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Veröffentlicht am 13.04.2018

Wenn zwei Welten aufeinander prallen

Save Me
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Save me (Maxton Hall Reihe 1.Teil)von Mona Kasten vom Lyx Verlag

Inhalt: Ruby Jemima Bell hat ein Stipendium an dem rennommierten Maxton Hall College erhalten und ihr größter Traum ist es, nach Oxford ...

Save me (Maxton Hall Reihe 1.Teil)von Mona Kasten vom Lyx Verlag

Inhalt: Ruby Jemima Bell hat ein Stipendium an dem rennommierten Maxton Hall College erhalten und ihr größter Traum ist es, nach Oxford zu kommen, um dort zu studieren. Geld, Luxus, Macht, Aufsehen ist nichts für sie, hat sie doch schon einige schlimme Erfahrungen damit gemacht. Doch eines Tages bringt ein Erlebnis ihre Welt ins Wanken, betrifft es doch ausgerechnet die berühmte Familie Beaufort und sämtliche Begegnungen mit James Beaufort bringen ihre Gefühlswelt extrem ins Wanken, denn er scheint ein Partymensch zu sein, der sich seine Freunde kauft und alles leichtfüßig erhält, wenn man nur genug Macht und Geld in der Hinterhand hat....

Cover/Titel: Ausgezeichnete Wahl sowohl vom Titel Save me, extra in englisch gehalten, was diese Bitte irgendwie gefühlvoller ausdrückt, als wenn es in deutsch 'Rette mich' geschrieben worden wäre. Auch die Farbwahl mit dem goldenen Glitzermotiv, der so ein wenig verweht zu sein scheint, wie ein Misch aus zwei Welten, ist passend gewählt.

Ich bin absolut überwältigt von diesem Buch, ich hab wirklich sämtliche Emotionen durchlebt, als wenn ich mit dabei gewesen wäre. Mona Kasten schafft es, durch die vielen unterschiedlichen Situationen und das Aufeinandertreffen von zwei unterschiedlichen Welten so viele Gefühle und Emotionen zu wecken, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag.
Egal ob es um den Spannungseffekt geht, der eher aufgrund der Skepsis zwischen James und Ruby entsteht und sie sooft ungewollt in demütigende Situationen gerät, oder die Hoffnung durch die verqueren Ansichten, die James von seinem Vater regelrecht eingeprügelt wurden, wieder zerstört wird. Aber auch durch seine Freunde, die großen Einfluss auf ihn haben. Immer wieder kommt etwas dazu, was das Vertrauen und die Gefühle komplett wieder von vorne anfangen lässt.

Doch auch einige humorvolle Situationen kommen nicht zu kurz (Ganzkörper atemwegsverstopfungsschmerz als neues Wort f. Liebeskummer) , die sehr ausgeglichen und zum richtigen Zeitpunkt gesetzt sind und den Leser herrlich zum Lachen bringen.

Von den wirklich wenigen grammatikalischen Fehlern durch ein paar fehlende Satzzeichen oder falschen Wörtern abgesehen, schafft es die Autorin, den Leser auf spannende, emotionsgeladene aber auch sehr gefühlvolle Art in die Welt von James und Ruby mitzunehmen. Mein Lieblingssatz, der so viel ausdrückt-Zitat: "Ich finde, jeder Mensch hat eine Welt voller Möglichkeiten verdient".

