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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2025

Gänsehautfeeling

Schwüre, die wir brechen
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Ich lese immer gerne Bücher zu deren Spielorte ich eine Beziehung habe und das war hier gegeben. Mir waren weder die Autoren noch die Ermittler vorher bekannt. Das Cover wirkt ansprechend und geheimnisvoll. ...

Ich lese immer gerne Bücher zu deren Spielorte ich eine Beziehung habe und das war hier gegeben. Mir waren weder die Autoren noch die Ermittler vorher bekannt. Das Cover wirkt ansprechend und geheimnisvoll. Der Klappentext machte neugierig, einmal ein Thriller der anderen Art. Mit was haben wir es hier zu tun? Um einen Killer, der seinen Opfern das Herz entreißt, enthauptet und Tierköpfe annäht. Brutal. Die Ermittler Jon Nordh und Svea Karhuu haben es mit einem Serientäter zu tun, der seine Opfer als altägyptische Gottheiten in Szene setzt. Spannend? Ja, aber die Taten sind brutal gut beschrieben und wohl nicht für jeden geeignet. Der Schreibstil ist sehr gut, die Szenen lebendig und die Ortschaften bildhaft. Die Charaktere, Jon und Svea sind gut gewählt. Beide haben eine Vergangenheit hinter sich und tragen da noch ein Päckchen Altlasten mit sich rum. Mir war erst gar nicht bewusst, dass es bereits der 2te Band einer Reihe ist. Durch die zahlreichen Rückblicke, die hier gegeben sind, stört es aber nicht wenn man den nicht gelesen hat. Ausserdem kann man neben den Ermittlungen vielfach am Privatleben der Ermittler teilnehmen. Meistens finde ich das ziemlich langweilig, hier finde ich es allerdings eher passend. Es fügt sich für mich alles perfekt ein. Ebenfalls toll sind die Kapitel mit den Rückblicken. So wird das Lesen nie langweilig und die Spannung gehalten.
Es wird nicht mein letztes Buch aus dieser Reihe gewesen sein.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Berührend

Die Bibliothek meines Großvaters
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Hier hat mich zunächst das Cover mit dem Farbschnitt angesprochen, denn ich finde es total gut gemacht und meine Neugierde war geweckt, ich wollte wissen, worum es genau geht. Kaede kümmert sich neben ...

Hier hat mich zunächst das Cover mit dem Farbschnitt angesprochen, denn ich finde es total gut gemacht und meine Neugierde war geweckt, ich wollte wissen, worum es genau geht. Kaede kümmert sich neben ihrer Arbeit als Lehrerin in Tokio liebevoll um ihren dementen Großvater. Dieser weist totz seiner Krankheit ein enormes Wissen über Klassiker der Kriminalliteratur auf. Beide besitzen sehr viel Fantasie und lösen so manch seltenes Rätsel und Fälle, bis eines Tages aus der Fantasie tatsächlich Wirklichkeit wird.

Das Buch mit dem Titel Die Bibliothek meines Grossvaters von Masateru Konishi erschienen im KIWI Verlag weist 336 Seiten auf. Es ist ein Buch, das man nicht auf einen Rutsch lesen kann, ich z.B. habe in mehreren Etappen gelesen. Nicht weil mir der Schreibstil nicht gefallen hat, sondern weil es ein berührendes Buch ist und ich einfach von Zeit zu Zeit Ruhe zum Nachdenken brauchte, oder es gerade einfach etwas zu langatmig für mich war. Trotzdem ist es interessant zu lesen. Gut gefallen hat mir, dass hier die verschiedenen Arten von Demenz schön erklärt werden. Auch bei den zahlreichen Rätseln hatte ich meinen Spaß beim Mitmachen.

Ein Buch auf das man sich einlassen muss und für das man Ruhe zum Lesen braucht. Mir hat es gefallen.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Liest sich gut

Splitterkristall - Die Schattenchroniken Band 1
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Das Cover ist wirklich gelungen, farblich sowie gestalterisch, die Glanzeffekte unterstreichen die Charaktere sowie den Titel. Splitterkristall Die Schattenchroniken Band 1 von Michael S.V. Preis erschienen ...

Das Cover ist wirklich gelungen, farblich sowie gestalterisch, die Glanzeffekte unterstreichen die Charaktere sowie den Titel. Splitterkristall Die Schattenchroniken Band 1 von Michael S.V. Preis erschienen bei Projekt VielSeitig - Sieger GmbH. Wir haben es als gebundenes Buch mit einem Hardcover, hochwertig und gut verarbeitet. Anfangs befindet sich eine sehr detailhafte schwarz weiß Zeichnung von der fünfzehnjährigen Mira, die von ihrer Mutter auf ein abgelegenes Internat geschickt wird, auf dem es Regeln gibt, mit denen Mira sich nicht so recht anfreunden mag. Sie macht lieber alles nach ihrem Sinn und entdeckt ein Haus mit einem merkwürdigen Lichtstrahl, geht der Sache nach und schon beginnt ein magisches Abenteuer.

