wendung hat sich schon lange vorher abgezeichnet und hatte dann meiner Meinung nach einige Unstimmigkeiten. Und wieder, ich erwarte von Erwachsenen ein Gespräch und nicht so ein Verhalten. Generell wurde das Ende nochmal total klischeehaft aufgeblasen, war einfach nur drüber.
Fazit:
Für mich war das Buch leider ein Flop und ich belasse es nun beim ersten Band. Etienne und Isabella harmonieren meiner Meinung nach nicht wirklich. Die ganze Storyline zielt auf den nächsten intimen Moment der beiden ab und die sind oft eher seltsam als spicy. Es werden viel zu viele Themen angeschnitten und keine erhält so richtig Raum zum Entfalten, weswegen alles zu gewollt wirkt. Auch die Entwicklung der Charaktere erfolgt zu abrupt und damit unauthentisch, außerdem verhalten die sich generell eher wie Teenager und nicht wie Erwachsene mit eigenem Lokal. Es plätscherte alles vor sich hin und das Ende war vorhersehbar und hat keine spannende Wendung gebracht, stattdessen war sie leider einfach nicht stimmig und eher drüber.
Ellen kommt mir zunächst wie eine ehrgeizige junge Frau vor, die auch für sich einstehen kann. Dennoch fand ich ihr Verhalten teilweise etwas übertrieben, wodurch sie abgehoben wirkte. Sie will keine Hilfe ...
Ellen kommt mir zunächst wie eine ehrgeizige junge Frau vor, die auch für sich einstehen kann. Dennoch fand ich ihr Verhalten teilweise etwas übertrieben, wodurch sie abgehoben wirkte. Sie will keine Hilfe und auch sonst wirkt sie als fühlte sie sich als etwas Besseres. Ihre Aussagen oder Gedanken fand ich teilweise leider auch ziemlich grenzwertig. Timo dagegen ist sicher nett, das zeigt sich ja schon durch seine Hilfsbereitschaft, aber er wirkte auch zu glatt. Er hat alles mit sich machen lassen. Ellen hat ihn immer wieder abgewiesen und er nimmt das so hin als besäße er überhaupt kein Rückgrat. Wirklich schade.
Die Liebesgeschichte war mir komplett überstürzt. Erst ist Ellen ständig genervt von ihm und plötzlich landen sie im Bett? Da gab es doch vorher keine Annäherung, nichts. Und das beschreibt die Beziehung leider auch schon recht gut. Es gibt ein ewiges Hin und Her. Dann wollen sie wieder wegen irgendetwas Abstand und aus dem Nichts dann doch wieder nicht. Anstrengend und ohne jegliche Emotionen. Entsprechend waren auch die intimen Szenen absolut nicht spicy, sondern wirkten plump herunter geschrieben. Leider unrealistisch und sprunghaft. Dazu verhalten sich die zwei absolut gegensätzlich zum Anfang. Ellen und Timo wirken beide eigentlich sehr bedacht und auf die Karriere fokussiert. Doch kaum sind sie zu zweit in einem Raum, gibt es keine Prinzipien mehr. Das passt leider alles nicht wirklich zusammen. Besonders wo sie sich doch nicht mal kennen. Aber nach fünf Tagen von Liebe reden. Es war wirklich einfach nur drüber.
Das Thema Klinik und die Fälle fand ich total spannend und interessant. Generell mag ich die lockere Arbeitsatmosphäre dort sehr. Und doch wirkt es sehr realistisch und authentisch. Die Hektik, auch manchmal der etwas grobe Umgangston. Aber auch die Patienten und die verschiedenen Fälle fand ich sehr interessant. Es wurde ziemlich spannend. Man merkt, dass sich die Autorin viel mit der Medizin beschäftigt hat. Dieser Teil hat mir entsprechend sehr gut gefallen.