Nichts ist vorhersehbar, denn es passieren so viele Dinge, die letztendlich alles, was an Freundschaft und Gefühl wieder von vorne beginnen lässt.
Was mich begeistert, ist die Tatsache, dass der Leser beide sehr ins Herz schließt. Sowohl James mit seiner teilweisen kühlen, erhabenen und abweisenden Art, ohne das Zeigen von Emotionen, wo aber doch im Laufe der Zeit die Fassade bröckelt.
Doch auch Ruby, die durch einige Kindheitserlebnisse, Erfahrungen im Umgang zwischen den Reichen und ihren mittelständischen Eltern eine klare Linie zieht, und deshalb Schule und zu Hause klar trennt. Ihr Sinn für präzise Ordnung, das farblich eingeteilte Termine planen, ihr Einsatz für die Planungen von Schulfeiern und ihre Gewissenhaftigkeit. Ja man denkt erst, es ist übertrieben, aber im Laufe der Zeit, lernt man die Gründe kennen und schließt sie total ins Herz. Sie verfolgt ihre Ziele, lässt sich nicht beirren und ist wirklich eine ehrliche, liebe Freundin, deren Gefühle so süß umschrieben sind.

Ich mag die Unterteilung, abwechselnd aus der Sicht von James und Ruby zu lesen, wie sie jeweils empfinden und was sie bewegt, so zu handeln.
Man empfindet zum Teil Abneigung, gegen gewisse Freunde von ihm, besonders gegenüber seinem Vater, aber wird dann doch immer wieder überrascht, wenn einige ihr Verhalten überdenken.
Rubys beste Freundin Lin kommt aus dieser Welt und kennt dadurch beide Seiten und ist eine tolle Stütze für sie, was man sehr oft spürt.

Das Ende überrascht mich sehr, da hab ich nicht mit gerechnet und deshalb freu mich auf die nächsten beiden Teile, in der Hoffnung, dass sie genauso mitreißend und emotional sind, wie der Auftakt.
Ich habe selten ein Buch erlebt, wo ich die Gefühle so realistisch empfunden habe, so tief mit in der Geschichte war und regelrecht gespürt habe, wie die jeweiligen Personen empfunden oder Situationen erlebt wurden. Danke für ein wunderschönes Buch und ich vergebe wirklich selten 5 Sterne, aber Mona Kasten hat ein großes Lob und alle Sterne voll verdient.

Veröffentlicht am 13.04.2018

Ein Meisterwerk der Emotionen

Die Frauen von Ballycastle
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Inhalt: Fina Ramsey führt ihren über alles geliebten Buchladen The Reading Corner, muss zeitgleich die Wohnung ihrer Omi auflösen, da diese aufgrund ihrer Demenz ins Pflegeheim musste. Nicht nur, dass ...

Inhalt: Fina Ramsey führt ihren über alles geliebten Buchladen The Reading Corner, muss zeitgleich die Wohnung ihrer Omi auflösen, da diese aufgrund ihrer Demenz ins Pflegeheim musste. Nicht nur, dass ihr gegenüber eine Filiale der McClarys Bücherkette öffnet, die immer mehr Kunden fernhält, so fällt ihr beim Entrümpeln ein Brief in die Hände, wo scheinbar eine Verbindung zwischen den Ramseys und McClarys besteht. Doch wie das Geheimnis lüften, ohne dass man dem Feind zu nahe kommt?

Spannung: Aufgrund der Hintergrundgeschichte der Konflikte in Nordirland und der dazu gehörenden Liebesgeschichte von Finas Oma Bridget ist es wundervoll zu lesen, wie Fina Stück für Stück die Zusammenhänge rausgekriegt, gerade weil sie dazu einen raffinierten Plan ausheckt, der allerdings jederzeit nach hinten losgehen kann.

Humor: Ich habe selten so viel gelacht wie in diesem Buch. Die Dialoge sind so lustig, so genial und herrlich, absolut passend und gerade weil man es inach der inhaltlichen Beschreibung gar nicht vermutet, ist es umso schöner, so gut unterhalten zu werden.

Romantik: Es gibt soviele schöne Momente, wo man als Leser das Gefühl hat, mitten drin zu sein, die Schmetterlinge im Bauch zu spüren, egal ob durch das was gesagt wird oder wie gewisse Situationen einfach umschrieben werden. Man hofft, bangt, fiebert so sehr mit und auch wenn die Liebesgeschichte der Oma erzählt wird empfindet man so sehr mit.

