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Veröffentlicht am 27.06.2025

Zum Träumen

Sommerfarben in der Stadt der Liebe
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Marie lebt in Paris, der Stadt der Liebe, hat aber selbst nach einer zerbrochenen Beziehung den Glauben an die Liebe verloren. So konzentriert sie sich nur noch auf ihre Studium und ihren Aushilfsjob im ...

Marie lebt in Paris, der Stadt der Liebe, hat aber selbst nach einer zerbrochenen Beziehung den Glauben an die Liebe verloren. So konzentriert sie sich nur noch auf ihre Studium und ihren Aushilfsjob im Museum. Bei einer ihrer Führungen begegnet sie Jan, der ihre Leidenschaft für Kunst teilt. Seine Einladung zu einem Ausflug nimmt Marie an, gemeinsam fahren sie in das Dorf Giverny, wo einst Monet lebte und malte. Ob Marie in Jan eine neue Beziehung gefunden hat?

Lily Martin ist das Pseudonym der bekannten Autorin Anne Stern. "Sommerfarben in der Stadt der Liebe" ist der zweite Roman ihrer Paris-Trilogie, den man sehr gut als Einzelroman lesen kann. Man trifft hier auf Marie, die nicht mehr an die Liebe glaubt und auf Jan, die beide absolute Sympathieträger sind. Maries Entwicklung ist wunderschön zu verfolgen und man hofft wirklich, daß beide zueinander finden. Der Weg dorthin ist holprig und dadurch umso interessanter. Lily Martin ist es hier gelungen, die Gefühlswelten mit ihren Höhen und Tiefen gut zu vermitteln, so daß man sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann. Paris wird hier ebenfalls so gut beschrieben, daß man das Flair förmlich nach Hause importiert bekommt. Ihr Schreibstil ist wunderbar locker und leicht, die Geschichte liest sich sehr flüssig und es macht einfach Spaß, diese Geschichte zu lesen - auch wenn das Ende vorhersehbar ist. Denn schließlich möchte man als Leser bei diesem Genre auf die heile Welt treffen. Alles andere wäre unpassend.

Ein sehr gelungenes Buch für zwischendurch, bestens geeignet um ein paar Stunden abzuschalten!

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Mal etwas völlig anderes

Killer-Elli
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Eine alte Dame erschießt einen Rowdy - Kommissar Kahlberg muß die Dame schleunigst finden. Nicht nur als Täterin - auch zu ihrem eigenen Schutz, denn die Komplizen sinnen bestimmt auf Rache. Seine Ermittlungen ...

Eine alte Dame erschießt einen Rowdy - Kommissar Kahlberg muß die Dame schleunigst finden. Nicht nur als Täterin - auch zu ihrem eigenen Schutz, denn die Komplizen sinnen bestimmt auf Rache. Seine Ermittlungen sind schwer, denn die alte Dame wird durch Stillschweigen der Zeugen geschützt.

Rita Janaczek hat mit "Killer-Elli" einen außergewöhnlichen Charakter erschaffen. Man erfährt nach und nach immer mehr über sie und so setzt sich das Bild einer authentischen Täterin zusammen. Sie überzeugt und auf ihre Art fand ich sie sogar sympathisch. Die Autorin wechselt in der Handlung immer wieder die Perspektiven, so daß man ein vielseitiges Bild des Geschehens erhält und die Spannung stets hoch angesiedelt ist. Sie beschreibt alles sehr bildhaft - was an manchen Stellen angebracht ist, an anderen Stellen jedoch etwas übertrieben ist und den Lesefluss leicht stört. Immer wieder streut Rita Janaczek Zeitungsartikel ein, die das vorherige Geschehen beleuchten. Dadurch wird das Geschehen vertieft und aufgearbeitet, was ich als ganz witzige Idee empfand. Die Autorin verfügt über einen leicht lesbaren Schreibstil, bei dem es Spaß macht, die Handlung zu verfolgen. Alles in allem ist "Killer-Elli" ein grundsolider Krimi, den man gern und gebannt liest!

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Immer aufpassen, was man ißt!

Schatten über Sømarken
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Hochsommer auf Bornholm. Lennart Ipsen hat Urlaub und freut sich auf eine Woche Mallorca mit seinen Töchtern. Im Restaurant "Argousier" von Lennarts Freundin Maren herrscht Hochbetrieb, sie selbst plant ...

Hochsommer auf Bornholm. Lennart Ipsen hat Urlaub und freut sich auf eine Woche Mallorca mit seinen Töchtern. Im Restaurant "Argousier" von Lennarts Freundin Maren herrscht Hochbetrieb, sie selbst plant mit ihrem Ex-Freund, dem bekannten Fernsehkoch Falk Magnusson eine Kochshow. Während des Essens in Marens Lokal bricht Falk plötzlich tot zusammen. Er wurde vergiftet, der Verdacht fällt auf Maren. Lennart wird aufgrund der persönlichen Beziehung vom Dienst suspendiert. Er ermittelt nun privat und entdeckt Geheimnisse in Marens Leben, die seine Beziehung zu ihr ins Wanken bringt

