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Veröffentlicht am 04.09.2025

Zwischen Pflicht und Freiheit

Nightblood Prince
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Der Einstieg in das Buch viel mir nicht schwer. Der Schreibstil ist angenehm leicht lesbar und beschreibt die Welt und die Charaktere detailliert aber nicht überlastet. Das Worldbuilding aus asiatischen ...

Der Einstieg in das Buch viel mir nicht schwer. Der Schreibstil ist angenehm leicht lesbar und beschreibt die Welt und die Charaktere detailliert aber nicht überlastet. Das Worldbuilding aus asiatischen Anklängen, Legenden und Magie fand ich sehr reizvoll.

Im Zentrum steht eine selbstbewusste Protagonistin, die im goldenen Käfig ihrer Prophezeihung lebt. Alles ist für sie festgelegt, doch sie sehnt sich nach Freiheit und Selbstbestimmung – und damit auch nach einem Leben jenseits der Rolle, die man ihr zugedacht hat. Diese innere Zerrissenheit zwischen Pflicht und dem Wunsch, ihren eigenen Weg zu gehen, macht sie zu einer Figur, mit der man sofort mitfühlt. Ihre Entscheidungen wirken nachvollziehbar und echt, sodass man sie nicht nur begleitet, sondern wirklich versteht.

Mir hat zudem gut gefallen, wie hier Themen wie Macht, Hierarchie, Gleichberechtigung und Rollenbilder genannt und hinterfragt werden. Alle Charaktere nehmen in diesen Themen ihre Position ein.

So begegnen wir Siwang, dessen tiefe Hingabe bewegend und tragisch zugleich wirkt. Er verkörpert Treue und Opferbereitschaft, sowohl für Fei wie auch für sein Land - aber er weiß aber auch, dass Liebe nicht erzwungen werden kann. Gerade das macht die Beziehung zwischen ihm und der Protagonistin besonders – geprägt von Respekt, Loyalität und bittersüßer Distanz.

Auf der anderen Seite steht Yexue, geheimnisvoll, tiefgründig und doch überraschend nahbar. Sein Auftreten ist von Ehrlichkeit und Direktheit geprägt, wodurch er sich deutlich von anderen abhebt. In der Spannung zwischen den beiden männlichen Figuren liegt eine der größten Stärken des Romans: Ständig schwankt man zwischen Vertrauen und Zweifel, zwischen Hoffnung und Furcht. Wer ist ehrlich? Wer verbirgt etwas? Wer kämpft wirklich für Fei – und wer verfolgt eigene Ziele? Dieses Wechselspiel treibt die Handlung voran und macht sie nervenaufreibend und fesselnd zugleich.

Die Geschichte erinnert in Teilen an eine düstere Variante von Mulan: Mut, Prophezeiungen und Magie verflechten sich zu einer kraftvollen Erzählung über den Mut, alte Regeln zu brechen und seinen eigenen Weg zu gehen – auch wenn dieser Opfer verlangt.

Als einzige Kritik bleibt zu nennen, dass Feis Gefühlswelt manchmal etwas sprunghaft wirkt – besonders in Bezug auf Siwang. Zunächst löst sie die Verlobung, weil sie frei sein möchte und ihn nicht liebt, später spricht sie jedoch von Liebe und zeigt zugleich auch Zuneigung zu Yexue.

Ein Roman, der nicht nur durch Spannung und Emotionen überzeugt, sondern auch durch seine Fragen nach Freiheit, Liebe und der Last der Verantwortung lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Auf dem Weg zum großen Finale

Die Luna-Chroniken 3: Wie Sterne so golden
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Mit Wie Sterne so golden legt Marissa Meyer den dritten Band ihrer Luna-Chroniken vor – und der Weg zum großen Finale nimmt spürbar Fahrt auf. Die Handlung bleibt durchgehend spannend und gut durchdacht: ...

Mit Wie Sterne so golden legt Marissa Meyer den dritten Band ihrer Luna-Chroniken vor – und der Weg zum großen Finale nimmt spürbar Fahrt auf. Die Handlung bleibt durchgehend spannend und gut durchdacht: Immer mehr Puzzleteile fügen sich zusammen, Geheimnisse werden aufgedeckt, und doch bleiben genug offene Fragen, die neugierig auf den Abschluss der Reihe machen.

Besonders beeindruckt hat mich die Weiterentwicklung der Charaktere. Jeder einzelne wächst mit den Herausforderungen, allen voran Cress, die als neue Figur eine tolle Ergänzung zur bestehenden Crew ist. Ihre Dynamik mit Thorne sorgt für viele unterhaltsame, aber auch berührende Momente.

Der Schreibstil bleibt – wie bereits in den ersten beiden Bänden – angenehm flüssig und leicht zugänglich. Die Autorin versteht es, verschiedene Handlungsstränge elegant zu verweben und gleichzeitig Raum für die Entwicklung ihrer Figuren zu lassen.