Autor und Umsetzung: Das ist das erste Buch von Sandra Binder und gefällt mir ausgesprochen gut. Toller Schreibstil, flüssig, trotz der Wirren in Irland und den jeweiligen Gruppen und Absplitterungen super erklärt und recherchiert und dennoch spannend und emotional rübergebracht und mit der Neuzeit verbunden.

Personen: Sowohl die Protas Liam McClay als auch Fina Ramsey kommen so sympathisch rüber, sowohl in ihren Gefühlen, Emotionen als auch in den jeweiligen spritzigen Dialogen. Hinzu kommt noch Finas Freundin und Ladenhilfe Saoirse, eine bodenständige Person, die kein Blatt vor den Mund nimmt und auch vieles mit Witz verpackt Alle anderen Familienangehörigen sind auf ihre Weise gut getroffen, sehr passend umschrieben, so dass der Leser sich genau vorstellen kann, wer wie aussieht oder welchen Charakter hat..

Besonderes: Am Ende des Buches findet man nochmal eine tolle Beschreibung und Übersicht über die Konflikte in Nordirland, alle relevanten Erklärungen, Kürzel und Hintergründe, so dass man jederzeit nochmal nachschlagen kann. Super erklärt!

Seitenanzahl/Länge: 251 Seiten- super kompakte Geschichte, ohne Längen, ohne unverständliche Zeitsprünge oder schwierige Erklärungen, es passt einfach alles.

Cover: Sehr ansprechend und gleichzeitig geheimnisvoll- die Farbwahl gefällt mir auch sehr und der Titel lädt gleich ein, herauszufinden, was es mit den Frauen von Ballycastle auf sich hat und was für ein Geheimnis sie haben.

Preis: 6,99€ als Ebook- vielleicht nicht unbedingt der Standard/Durchschnittspreis für Ebooks, aber nach dieser Geschichte das Geld wirklich wert.

Gesamtbewertung: Ich bin absolut begeistert von dieser Geschichte. Ich bin überrascht, überwältigt und freu mich, dass ich nach anfänglicher Skepsis (ob mich solche Geschichten interessieren), mich doch dazu entschieden habe und ich hab es nicht eine Sekunde bereut. Ich hab nie gedacht, dass mich ein Buch so berührt, mich so abholt, ich alle Emotionen durchlebe, von Traurigkeit, über die Spannung und Wirrungen der vergangenen Zeit bis über Finas Erlebnisse in ihren Recherchen, ihrem Kampf um ihren Laden, wie süss sie sich um ihre Omi kümmert, das Zusammentreffen beider Familien und auch die lustig spritzigen Dialoge bis hin zu den romantischen Teilen und die Frustmomente, wenn es nicht so läuft, wie erhofft.
Sandra Binder hat für meinen Geschmack ein Meisterwerk geschrieben und ich würde mir wünschen, dass gerade solch ein Buch verfilmt werden könnte. Für mich ist in diesem Buch alles verpackt, was man von einem guten Buch erwartet und deshalb vergebe ich herzlich gerne 5 Sterne und sage NetGalley und dem Verlag herzlichen Dank, dass ich das Buch vorablesen und rezensieren durfte.

Veröffentlicht am 08.09.2025

Eine ergreifende Südstaatengeschichte mit Tiefgang

Wer sein Herz riskiert
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Dieses Buch, basierend auf wahren Begebenheiten, verbindet auf eindrucksvolle Weise historische Fakten mit einer tiefgründigen Erzählung voller Gefühl, Glaube und Hoffnung – eingebettet in das atmosphärische ...

Dieses Buch, basierend auf wahren Begebenheiten, verbindet auf eindrucksvolle Weise historische Fakten mit einer tiefgründigen Erzählung voller Gefühl, Glaube und Hoffnung – eingebettet in das atmosphärische Flair der amerikanischen Südstaaten.

