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Veröffentlicht am 09.07.2025

Eine Gartenjahr für Genießer

Grüner Genuss
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Die Autorin Genevieve Wiehe hat bereits in ihrer Jugend im Hauswirtschaftsunterricht erfahren, wie viel Spaß das eigenständige Zubereiten von Gerichten macht. Seither liebt sie das Werkeln in der Küche ...

Die Autorin Genevieve Wiehe hat bereits in ihrer Jugend im Hauswirtschaftsunterricht erfahren, wie viel Spaß das eigenständige Zubereiten von Gerichten macht. Seither liebt sie das Werkeln in der Küche und macht gerne andere mit ihren Speisen glücklich. Vor drei Jahren konnte sie sich auch endlich den Traum vom eigenen Gemüsegarten erfüllen, sodass seitdem saisonales Gemüse aus ihren eigenen Beeten direkt in der Küche und in ihren Gerichten landen. So ist die Küche von Genevieve nicht nur saisonal, sondern auch regional und biologisch. Nebenbei gibt es auch noch nützliche Tipps rund um die Gartenanlage und -planung, sodass einem eigenen Gemüsebeet nichts mehr im Wege steht.

Das Kochbuch ist in die vier Jahreszeiten gegliedert, womit eine gute Übersicht über die möglichen, saisonalen Rezepte gegeben ist. Das Layout der Rezepte ist ebenfalls übersichtlich und klar strukturiert, damit ein Nachkochen einfach und schnell möglich ist. Da zu jedem Rezepte ein Foto vorhanden ist, bekommen die Leser sofort eine Vorstellung des Gerichts und ganz nebenbei auch Lust, es direkt nachzumachen. Da das gesamte Buch reich bebildert ist, macht es großen Spaß einfach nur dazin zu blättern und eine Vorfreude auf so manches Gemüse zu entwickeln.

Da ich selbst einen großen Gemüsegarten habe, schätze ich Kochbücher dieser Art sehr, denn sie helfen mir, neue Essensideen zu bekommen und die reifen Gemüse abwechslungsreich und in ihrer Gänze zu verwerten. Aus diesem Kochbuch habe ich in den letzten Wochen sechs Rezepte ausprobiert, die allesamt sehr einfach und dadurch gelingsicher und auch familientauglich waren. Seither zählen die gefüllten Zucchiniröllchen, der Bohnensalat und der mediterrane Pastasalat zu unseren Lieblingsgerichten. Aber auch die Gemüselasagne, das geröstete Brot mit Erbsenhummus und die Ofenkartoffeln mit Quark waren äußerst schmackhaft und werden sicherlich noch häufig auf dem Tisch stehen. Ein rundum gelungenes Kochbuch für alle Fans von Gemüse und der saisonalen Küche.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Ein neuer Fall ungeahnten Ausmaßes

Nordweststurm
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Als Lennart Norberg seinen Sohn, den Polizisten Hendrik um Hilfe ersucht, weiß dieser erst nicht, was er davon halten soll. Denn Lennart vermisst seinen Freund Petter Jansson, den er seit vier Tagen nicht ...

Als Lennart Norberg seinen Sohn, den Polizisten Hendrik um Hilfe ersucht, weiß dieser erst nicht, was er davon halten soll. Denn Lennart vermisst seinen Freund Petter Jansson, den er seit vier Tagen nicht mehr gesehen oder gesprochen hat und der wohl hinter einer ganz großen Story her wäre. Als sich die Hinweise verdichten, dass Petter nicht freiwillig verschwunden ist, beginnen Anna Wagner und Norberg mit der Spurensuche. Dass sich aber auch noch Verbindungen zu dem Mordfall eines Drogendealers und Strichers, der gerade von Norbergs K4 in Itzehoe aufgeklärt wird, ergeben, macht das ganze noch schwieriger und die beiden erfahrenen Ermittler spüren, dass nun ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Svea Jensen ist es auch in diesem fünften Band der Reihe gelungen, die Spannung schnell aufzubauen und dann lange sehr hoch zu halten. Denn ständig ergeben sich neue Spuren, Hinweise und Entwicklungen, die die Ermittler antreiben und eine deutlich spürbare Angst um den Verschwundenen erzeugen. Da es um zwei unterschiedliche Opfer geht, deren Fälle anfangs rein gar nichts miteinander zu tun haben, sich schließlich aber doch kreuzen, wird der Fall im Lauf des Buches immer komplexer und dadurch spannender. Obwohl aber die Ermittlungen im Mittelpunkt des Krimis stehen, bleibt auch Zeit für die persönlichen Geschichten von Norberg, dessen Familie und Anna Wagner.

