Auch wenn der Roman als YA Buch beschrieben wird, das ist eine ganz und gar erwachsene Geschichte. Düster, brutal, ehrlich in Pips Gedanken. Hier geht es einzig und allein ums nackte Überleben.
Wie ist ...
Auch wenn der Roman als YA Buch beschrieben wird, das ist eine ganz und gar erwachsene Geschichte. Düster, brutal, ehrlich in Pips Gedanken. Hier geht es einzig und allein ums nackte Überleben.
Wie ist es, wenn man droht, alles zu verlieren? Und das dann weitestgehend unschuldig? Was ist man bereit, dafür zu tun, damit man sein Schicksal abwenden kann?
Im wahren Leben würde dies nicht so einfach funktionieren, obwohl Holly Jackson sich darüber offenbar viele Gedanken gemacht hat, denn einige Dinge sind sehr logisch, andere wieder völlig unrealistisch.
Aber egal, wie man die Story betrachtet, sie ist unendlich spannend. Ich musste mich abends zwingen, mit dem Lesen aufzuhören, sonst wäre ich die ganze Nacht vor dem Buch gesessen.
Wenn ein Roman das Wort "Pageturner" verdient hat, dann ganz sicher dieser.
Ich hatte bezüglich des Titels eigentlich so eine Art Harry Potter für Arme erwartet, allerdings etwas völlig Anderes erhalten. Nämlich die Geschichte eines Mannes, Linus, der in seiner Wohlfühlblase derart ...
Ich hatte bezüglich des Titels eigentlich so eine Art Harry Potter für Arme erwartet, allerdings etwas völlig Anderes erhalten. Nämlich die Geschichte eines Mannes, Linus, der in seiner Wohlfühlblase derart festhängt, dass er sich darin nicht mal mehr wohlfühlt. Es ist eher das Vertraute, das ihm Sicherheit gibt und die möchte er nicht aufgeben, egal, was passiert.
Aber dann passiert etwas, nämlich Arthur Parnassus und seine Horde von magisch Ausgestossenen (Denn das ist die passendere Bezeichnung, finde ich). Linus soll dieses Waisenhaus im Auftrag der Regierung überprüfen und melden, wenn er der Ansicht ist, die Kinder werden dort nicht adäquat betreut. Und darauf hat er so überhaup keine Lust. Denn wer will schon Regen und Eintönigkeit gegen Sonne, Meer und eine Insel tauschen, auf der das Heim zu finden ist? Ziemlich viele, aber nicht Linus Baker.
Es ist herzerwärmend als Leser zu verfolgen, wie sich aus Abneigung, Angst und Misstrauen, etwas Wunderbares wie Freundschaft, Liebe und Zuversicht entwickelt. Und es zeigt uns mal wieder, dass wir in erster Linie unbekannte Dinge oder Menschen ablehnen, weil wir Angst davor haben, was uns erwartet. Das Gefühl, nicht die Kontrolle darüber zu haben, die uns im Alltag nur allzu vertraut ist. Aber Linus lässt sich darauf ein und findet alles, was er sich insgeheim schon immer in seinem Leben gewünscht hat.
Rom in den 60ern muss eine faszinierende Location gewesen sein. Nie war das Dolce Vita greifbarer als damals. Teddy Carlyle allerdings ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, in ein scheinbar besseres ...
Rom in den 60ern muss eine faszinierende Location gewesen sein. Nie war das Dolce Vita greifbarer als damals. Teddy Carlyle allerdings ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, in ein scheinbar besseres Leben.
Da das Buch allerdings mit einem Verhör beginnt, wird dem Leser schnell klar, dass das wohl nicht so reibungslos funktioniert hat. Denn auch hier schafft es Teddy, sich in Schwierigkeiten zu bringen, allerdings eher ungewollt.
Ohne zu viel von der Geschichte zu verraten: Das hier ist ein fantastisches Buch. Teddy teilt alle Gedanken mit uns. Sei es der Umgang mit Frauen in der damaligen Zeit (Waschen, putzen kochen und wenn sie ganz viel Glück hatten, dann vielleicht noch Sekretärin) oder Vorurteilen, denen man ganz ungeniert freien Lauf gelassen hat.
Teddy leidet darunter und will doch eigentlich nur ein schönes Leben, steht sich mit ihren Entscheidungen aber selbst im Weg, bis hin zu mächtigen Schwierigkeiten mit Botschaftern und Regierungsbehörden.
Spannend, tragisch, schön und ehrlich. Diese Buch hat alles, um ein kleiner Klassiker zu werden.
Frisch aus dem Gefängnis entlassen, ist Millie auf einer verzweifelten Suche nach einem passenden und lukrativen Job, um nicht mehr in ihrem Auto schlafen zu müssen. Und dann passiert das Unglaubliche. ...