Nach einem tragischen Zugunglück steht Alexandra Jamison vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens. Statt sich den Erwartungen ihrer wohlhabenden Familie zu fügen, schlägt sie einen mutigen Weg ein und beginnt als Lehrerin an der Fisk-Universität, wo sie ehemalige Sklaven unterrichtet. Sie begegnet immer wieder dem Eisenbahnbesitzer Sylas Rutledge, dessen Stiefvater in das Unglück verwickelt war – eine Begegnung voller innerer Zerrissenheit, aber auch wachsender gegenseitiger Achtung.

Die Geschichte erzählt nicht nur von Verlust, sondern auch von persönlichem Wachstum, Vergebung und Gottes Führung. Beide Hauptfiguren sind auf der Suche – nach Wahrheit, Versöhnung und einem Platz im Leben. Dabei zeigt sich: Nicht alles ist planbar, aber manches führt gerade durch Umwege zum Ziel.

Besonders beeindruckend ist die authentische Einbettung historischer Elemente: das Zugunglück, der Fisk-Universität, die berühmten Jubilee Singers, Persönlichkeiten der Zeit und die Belle Meade Plantage verleihen der Handlung große Tiefe.

Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig, das Zusammenspiel aus Tragik, Humor und geistigem Wachstum macht das Buch zu einem bewegenden Leseerlebnis. Vor allem die innere Entwicklung Alexandras und Sylas’ sowie der solidarische Zusammenhalt unter den Lehrkräften und Schülern haben mich nachhaltig berührt.

Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern inspiriert. Für alle, die Südstaaten-Romane mit historischem Hintergrund und emotionaler Tiefe lieben – eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.07.2025

für zweite Chancen ist es nie zu spät - 8.Band der Hope Harbor Reihe

Das Cottage über dem Meer
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In Hope Harbor lernen wir eine der wichtigsten Lebenslektionen: Es ist nie zu spät für Hoffnung – und oft zeigt sie sich auf den unerwartetsten Wegen. Auch in diesem achten Band gelingt es der Autorin ...

In Hope Harbor lernen wir eine der wichtigsten Lebenslektionen: Es ist nie zu spät für Hoffnung – und oft zeigt sie sich auf den unerwartetsten Wegen. Auch in diesem achten Band gelingt es der Autorin wieder einmal meisterhaft, Herz und Tiefe miteinander zu verweben.

Elf Jahre sind vergangen, seit die beginnende Liebe zwischen Jack Colby und Christi Reese jäh zerbrach. Viel Schmerz, Enttäuschung und verpasste Chancen prägen ihre Vergangenheit. Nun jedoch steht Christi plötzlich wieder vor Jack – verändert, gereift, mit einer Bitte, die nicht nur sein Vertrauen, sondern auch seine alte Wunde auf die Probe stellt. Als sich die Rollen plötzlich umkehren und Jack selbst auf Hilfe angewiesen ist, beginnt eine stille, behutsame Annäherung, in der Vergangenheit und Gegenwart unweigerlich aufeinandertreffen.

Wie gewohnt ist es die Gemeinschaft von Hope Harbor – mit all ihren liebenswerten, oft skurrilen Bewohnern – die dem Ganzen eine unvergleichliche Wärme und Tiefe verleiht. Zwischen Strand, Möwen und dem Duft des Meeres entsteht erneut dieser zauberhafte Ort, an dem Heilung möglich wird. Entscheidungen haben Konsequenzen, ja – doch auch Vergebung, Veränderung und ein neuer Anfang finden hier Raum.

Besonders berührend ist auch die zweite Erzählspur: Eine bewegende Schicksalsgeschichte, die mit emotionaler Wucht zeigt, dass jeder Mensch Narben trägt – und dennoch geliebt werden kann. Tierische und menschliche Helfer sorgen für kleine Lichtblicke, stille Wunder und große Gefühle.