Diese Krimireihe gehört seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsreihen, denn sie ist durchweg spannend und ich mag Anna und Norberg wirklich gerne, sodass ich nicht nur deren Ermittlungen gebannt mitverfolge, sondern auch deren Freundschaft, die mit den Jahren deutlich tiefer und vertrauter geworden ist. Hoffentlich ist die Autorin noch lange nicht am Ende angelangt und unterhält mich bald wieder mit einem neuen Fall für die Soko St. Peter-Ording.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Lieselotte und die vielen Pakete

Lieselotte sucht
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Lieselotte muss jeden Tag mit dem Postbote die Pakete ausliefern, denn auf ihrem Rücken hat ganz viel Platz. So gehen sie von Haus zu Haus und beinahe jeder wartet schon auf die Lieferung und freut sich ...

Lieselotte muss jeden Tag mit dem Postbote die Pakete ausliefern, denn auf ihrem Rücken hat ganz viel Platz. So gehen sie von Haus zu Haus und beinahe jeder wartet schon auf die Lieferung und freut sich auf den Inhalt. Doch am Ende fehlt das Paket für die Bäuerin, die schon sehnsüchtig auf ihre neuen Marmeladengläser wartet, um endlich Erdbeermarmelade einkochen zu können. Da sie das Paket nicht mehr finden können, sammeln sie bei allen Dorfbewohnern Gläser und nachdem sie den Inhalt aufgefuttert haben, überreichen sie der Bäuerin ihr Päckchen. Doch dort erwartet sie eine schöne Überraschung.

Alexander Steffensmeier hat Lieselotte in diesem Pappbilderbuch ein unterhaltsames Abenteuer erleben lassen, indem alle Dorfbewohner vorkommen und auf beinahe jeder Seite sehr detailreiche Bilder, die beinahe an Wimmelbilder erinnern. Die Texte sind gewohnt kurzgehalten und in einfacher Sprache formuliert.

Bei uns herrscht schon lange ganz große Lieselotte-Liebe und wir freuen uns immer sehr, wenn wieder ein neuer Band erscheint. Hier gefallen uns vorallem die wimmeligen Bilder und die Geschichte selbst ist sehr unterhaltsam und wirklich schön.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Drei junge Frauen, die für ihre Träume einstehen!

Goldene Träume. Die Münchner Ärztinnen
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München, 1898: Die erste Begegnung der drei jungen Frauen könnte nicht schicksalshafter sein. Befindet Fanny sich doch gerade auf der Flucht vor einem Gendarmen, Lulu verlässt das Haunersche Kinderhospital ...