Generell muss ich aber sagen, dass mir die Storyline leider absolut nicht gefallen hat. Gäbe es den Klinik-Alltag nicht, hätte ich das Buch abgebrochen. Aber auch so gab es mir erst mal viel zu viele ‚Zufälle‘, zu gestellte Szenen, viele Dinge, die einfach nicht zusammengepasst haben, und die Dialoge fand ich auch oft nicht authentisch. Und das für mich nervigste an dem Buch. Es drehte sich fast die ganze Zeit um das Thema Kinder. Denn das ist das, was Timo und Ellen nicht gemeinsam haben. Er will unbedingt eine Familie, am liebsten gestern, und sie will keine Kinder. Dieses Thema und auch Schwangerschaften nehmen einen sehr großen Raum im Buch ein. Das Schlimmste daran? Am Ende ist dieses Problem nicht mal gelöst. Daneben gab es noch ein paar andere Dramen, die meiner Meinung nach nicht hätten sein müssen.
Fazit:
Obwohl ich Hospital-Romances eigentlich liebe, ist dieses Buch hier leider nicht mein Fall. Das liegt aber nicht an dem medizinischen Aspekt, denn den fand ich auch hier sehr spannend und fesselnd. Der Klinik-Alltag hat das Buch interessant gemacht. Das Drumherum leider nicht. Sowohl mit den Charakteren als auch mit der Story bin ich leider nicht warm geworden. Ellen und Timo verstoßen immer wieder gegen ihre eigenen Prinzipien und haben gefühlt seit Tag eins eine On-Off-Beziehung, die ziemlich anstrengend ist. Weil sich in der Zwischenzeit auch nichts an der Situation geändert hatte. Auch die Dramen und das Thema Kinder war mir hier etwas zu viel.
Mit den Büchern von Ali Hazelwood habe ich eine neue Begeisterung für Liebesromane in der Wissenschaft entwickelt. Entsprechend konnte und wollte ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen. Lilia ist nämlich ...
Mit den Büchern von Ali Hazelwood habe ich eine neue Begeisterung für Liebesromane in der Wissenschaft entwickelt. Entsprechend konnte und wollte ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen. Lilia ist nämlich Doktorandin in einem Labor für Chemie und Biochemie. Doch dort läuft lange nicht alles so, wie es sollte. Sie arbeitet zu viel und es fehlt an Geld und Materialien an allen Ecken. Gerade weil sie als Einzige so klein ist, geht sie oft leer aus, weswegen sie beispielsweise Handschuhe nutzen muss, die ihr zu groß sind. Auch die Sauberkeit oder auch die Regeleinhaltung könnte deutlich besser funktionieren. Eigentlich sind nur Malte, ihr Zwillingslabor, wie sie ihn nennt, und sie ordentlich. Mit Malte teilt sie sich Labor und sie promovieren beide. Bis dahin gibt das Buch einen kleinen Einblick in die Situation von Lilia. Aber schon hier muss ich sagen, hat es mich nicht so richtig mitgerissen.
Dann ist es auch schon so weit. Ein neuer Mitarbeiter kommt her und nicht nur irgendeiner: Dr. Alex Winter. Ein hoch angesehener Wissenschaftler, der das Labor nun erst mal auf den Kopf stellt. Denn er ist unter anderem Sicherheitsbeauftragter. Ja, unter anderem, denn er füllt so viele Rollen, dass ich am Ende nicht wusste, was er genau macht. Recht schnell gerät er auch mit Lilia aneinander. Denn als sie eine Präsentation hält, nimmt er sie ordentlich auseinander. Wobei ich seine Kritik sehr konstruktiv fand. Nur hat Lilia es nicht so aufgefasst. Stattdessen hält sie sich lieber an das Gerücht, dass er Frauen in der Wissenschaft nicht richtig findet. Ich fand ihre Engstirnigkeit extrem anstrengend. Denn ganz ehrlich, er hat ihr nie das Gefühl gegeben nichts zu können oder im Rang unter den Männern zu stehen. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Er bringt sie sogar mit zu einer Konferenz, wo sie networken könnte. Doch dort benimmt sie sich kindisch und eifersüchtig. Statt zu networken und sich über die Chance zu freuen, schmollt sie lieber. Egal, was Alex macht, sie kommt immer mit dem Argument um die Ecke, dass es ist, weil sie eine Frau ist, obwohl es einfach nur total weit hergeholt ist. Ich dachte sie ist klug? Und eigentlich sind Wissenschaftler auch dafür bekannt Dinge zu hinterfragen. Doch sie selbst reduziert sich scheinbar nur auf ihr Geschlecht.
