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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2025

Neuer Garten fürs Internat

Tina und Tini, Band 06
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Im Internat Bergheim gehen merkwürdige Dinge vor sich. Der exzentrische Professor streift auffällig oft durch die Bibliothek, als würde er etwas suchen. Gleichzeitig beobachtet der Gärtner den alten Turm ...

Im Internat Bergheim gehen merkwürdige Dinge vor sich. Der exzentrische Professor streift auffällig oft durch die Bibliothek, als würde er etwas suchen. Gleichzeitig beobachtet der Gärtner den alten Turm mit besonderem Interesse – und beginnt plötzlich, dort zu graben. Die Freundinnen Tina und Tini sind alarmiert: Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht.

Als die beiden einen geheimnisvollen Plan entdecken, der sie in die versteckte Kapelle des Internats führt, nimmt ihr Abenteuer richtig Fahrt auf. Was sie dort finden, ist mehr als eine bloße Überraschung – es ist eine Entdeckung, die alles verändert und Licht auf das Rätsel wirft, das über dem Internat schwebt.



Ich habe mir mit diesem Buch einen Hauch Kindheit zurückgeholt. Früher fand ich die Geschichte unheimlich spannend – heute wirkte sie auf mich etwas langatmiger. Besonders die zahlreichen Szenen rund um das Essen in der Mensa oder schulische Alltagsdinge zogen sich in die Länge. Als Kind war genau das aufregend: das Internatsleben, der geregelte Tagesablauf, die kleinen Geheimnisse. Jetzt fiel mir eher auf, wie wenig dort eigentlich gegessen wird – für mich wäre das Internat nichts gewesen!

Der Kriminalfall selbst ist für ein junges Publikum ansprechend und mit Spannung erzählt. Aus heutiger Sicht fehlte mir etwas Tempo und Tiefe, dennoch hatte das Buch seinen nostalgischen Reiz. Wer Tina und Tini kennt und liebt, wird auch diesen Band mögen – besonders, wenn man ihn aus Kinderaugen liest. Für mich war es ein nettes Wiedersehen, auch wenn die große Begeisterung wie früher ausblieb.

Veröffentlicht am 12.07.2025

AWOO

Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 1) - Plötzlich Werwolf
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Hörbuchbewertung



Gerade war Fynn noch ein ganz normaler Junge – mit Freunden, guten Noten und einem nervigen großen Bruder. Doch dann wird er von einem seltsamen Hund gebissen, und beim nächsten Vollmond ...

Hörbuchbewertung



Gerade war Fynn noch ein ganz normaler Junge – mit Freunden, guten Noten und einem nervigen großen Bruder. Doch dann wird er von einem seltsamen Hund gebissen, und beim nächsten Vollmond verändert sich plötzlich alles. Statt Alltag wartet nun ein Internat der besonderen Art auf ihn: die düstere Nightmore Academy, tief in den nebligen Hochmooren gelegen.

Schon die Ankunft ist ein Schock: Die Schule grenzt direkt an einen Friedhof, die Direktorin ist eine echte Todesfee, und das Monster von Loch Ness unterrichtet ausgerechnet Geschichte. Im Burggraben lauern hungrige Krokodile, und der Lieblingssport der Schüler heißt nicht ohne Grund Blutball. Fynn steht sofort fest: Hier hält er es keine Woche aus!

Zum Glück trifft er auf Sinista, eine freche Dämonin, die 1622 wegen übler Streiche von genau dieser Schule geflogen ist. Sie schmiedet mit Fynn einen genial-verrückten Plan, um ihm ebenfalls den Rauswurf zu sichern. Doch während sie versuchen, das Internat in Chaos zu stürzen, merkt Fynn, dass er sich verändert. Vielleicht ist er gar nicht mehr so „normal“ wie früher – und vielleicht gehört er genau deshalb an diesen unheimlichen Ort.



Ein fantasievoller Auftakt in eine schräge Internatswelt voller Magie, Monster und Geheimnisse. Ideal für junge Leserinnen und Leser, die gruselige Abenteuer mit Humor mögen. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und besonders die erklärenden Einschübe – etwa wie Dinge geschrieben werden oder was bestimmte Begriffe bedeuten – fand ich sehr gelungen. Gerade für Leseanfänger eine tolle Unterstützung. Die Figur Sinista bleibt für mich bis zum Schluss ein Rätsel: mag ich sie oder nicht? Vielleicht liegt’s daran, dass Dämonen nicht so mein Fall sind. Trotzdem würde ich das Buch definitiv meinem Patenkind empfehlen – spannend, lehrreich (wenn auch versteckt), und definitiv nicht vorhersehbar!

Veröffentlicht am 12.07.2025

Rungholtschatz

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Im gemütlichen Strickladen „Strickschick“ in Lüttjekoog, einem kleinen Ort an der Nordsee-küste, treffen sich einmal pro Woche vier sehr unterschiedliche Menschen, um gemeinsam zu stricken, zu plaudern ...

Im gemütlichen Strickladen „Strickschick“ in Lüttjekoog, einem kleinen Ort an der Nordsee-küste, treffen sich einmal pro Woche vier sehr unterschiedliche Menschen, um gemeinsam zu stricken, zu plaudern und den Alltag hinter sich zu lassen. Die bunte Runde ist für alle mehr als nur ein Hobby – sie ist ein Stück Heimat geworden, ein sicherer Hafen bei persönlichen Sorgen. Ihr Motto: Gemeinsam strickt man weniger allein! Doch dann wird das ruhige Küstenleben jäh gestört: Pfarrerin Anne wird in ihrer eigenen Kirche überfallen. Kurz darauf geschieht ein Mord – und der Frieden des Ortes ist endgültig dahin.
Für die vier Freunde aus dem Strickladen steht fest: Sie müssen handeln! Besonders Ladeninhaberin Mette ist sofort Feuer und Flamme für Ermittlungen – auch wenn sie dabei gelegentlich die Grenzen des Legalen überschreitet. Zwischen Stricknadeln, Wattwanderungen und Teepausen kommt eine Spur nach der anderen ans Tageslicht. Ein geheimnisvoller Schatz im Watt, alte Geschichten aus der Region und neue Rätsel lassen sie nicht mehr los. Doch können sie den Täter rechtzeitig entlarven und den Schatz retten, bevor noch mehr passiert?



