Leider konnte John Green für mich mit keinem anderen Buch die Faszination von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erreichen.
Hier fand ich nur das letzte Viertel wirklich spannend - der Roadtrip. ...
Leider konnte John Green für mich mit keinem anderen Buch die Faszination von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erreichen.
Hier fand ich nur das letzte Viertel wirklich spannend - der Roadtrip. Das hätte gern länger sein können. Ansonsten irgendwie enttäuschendes aber auch realistisches Ende und einige Aspekte, mit denen man sich beim Erwachsenwerden sicher identifizieren kann. Ausbrechen aus dem spießigen Vorstadtleben, Freundschaften, erste Liebe, Schulabschluss ... die Darstellung hat mir aber nicht so gut gefallen.
Für mich der schwächste Teil der Reihe, sollte man aber als Ende lesen, da er die Trilogie abschließt und man natürlich wissen möchte, wie alles ausgeht. Ist zwar teils verwirrend und etwas langatmig, ...
Für mich der schwächste Teil der Reihe, sollte man aber als Ende lesen, da er die Trilogie abschließt und man natürlich wissen möchte, wie alles ausgeht. Ist zwar teils verwirrend und etwas langatmig, aber "oke-er" Abschluss. Es wurde insgesamt am Ende etwas sehr unglaubwürdig, mein Fall war es nicht ganz.
Die Idee des Buchs fand ich zunächst wirklich interessant. Zwillingsschwestern, die nichts voneinander wussten und sich erst bei der Beerdigung ihrer Mutter kennenlernen. Die eine "gut", die andere "böse", ...
Die Idee des Buchs fand ich zunächst wirklich interessant. Zwillingsschwestern, die nichts voneinander wussten und sich erst bei der Beerdigung ihrer Mutter kennenlernen. Die eine "gut", die andere "böse", die eine lebt ein glückliches Leben, die andere abgeschottet bei der Großmutter in einem einsamen, dunklen Wald. Oder ist doch nicht alles, wie es scheint?
Die Umsetzung der Geschichte konnte mich dann aber leider nicht überzeugen. Die Autorin wollte anscheinend unbedingt den Mythos der "Wilden Jagd" einbringen, der irgendwie mit dem Leben der Mädchen verwoben ist. Das fand ich einfach nicht gut umgesetzt, es war total verworren, man hat hier und da ein paar Infos bekommen, merkwürdige Träume, irgendwie konnten sie ihre Körper verlassen und Menschen tun lassen, was sie wollen - aber alles nur halbherzig, nicht richtig ausgearbeitet bzw. zuende gedacht. Hunde, Wölfe, Blutrausch, sie spüren irgendwas an Mauern und Steinen!? Und natürlich auch ein Junge, den beide gut finden.
Und so blieb auch das Ende nicht ganz verständlich, irgendwie "gut" aber man weiß eigentlich gar nicht so richtig, was nun passiert ist.
Dies war mein erstes Buch aus der Reihe um den "Mordclub". Da ich die Hauptprotagonistinnen somit noch nicht kannte, fiel es mir manchmal schwer, mir zu merken, welche der Damen nun welche war. Dazu gab ...
Dies war mein erstes Buch aus der Reihe um den "Mordclub". Da ich die Hauptprotagonistinnen somit noch nicht kannte, fiel es mir manchmal schwer, mir zu merken, welche der Damen nun welche war. Dazu gab es noch zahlreiche Verdächtige und weitere Leute aus dem Dorf, sodass man sich wirklich viele Namen merken musste und was die jeweilige Person nun wie - wo - wann - mit wem - gemacht hat.
Die drei Freundinnen fand ich auch nicht sonderlich sympathisch. Warum sie von der Polizei sofort als zivile Beraterinnen eingestellt werden, hat sich mir nicht wirrklich erschlossen (vielleicht muss man dafür die anderen Bände kennen). Sie waren bei ihren "Recherchen" die meiste Zeit recht dreist und plump. Dass Suzie nach jedem Gespräch sofort sagt "Das ist der/die Mörder:in" war nach dem dritten Mal aich langsam nervig.
Der Plot klang eigentlich ganz spannend - der Bürgermeister des Ortes wird bei einer Stadtratssitzung umgebracht und nun muss natürlich ermittelt werden, wer dies getan hat. Dabei kommen zahlreiche Geheimnisse der anderen Mitglieder ans Licht. Die Polizei des Ortes scheint ja ziemlich unfähig zu sein und nur Handlangerdienste auszuführen, während die drei Damen "ermitteln" aka Leute bedängen, ihnen ihre Geheimnisse zu erzählen. Die Polizei kann ja nun wirklich nicht so unfähig sein, derart viele Indizien zu übersehen ...
