Holly Jackson: As good as dead
As Good as DeadDer dritte und letzte Band rund um Pip gerät deutlich düsterer als seine Vorgänger – und das merkt man von der ersten Seite an. Pip steckt nach den Ereignissen aus Band 2 noch tief in ihrem Trauma, schläft ...
Der dritte und letzte Band rund um Pip gerät deutlich düsterer als seine Vorgänger – und das merkt man von der ersten Seite an. Pip steckt nach den Ereignissen aus Band 2 noch tief in ihrem Trauma, schläft kaum, fühlt sich verfolgt, und dann ist da diese eine Frage, die sie immer wieder erreicht: „Wer sucht nach dir, wenn du verschwindest?“ Klingt creepy? Ist es auch.
Der Anfang zieht sich etwas, weil viel Innenleben, viel Nachdenken, viele Wiederholungen. Aber sobald die Ermittlungen rund um den sogenannten DT-Killer losgehen, wird’s richtig spannend. Und dann kommt ein Twist, der alles verändert. Wirklich alles.
Ich mochte, dass die Geschichte neue Wege geht und nicht nur „mehr vom Gleichen“ bietet. Gleichzeitig hat mich der Richtungswechsel in der Mitte des Buches ein bisschen rausgebracht. Ohne zu spoilern: Man kann diskutieren, wie nachvollziehbar das alles ist – und ob das wirklich noch die Pip ist, die man in Band 1 ins Herz geschlossen hat.
Was bleibt, ist ein spannender Abschluss, der Mut beweist, sich was traut und auf jeden Fall Eindruck hinterlässt. Ob man’s feiert oder eher kritisch sieht – darüber lässt sich streiten. Ich fand’s insgesamt gut, mit kleinen Schwächen, aber auch einigen richtig starken Momenten.
Fazit: Ein finsteres, wendungsreiches Finale mit einem heftigen Plottwist. Für Fans der Reihe auf jeden Fall ein Muss – aber ganz sicher nicht das typische Jugendkrimi-Ende.