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Veröffentlicht am 15.07.2025

Wenn Schweigen Wunden reißt (Hörbuch)

Die Nacht der Bärin
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In „Die Nacht der Bärin“ entführt Kira Mohn die Hörer:innen auf eine stille, aber tief erschütternde Reise irgendwo zwischen Wald, Wirklichkeit und Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht Jule, 26 Jahre alt, ...

In „Die Nacht der Bärin“ entführt Kira Mohn die Hörer:innen auf eine stille, aber tief erschütternde Reise irgendwo zwischen Wald, Wirklichkeit und Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht Jule, 26 Jahre alt, die nach einem handfesten Streit mit ihrem Freund plötzlich erkennen muss: Das, was sie erlebt, war Gewalt. Sie zieht sich zurück, sucht Zuflucht bei ihren Eltern und wird dort mit dem Tod ihrer Großmutter konfrontiert, einer Frau, zu der nie eine echte Beziehung bestand. Doch als Jule gemeinsam mit ihrer Mutter das alte Haus der Großmutter aufräumt, kommen Dinge ans Licht, die das Bild der Familie für immer verändern.

Mohn erzählt ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen: Während wir Jule in der Ich-Perspektive durch die Gegenwart begleiten, entfaltet sich parallel die Kindheitsgeschichte ihrer Mutter und Tante – erzählt in einer stillen, fast märchenhaft entrückten Rückblende. In dieser Vergangenheit steckt viel Dunkelheit: emotionale Kälte, häusliche Gewalt und die stille Not von Kindern, die sich in Fantasiegeschichten flüchten, weil die Realität keinen Schutz bietet. Das Schöne an dieser Konstruktion ist, dass beide Erzählstränge nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern sich gegenseitig kommentieren, spiegeln und vertiefen.

Als Hörbuch funktioniert dieser Wechsel besonders gut. Die einfühlsame Stimme von Anne Sofie Schietzold verleiht Jules Perspektive etwas Warmes, etwas Verletzliches – ohne jemals sentimental zu klingen. Der Text selbst bleibt klar und zurückhaltend, ohne große Dramen, aber mit einer leisen Wucht, die sich Kapitel für Kapitel verstärkt. Besonders eindrucksvoll sind die kurzen Einschübe: einzelne Sätze, Gedanken oder Erinnerungsfetzen die sich wie Splitter zwischen die Erzählung schieben und das emotionale Gewicht verdichten.

Trotz des schweren Themas gelingt es der Autorin, die Geschichte zugänglich zu halten. Sie schreibt nie plakativ oder dramatisierend, sondern mit viel Gespür für Zwischentöne. Die Art, wie sie von familiärem Schweigen, alten Verletzungen und dem Erkennen von Mustern erzählt, ist sensibel und respektvoll. Am Ende ist es eine Geschichte über Befreiung, über die Kraft des Hinschauens und die Hoffnung, dass Schmerz nicht für immer weitergegeben werden muss.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Ein kleiner Wutball mit großem Herz

Wilma und der Wutknödel
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Die Autorin schafft es, ein durchaus ernstes Thema wie Wut auf eine humorvolle und zugängliche Weise zu verpacken. Wilma ist ein echtes Original: Sie hat ein großes Herz, aber auch einen explosiven Charakter, ...

Die Autorin schafft es, ein durchaus ernstes Thema wie Wut auf eine humorvolle und zugängliche Weise zu verpacken. Wilma ist ein echtes Original: Sie hat ein großes Herz, aber auch einen explosiven Charakter, der bei kleineren Ärgernissen schnell zu einem Wutknödel heranwächst. Dieser witzige, fast schon magische Gegenstand hilft ihr, ihre Gefühle zu verstehen und zu bewältigen.

Die Geschichte ist lebendig erzählt, mit einer erfrischenden Mischung aus Abenteuer, Humor und kleinen, feinen Weisheiten, die in einer kinderfreundlichen Weise verpackt sind. Die Sprache ist leicht verständlich und gleichzeitig unterhaltsam. Besonders schön ist, dass die Geschichte nicht nur den Umgang mit Wut thematisiert, sondern auch Mitgefühl, Freundschaft und das Akzeptieren der eigenen Gefühle in den Mittelpunkt stellt.

Der Wutknödel, als Symbol für aufgestaute Emotionen, wird zu einem kleinen Helfer, der Wilma hilft, ihre Gefühle in den Griff zu bekommen und dabei den Leser/Zuhörer zum Schmunzeln bringt. Die Illustrationen untermalen die Geschichte perfekt und schaffen eine noch stärkere Verbindung zur Emotionen, die das Buch transportiert.

Ideal für kleine Wutbürger und alle, die lernen wollen, ihre Gefühle auf spielerische Weise zu steuern.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Sanfte Worte für schwere Gefühle

Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen
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Ein stilles, leises Buch und doch hinterlässt es Spuren. „Weißt du noch?“ ist ein Bilderbuch, das sich auf besonders einfühlsame Weise dem Thema Abschied und Trauer nähert. Ohne große Worte, ohne dramatische ...

Ein stilles, leises Buch und doch hinterlässt es Spuren. „Weißt du noch?“ ist ein Bilderbuch, das sich auf besonders einfühlsame Weise dem Thema Abschied und Trauer nähert. Ohne große Worte, ohne dramatische Wendungen dafür mit viel Gefühl, Wärme und Respekt vor kindlicher Wahrnehmung.