Insgesamt fand ich die Annäherung der beiden sehr konstruiert. Es ist nie was im Labor passiert, doch klar, kaum ist Alex da, wird Lilia tollpatschig und fällt ihm beim Klettern direkt in die Arme. Und als er dann meint, dass Klettern in Laboren nicht gestattet ist, wird erst mal geheult. Das tut sie übrigens sehr gerne und oft. Gefühlt in jedem zweiten Kapitel schnieft sie und geheult wird auch verdammt oft. Ich dachte, ich lese hier etwas von einer starken MINT-Frau. Fehlanzeige. Als wäre das nicht genug benimmt sie sich sehr ambivalent. Erst wird Alex angehimmelt, übrigens auch von absolut allen (!!) Frauen, total übertrieben, und kaum ist er bei einer anderen wird sie eifersüchtig und patzig. Die zwei sind immer noch Kollegen, wo kommt dieses Besitzdenken her? Wo bleibt das Kennenlernen? Stattdessen muss sie immer wieder von Alex gerettet werden. Sowas mag ich ja gar nicht. Als wäre das nicht genug wird auf Krampf noch ein Teambuilding-Event gestartet, wo in gefühlt jedem zweiten Satz nochmal erwähnt werden muss, dass genau die zwei so in dem Thema aufgehen und eine Gemeinsamkeit haben. Und natürlich umarmen sie sich da ständig. Das fand ich ja generell ganz seltsam, dieser Übergang von Kollegen zu Liebenden war total abrupt und dadurch unauthentisch. Besonders wenn man bedenkt, dass Lilia immer wieder sauer auf ihn war und sich dann ohne eine Änderung wieder auf ihn einlassen wollte. Auch das Familie kennenlernen war so künstlich erzeugt. Nicht nur die Situation, auch die Dialoge. Es war viel zu übereilt und sollte nur dazu dienen, dass Lilia sich dort endlich mal für ihn einsetzt. Es war einfach nur klischeehaft und zu viel. Wie fast über das ganze Buch durch. Lilia und Alex werden beide so auf ein Podest gehoben, so hoch kann man nicht mal schauen. Denn natürlich seine Familie ist absolut beeindruckt von Lilia. Und jeder liebt Alex sowieso. Es hätte gut getan, wenn sie mehr Fehler hätten, wenn die zwei Charaktere künstlich nicht so aufgebauscht wären.
Das Thema rund um die Biochemie und die Zellen fand ich schon ganz interessant, auch weil ich davon absolut keine Ahnung habe. Man merkt aber, dass die Autorin das hat. Ein bisschen von Lilias Alltag wurde gut in das Buch integriert. Fand ich definitiv spannend. Leider war der Nebenstrang dazu aber sehr vorhersehbar. Nicht nur hat sich diese Person von Anfang an immer nur so verhalten, wie es aktuell zur Szene passt, auch so war es einfach total naheliegend, eben wegen dem Verhalten. Dazu fand ich es irgendwie komisch, dass manche Sätze tatsächlich in Englisch waren. Gut, ich verstehe die Sprache, aber anderen geht es vielleicht nicht so und ich fand es hat auch nicht wirklich reingepasst. Man kann ja sagen, dass die bei der Präsentation alles auf Englisch sagen. Es hat halt meiner Meinung nach keinen Mehrwert, eher das Gegenteil.