Auch wenn die Grundstruktur der Romane der Reihe vertraut ist, wird man nie müde, nach Hope Harbor zurückzukehren. Jeder Besuch fühlt sich an wie ein Heimkommen, wie eine Oase der Ruhe und Stabilität – mit Menschen, die mit Güte, Glaube und einem offenen Herzen das Leben ein Stück heller machen, selbst wenn so mancher seinen Glauben wieder festigen muss. Dieses Buch ist eine herzerwärmende Einladung, den Mut zur Veränderung zu fassen, den Blick auf das Gute nicht zu verlieren – und sich vom Zauber der Hoffnung tragen zu lassen.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Ausdrucksstark, bildgewaltig, emotionaler Volltreffer

Am Meer ist es schön
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Verschickungskinder – wenn Kinder und Jugendliche auf Anraten von Ärzten zur Förderung der Gesundheit in so genannte Kurheime geschickt werden. Dieses Thema greift die Autorin in ihrem Roman auf und nachdem ...

Verschickungskinder – wenn Kinder und Jugendliche auf Anraten von Ärzten zur Förderung der Gesundheit in so genannte Kurheime geschickt werden. Dieses Thema greift die Autorin in ihrem Roman auf und nachdem ich es beendet habe, musste ich erstmal tief durchatmen.

Die mittlerweile fast 50jährige Susanne, Mutter von einer 26-jährigen Tochter erzählt am Sterbebett ihrer Mutter auf deren Wunsch das erste Mal intensiv über diese Zeit in dem Verschickungsheim in St.Peter Ording. Bis dahin verdrängt, weil ihr nach der Heimkehr keiner geglaubt hat, was sich dort abgespielt hat, ihre Mutter aber ahnt, dass das, was die kleine lispelnde Susi erlebt hat, doch mehr war, als man es in dem Alter der blühenden Phantasie zusprechen konnte.
In Zeitsprüngen erlebt man nicht nur die wachen und dementen Züge von Susannes Mutter, sondern auch nach und nach die grausame, unvorstellbare Zeit in einem der unzähligen Heime und Susis ganz eigene traurige Geschichte, die sie und alle Kinder, die dort waren, für immer geprägt hat.

Mich hat es eiskalt erwischt, es fühlte sich wie ein Emotionstsunami an, der mich gnadenlos überrollt hat, völlig erschüttert, dass Menschen zu so was fähig sind und vor allem, weil man die Gründe einfach nicht versteht. Dieses Heim ist ja kein Einzelfall gewesen, aber dennoch so wichtig, dass dieses dunkle Thema, dass sich von der Nachkriegszeit bis in die 90er Jahre noch basierend auf NS-Ideologie durchgezogen hat, endlich Gehör und Verständnis für die Betroffenen findet.

Am meisten Unverständnis kommt dabei auf, wie geschickt die Heime die Abläufe vertuscht haben, die Kinder eingeschüchtert haben und somit kaum etwas nach außen drang oder nur wenige Eltern sich bewogen fühlten, dagegen anzugehen.
Trotz dieser sehr bedrückenden Erlebnisse fand ich dieses feine Netz der Verbundenheit zwischen den Kindern so niedlich und besonders Susannes Geheimnisse und Erinnerungen bringen etwas zutage, was mich sehr berührt und am Ende sehr gefreut hat.

Ausdrucksstark, bildgewaltig, emotionaler Volltreffer - die Autorin versteht es wieder mal, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und all die Erlebnisse fast selbst spüren zu können. Parallel als Hörbuch fand ich die gesprochene Umsetzung genial, Ulrike Kapfer ist die geniale Besetzung und durch sie ist die Geschichte noch lebendiger geworden.

Eine fiktive Geschichte, die aber auf Tatsachen beruht, wichtig gegen das Vergessen, gegen all die Gräuel an den Kindern, die in solchen Verschickungsheimen das Schlimmste, was man einem kleinen Menschlein antun kann, erleben mussten, meist nur schwer darüber hinwegkamen und vielleicht immer noch damit zu kämpfen haben, jedes auf seine ganz eigene Weise.

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