Zwischen Sarkasmus und Drama – unterhaltsam, aber nicht immer überzeugend
The Spell of a Witch (The Spell of a Witch 1)Der Einstieg in die Geschichte wirkte für mich eher zäh und ich brauchte etwas, um wirklich hineinzufinden. Auch im weiteren Verlauf empfand ich manche Abschnitte als zu ausschweifend und stellenweise ...
Der Einstieg in die Geschichte wirkte für mich eher zäh und ich brauchte etwas, um wirklich hineinzufinden. Auch im weiteren Verlauf empfand ich manche Abschnitte als zu ausschweifend und stellenweise überdramatisiert, wodurch der Spannungsbogen ins Stocken geriet.
Shay konnte mich dagegen mit seiner sarkastischen und charmanten Art überzeugen, und auch die Interaktion zwischen ihm und Ava brachte einige amüsante Momente. Dennoch fand ich Avas Gedanken und Handlungen oft widersprüchlich und schwer nachvollziehbar. Ihr impulsives, sehr gefühlsgeleitetes Verhalten machte es mir schwierig, dauerhaft mit ihr warm zu werden.
Positiv hervorzuheben sind die Nebenfiguren, die für lebendige und humorvolle Szenen sorgen. Allerdings fehlte mir insgesamt ein klarer Höhepunkt oder das besondere Etwas, das die Dynamik nachhaltig getragen hätte.
Der Schreibstil liest sich größtenteils flüssig, ist aber an manchen Stellen zu wiederholend und stark beschreibend. Besonders die ständigen Gefühlsschwankungen wirkten auf Dauer ermüdend und nahmen der Geschichte etwas von ihrer Leichtigkeit.
Insgesamt bietet das Buch unterhaltsame Figurenkonstellationen und einen soliden Stil, blieb für mich aber aufgrund der Überfrachtung mit Drama und einer nicht immer überzeugenden Hauptfigur hinter seinen Möglichkeiten zurück.