Cover-Bild Die spürst du nicht
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 20.11.2024
  • ISBN: 9783442494965
Daniel Glattauer

Die spürst du nicht

Roman - Der SPIEGEL-Bestseller jetzt im Taschenbuch
Zwei Ehepaare gönnen sich einen exklusiven Urlaub in der Toskana. Tochter Sophie Luise darf ihre Schulfreundin Aayana mitnehmen, ein Flüchtlingskind aus Somalia. Kaum hat man sich mit Prosecco und Antipasti in Ferienlaune gebracht, kommt es zur Katastrophe: Aayana ertrinkt im Swimming-Pool. Unweigerlich stellt sich die Schuldfrage, an der bald nicht nur die Freundschaft der Familien zu zerbrechen droht. Was ist ein Menschenleben wert? Und jedes gleich viel?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2026

Traurig.... aber so viel Wahres in dem Buch

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Die Binders und die Strobl-Marineks gönnen sich einen exklusiven Urlaub in der Toskana. Tochter Sophie Luise, 14, durfte gegen die Langeweile ihre Schulfreundin Aayana mitnehmen, ein Flüchtlingskind aus ...

Die Binders und die Strobl-Marineks gönnen sich einen exklusiven Urlaub in der Toskana. Tochter Sophie Luise, 14, durfte gegen die Langeweile ihre Schulfreundin Aayana mitnehmen, ein Flüchtlingskind aus Somalia. Kaum hat man sich mit Prosecco und Antipasti in Ferienlaune gechillt, kommt es zur Katastrophe.

Eigentlich hatte ich etwas anderes erwartet. Mir wurde das Buch empfohlen und ich hab mich blind darauf verlassen, dass es etwas amüsantes sein würde, da auch der Klappentext nicht unbedingt viel verraten hat, außer, dass es eine Katastrophe geben wird... das hätte ja aber alles Mögliche sein können.

Trotz allem oder vielleicht auch gerade deswegen fand ich das Buch aber unheimlich gut. Ich habe gar nicht mit so viel Tiefe gerechnet und mich hat es erschüttert, wie manche Menschen andere Menschen in Kategorien einteilen. Das das Leben einiger mehr Wert ist, als das von anderen, aber so ist es tagtäglich und überall. Mich hat das Buch sehr berührt, auch wenn es gar nicht so gefühlsduselig geschrieben ist, aber es hat mich trotzdem tief drinnen berührt und auch tatsächlich traurig über manche Ignoranz gemacht.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Harter Tobak

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Puh… was für ein grandioses aber hartes Buch.
Das ist wirklich starker Tobak, was Daniel Glattauer in seine Geschichte packt und dabei ist er ein brillanter Beobachter.
Zwei befreundete Familien zusammen ...

Puh… was für ein grandioses aber hartes Buch.
Das ist wirklich starker Tobak, was Daniel Glattauer in seine Geschichte packt und dabei ist er ein brillanter Beobachter.
Zwei befreundete Familien zusammen im Urlaub, eine Tragödie und die daraus resultierenden Folgen.
Als Leser ist es kaum zu ertragen, die gefühlskalten Protagonisten, dazwischen Zeitungsmeldungen und die darunter gerotzten rechten ausländerfeindlichen Kommentare der immer gleichen dumben Hohlbratzen, so wie sie unter jedem Nachrichtenposting im Internet zu finden sind.
Ein absolut lesenswerter Roman, den man gut verdauen können muss.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Wieder einmal großartig

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Ich bin ein riesen Fan von Daniel Glattauer und auch mit diesem Buch konnte er mich total überzeugen.

Die Geschichte ist ebenso spannend wie bewegend. Mit großem Fingerspitzengefühl entwirft ...

Ich bin ein riesen Fan von Daniel Glattauer und auch mit diesem Buch konnte er mich total überzeugen.

Die Geschichte ist ebenso spannend wie bewegend. Mit großem Fingerspitzengefühl entwirft Glattauer hier die Karikatur einer von Foyerismus geprägten, sensationslüsternen Gesellschaft die sich ohne Rücksicht auf Verluste ins immer extremere steigert.

Nach einem tragischen Badeunfall bei dem ein junges Mädchen das ursprünglich aus Somalia stammte ertrunken ist bleiben die Angehörigen, sowie die Familien die das Mädchen mitgenommen hatten vor einem trümmerhaufen zurück.

Sophie Luise, die Tochter der einen Familie, die angeregt hatte Ayana ihre Schulkollegin mitzunehmen flüchtet sich in einen zwielichtigen Chat mit jemandem den sie eigentlich gar nicht kennt, die Erwachsenen versuchen sich außergerichtlich zu einigen, was allerdings nicht klappt. Was sich daraus entwickelt ist eine Katastrophe die so wohl niemand vorhersehen konnte.

