Der Nummer-1-Bestseller aus Schweden
Schweden in den achtziger Jahren. Die gescheiterte Polizistin Ingrid Wolt zieht in das Sommerhaus eines Freundes, um sich vor der Welt zu verstecken. Doch als ihr Freund, auch er Polizist, in einem Fall vermeintlichen Suizids von oberster Stelle an weiteren Ermittlungen gehindert wird, ist Ingrid als Privatdetektivin zur Stelle: Die verzweifelten Eltern der gerade 30-jährigen Lena, die mit der Familie ihres verstorbenen Mannes auf einem idyllisch gelegenen Bauernhof lebte, glauben nicht an Selbstmord. Und tatsächlich findet Ingrid bald immer mehr Hinweise darauf, dass Lena vor allem eines wollte: raus in die Welt – um jeden Preis ...
Ingrid Wolt ermittelt in folgenden Fällen:
- Den Tod belauscht man nicht (Band 1)
- Das Paradies verrät man nicht (Band 2)
Ingrid ist zwar Polizistin, arbeitet aber nicht mehr in dem Job. Doch dann findet man eine Leiche und schnell wird ihr Tod einem Suizid zugeschrieben, doch Ingrid fängt an privat zu ermitteln. Das Buch ...
Ingrid ist zwar Polizistin, arbeitet aber nicht mehr in dem Job. Doch dann findet man eine Leiche und schnell wird ihr Tod einem Suizid zugeschrieben, doch Ingrid fängt an privat zu ermitteln. Das Buch spielt in Schweden in den 80iger Jahren und ist der spannend geschrieben. Besonders der Schauplatz der Handlung ist sehr schön und Ingrid eine tolle Ermittlern. Der Fall selbst ist spannend und bietet interessante Wendungen. Auch den Schreibstil fand ich sehr fesseln. Ich habe mich glänzend unterhalten gefühlt und empfehle das Buch deshalb sehr gerne weiter.
Ingrid war eine gute Polizistin. Leider mit dem falschen Mann verheiratet und ihr Versuch, sich gegen seine Brutalität zu wehren, endete mit einem Schuss aus ihrer Dienstwaffe. Ihre Inhaftierung war das ...
Ingrid war eine gute Polizistin. Leider mit dem falschen Mann verheiratet und ihr Versuch, sich gegen seine Brutalität zu wehren, endete mit einem Schuss aus ihrer Dienstwaffe. Ihre Inhaftierung war das Ergebnis und jetzt ist sie endlich wieder auf freiem Fuß. Die Angst vor ihrem Exmann ist aber allzeit präsent. Immer wieder fragt sie sich, ob ihr Versteck wirklich vor ihm geheim bleibt. Sie lebt nämlich in der Einöde. In einer kleinen Hütte fern von jeglichen Nachbarn. Wie gut, dass sie eine Aufgabe bekommt, die sie zumindest zeitweise von ihren Ängsten ablenkt.
Eine junge Frau wird tot in ihrer Wohnung gefunden. Alles sieht nach einem Selbstmord aus. Die Eltern glauben jedoch nicht daran und bitten Ingrid inständig, dass sie sich der Sache annimmt. Als Privatdetektivin soll sie herausfinden, ob ihre Tochter Lena nicht doch ermordet wurde. "Das Paradies verrät man nicht" berichtet über eine junge Frau, die viel zu früh Witwe wurde. Zugleich hat sie mit ihrer Einsamkeit zu kämpfen. Dabei sehnt sie sich so sehr nach einem Mann, mit dem sie eine Familie gründen könnte. Sie möchte so gerne Kinder haben und sowohl Partner als auch Nachwuchs verwöhnen.
Wow, das war ein Schwedenkrimi so ganz nach meinem Geschmack. Auch wenn es der zweite Teil der Serie um Ingrid war, ich konnte dem Geschehen auch ohne Kenntnis des ersten Buches problemlos folgen. Neben der Spannung war für mich ein weiterer Pluspunkt, dass die Autorin sehr realistisch auf die Probleme von Stalking und Einsamkeit eingeht. Sehr gerne empfehle ich dieses Buch.
