Ein ruhig erzählter Roman mit viel Liebe zum Detail!
Morgen sind wir wild und freiDarum geht es:
Anfang des 20. Jahrhunderts kreuzen sich in Oberammergau die Wege von drei Frauen, die kaum verschiedener sein könnten. Viktoria schlägt sich mühsam als alleinerziehende Mutter und Sekretärin ...
Darum geht es:
Anfang des 20. Jahrhunderts kreuzen sich in Oberammergau die Wege von drei Frauen, die kaum verschiedener sein könnten. Viktoria schlägt sich mühsam als alleinerziehende Mutter und Sekretärin durchs Leben und hat ihre eigenen Träume fast aufgegeben. Agnes gehört zu den ersten Frauen, die Architektur studieren, und muss sich ständig gegen Vorurteile behaupten. Elisabeth, eine junge Schneiderin, sehnt sich nach einem Zuhause, in dem sie ihr Leben selbst bestimmen kann. Gemeinsam beschließen sie, einen heruntergekommenen Berghof zu kaufen und dort frei von den engen gesellschaftlichen Erwartungen zu leben. Doch ihnen fehlt das Geld, und schon bald geraten ihre Pläne durch äußere Ereignisse und persönliche Schicksalsschläge in Gefahr. Trotz aller Widerstände halten sie an ihrer Idee fest. Wird ihr Traum Bestand haben?
Mein Leseeindruck:
Stephanie Schuster überzeugt mit einem sehr genauen und detailreichen Schreibstil. Ihre Beschreibungen wirken lebendig, sorgfältig und gut recherchiert. Besonders die Sehnsucht der drei Frauen nach Bildung, Freiheit und einem eigenen Weg vermittelt die Autorin glaubhaft und authentisch. Für mich hätte die Geschichte jedoch etwas mehr Schwung vertragen. Die Handlung verläuft ruhig, ohne große Höhen und Tiefen, sodass mich nicht alles gleichermaßen fesseln konnte. Auch zu den Hauptfiguren konnte ich emotional nicht ganz den Zugang finden. Sie blieben für mich etwas auf Distanz. Trotzdem lässt sich das Buch angenehm und flüssig lesen. Es ist eine stimmige, gut erzählte Geschichte, die man durchaus mögen kann. Bei mir persönlich hat sie jedoch keinen dauerhaften Nachhall hinterlassen.
Fazit:
3,5/5 Sterne! Ein ruhig erzählter Roman mit viel Liebe zum Detail. Ein schönes Buch für zwischendurch, aber für mich ohne großen Nachhall.