Ein liebevoll geschriebener Wohlfühlkrimi mit norddeutschem Flair und einer Extraportion Wolle. Die Figuren sind charmant, die Kulisse gemütlich – aber für meinen Geschmack war das Strickthema etwas zu dominant. Obwohl ich als Häkel-Fan das Thema grundsätzlich nachvollziehen kann, zog sich das viele Gestricke etwas zu sehr in den Vordergrund. Die Krimihandlung selbst kam erst spät richtig in Fahrt, und die eigentliche Ermittlungsarbeit hätte gern mehr Raum bekommen dürfen. Trotzdem ein netter, leichter Krimi für zwischendurch – vor allem für Leserinnen, die Handarbeiten und Küstenromantik lieben.

Veröffentlicht am 27.06.2025

Flucht

Noah und der verlassene Leuchtturm
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Noah fand es eigentlich nie besonders aufregend, dass sein Vater bei der Kriminalpolizei arbeitet. Doch plötzlich wird der Alltag der Familie von dunklen Schatten überschattet: Unheimliche Gestalten tauchen ...

Noah fand es eigentlich nie besonders aufregend, dass sein Vater bei der Kriminalpolizei arbeitet. Doch plötzlich wird der Alltag der Familie von dunklen Schatten überschattet: Unheimliche Gestalten tauchen auf, sie werden verfolgt, das Telefon klingelt mit anonymen Anrufen – und schließlich erreicht sie sogar ein Drohbrief. Aus Sorge um Noahs Sicherheit entscheidet sein Vater kurzerhand, ihn übers Wochenende an die Nordsee zu schicken. Dort soll er zur Ruhe kommen und Abstand gewinnen, während sein Vater versucht, der Gefahr auf den Grund zu gehen.
An der Nordsee angekommen, will Noah zusammen mit seinen Freunden Hannes und Ella die Zeit genießen und das Bedrohliche hinter sich lassen. Strand, Meer und frische Luft sollen für Ablenkung sorgen. Doch die dunklen Gestalten aus Berlin haben ihre Spur längst aufgenommen. Schon bald merken die drei Freunde, dass sie alles andere als sicher sind. Die Bedrohung ist näher, als sie dachten – und als sie das ganze Ausmaß der Gefahr erkennen, ist es bereits zu spät für eine einfache Flucht ...



Die Grundidee der Geschichte war wirklich spannend und hat mich neugierig gemacht. Der Mix aus Bedrohung, Flucht und dem Versuch, das Geheimnis zu lösen, hatte viel Potenzial. Allerdings wurde dieses durch einige zu ausführlich beschriebene Szenen – wie etwa die Wattwanderung – ein wenig ausgebremst. Ich hätte mir gerade zu Beginn mehr detektivischen Spürsinn und ein stärkeres Gefühl von Abenteuer gewünscht. Stattdessen verlief die Handlung stellenweise etwas ruhiger, als ich es mir erhofft hatte. Trotzdem ein solides Buch, das Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 27.06.2025

Rajs Rache

Stadt der bösen Tiere, Band 4 - Die Rache
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Die Suche nach dem gefährlichen weißen Tiger Raj führt Lizard und seinen Freund Taiyo ins pulsierende Herz von Mumbai – und mitten hinein ins Zentrum der Macht. Raj hat ein dunkles Netz gesponnen, das ...

Die Suche nach dem gefährlichen weißen Tiger Raj führt Lizard und seinen Freund Taiyo ins pulsierende Herz von Mumbai – und mitten hinein ins Zentrum der Macht. Raj hat ein dunkles Netz gesponnen, das nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Menschen großes Unheil bedeutet. Entschlossen, dem skrupellosen Tiger endlich das Handwerk zu legen, machen sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise quer durch Indien. Doch der Weg ist voller Gefahren und unerwarteter Begegnungen. Immer wieder treffen sie auf neue Tiere – darunter ein geheimnisvoller Geier –, bei denen sie nie wissen: Sind sie auf ihrer Seite oder führen sie Lizard und Taiyo in eine Falle?
Die Spannung steigt, als sich das Netz um Raj langsam zuzieht. Doch der Weg dorthin ist steinig, und manches Hindernis bringt die Freunde an ihre Grenzen. Vertrauen wird auf eine harte Probe gestellt, während sie der entscheidenden Konfrontation immer näherkommen.


Das Buch liest sich wie ein Staffelfinale, und vieles deutet darauf hin, dass es eine Fortsetzung geben wird – vielleicht im „Tal der bösen Tiere“? Der Gedanke macht neugierig. Was mich beim Lesen jedoch gestört hat, war, dass die weiblichen menschlichen Charaktere wieder einmal als eher nervig dargestellt wurden. Ich frage mich, warum das in dieser Reihe so oft der Fall ist. Außerdem zog sich die Reise diesmal ein wenig in die Länge, was das Lesevergnügen leider etwas getrübt hat. Das Ende kam dann ziemlich abrupt, sodass ich mir unsicher bin, ob es tatsächlich als Abschluss der Staffel gedacht ist oder ob die Geschichte bald weitergeht.