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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2017

Schräge Familie in Trontheim

Sonntags in Trondheim
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Schon das Cover des Buches verspricht eine Geschichte viel Witz und Humor. Ein Schwein auf einer Mini-Felseninsel auf dessen Rücken eine Möwe sitzt.Wo gibt es denn sowas? Genau wie die doch sehr skurile ...

Schon das Cover des Buches verspricht eine Geschichte viel Witz und Humor. Ein Schwein auf einer Mini-Felseninsel auf dessen Rücken eine Möwe sitzt.Wo gibt es denn sowas? Genau wie die doch sehr skurile Familie,von der in diesem Buch berichtet wird.

Sehr gut gefallen hat mir auf der Innenseite des vorderen Covers der Stammbaum,dadurch kann der Leser schnell Rückschlüsse ziehen,auch durch die netten Bemerkungen zu den Personen.Auf der Innenrückseite wird die Familie auch gezeichnet dargestellt mit diversen,lustigen Ergänzungen.

Die Familie Nehov hat sich komplett auseinandergelebt,auch räumlich. Der Vater will nicht mehr aus dem Heim raus,er genießt die Ruhe dort die er zum lesen seiner Bücher hat. Der Sohn Margido, geht im Beruf des Bestatters auf,Privatleben hat er anfangs gar nicht.Dann gibt es noch Erlend,der mit seinem Partner Krumme und dem lesbischem Paar Jytte und Lizzi eine Familie mit drei Kindern gründet. Wie viel Aufregungen es dabei gibt,wird in zeitlichen Rückblenden beschrieben.

Die Hauptprotagonistin Torunn trennt sich spontan von ihrem Partner und schaut überraschend bei ihrem Onkel dem Bestatter vorbei und auf dem ehemaligen Familienbesitz,dem Bauernhof,der zur Zeit nur als Sarglager genutzt wird. Dann kommen viele Dinge in der Familie ins Rollen. Das Sprichwort : Blut ist dicker als Wasser" kommt hier zum tragen.

Das Buch hat mir gut gefallen,es war sehr flüssig und humorvoll geschrieben,aber auch der Ernst in manchen Situationen wird nicht verschwiegen.

Veröffentlicht am 07.09.2017

teuflisch gut

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam
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Der Teufel im Badezimmer von Sophie Divry ist ein amüsantes Buch über ein ernstes Thema, mit vielleicht etwas autobiographischem Hintergrund.Aber das ist nur meine Vernutung und wurde von der Autorin nicht ...

Der Teufel im Badezimmer von Sophie Divry ist ein amüsantes Buch über ein ernstes Thema, mit vielleicht etwas autobiographischem Hintergrund.Aber das ist nur meine Vernutung und wurde von der Autorin nicht angemerkt.

Die Protagonistin Sophie (gleicher Vorname wie die Autorin) ist eine junge,arbeitslose Journalistin in Lyon,die als freie Mitarbeiterin einer Tageszeitung immer weniger Aufträge bekommt und in die Mühlen der Bürokratie gerät,als ihre Grundsicherung ausbleibt,bzw. verzögert gezahlt wird.

Die ernste,finanzielle Situation und der wirkliche Hunger wird lustig beschrieben,es kommt keine Traurigkeit auf in dem Buch. Sophie führt fiktive Gespräche mit dem Teufel,aber auch mit ihrer Mutter und ihrem besten Freund Hektor. Die Autorin spielt mit der Phantasie und den sprachlichen Mitteln ; sie setzt u.a. viele Dialoge und Bandwurmsätze ein,um die Gedanken Sophies darzustellen.

Besonders gut gefallen hat mir der Dialog zwischen Saftpresse und dem Toaster,von denen einer von beiden verkauft werden soll,um etwas Essensgeld zu haben. Die Beschreibungen ihrer Arbeiten in der Gastronomie sind ein zweiter Höhepunkt des Buches.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Bücher, Liebe und Humor

Bookishly Ever After
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„ Bookishly ever After „ von Mia Page ist mit 400 Seiten im dtv Verlag im Oktober 2025 erschienen.
Die Geschichte spielt in Washington D.C. und die Leser erfahren viel über den Konkurrenzkampf zwischen ...

„ Bookishly ever After „ von Mia Page ist mit 400 Seiten im dtv Verlag im Oktober 2025 erschienen.
Die Geschichte spielt in Washington D.C. und die Leser erfahren viel über den Konkurrenzkampf zwischen zwei Buchhandlungen von Lexi Austen und Sam Dickens. Alles andere ist doch sehr vorhersehbar. Mir fehlte eine gewisse Nähe zu den Personen in der Geschichte,gerade die Nebencharaktere wurden kaum beschrieben.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Ein etwas anderer Roman

Was ich dir erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien
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„ Was ich dir erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien „ von Alice Franklin ist im dtv Verlag im September 2025 mit 336 Seiten erschienen. Es ist ein besonderer , etwas anderer Roman ...


„ Was ich dir erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien „ von Alice Franklin ist im dtv Verlag im September 2025 mit 336 Seiten erschienen. Es ist ein besonderer , etwas anderer Roman zum Thema Neurodivergenz . Das Besondere ist dabei die Erzählperspektive in dem Du - Erzähler der die Hauptprotagonistin,das kleine Mädchen anspricht . Dieses Mädchen fühlt sich wie ein Alien weil es in ihrem Umfeld nicht zurecht kommt ,weder in der Familie noch in der Schule. Sie versteht die anderen Menschen nicht und wird auch nicht verstanden. Dazu kommt noch eine psychisch kranke Mutter die sich nicht um ihre Tochter kümmern kann.

Durch eine TV Dokumentation wird ihr Interesse für das Voynich - Manuskript geweckt und es beschäftigt sie über alle Maßen.

Gut gefallen mir die Literaturhinweise am Ende der Kapitel und auch die Fußnoten. Mir fehlen ein bisschen Erklärungen zum Thema Autismus und es fehlt dem Roman an Tiefe.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Mäßig spannend

Die Schanze
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Die Schanze" von Lars Menz ist mit 304 Seiten im Ullstein Verlag im Januar 2025 erschienen.

Nach der Trennung ihres Freundes kehrt die Ärztin Ellen in ihr Heimatdorf zurück um dort die Hausarztpraxis ...

Die Schanze" von Lars Menz ist mit 304 Seiten im Ullstein Verlag im Januar 2025 erschienen.

Nach der Trennung ihres Freundes kehrt die Ärztin Ellen in ihr Heimatdorf zurück um dort die Hausarztpraxis zu übernehmen. Nach dem Abitur war sie aus dem Dorf nach Hamburg gezogen und nie wiedergekommen. Direkt zu Anfang geschieht ein spektakulärer Mord, dann kehrt Ruhe ein,der Leser lernt das Dorf und seine Bewohner kennen und die Abneigung Ellens dazu. Das es in der Vergangenheit ein großes Geheimnis geben muss , war direkt klar und es erschließt sich dem Leser bald. Verdächtige werden reichlich genannt, aber die Spannung kommt nur an einzelnen Stellen auf.

Mir war fast von Anfang an klar, was passiert ist und ich fand das Buch mäßig spannend,kein Thriller im herkömmlichen Sinn.

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