Neuer Garten fürs Internat
Tina und Tini, Band 06Im Internat Bergheim gehen merkwürdige Dinge vor sich. Der exzentrische Professor streift auffällig oft durch die Bibliothek, als würde er etwas suchen. Gleichzeitig beobachtet der Gärtner den alten Turm ...
Im Internat Bergheim gehen merkwürdige Dinge vor sich. Der exzentrische Professor streift auffällig oft durch die Bibliothek, als würde er etwas suchen. Gleichzeitig beobachtet der Gärtner den alten Turm mit besonderem Interesse – und beginnt plötzlich, dort zu graben. Die Freundinnen Tina und Tini sind alarmiert: Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht.
Als die beiden einen geheimnisvollen Plan entdecken, der sie in die versteckte Kapelle des Internats führt, nimmt ihr Abenteuer richtig Fahrt auf. Was sie dort finden, ist mehr als eine bloße Überraschung – es ist eine Entdeckung, die alles verändert und Licht auf das Rätsel wirft, das über dem Internat schwebt.
Ich habe mir mit diesem Buch einen Hauch Kindheit zurückgeholt. Früher fand ich die Geschichte unheimlich spannend – heute wirkte sie auf mich etwas langatmiger. Besonders die zahlreichen Szenen rund um das Essen in der Mensa oder schulische Alltagsdinge zogen sich in die Länge. Als Kind war genau das aufregend: das Internatsleben, der geregelte Tagesablauf, die kleinen Geheimnisse. Jetzt fiel mir eher auf, wie wenig dort eigentlich gegessen wird – für mich wäre das Internat nichts gewesen!
Der Kriminalfall selbst ist für ein junges Publikum ansprechend und mit Spannung erzählt. Aus heutiger Sicht fehlte mir etwas Tempo und Tiefe, dennoch hatte das Buch seinen nostalgischen Reiz. Wer Tina und Tini kennt und liebt, wird auch diesen Band mögen – besonders, wenn man ihn aus Kinderaugen liest. Für mich war es ein nettes Wiedersehen, auch wenn die große Begeisterung wie früher ausblieb.