Inhalt: Mora, Schweden, in den 80er-Jahren. Lena, eine junge Frau, wird erhängt in ihrem Haus aufgefunden. Die Polizei geht schnell von Selbstmord aus und stellt die Ermittlungen ein. Doch Lenas Eltern ...
Inhalt: Mora, Schweden, in den 80er-Jahren. Lena, eine junge Frau, wird erhängt in ihrem Haus aufgefunden. Die Polizei geht schnell von Selbstmord aus und stellt die Ermittlungen ein. Doch Lenas Eltern zweifeln an dieser Erklärung und beauftragen die Privatdetektivin Ingrid Wolt, den Fall näher zu untersuchen.
Mein Eindruck: Ninni Schulman erzählt die Geschichte in ruhigen, leisen Tönen und wechselt zwischen den Perspektiven verschiedener Figuren, denen sie dadurch spürbare Tiefe verleiht.
Da ist Lena selbst, die vom Schicksal schwer getroffen wurde. Noch jung hat sie bereits ihren Mann und ihren Sohn verloren. Getrieben von Einsamkeit und der Sehnsucht nach Liebe hofft sie, sich ein neues Leben mit einem neuen Mann aufbauen zu können.
Daneben steht Ingrid Wolt. Sie nimmt die Sorgen von Lenas Eltern ernst und stößt bald auf Ungereimtheiten, die gegen einen Selbstmord sprechen. Gleichzeitig trägt auch Ingrid eine schwere Vergangenheit mit sich. Ihr gewalttätiger Ex-Mann Kjell, den sie nach einem Angriff angeschossen hat, hat eine bleibende Beinverletzung davon getragen und sinnt nun auf Rache. Auch Kjell selbst kommt zu Wort. Die Kapitel aus seiner Sicht sind psychologisch besonders beklemmend, da sie voller Hass und Manipulation sind.
Unterstützung erhält Ingrid von Polizist Benny, der Lenas Fall zunächst bearbeitet hat und Ingrid noch von früher kennt. Gemeinsam kommen sie der Wahrheit Stück für Stück näher.
Die Darstellung der 80er-Jahre wirkt sehr stimmig. Kein Internet, keine Handys, dafür Walkman, Schallplatten und Kassetten. Eine kleine Zeitreise.
Fazit: Ein leiser Krimi, der vor allem durch seine fein gezeichneten Figuren überzeugt. Der Cliffhanger am Ende weckt in mir definitiv die Lust auf den nächsten Band.
Zum Inhalt:
Ingrid hatte ihren Mann Kjell schwer verletzt und kam dafür ins Gefängnis, da die Notwehr seitens des Gerichts nicht anerkannt wurde. Jetzt ist sie wieder draußen und hält sich aus Angst vor ...
Zum Inhalt:
Ingrid hatte ihren Mann Kjell schwer verletzt und kam dafür ins Gefängnis, da die Notwehr seitens des Gerichts nicht anerkannt wurde. Jetzt ist sie wieder draußen und hält sich aus Angst vor Kjell versteckt. In ihrem alten Beruf - beide waren bei der Polizei - kann sie im Gegensatz zu Kjell nicht mehr arbeiten und verdingt sich als Putzfrau.
Als eine junge Frau tot aufgefunden wird, wollen deren Eltern sich nicht mit der Selbstmordtheorie abfinden und Benni, ein Freund und ehemaliger Kollege Ingrids verweist an diese als Privatermittlerin. Ingrid übernimmt nach einigem Zögern den Fall; immer auf der Hut vor Kjell und seinen Rachegelüsten.