Fazit:
Schwaches Debüt in einem eigentlich spannenden Bereich. Mich konnte das Buch trotz der Thematik leider nicht begeistern. Lilia ist ein weinerlicher Charakter, der immer gerettet werden muss, schnell eifersüchtig wird und trotz wissenschaftlichem Hintergrund überhaupt nicht logisch denkt oder mal hinterfragt. Alex wird als perfekter Typ dargestellt, den jede haben will. Für mich war das zu viel. Generell wurden beide Charaktere immer wieder auf ein Podest gestellt und künstlich Situationen erzeugt, um das zu beweisen. Das war einfach unglaubwürdig. Genau wie ihre Liebesgeschichte mir viel zu abrupt ging und eher körperlicher Anziehung entsprang. Es gab keine Funken. Nur Geschmachte und danach Gezicke. Schrecklich.
Emery Lance will mit dem Start ihres Studiums in West Virginia einen Neuanfang. Doch kaum dort angekommen geht es schon mit den Problemen los. Sie hat Männern abgeschworen und muss sich nun eine WG mit ...
Emery Lance will mit dem Start ihres Studiums in West Virginia einen Neuanfang. Doch kaum dort angekommen geht es schon mit den Problemen los. Sie hat Männern abgeschworen und muss sich nun eine WG mit einem teilen? Als wäre das nicht genug, versteht sie sich überhaupt nicht mit ihm und dann kommt noch sein bester Freund Dylan dazu, in den sie sich direkt verguckt. Dylan ist ein interessanter Charakter, der auch tiefgründig wirkt. Er hat keine Eltern, arbeitet ohne Ende und studiert Tiermedizin. Durch und durch ein guter Typ. Leider ändert sich meine Meinung aber schnell, denn ich habe nicht erwartet, dass er sich auf so ein Teenie-Niveau herablässt. Ihre Annäherungen bestehen aus kindischen Streichen. Es war einfach nicht süß und komplett ohne Funken. Dazu habe ich oft nicht verstanden, warum sie sich so verhalten haben, wie sie es getan haben. Das hat für mich oft nicht mit ihrer Vergangenheit zusammengepasst.
Die Story zog sich in die Länge und die Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen. Es ist leider sehr vorhersehbar und nicht wirklich fesselnd. Das Problem sind auch die fehlenden Emotionen beziehungsweise die Überdramatik. Es wirkt oft so überzogen. Ich konnte nicht wirklich mitfühlen. Nicht mit Emerys Vergangenheit und nicht bei ihrer Beziehung. Da war einfach nichts. Es liest sich wie ein klassischer Teenie-Film. Dazu aber mit eher oberflächlich gehaltenen Charakteren. Emery will hart und frech wirken, das kaufe ich ihr aber nicht wirklich ab. Besonders mit diesem ambivalenten Verhalten. Ihre Aggressivität fand ich äußerst unsympathisch. Besonders schlimm fand ich, dass sie selbst ja viel durchgemacht hat, aber sobald Dylan ein Fehler macht, ist er unten durch?! Wo sie vorher zig Fehler gemacht hat, aber das ist ja nicht schlimm?! Auch die Liebesgeschichte konnte mich leider gar nicht überzeugen. Gefühle kamen aus dem Nichts und Funken gab es keine. Das Ende. Ja, ich weiß gar nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Es war total abrupt und völlig weit hergeholt.
Fazit:
Das Buch wirkt überzogen und die Charaktere kindisch und ambivalent. Das kann die Autorin deutlich besser. Story ist vorhersehbar und überdramatisiert. Emery ist leider total ambivalent. Ich konnte ihre Verhaltensweisen oft nicht nachvollziehen und ihre toughe Art habe ich ihr erst gar nicht abgekauft. Das aggressive Verhalten war mir zu viel und macht sie unsympathisch. Dylan ist ein toller Typ, aber wirkt leider blass. Die Liebesgeschichte könnte genauso aus einem Teenie-Film kommen, leider zu kindisch. Diese Reihe ist daher leider nichts für mich.