Trotz all der spannenden Entwicklungen spürt man deutlich, dass es Zeit für das große Finale wird – der Spannungsbogen ist inzwischen so weit gespannt, dass man kaum erwarten kann, wie alles im letzten Band zusammengeführt wird.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Wenn Rotkäppchen auf Cinderella trifft

Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot
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Auch der 2. Band der Luna-Chroniken überzeugt durch die tollen Charaktere und seine spannende Handlung. Im zweiten Teil kommt ein neuer Handlungsstrang dazu und neue Charaktere werden Teil der Geschichte ...

Auch der 2. Band der Luna-Chroniken überzeugt durch die tollen Charaktere und seine spannende Handlung. Im zweiten Teil kommt ein neuer Handlungsstrang dazu und neue Charaktere werden Teil der Geschichte um Cinder und ihren Kampf gegen die Königin von Luna. Die neuen Charaktere sorgen für Spannung und bringen Rätsel und auch die ein oder andere "Lösung" mit sich. Insgesamt nimmt die Handlung immer weiter an Spannung zu und es kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, neue Entdeckungen bringen die Handlung in Fahrt und es wird definitiv nicht langweilig. Eine gelungene Fortsetzung des ersten Teils, der es unmöglich macht, aufzuhören. Ich habe den Teil an einem Tag durchgelesen und zum Glück den dritten Teil bereits zuhause gehabt, sodass es für mich direkt weiter ging. Definitiv eine Leseempfehlung!!

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Alles andere als ein Märchen

Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern
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Also erstmal finde ich das Setting der Handlung mega, die Welt und die Charaktere sind wirklich fantastisch und mit Liebe gestaltet.
Das Buch hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen und ich bin direkt ...

Also erstmal finde ich das Setting der Handlung mega, die Welt und die Charaktere sind wirklich fantastisch und mit Liebe gestaltet.
Das Buch hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen und ich bin direkt mit Cinder in ihre Welt eingetaucht. Ich fand die Neuinterpretation des Märchens wirklich sehr schön gemacht, weil sie einfach genau das Gegenteil ist. Die Handlung entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und der Schreibstil ist flüssig und verständlich. Die Charaktere sorgten bei mir für allerhand Gefühle, nicht nur positive, und haben für mich die Story wirklich lebendig gemacht. Ich konnte das Buch irgendwann nicht mehr beiseite legen. Die Entwicklung des Geschehens war super interessant und wurde immer spannender, da immer wieder irgendwas Neues die Handlung komplett in eine neue Richtung lenkte und immer mehr Geheimnisse ans Licht kamen.
Das Buch ist definitiv ein gelungener Start in die Reihe und man kann gar nicht anders, als sich nach dem Ende direkt die restlichen Bücher zu kaufen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

viel Drama, aber trotzdem fesselnd

The Last Wish of Bristol Keats
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Da ich Band 1 schon vor einer Weile gelesen hatte, habe ich etwas gebraucht, um wieder richtig in die Story reinzukommen und alles einzuordnen. Die Handlung ist sehr umfangreich, mit Wendungen und Ereignissen ...

Da ich Band 1 schon vor einer Weile gelesen hatte, habe ich etwas gebraucht, um wieder richtig in die Story reinzukommen und alles einzuordnen. Die Handlung ist sehr umfangreich, mit Wendungen und Ereignissen am Fließband – bei 500 Seiten ist das wohl auch zu erwarten, aber manchmal dachte ich nur: „Was denn jetzt noch?“ oder „Muss das jetzt auch noch sein?“

Die Story hätte definitiv ohne ein paar der Wendungen, Dramen und Streits auskommen können. Gleichzeitig waren einige Wendungen wirklich, wirklich gut – teils auf eine schmerzhafte, aber gelungene Art.
Aber mal ehrlich: wie viel Drama passt eigentlich auf 500 Seiten? Bristol, Tyghan, Kasta, Eris.... – alle hatten ihr ganz persönliches Krisenpotenzial, und ich wurde phasenweise fast erschlagen von so viel emotionalem Overload.
Teilweise war es mir dann doch einfach zu viel: ständig neue Konflikte, unnötige Streits, noch eine Spice-Szene hier, noch eine Wendung da.
Gleichzeitig mochte ich die Story insgesamt gern und kam irgendwann in einen guten Leseflow. Ein Teil von mir wollte aber irgendwann einfach mal Ergebnisse, den großen Kampf – nicht noch mehr Drama, Wendungen oder Streit - noch mehr hinhalten...

Bristol selbst hat mich oft genervt: impulsiv, ständig Vorwürfe gegenüber Tyghan, null Einsicht – und trotzdem wird von allen erwartet, dass sie nach ihren Regeln handeln kann. Das hat mich ab und zu echt frustriert.
Die Spice-Szenen im Kontrast zu den Beziehungskonflikten waren teilweise aber dann sehr intensiv.

Insgesamt fand ich Band 2 trotzdem einen guten Abschluss. Das Ende auf den letzten 60 Seiten war zwar auch wieder gefühlt alles auf einmal und eine emotionale Achterbahnfahrt: Tränen, Wut, Schock und dann wieder „aww“.

Viel, chaotisch, aber irgendwie gelungen.

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