Das Ende fand ich leider absolut unglaubwürdig. Wie die Person den Mord geplant und vorbereitet haben soll, war einfach nur haarsträubend und kein bisschen realistisch. Da hätte wirklich jede:r andere Verdächtige besser gepasst (wobei alle irgendwie sowieso mehr oder weniger kriminelle Dinge getan haben). Außerdem mag ich es nicht, wenn eine Person am Schluss über zahlreiche Seiten langwierig rekonstruiert, wie der Mord sich zugetragen hat.
Erstmal zum Oberflächlichen: Die Optik des Buchs gefällt mir sehr gut. Die Farbgestaltung und das Bild auf dem Cover haben mich direkt angesprochen, man kann hier auch schon etwas den Inhalt erahnen.
Auch ...
Erstmal zum Oberflächlichen: Die Optik des Buchs gefällt mir sehr gut. Die Farbgestaltung und das Bild auf dem Cover haben mich direkt angesprochen, man kann hier auch schon etwas den Inhalt erahnen.
Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Der Zielgruppe (ich würde sagen, hauptsächlich Teenager bis Mitte 20-Jährige) angemessen, leicht verständlich und mit Elementen wie WhatsApp-Nachrichten ergänzt.
Die Geschichte um Henry und Louis wird abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt, sowohl in der "Jetzt"-Zeit am Tag der Familienfeier von Henrys Familie, als auch zu verschiedenen Zeitpunkten im Verlauf ihrer fast 3-Jährigen Beziehung - vom ersten Kennenlernen, über einen Umzug, Ausflüge etc.
Auf dem Rückweg von der Feier haben die beiden einen Autounfall und Henry stirbt - statt im Krankenhaus wacht Louis jedoch am nächsten morgen in seinem Zimmer auf: Und der Tag beginnt erneut. Henry scheint aber nicht zu wissen, dass sie den Tag schon einmal erlebt haben. Steckt Louis in einer Zeitschleife? Und wenn ja, warum? Soll er Henry retten oder muss er irgendwas wiedergutmachen?
Die Prämisse der Geschichte, die queere Lovestory und auch die verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven haben mir gut gefallen. Es ist keine typische Kennenlern-Geschichte, sondern die beiden haben bereits eine Beziehung, über die man nach und nach mehr erfährt. Diese wurde mir aber manchmal schon fast zu kitschig, harmonisch und perfekt dargestellt, ich konnte die Gefühle der beiden irgendwie nicht so richtig spüren und beide Protagonisten bis zum Ende nicht richtig greifen. Vor dem Hintergrund wirkt dann der Auslöser des Konflikts am Abend vor der Familienfeier etwas überzogen.
Auch haben mir teilweise etwas die "Ecken und Kanten" der Protagonist:innen gefehlt. Die einzige problematische Person ist Louis' Vater, seinen familiären Hintergrund fand ich realistisch. Henrys Verwandte hingegen erscheinen alle fast als zu nett, verständnisvoll, harmonisch (wäre ja toll, wenn es so wäre, in dem Ausßmaß ist mir persönlich eine so perfekte Familie aber noch nie untergekommen). Die Zeitschleifen wurden auch irgendwann sehr wiederholend, hier hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht.
Das Ende war für meinen Geschmack zu kitschig und die "Moral" auch nicht gerade bahnbrechend. Mein Fall war die Auflösung der Zeitschleife nicht wirklich, am Ende wirkte alles zu überzogen. Aber eine schöne Erinnerung daran, Glücksmomente mehr zu schätzen und zu genießen, weil man nie weiß, wie viele man noch hat!
Zwei weitere Kritikpunkte (die auch im Rahmen der Leserunde angsrprochen wurden, in der ich das Buch lesen durfte), sollen nicht unerwähnt bleiben:
- Warum muss Henrys Hund ein gezüchteter Labradoodle sein? Diese Rasse wird zu Recht kritisiert und generell sollt die Züchtung kritisch gesehen werden.
- In der Sexszene wurde kein Gedanke an Safer Sex verschwendet (kein Kondom oder Testung erwähnt), was mMn definitiv wichtig ist!