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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

einige Längen

Dunkle Sühne
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"Dunkle Sühne" ist der Reihenauftakt einer neuen Thriller-Serie der Autorin Karin Slaughter. Nachdem mich die Will Trent Reihe durchweg begeistert hat, war ich gespannt auf den Thriller mit neuen Protagonisten.

Am ...

"Dunkle Sühne" ist der Reihenauftakt einer neuen Thriller-Serie der Autorin Karin Slaughter. Nachdem mich die Will Trent Reihe durchweg begeistert hat, war ich gespannt auf den Thriller mit neuen Protagonisten.

Am 4. Juli, dem Nationalfeiertag in Amerika, findet wie jedes in North Falls, einer beschaulichen Kleinstadt das allseits beliebte Feuerwerksspektakel statt. Die Familien treffen sich zu picknicken. Auch Deputy Emmy Clifton, die Tochter von Sheriff-Urgestein Gerald Clifton ist vor Ort. Nach dem Feuerwerk stellt sich heraus, dass zwei Mädchen spurlos verschwunden sind. Eins davon; Madison ist die Tochter ihrer besten Freundin Hanna. Als die Polizei ein kaputtes Fahrrad findet, ist klar: Den Mädchen ist etwas passiert. Emmy und ihr Vater versuchen alles, um die beiden Mädchen zu finden.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir durch die spannende Erzählweise leicht. Es gab viele Charaktere, die beschrieben wurden, ebenso gibt es in dem Ort viele Cliftons, die ich erst einmal auseinanderhalten und zuordnen musste. Nachdem mir dies gelungen war, hatte ich ein gutes Bild, sowohl von den Personen, als auch von der Kleinstadt vor Augen.

Der Sprachstil und die Rhetorik der Autorin waren mir hinlänglich bekannt, doch bei diesem Buch haben sich doch einige Längen entwickelt, die für mich die Spannung teilweise unterbrochen haben.

Dennoch werde ich einen zweiten Band lesen, da ich auf eine Steigerung hoffe. Hierfür dann erstmal 3,5 Sterne mit Tendenz nach oben.

Veröffentlicht am 19.08.2025

durchwachsen

All Better Now
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"All better NOW" von Neal Shusterman war nicht das erste Buch des Autors, welches ich gelesen habe. Besonders seine Scythe Reihe konnte mich vom ersten bis zum letzten Band absolut fesseln.

Corona ist ...

"All better NOW" von Neal Shusterman war nicht das erste Buch des Autors, welches ich gelesen habe. Besonders seine Scythe Reihe konnte mich vom ersten bis zum letzten Band absolut fesseln.

Corona ist vorbei, doch Jahre später grassiert ein neuer Virus in der Welt, genannt Crown Royal. Genau wie Corona überträgt sich der Virus durch die Luft, doch es hat neben der Sterblichkeit der Infizierten einen erstaunlichen Ausgang für die genesenen. Sie sind nur noch glücklich, zufrieden und vor allem sehr sozial eingestellt.
Der Einstieg in die Story war sehr ausführlich, sollte aber für die Zielgruppe genau richtig sein. In den einzelnen Kapiteln werden unterschiedliche Orte auf der Welt und die einzelnen Protagonisten vorgestellt und fortwährend begleitet. Schien mir Mariel anfangs als stärkster Charakter, schwächelt ihre Entwicklung im Laufe der Story, ganz anders Ron und Morgan. Sie machen im Buch die verschiedenen Einstellungen zu einem weiteren Leben aus.

Während des Lesens kommen die Erinnerungen an die spaltende Corona-Zeit auf, vor allem in Bezug auf Leugner, die verschiedenen Lager und Querelen auf.

Insgesamt konnte mich "All better Now" nicht ganz überzeugen, dennoch werde ich einem Folgeband auf jeden Fall noch eine Chance geben, vor allem in der Hoffnung offene Fragen beantwortet zu bekommen.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Für True Crime Einsteiger

Angeklagt! Schuldig oder nicht?
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Nach langer Wartezeit ist es nun erschienen, das Buch von Constantin Schreiber und Alexander Stevens, die mir von ihrem Podcast schon bekannt sind.

Im Buch werden sieben unterschiedliche Fälle, die teilweise ...

Nach langer Wartezeit ist es nun erschienen, das Buch von Constantin Schreiber und Alexander Stevens, die mir von ihrem Podcast schon bekannt sind.

Im Buch werden sieben unterschiedliche Fälle, die teilweise schon sehr bekannt sind, vorgestellt. True Crime Kenner dürften so gut wie jeden davon kennen. Das Interessante an den vorgestellten Fällen ist in meinen Augen der Umstand, dass es sich um Fälle handelt, die bis heute noch einiges an Ungereimtheiten haben.
Am bekanntesten dürfte da für die Öffentlichkeit der Fall von Gil Ofraim sein, der in den Medien lange Thema Nummer 1 war.