"Schatten über Sømarken" ist der dritte und bisher persönlichste Fall für Lennart Ipsen. Michael Kobr setzt den Fokus hier auf die hart umkämpfte Gastronomie- und Showszene. Man wirft einen Blick hinter die Kulissen und erfährt, mit welchen Mitteln dort gekämpft wird. Dies ist sehr interessant, ganz im Gegensatz zu den oft ausschweifenden Kochszenen von Maren und Lennart. Dies hat mich oft aus dem Lesefluss geholt und mich auch nicht wirklich interessiert. Dagegen sind Lennart Ermittlungen höchst interessant und man bekommt Einblicke in Marens Vergangenheit, die sie nicht gerade positiv darstellen. Auch ihre bevormundende Art Lennart gegenüber machte sie nicht sonderlich sympathischer. Ich konnte Lennart da in seinem Verhalten und Überlegungen sehr gut verstehen. Dagegen steht das Verhalten Brittas in einem schlechten Licht und man fragt sich, was plötzlich mit ihr los ist. Auch dies bringt Spannung in die Handlung. Wie von Michael Kobr gewohnt ist der Schreibstil einfach herrlich, fast schon sommerlich-leicht. Er beschreibt Bornholm mit solcher Bildhaftigkeit, die jedoch nicht aufdringlich ist, daß man während des Lesens selbst vor Ort ist. Ich mag diese Serie unheimlich gern und freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung - vielleicht mit etwas weniger Kochthema.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Krimi und Reiseführer in einem

Der tote Sommergast
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Mary McTarr erbt von ihrem Großvater einen Leuchtturm auf der Insel Jersey. Sie baut das alte Gebäude zu einem kleinen Luxushotel um. Sie ist begeistert, als endlich der erste Gast anreist. Mr. Plummer ...

Mary McTarr erbt von ihrem Großvater einen Leuchtturm auf der Insel Jersey. Sie baut das alte Gebäude zu einem kleinen Luxushotel um. Sie ist begeistert, als endlich der erste Gast anreist. Mr. Plummer ist zwar recht eigenartig, aber Mary will ihn auf jeden Fall zufriedenstellen. Umso schockierter ist sie, als sie ihren Feriengast kurz darauf tot unter dem Leuchtturm findet - mit ihrem guten Fleischmesser im Rücken. Schnell wird Mary klar, daß die Inselpolizei mit der Klärung des Mordes überfordert ist. Kurz entschlossen nimmt sie die Sache selbst in die Hand. Der Journalist Robert Peabody hilft ihr bei den Ermittlungen, doch bald muß Mary sich fragen, wem sie überhaupt noch trauen kann.

"Der tote Sommergast" ist eine interessante Mischung aus Krimi und kulinarischem Reiseführer über die Insel Jersey. Was dem Krimi von Felicity Pickford an Spannung etwas fehlt, macht er durch die Beschreibungen der wunderschönen Insel Jersey und der Speisen wieder wett. Ich lese sehr gern humorvolle Krimis, aber die Polizei wurde hier etwas zu blöd dargestellt, während die heldenhafte HauptdarstellerIn wie durch ein Wunder ganz allein auf die Lösung des Falles kam. Das war zwar sehr unterhaltsam und die Präsentation der Lösung ließ einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, aber logisch war das nicht. Dieses Buch eignet sich hervorragend als Ferienlektüre. Man sollte es allerdings nicht hungrig lesen, denn die köstlichen Speisen werden so intensiv beschrieben, daß man den Duft fast in der Nase hat. Schade, daß es keine Bücher gibt, die den Duft beinhalten!

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Roman mit Krimianteil

Very Bad Company
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Der Gründer der Start-Up-Unternehmens Aurora organisiert für seine Führungskräfte ein unvergleichliches Luxuswochenende in Miami Beach. Caitlin ist noch nicht lange mit im Team und bekommt hier einen Einblick ...

Der Gründer der Start-Up-Unternehmens Aurora organisiert für seine Führungskräfte ein unvergleichliches Luxuswochenende in Miami Beach. Caitlin ist noch nicht lange mit im Team und bekommt hier einen Einblick hinter die Kulissen. Sie sieht sich bitterem Neid, harter Konkurrenz und heimlichen Affären ausgesetzt. Hier hat jeder etwas zu verbergen und zu verlieren. Beim geplanten Verkauf des Unternehmens könnte jeder das Geschäft seines Lebens machen - einer von ihnen tötet dafür sogar.

Mit "Very Bad Company" führt Emma Rosenblum ihre Leser in die Welt der Reichen und Schönen. Es geht um Machtgehabe, Intrigen, Affären und Geldgier. Die Charaktere haben zum Teil psychiatrische Züge, so daß man hier wirklich manchmal nur mit dem Kopf schütteln kann. Einige Szenen sind humorvoll geschrieben, andere kann man eigentlich nur mit Humor nehmen. Auf jeden Fall ist es sehr interessant, diese Charaktere und ihre Handlungsweisen zu beobachten. Ein wenig problematisch sind die zahlreichen Namen und ihre Positionen innerhalb des Unternehmens. Hier mußte ich zunächst sehr aufpassen, um nicht durcheinander zu kommen. Aber man gewöhnt sich schnell an die einzelnen Charaktere, so daß dem Lesespaß dann nichts mehr im Wege steht. Der Mordfall steht hier leider eher im Hintergrund, trotzdem kann man sich seine eigenen Gedanken darüber machen, wie sich der Fall auflöst. Die Autorin schreibt sehr ruhig und ausgeglichen, so daß man hier entspannt lesen kann. Das Buch ist richtig gute Urlaubslektüre!

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