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Veröffentlicht am 10.07.2025

Basketballliebe

Foul Play
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Es geht wieder in die Basketball-Halle, wieder zu den Hopeville Dragons. Diesmal zu Joshua - dem Bruder von der Prota aus dem ersten Band und ihrer besten Freundin Josi. Damit ist der Trope schon mal klar ...

Es geht wieder in die Basketball-Halle, wieder zu den Hopeville Dragons. Diesmal zu Joshua - dem Bruder von der Prota aus dem ersten Band und ihrer besten Freundin Josi. Damit ist der Trope schon mal klar „Best Friends Brother“.

Loris Umfeld und leider ihr dadurch entwickeltes Gedankenbild zum Dating und Single Dasein gingen mir etwas auf den Keks (zu sehr Armes Singlemädchen - zu sehr oh ha, Anfang 20 und noch nicht vergeben jetzt wird es dringend, schließlich gründen andere gerade eine Familie in dem Alter- sie klang manchmal als sei sie Mitte 30 - und auch in dem Alter hätte mich das Bild genervt) und ihre Regelung konnte ich nicht so ganz nachvollziehen- aber sie hat eine gute Entwicklung durchgemacht. Joshuas Beweggründe konnte ich da etwas besser nachfühlen. Insgesamt haben die beiden sich das Leben unnötig schwer gemacht und doch habe ich mitfiebern können- was am guten Erzählstil lag.

Was mir aber sehr positiv aufgefallen ist: Es ist WIRKLICH eine Sportsromance. Die Figuren reden nicht nur drüber, dass jemand Sportler ist, sondern man ist live dabei, der Sport wird gelebt und geliebt. Das war im ersten Band schon so. Viel zu oft wäre die Sportart an sich egal und austauschbar; weil man gar nichts mitbekommt von dem Sport an sich. Das ist mir bisher erst in drei Büchern positiv aufgefallen, dass der Sport wirklich dazugehört und macht eine Sportsromance für mich aus, das sind die beiden von Laura Willud (MissMatch und dieses hier- Basketball) und bei Nadine Engel (Racing Hope -Motocross)- deswegen muss ich es herausheben. Großes Lob an die Autorin!

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Rettungsschwimmerromance

The summer that broke us (Lifeguard 1)
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Zwei Freundinnen, die beide als Rettungsschwimmerinnen arbeiten. Doch auch Ex-Model und Neulifeguard Ben wird dieses Jahr dort sein, mit dem Layla letztes Jahr zusammen war. Ausgerechnet er bietet einer ...

Zwei Freundinnen, die beide als Rettungsschwimmerinnen arbeiten. Doch auch Ex-Model und Neulifeguard Ben wird dieses Jahr dort sein, mit dem Layla letztes Jahr zusammen war. Ausgerechnet er bietet einer der beiden eine Unterkunft an, als sie durch einen Rohrbruch gezwungen werden, die Bleibe zu wechseln. Also geht Sutton zu ihm, denn für Layla wäre es zu viel beim Ex zu sein. Allerdings weiß er nicht, dass Ben und Sutton auch bereits eine Geschichte aus letztem Jahr verbindet.



An sich ist der Schreibstil sehr gut und es wurde auch gut vertont. Ich hatte einige tolle Hörstunden. Aber am Plot hatte ich ein paar Kritikpunkte. Als Ben und Sutton sich näherkommen und auch einander von tragischen Dingen aus dem letzten Jahr erzählen, klingelt es bei ihm nicht sofort? Das kann ich mir kaum vorstellen. Und sie lässt sich auf ihn ein, obwohl sie genau weiß, wie sehr sie Layla damit verletzen wird. Layla wird mir zu klischeehaft beschrieben und Anteile ihrer Persönlichkeit, die ganz am Anfang durchblitzen, werden später komplett außer acht gelassen.

Es war eine unterhaltsame Geschichte, mit Spice, Drama und Gefühlen, doch die Figuren wurden mir alle etwas zu Stereotyp dargestellt. Schade, denn der Sommervibe, das Strandsetting und die Grundstory hätten es zu einem Sommerhighlight werden lassen können. So wurde leider ein wenig Potenzial zugunsten von unnötigem Drama für etwas unlogische Wendungen liegengelassen.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Suche nach Sinn

delulu
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Vorweg, es ist das erste Buch dieser Autorin, das ich lese. Dabei fällt mir sofort ins Auge, wie sehr sie es versteht, mit Worten umzugehen, Bilder zu erzeugen und Lesende in die Atmosphäre eintauchen ...