Im Mittelpunkt steht der plötzliche Verlust eines Freundes. Der Eichelhäher ist fort. Zurück bleiben Haselmaus, Igel und Eichhörnchen … und mit ihnen die Leere. Doch schnell beginnt das Erinnern: „Weißt du noch, wie er uns gezeigt hat, wie man fliegt?“ – aus dem Schmerz wächst etwas anderes. Etwas, das bleibt. Die Erinnerungen verwandeln sich in kleine Trostinseln. Und nach und nach entsteht das Gefühl, dass der Eichelhäher vielleicht gar nicht ganz weg ist sondern auf eine andere Weise weiterlebt.

Die Geschichte verzichtet bewusst auf erklärende Worte rund um den Tod. Sie lässt Raum für Fragen, für Gespräche, für eigenes Empfinden. Genau das macht sie so wertvoll, besonders für Kinder, aber auch für Erwachsene. Denn nicht immer braucht es klare Antworten. Manchmal genügt es, zu fühlen.

Die Illustrationen begleiten diesen Weg durch die Trauer mit sanften Farben, weichen Linien und liebevoll gezeichneten Tierfiguren. Die Atmosphäre ist ruhig und zugleich ausdrucksstark. Jede Seite wirkt wie ein Innehalten und genau das scheint das Buch auch zu wollen: nicht überreden, nicht drängen, sondern begleiten.

Dies ist ein Buch, das Trost spenden kann. Es macht keine großen Versprechungen, aber es zeigt, dass Erinnern eine Form des Festhaltens sein kann – leise, zart und ehrlich. Ein stiller Begleiter für Zeiten, in denen Worte oft fehlen.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Psychospiel hinter dicken Mauern

Die Festung
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Die Geschichte spielt in einer abgeschiedenen Festung, die im Laufe der Handlung immer mehr zu einem Symbol für Isolation und Macht wird. Die Protagonisten stecken in einem Netz aus Geheimnissen und Intrigen, ...

Die Geschichte spielt in einer abgeschiedenen Festung, die im Laufe der Handlung immer mehr zu einem Symbol für Isolation und Macht wird. Die Protagonisten stecken in einem Netz aus Geheimnissen und Intrigen, die sie nicht nur einander, sondern auch sich selbst entwirren müssen.
Smithson versteht es meisterhaft, die inneren Konflikte ihrer Figuren zu schildern, sodass man förmlich mit ihnen mitfühlt, ihre Ängste, ihre Zweifel und ihre Leidenschaft spürt. Das macht das Ganze zu mehr als nur einer gewöhnlichen Geschichte über Macht und Überleben ... es wird zu einer tiefgehenden psychologischen Reise.

Der Schreibstil ist dabei genau richtig: spannend und doch nie zu überladen, bildhaft, ohne ins Kitschige abzurutschen. Besonders die düstere, beinahe klaustrophobische Atmosphäre der Festung wird auf eine Weise transportiert, die man beinahe selbst spüren kann. Denn auch ich fühlte mich auf dieser Festung gefangen.

Was mir besonders gefallen hat, ist, wie die Autorin es versteht, immer wieder kleine, unvorhersehbare Wendungen einzubauen. Man denkt, man hat alles durchschaut, und dann kommt doch noch ein Kniff, der alles auf den Kopf stellt.

Wenn man auf der Suche nach einem Thriller ist, der nicht nur von äußeren Konflikten lebt, sondern vor allem auch von den inneren Kämpfen der Figuren, dann ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung. Alles in allem eine fesselnde, unaufdringliche Geschichte, die in ihrer Tiefe und Komplexität beeindruckt.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Mit Bubu in den Mittagsschlaf

Der kleine Bubu. Mittagsschlaf ganz schnell und fix? Der Bubu, der kennt alle Tricks!
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Dieses Kinderbuch ist eine liebevolle und charmante Geschichte, die auf eine sanfte Art und Weise das Thema Schlafen aufgreift. Es ist liebevoll und warmherzig und genau das, was man sich beim Zubettgehen ...

Dieses Kinderbuch ist eine liebevolle und charmante Geschichte, die auf eine sanfte Art und Weise das Thema Schlafen aufgreift. Es ist liebevoll und warmherzig und genau das, was man sich beim Zubettgehen mit den Kleinen wünscht.

Die Geschichte dreht sich um zwei kuschelige Wesen – den großen und den kleinen Bubu – die die besondere Gabe haben, Menschen ins Land der Träume zu begleiten. Während der große Bubu die Erwachsenen mit Leichtigkeit in eine gemütliche Mittagsruhe führt, hat der kleine Bubu bei den Kindern oft einen härteren Job. Genau hier setzt die liebevolle Mischung aus Reimen, Tricks und ganz viel Herz ein: Huckepack‑Tragen, sanfte Lieder und Kuschelmomente. Jedes Kind wird da abgeholt, wo es gerade steht.

Die Illustrationen ergänzen den Ton perfekt: farbenfroh, treffsicher im Ausdruck und voller warmer Details. Die Situation zwischen „Ich will nicht schlafen!“ und dem Bedürfnis nach Ruhe, wird einfühlsam aufgegriffen und sanft gelöst.
Ein schönes Buch, das auf angenehme Weise zeigt, wie man den Mittagsschlaf zu etwas Besonderem machen kann.

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