Dieses Buch hat mich gleich auf mehreren Ebenen verblüfft und begeistert. Schon nach den ersten Sätzen war ich total in den Bann dieses Buches gezogen. Es werden verschiedene Arten von Traumaverarbeitung ebenso in die Handlung miteingeflochten als auch der Mediale Hype um "bewegende Schicksale" und die Doppelmoral wenn es darum geht das Menschenrecht auf Gleichheit zu beachten.
Sehr interessant fand ich das Glattauer hier ein Mittel wählt das wirklich sehr wirksam ist. Immer wieder wird die Handlung durch Posts in Social Media Foren von außenstehenden Kommentiert und durch diskusionen von am vorfall unbeteiligten, jedoch ihre eigene Meinung und Absicht zum Vorfall verbreiteten Menschen, erweitert. Das hat mir gut gefallen da es damit noch eine andere Ebene gab und dem Buch ein sehr interessanter Handlungsstrang mit ordentlichem Potential für Kritik an der Sensationssucht der Mendien und der öffentlichen Wahrnehmung von anderen hinzugefügt wurde.

Als großer Daniel Glattauer Fan war ich wieder einmal begeistert von seinem Scharfsinn, seiner Fähigkeit gesellschaftliche Probleme zu sezieren ohne zu moralisieren und den Leser sowohl durch sein großes Fingerspitzengefühl als auch durch seinen Scharfsinn in die Handlung hineinzusaugen und nicht mehr loszulassen.

Für mich ein absolutes Highlight

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Redebedarf garantiert

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Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Es ist x Jahre her, dass ich " Gut gegen Nordwind" und die Fortsetzung gelesen habe, von daher ist mir der Autor natürlich ein Begriff. Danach habe ...

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Es ist x Jahre her, dass ich " Gut gegen Nordwind" und die Fortsetzung gelesen habe, von daher ist mir der Autor natürlich ein Begriff. Danach habe ich allerdings nichts mehr von ihm gelesen, bis ich das grosse Glück hatte bei einer Leserunde des Buches dabei zu sein.



Glattauer wählt die Form des Allwissenden Erzählers, was mich zuerst etwas erstaunt hat und ich musste mich zuerst daran gewöhnen. Ebenfalls ist der Schreibstil recht sachlich, schnörkellos, distanziert und als würde man einen Bericht lesen, was mich ein bisschen an die asiatische Literatur erinnert hat. Ebenfalls fühlte es sich so an als sässe ich im Publikum und würde einem Theaterstück folgen. Schlussendlich hat mich der Autor mit diesem Stilmittel aber vollends mitreissen können. Zwischendurch gibt es auch Chatverläufe aus dem Netz, welche ich unglaublich authentisch fand.

Ich werde hier nicht auf die einzelnen Protagonisten der Geschichte eingehen, es sei nur so viel gesagt, im Grossen und Ganzen waren sie mir überhaupt nicht sympathisch ;) Die Darstellung ist stereotypisch und oft sehr überzeichnet, aber ich denke dies ist so gewollt und hat mich persönlich nicht weiter gestört.

Die ganze Grundthematik des Buches, der Titel, wie die Geschichte aufgebaut ist, das Stilmittel, die stereotypischen Charaktere, dieses Überspitzte, nur an der Oberfläche kratzen, mehrere offene Fragen, der Sarkasmus.....ich persönlich fand es einfach grossartig! Daniel Glattauer provoziert, schonungslos, offen, ehrlich, mit der Holzhammermethode....Das Buch regt zum nachdenken an, zum mitdenken, zum diskutieren, es macht wütend, traurig, hilflos......wenn es das ist was er damit bezwecken wollte, dann hat er sein Ziel bei mir erreicht ;)



" Ich glaube nicht, dass es gut ist, dass die hier sind diese vielen, vielen Flüchtlinge, die von weit her kommen. Nein, es ist für Niemanden gut. Nicht für uns, die wir Angst haben, dass man uns was wegnimmt, und dass die unsere heiligen Werte über den Haufen werfen. Es ist aber auch für sie selbst nicht gut. Denn es tut weh, wenn man so rausgerissen wird. Und es tut weh, wenn man woanders neu eingepflanzt werden soll, wo die Wurzeln nicht greifen, weil der Boden dafür nicht geschaffen ist. Da verwelkt man mit der Zeit...." ( S.268)



Ich vergebe hiermit 5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Einfühlsam, vielschichtig und spannend bis zur letzten Seite

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Daniel Glattauers “Die spürst du nicht” hat mich positiv überrascht – obwohl es nicht meinem üblichen Lesestil entspricht, hat mich das Buch schnell in seinen Bann gezogen.

Besonders die wechselnden Perspektiven ...

Daniel Glattauers “Die spürst du nicht” hat mich positiv überrascht – obwohl es nicht meinem üblichen Lesestil entspricht, hat mich das Buch schnell in seinen Bann gezogen.

Besonders die wechselnden Perspektiven haben mir sehr gefallen. Sie eröffnen unterschiedliche Sichtweisen auf die Handlung und die Figuren, wodurch sich ein vielschichtiges, lebendiges Bild ergibt. Glattauer schreibt klar, mit feinem Gespür für Zwischentöne und schafft es, auch ernste Themen zugänglich und spannend zu erzählen.

Die Geschichte verläuft nicht vorhersehbar. Es gibt Wendungen, die mich gefesselt haben, und Entwicklungen, die zum Nachdenken anregen. Gerade diese Mischung aus Spannung, Tiefe und menschlicher Nähe macht das Buch besonders.

Fazit: Ein empfehlenswerter Roman, der durch Perspektivenreichtum, Spannung und stilistische Klarheit überzeugt – lesenswert auch für alle, die sonst andere Genres bevorzugen.

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