Mein Eindruck:
Dass der Krimi in den 80er Jahren spielt, fällt nur an Kleinigkeiten auf - keine Handys, dafür ein Walkman als neuester Schrei und Gehälter, bei denen man zuerst denkt, dass das Lektorat fehlerhaft gewesen sein muss. Doch die zwischenmenschlichen Beziehungen und Herausforderungen, die an die Figuren gestellt werden, sind so zeitlos, dass man auch vierzig Jahre später nicht sprachlos vor dem Buch sitzt. Ninni Schulman denkt sich gut in die "alte" Zeit ein und weiß ihren Figuren Leben einzuhauchen. Schade ist dabei nur, dass fast alle männlichen Charaktere aggressiv, manipulativ und sexistisch handeln und die Frauen - außer Ingrid - passiv und zuweilen dümmlich agieren.
Gut gefallen die Entwicklung der Krimihandlung und die Auflösung des Falls, - da verzeiht man auch den Cliffhanger zum Schluss.
Zu Beginn des Buches gibt es kurze Rückblicke auf Ingrids Vorgeschichte. Trotzdem empfehle ich, den ersten Serienband zu kennen. Die frühere Polizistin lebt nach drei Jahren im Gefängnis versteckt in einem ...
Zu Beginn des Buches gibt es kurze Rückblicke auf Ingrids Vorgeschichte. Trotzdem empfehle ich, den ersten Serienband zu kennen. Die frühere Polizistin lebt nach drei Jahren im Gefängnis versteckt in einem kleinen Ort in Dalarna, immer in Angst vor ihrem rachsüchtigen Ex-Mann Kjell. Sie hat ihr 'Büro für Privatermittlungen' aufgegeben und arbeitet als Zimmermädchen im Hotel. Die Sehnsucht nach ihrer Tochter ist zum Lebenssinn geworden, sie hofft, irgendwann das Sorgerecht wieder zu bekommen.
Auf einem Hof in der Nähe wird eine junge Frau tot aufgefunden. Die Eltern sind überzeugt, dass Lena sich nicht umgebracht hat und bitten Ingrid, Nachforschungen anzustellen. Zögernd nimmt Ingrid den Auftrag an, aus ihrer Erfahrung als Polizistin weiß sie, dass es bei Selbstmorden für Hinterbliebene keine Hilfe und Antworten gibt, ihnen bleibt nur Trauer.
Auf einer zweiten Zeitebene, die acht Monate zuvor beginnt, lerne ich Lena kennen, die zurückhaltende junge Witwe ist einsam und wünscht sich, wieder glücklich zu sein. Je weiter ihre Geschichte voran schreitet, desto mehr fürchte ich die nahende Katastrophe. Besonders diese Erzählebene funktioniert, weil sie in der analogen Zeit der 1980er Jahre spielt, es gab keine Handys und kein Internet. Filme, Bücher und Musik der damaligen Zeit werden erwähnt und tragen zur Glaubwürdigkeit bei, ebenso wie die Beschreibung von Natur und Orten in Dalarna.
Erzählt wird neben Ingrids und Lenas Perspektive auch aus Sicht des manipulativen Kjell, der kein anderes Ziel mehr hat als sich an Ingrid zu rächen, und da ist noch Benny, Ingrids früherer Kollege und Freund, der sie unterstützt, so weit ihm das möglich ist.
Ninni Schulmans ruhiger und bildhafter Schreibstil ist angenehm zu lesen und durch wechselnde Perspektiven und falsche Fährten bleibt die düstere Geschichte spannend. Die Figurenzeichnung ist psychologisch glaubhaft und Ingrid und Benny gewinnen an Tiefe. Sie werden mit ihren Ecken, Kanten, Unsicherheiten und Zwickmühlen, in denen sie stecken, für mich authentisch und nahbar.
'Das Paradies verrät man nicht' hat mich gut unterhalten - trotz des heftigen Cliffhangers am Ende des Buchs - und ich freue mich auf den dritten Band der Reihe.