Der Aspekt des Strafrechtes und der deutschen Rechtssprechung nimmt einen großen Raum ein und wird von den Autoren sehr verständlich erklärt, ohne zu viel Fachtermini zu verwenden. Durch diese Erklärungen wurde mir bewusst, wie es zu für mich unverständlichen Entscheidungen der Gerichte kommt.

Ein Buch für Menschen, die True Crime mögen, in dem die Fälle zum auch die psychischen Komponenten eines Falles für das Umfeld beleuchtet.

Veröffentlicht am 03.05.2025

gespaltene Gefühle

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
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"Die Buchreisenden-Ein Weg aus Tinte und Magie" hat mich mit dem Klappentext neugierig auf das Buch gemacht.

Adam ist ein Libronaut, der in einer unscheinbaren Buchhandlung am Rande der Charing Cross ...

"Die Buchreisenden-Ein Weg aus Tinte und Magie" hat mich mit dem Klappentext neugierig auf das Buch gemacht.

Adam ist ein Libronaut, der in einer unscheinbaren Buchhandlung am Rande der Charing Cross Road mit zwölf weiteren Libronauten lebt. Diese Buchhandlung ist etwas ganz besonders, so öffnet sie nur für besondere Gäste, die eine Reise in ihre Lieblingsgeschichte gebucht haben. Alle diese Männer haben die unfassbare Gabe, mit ihrer Stimme einen Weg in die Geschichten zu schaffen. Adam bekommt zum ersten Mal durch Zufall die Chance eine Reise allein mit einem Kunden zu unternehmen und ist darüber mächtig glücklich. Doch die Reise gestaltet sich anders als von ihm geplant, der Gast verlässt den vorgeschriebenen Weg und bringt dadurch nicht nur sich, sondern auch Adam und die Geschichte in Gefahr. Was Adam allerdings durch diesen und weitere folgende Zwischenfälle herausfindet, wirft nicht nur sein ganz Leben durcheinander.

Der Einstieg in die wundersame Geschichte war rasant und konnte mich dadurch schnell in seinen Bann ziehen. Die Idee, in seine Lieblingsgeschichte reisen zu können, ist einfach genial. Die Beschreibung ist äußerst bildhaft und lebendig, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Leider erschien mir Adam im Großen und Ganzen doch zu naiv als Protagonist, da es für mich unvorstellbar ist, Jahre mit Menschen zusammenzuleben ohne einen der Bewohner jemals gesehen oder gehört zu haben. Auch hat das Buch bedauerlicherweise einiges an Längen, besonders im Mittelteil, was allerdings durch ein ziemlich rasantes Finale wieder wettgemacht wurde.

Insgesamt finde ich die Idee auch nach dem Lesen des Buches noch genial, nur die Umsetzung konnte mich nicht gänzlich überzeugen.

Veröffentlicht am 21.04.2025

von allem etwas

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Der letzte Mord am Ende der Welt ist nicht mein erstes Buch von Stuart Turton und wie auch die anderen Bücher verlangt dieses ein großes Maß an Konzentration beim Lesen.

Eine griechische Insel ist der ...

Der letzte Mord am Ende der Welt ist nicht mein erstes Buch von Stuart Turton und wie auch die anderen Bücher verlangt dieses ein großes Maß an Konzentration beim Lesen.

Eine griechische Insel ist der letzte Ort auf der Erde, der für Menschen bewohnbar ist und 122 Personen leben dort geschützt vor dem tödlichen Nebel der Welt. Als das Schutzsystem der Insel durch einen Mord ausfällt, haben die Bewohner genau 107 Stunden Zeit den Mörder zu finden und ihre Welt vor dem Untergang zu schützen. Soweit so gut. Die Gesellschaft auf der Insel besteht aus drei Ältesten, die quasi verehrt werden und der jüngeren Generation, die den Ältesten dienen. Geleitet wird die Welt von einer KI, die vernetzt mit den Gehirnen der Bewohner alle Gedanken und Geschehnisse auf der Insel mitbekommt. Sie ist in gewissem Sinne der Kopf der Insel.

Nach einem spannenden Einstieg, von dem ich durch den Klappentext schon einiges wusste, begann die Geschichte für mich ein wenig auseinander zu fallen. Es gab für viele unterschiedliche Szenarien Informationen, die sich mir nicht immer auf den ersten Blick erschlossen.
Nach einer Lesepause gelang mir dann allerdings wieder ein sehr guter Einstieg und die einzelnen Figuren, besonders Emory sind mir näher gekommen.

Meine Erwartung an das Buch war eine gänzliche andere, als die, die ich letztendlich bekommen habe. Dennoch konnte mich dieses Genre Mix insgesamt gut unterhalten, auch wenn einige Informationen für mein Empfinden überflüssig waren und etwas von der Spannung nahmen.