Frisch aus dem Gefängnis entlassen, ist Millie auf einer verzweifelten Suche nach einem passenden und lukrativen Job, um nicht mehr in ihrem Auto schlafen zu müssen. Und dann passiert das Unglaubliche. Sie wird als Hausmädchen bei den Winchesters eingestellt. Eine stinkreiche Familie mit einer zunächst sympathischen Mutter, Nina, einem sehr attraktiven Vater, Andrew und einem verzogenen Balg namens Cecilia. Millie fühlt sich auch dann noch im siebten Himmel, als sie in der Dachkammer mit einem schmalen Bett und einem kleinen Kühlschrank einquatiert wird. Doch dann geht der Albtraum los. Nina schikaniert Millie, wo sie nur kann. Sie befiehlt ihr falsche Dinge und wirft ihr das dann vor. Oder sie verwandelt das Haus absichtlich in einen Saustall und Millie muss sich darum kümmern. Einzig in Andrew findet sie ein verständnisvolles Gegenüber, der versucht Millie zu erklären, dass Nina etwas schwierig ist und ein paar leichte psychische Probleme hat. Durch seine verständnisvolle Art fühlt sich Millie zu Andrew mehr und mehr hingezogen, was das gemeinsame Leben nicht gerade erleichtert. Und vor was will sie der italienische Gärtner der Winchesters warnen, als er ihr "Gefahr" zuflüstert? Millie wird es schneller herausfinden, als ihr lieb ist.
Gefühlt die ganze Welt hat diesen Megabestseller schon gelesen und so blöd es vielleicht klingen mag, ich habe es wegen des Covers bisher nicht gelesen. Mich sprach diese grüne Schrift und das Hausdesign einfach nicht an. Dank der Verfilmung gibt es jetzt die Ausgabe mit dem Filmplakat als Cover und das gefällt mir wesentlich besser. Aber ist das Buch diesen unglaublichen Hype (dem noch zwei Fortsetzungen und eine Kurzgeschichte folgten) überhaupt wert? Ja. Absolut und (fast) uneingeschränkt. Die Geschichte aus zwei Perspektiven (Millie und Nina) zu erzählen, ist einfach großartig. Und wir haben Plottwists, die hervorragend getimed sind und dieses "Ich muss jetzt unbedingt weiterlesen" Gefühl ständig befeuern. Das kann man fast nicht besser machen. Aber nur fast. Denn am Ende, da packt McFadden einen dermaßen saublöden Zufall aus dem Hut, also ganz ehrlich, das hätte man sehr viel besser lösen müssen und auch können. Wer das Buch gelesen hat weiß vielleicht, was ich meine oder es fiel dem ein oder anderen gar nicht negativ auf. Mich hat das sehr gestört, denn wenn man es sich so einfach macht, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Leser sich innerlich gegen die Stirn schlagen. Kann man das aber ignorieren und es unter "künstlerischer Freiheit" einordnen, dann ist das ein superspannender Thriller, der einen keine Sekunde aus seinen Fängen lässt. Ich habe 400 Seiten noch nie so schnell weggelesen.
So, wo sind jetzt meine Hausangestellten, die diese Rezension für mich abschicken und auf die blaue Fläche klicken?........Hallo?.....Ey, alles muss man selber machen.
Drei Freundinnen, Bess, Joni und Ev, machen Urlaub in Griechenland. Aber nur zwei treten die Heimreise an. Die Andere ist tot. In diesem Roman geht es gar nicht mal so sehr darum, was passiert ist (Unfall? ...
Drei Freundinnen, Bess, Joni und Ev, machen Urlaub in Griechenland. Aber nur zwei treten die Heimreise an. Die Andere ist tot. In diesem Roman geht es gar nicht mal so sehr darum, was passiert ist (Unfall? Mord?), sondern was es für Auswirkungen auf die beiden anderen Mädchen hat. Denn 10 Jahre später steht Joni vor der Tür von Bess und bitten Sie um "nur einen kleinen Gefallen". Sie braucht ein Alibi, denn ihre Lebensgefährtin ist verschwunden. Hat Joni wirklich einfach ein schlechtes Karma oder steckt mehr dahinter? Dieses Buch hat mich wirklich gefesselt. Es wird aus der Sicht von Bess erzählt und diese Entscheidung der Autorin war genau richtig, denn so erfährt man die Gedanken und Handlungen aus einer direkten Sicht und nicht nur als unbeteiligter Zuschauer. Freundschaft, Manipulation, Lügen, all das wird zu einem spannenden Plot verwoben. Aber trotzdem ist es weder ein Krimi noch ein Thriller. Sondern ein Buch über Freundschaft und wie ein einziges Ereignis ein ganzes Leben bestimmen kann.