Die wichtigsten Charaktere lernt man anfangs mit einem Steckbrief kennen. Durch die passenden Illustrationen von Anastassia Schitz hat man so schon sofort von jedem ein Bild vor Augen sowie erste Sympathisanten. Jeder ist glaubhaft und vor allem bildhaft gestaltet. Das Schriftbild ist groß und liest sich dadurch zügig. Jedes Kapitel startet mit einer Überschrift, die schon immer etwas über die Geschehnisse aussagt und somit neugierig macht. Es startet langsam, nämlich in der Schule und im realen Leben, während sich der Fantasy Bereich so nach und nach einfügt.

Der Schreibstil ist gut und kindgerecht. Trotz Fantasy wirkt es nicht besonders gruselig und die Leseempfehlung ab 10 Jahren kann ich hier bestätigen. Uns waren einige Elemente bereits so in der Art bekannt und das Ende fanden wir etwas enttäuschend. Auch wenn es noch Fortsetzungen gibt hätte das für uns etwas mehr ausgearbeitet werden können mit Informationen. Fragen bleiben bei einem Cliff Hanger soweiso immer, aber das soll ja so sein um auf den Nachfolgeband neugierig zu machen. Neugierig sind wir, also bitte mehr davon.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Interessant gestaltet

Die Frau des Farmers
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Hier ist mir sofort der Titel aufgefallen : Die Frau des Farmers. Sofort bin ich neugierig gewesen mehr über Helen Rebanks zu erfahren. Helen ist auf einem Bauernhof geboren und aufgewachsen, Bäuerin wollte ...

Hier ist mir sofort der Titel aufgefallen : Die Frau des Farmers. Sofort bin ich neugierig gewesen mehr über Helen Rebanks zu erfahren. Helen ist auf einem Bauernhof geboren und aufgewachsen, Bäuerin wollte sie nie werden. Oftmals kommt aber alles anders als gedacht und so wurde sie am Ende doch noch Bäuerin und Mutter von 4 Kindern, heiratete den Schriftsteller James Rebanks. Also, wie erzählt man sein Leben in einem Tag? Die Kapitel sind aufgeteilt in Morgengrauen, Morgen, Nachmittag, Später Nachmittag und Abend. Hier wird der normale Tagesablauf erzählt, in dem dann aber immer wieder Rückblicke aus ihrem bisherigen Leben geschildert werden. Ich für meinen Teil fand es total interessant geschildert, besonders da es in meinem Leben so einige Paralellen gibt und ich so mitfühlen konnte. Einfühlsam wird erzählt wie sie den Spagat zwischen Hof und Familie schafft, wie anstrengend so ein Leben doch ist, besonders da viele es ja eher als idyllisch ansehen als Bäuerin zu leben. Für Helen gibt es keinen Tag frei, keinen Urlaub, hier wird rund um die Uhr gearbeitet, Tiere wollen versorgt sein. Es stimmt nicht nur alles nachdenklich, manches hat mich auch zum Schmunzeln veranlasst. Schön finde ich am Ende das Kapitel mit den Hilfreichen Listen, wo es unter anderem ein paar Ideen für eine interessante Mittagspause oder Einfaches für die Kleinen gibt. Neben kleinen Zeichnungen finden sich im Buch immer wieder einzelne und am Ende noch eine kleine Sammlung Rezepte.

Es ist jetzt kein hochspannendes Buch, ich sehe es eher als Biografie, die aber durch die persönliche Gestaltung sehr unterhaltsam wirkt. Ich habe es mit Interesse gelesen und werde bestimmt das ein oder andere Rezept bei Gelegenheit testen.

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Schöner Urlaubskrimi

Inselnächte
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Inselnächte ist der bereits 8.Fall mit dem Inselpolizisten Martin Ziegler sowie der Ärztin Anne Wagner. Ausserdem spielen die Paare Ruth Keiser und Oskar Schirmeier, Daniela und Frank Prinzen sowie Marthe ...

Inselnächte ist der bereits 8.Fall mit dem Inselpolizisten Martin Ziegler sowie der Ärztin Anne Wagner. Ausserdem spielen die Paare Ruth Keiser und Oskar Schirmeier, Daniela und Frank Prinzen sowie Marthe Dirkens eine Rolle. Zwar ist jeder Fall in sich abgeschlossen, es wäre aber von Vorteil mit dem ersten Band anzufangen. Hier spielen noch jede Menge andere Protagonisten eine Rolle, wofür ich das Personenregister anfangs ganz hilfreich finde. Der Fall selbst ist dieses Mal etwas verworren. Ein Kind wird in den Dünen verschüttet, überlebt aber zum Glück weil schnell Hilfe da war. Dann wird aber einige Tage später an eben der Stelle eine Leiche gefunden, welche zu einer Inselfamilie gehört. Bei den Ermittlungen kommt so einiges ans Tageslicht.

Den Fall finde ich ausgesprochen spannend und auch sehr gut durchdacht. Mir hat es dieses Mal aber zu lange gedauert bis richtige Spannung auf kam. Durch die vielen Protagonisten und die kurzen Kapitel fand ich es das ein oder andere Mal verwirrend. Das Buch ist mit seinen fast 500 Seiten sehr dick und so brauchte ich einige Tage um es zu lesen. Vor allem mit Marthe hatte ich meine Probleme, fand sie echt nervig und anstrengend.Trotz allem ist der Schreibstil wieder sehr angenehm. Inselflair und Urlaubsfeeling sind gegeben, Spannung ebenfalls.

Ein schöner Küstenkrimi, der mir neben einem interessanten Fall eine Urlaubszeit auf der Insel gebracht hat.

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