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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2025

Vergleichsweise schwach

Der Sommer am Ende der Welt
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Nachdem ich genau zu diesem Thema vor kurzen bereits einen Roman gelesen habe, bleibt es für nicht nicht aus zu vergleichen.
Und gerade im Vergleich schneidet dieses Buch eher mittelprächtig ...

Nachdem ich genau zu diesem Thema vor kurzen bereits einen Roman gelesen habe, bleibt es für nicht nicht aus zu vergleichen.
Und gerade im Vergleich schneidet dieses Buch eher mittelprächtig ab.

Es geht um die Kinderlandverschickung in der 1960er Jahren, wo Kinder allein zu Kuranstalten, wie hier auf Borkum reisen mussten.

Ein wichtiges Thema und es ist erschreckend, wie sehr die schwarze Pädagogik in den Sechzigern noch verbreitet gewesen ist.

Dieses Buch wählt als Herangehensweise die Arbeit einer Journalistin, inspiriert durch die Erinnerungslücken ihrer Mutter.

Das hört sich eigentlich ganz gut an, aber die Umsetzung überzeugt mich weniger. Es steht viel mehr die Protagonistin mit ihren eigenen aktuellen Problemen im Vordergrund sowie deren pubertierende Tochter.
Dieses ganze Drumherum verwischt für mich das eigentliche Thema, was ich sehr schade finde. So bleibt es schwach und berührt mich nicht, weil ich als Leser hier auf Distanz gehalten und durch andere Dinge abgelenkt werde.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Naja

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Der Weg ist ein Thriller, der auf dem Kungsledenwanderweg spielt.

Die Freundinnen Nicki und Julia begeben sich spontan auf eine Wanderung. Hier fängt mein Unwille eigentlich schon an. Wer geht ...

Der Weg ist ein Thriller, der auf dem Kungsledenwanderweg spielt.

Die Freundinnen Nicki und Julia begeben sich spontan auf eine Wanderung. Hier fängt mein Unwille eigentlich schon an. Wer geht spontan auf eine Wanderung, wenn er mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt? Mit jemandem, den er jetzt lange nicht mehr getroffen hat?

Die gesamte Geschichte ist für mich sehr konstruiert und schwer nachzuvollziehen.

Der Aufbau mit den zwei Zeitebenen ist eigentlich das Highlight, aber auch hier verwirrt mich einiges.

Das feministische Thema finde ich gut, aber die Umsetzung gefällt mir überhaupt nicht.
Auch die Charaktere sind mir allesamt unsympathisch, daher konnte ich auch keine richtige Verbindung zur Geschichte herstellen, alles blieb auf Distanz.
Der Spannungsbogen war da, ich wollte auch unbedingt wissen, wie es ausgeht, habe allerdings eher widerwillig zu Ende gelesen, weil mich das Gesamtpaket in diesem Buch nicht überzeugt.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Langweilig

Das Teufelshorn
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Dieses Buch plätschert so vor sich hin.
Ein Kriminalroman, der auf Mallorca spielt, cosy crime wird versprochen.

Eine ehemalige Kommissarin ist zurück in ihrer Heimatstadt, vermietet Ferienwohnungen ...

Dieses Buch plätschert so vor sich hin.
Ein Kriminalroman, der auf Mallorca spielt, cosy crime wird versprochen.

Eine ehemalige Kommissarin ist zurück in ihrer Heimatstadt, vermietet Ferienwohnungen und weil sie so einen tollen Ruf hat und so grandios ermitteln kann, soll sie das Verschwinden eines Kindes aufklären.

Allerdings kommt für mich hier gar keine Gemütlichkeit auf und auch der Kriminalfall überzeugt mich nicht.
Ich habe zwar viele mallorquinische Kaffeespezialitäten kennengelernt, aber ich habe auch das Gefühl, außer Kaffee zu trinken passiert einfach nicht viel.

Die Charaktere sind blass, einzig die Protagonistin steht absolut im Vordergrund. Diese erfüllt dafür dann auch jedes Klischee der Singlefrau um die 30.

Der Schreibstil ist zwar ansprechend, mitreißen konnte mich das Geschriebene allerdings nicht. Es kommt keine Spannung auf, die Ermittlungen sind irgendwie beliebig und es ist auch alles etwas vorhersehbar.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Sehr seicht

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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Dieses Buch hat mir nicht besonders gut gefallen.

Die Thematik des Kindersuchdienstes ist sehr interessant und bietet viel Stoff für interessante und berührende Geschichten.
Es geht hier zwar ...

Dieses Buch hat mir nicht besonders gut gefallen.

Die Thematik des Kindersuchdienstes ist sehr interessant und bietet viel Stoff für interessante und berührende Geschichten.
Es geht hier zwar um die Zusammenführung von durch Krieg oder Armut getrennte Familien. Sowohl die Schicksale der Waisen als auch der Eltern werden hier zwar dargestellt, aber dieses Buch behandelt mir zu viele Erzählstränge auf einmal um wirklich emotional in das Thema eintauchen zu können.
Außerdem jagen sich hier die Ereignisse, die Entwicklungen sind mitunter einfach nur kitschig und für mich nicht nachvollziehbar.
Die Protagonisten bedienen sämtliche Stereotype.

Ich würde gerne ein Buch über den Kindersuchdienst lesen, allerdings mit mehr Gehalt und Tiefe und weniger Seifenoperngehabe. Diese Geschichte ist doch eher albern und seicht und wird meiner Meinung nach der Thematik überhaupt nicht gerecht.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Mittelprächtig

Dorn. Hotel der Angst
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Bei diesem Buch fiel mir als erstes die große Schrift auf besonders dickem Papier auf, diese macht das Buch gehaltvoller als es ist. Zumindest optisch, den inhaltlich fehlt es leider auch an ...

Bei diesem Buch fiel mir als erstes die große Schrift auf besonders dickem Papier auf, diese macht das Buch gehaltvoller als es ist. Zumindest optisch, den inhaltlich fehlt es leider auch an Gehalt.

Der Plot klingt eigentlich sehr spannend, eine wendungsreiche Serienmördersuche. Aber irgendwie ist mir die Umsetzung nicht besonders gelungen vorgekommen.
Die Charaktere sind alle skurril, aber bleiben dabei blass und unnahbar. Vieles von ihrem Verhalten konnte ich einfach nicht nachvollziehen.

Auch die Wendungen, der Verlauf der Geschichte, es ist sehr konstruiert und hat mich nicht so richtig packen können.

Also eine tolle Idee, die für mich leider an der Umsetzung gescheitert ist. Es macht auf mich den Eindruck, das noch mehr Zimmer folgen sollen, besonders das sagenumwobene Zimmer 777 wird angepriesen. Aber ich glaube, ich möchte deren Inhalt gar nicht unbedingt sehen.

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