Vorweg, es ist das erste Buch dieser Autorin, das ich lese. Dabei fällt mir sofort ins Auge, wie sehr sie es versteht, mit Worten umzugehen, Bilder zu erzeugen und Lesende in die Atmosphäre eintauchen zu lassen. Leider verliert sie die Lesenden dabei manchmal. Doch eines ist klar, es ist eine gewollte Verwirrung, der Versuch, das Grundrauschen das uns durch Werbung, Film und Musik im Alltag begleitet. Ein zurechtfinden zwischen den Eindrücken unserer schnelllebigen Welt.

Für mich fühlte es sich manchmal wie ein Tag mit ADHS an, verschiedene Szenen prasseln auf einen ein, zeitgleich ohne klare Abgrenzung oder die Möglichkeit kurz zu pausieren. Zurück bleibt man völlig verwirrt und überfordert. Und doch hat es was, dieses bunte Treiben, in dem man verschiedene Abstufungen von bekannten Farben wie Grün antrifft. Ist es das, was das Leben ausmacht? Die Sinnsuche noch beim ableben? Denn so scheint es für Res zu sein, die Protagonistin, die bereits auf den ersten Seiten stirbt und uns mitnimmt in ihren wirren Strudel bis zur Erkenntnis, das es vorbei ist.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Selbstjustiz und blinde Rache

How To Kill a Guy in Ten Ways
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Gleich der erste Satz des Romans zeigt schon, in welche Richtung sich das Ganze bewegen wird und sorgt direkt dafür, dass man wissen möchte, was passiert ist. Das erfährt man auch, nach und nach.

Millie ...

Gleich der erste Satz des Romans zeigt schon, in welche Richtung sich das Ganze bewegen wird und sorgt direkt dafür, dass man wissen möchte, was passiert ist. Das erfährt man auch, nach und nach.

Millie betreibt einen Service, der Frauen in brenzligen Situationen hilft, eine Notfallhotline. Doch genau durch eine dieser Rettungsaktionen wird Millie etwas bewusst und sie entscheidet sich, nicht nur zu helfen, sondern auch mehr durchzugreifen. Als sie ein Mädchen aus der Wohnung eines Mannes befreit, kommt es in Notwehr zu einem Unfall, doch der bringt etwas viel größeres ins Rollen.

Ich hatte massive Probleme mit der Protagonistin, sie ist selbstgefällig, lässt an niemanden ein gutes Haar, selbst über ihre beste Freundin lästert sie in ihren Gedanken - und da sie die Leser teilweise auch direkt anspricht offensichtlich nicht nur gedanklich. Ein Mann weniger? Ist ja auch keine große Sache. Der moralische Kompass ist bei ihr völlig zerstört, das kann man zwar bei ihrer Biografie verstehen, aber wenn es ein Mann wäre, der hier handelt würde gerade Millie sagen“man kann sic nicht wegen einer schweren Kondheit entschuldigen und die Taten auf die schlechten Erfahrungen abwälzen“. Die Form von Selbstjustiz ist enorm. Und trotz meiner Abneigung zu ihr und ihrer Taten, musste ich weiterlesen, denn ich wollte wissen, ob sich manche Fragen und Spannungsbögen aufklären (das tun sie) und ob Millie mit allem davonkommt - um das zu erfahren solltet ihr es selbst lesen. Der Schreibstil ist gut, dadurch fliegt man auch durch die Seiten auch wenn ich sehr oft den Kopf über Millie geschüttelt habe.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Anders

bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann
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Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn der Klappentext und die Tatsache, dass es die knallharte Realität mancher Grossstadtjugendlichen zeigt, haben mich sehr neugierig gemacht.
Man muss sich auf ...


Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn der Klappentext und die Tatsache, dass es die knallharte Realität mancher Grossstadtjugendlichen zeigt, haben mich sehr neugierig gemacht.
Man muss sich auf das Buch einlassen, mit dem eigenwilligen aber sehr besonderen Schreibstil vertraut machen. Aber dann offenbart sich ein authentischer und zeitgemäßer Blick auf das Leben in einer Stadt. Es spielt zwar in Oslo, aber es könnte genauso gut Berlin sein. Was zeigt, das sich europäische Großstädte in ihrer Lebensqualität für Jugendliche ähneln. Ein Meltingpot für Sprache und Kultur. Genau das spiegelt das Buch, denn man wird immer wieder zwischen norwegischen, englischen, arabischer und somalischen Begriffen hin und her geschleudert. Und ich finde es grandios, dass es ganz so aus dem Norwegischen übersetzt wurde, dass der Mix erhalten bleibt. Keine Großschreibung und keine Punkte spiegeln die Schnelllebigkeit und dass manchmal ein Anker fehlt.
Wirklich, ich kann allen nur empfehlen sich auf dieses Buch einzulassen und die Tiefe zu entdecken.

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