München, 1898: Die erste Begegnung der drei jungen Frauen könnte nicht schicksalshafter sein. Befindet Fanny sich doch gerade auf der Flucht vor einem Gendarmen, Lulu verlässt das Haunersche Kinderhospital nachdem sie dort bei der Geschenkeübergabe mit Prinzessin Ludwig zugegen war und Elsa stürzt mit ihrem Koffer, der schwer wie Blei ist, als sie am Rinnstein hängen bleibt. Natürlich eilt Lulu ihr gleich zu Hilfe und auch Fanny gerät versehentlich mitten hinein zwischen die beiden jungen Frauen. Obwohl Lulu der gerade obdachlos gewordenen Elsa ein Zimmer im Kinderhospital besorgt und sich auch auf um ihren verstauchten Knöchel kümmert, begegnen sie Fanny erst später wieder. Denn Fanny wurde aus Niederbayern nur nach München geschickt, um ihrem Medizin studierenden Bruder Anton den Haushalt zu besorgen. Dabei war es doch Fanny, die immer Medizin studieren und Ärztin werden wollte. Deshalb liest sie auch eifrig seine Bücher, schreibt ihm Hausarbeiten und geht schließlich, nachdem sie erfahren hat, dass er nie die Vorlesungen besucht, auch noch als Mann verkleidet in die Universität. Lulu dagegen hätte den Zugang zum Kinderhospital und geht dort regelmäßig ein und aus, soll aber lieber standesgemäß heiraten, statt ihrem Vater, dem Klinikdirektor, als Ärztin nachzufolgen. Auch Elsa teilt das Schicksal der beiden anderen Frauen, denn sie hat das Abitur, wird aber an der Universität nicht zum Studium zugelassen und ihr Fürsprecher, ihr Vater, ist vor einiger Zeit verstorben. Nun verdient sie sich als ungelernte Krankenwärterin, um wenigstens irgendwie in der Nähe der Kranken sein zu können und nicht wieder zur Mutter zurückkehren zu müssen. Als sie sich wiedertreffen, spüren sie schnell, dass sie einander helfen können und eine Freundschaft erwächst...

Ina Bach ist das Pseudonym der deutschen Autorin Regina Ramstetter beziehungsweise Ina Resch, die bekannt durch Krimis und Kurzgeschichten ist. In diesem Roman widmet sie sich ganz der Medizin zur Jahrhundertwende und den Rechten der Frauen. Die Fakten rund um die Medizin wurden sehr gründlich recherchiert und sind trotz Fachbegriffen auch für Laien gut verständlich. Eingeteilt ist der Roman in längere Kapitel, die immer ein Quartal umfassen. Darin wechseln regelmäßig die Schauplätze und somit Perspektiven, was als Unterteilung der langen Kapitel benutzt wird.

Leider hatte ich in letzter Zeit eher wenig Zeit und auch Lust viel zu lesen und steckte ein wenig in einer Leseflaute fest. Dieses Buch hat mich aber komplett herausgerissen und ich habe die 550 Seiten innerhalb nur eines Tages gelesen. Denn ich konnte einfach nicht mehr aufhören und war gefesselt von den drei jungen Frauen, die mich sehr beeindruckt haben, aber auch die medizinischen Einblicke in die damalige Zeit sind sehr interessant und so gut geschildert, dass ich viel Neues gelernt habe. Ein rundum perfekt gelungener Reihenauftakt!

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Ein Ausflug in die Welt Vivaldis

Mein Klassik-Klangbuch: Das Tierorchester spielt Vivaldi
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Der Komponist Antonio Vivaldi stammt aus der Stadt Venedig. Dort hat er von seinem Vater das Violinspiel erlernt und danach selbst als Musiklehrer gearbeitet. Im Laufe seines Lebens hat er zahlreiche Stücke ...

Der Komponist Antonio Vivaldi stammt aus der Stadt Venedig. Dort hat er von seinem Vater das Violinspiel erlernt und danach selbst als Musiklehrer gearbeitet. Im Laufe seines Lebens hat er zahlreiche Stücke komponiert, die bald auf der ganzen Welt gespielt und so immer berühmter wurden.

Gemeinsam mit seinen Lesern entdeckt das Tier-Orchester den bekannten Komponisten Antonio Vivaldi. Der Autor Sam Taplin lässt in Sprechblasen wie nebenbei unzählige Informationen über Vivaldi in die Gespräche der Tiere einfließen. Gemeinsam mit den Illustrationen von Ag Jatkowska wird das Buch zu einem farbenfrohen und informativen Bilderbuch. Zusätzlich hierzu gibt es auf jeder Doppelseite einen Soundchip, der gedrückt werden kann und dann ein Stück des Komponisten erklingt. Da der Klang klar und nicht allzu laut ist, haben Kinder großen Spaß daran und werden langsam an die klassische Musik herangeführt.

Meine Tochter und ich lieben diese Reihe, denn sie hat uns schon sehr viele klassische Komponisten nähergebracht. Außerdem schätze ich den guten Ton und die Auswahl der Stücke, die abwechslungsreich und von angenehmer Länge sind. Eine großartige Reihe, die sehr empfehlenswert ist.

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