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Veröffentlicht am 23.09.2025

Protagonisten aus zwei Welten

Secrets between us
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„Secrets Between Us“ ist eine moderne und weniger tragische Nacherzählung des Musicals „West Side Story“. Es geht um Eleanor und Kai, deren Welten unerwartet aufeinanderprallen.

Eleanor mochte ich als ...

„Secrets Between Us“ ist eine moderne und weniger tragische Nacherzählung des Musicals „West Side Story“. Es geht um Eleanor und Kai, deren Welten unerwartet aufeinanderprallen.

Eleanor mochte ich als Protagonistin ganz gerne. Ich konnte gut nachvollziehen, dass sie sich aufgrund der Erwartungen ihrer Eltern eingeengt fühlt. Etwas gestört hat mich hingegen, dass sie ständig als unterkühlt bezeichnet wird – davon habe ich in ihrem Verhalten zum Glück nichts gemerkt. Kai hingegen blieb eher blass. Er zeichnet sich vor allem durch seine Hilfsbereitschaft aus, die aber zum Teil ungesunde Ausmaße annimmt.

Was die Handlung betrifft, ist der Spannungsbogen eher flach. Eleanor und Kai entwickeln schnell Gefühle füreinander, wodurch die Handlung im Mittelteil eher vor sich dahinplätschert. Zum Ende hin wurde es dafür nochmal richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Leider konnte mich die Auflösung letztendlich nicht ganz zufriedenstellen, da das Ende auf mich etwas konstruiert wirkte.

Der Schreibstil ließ sich flüssig lesen, aber ich hatte das Gefühl, als Leser teilweise keinen richtigen Zugang zu den Emotionen der Protagonisten zu bekommen. In diesem Fall hätte ich mir tatsächlich eher die Ich-Perspektive gewünscht, um noch besser nachvollziehen zu können, was die beiden ineinander sehen.

Alles in allem ein Jugendbuch, das ernste Themen anspricht, bei dem ich mir jedoch gewünscht hätte, emotional noch stärker mitgerissen zu werden.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2025

Interessantes Setting

Der Duft der Sumpfzypressen
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In „Der Duft der Sumpfzypressen“ geht es um Maybelle, deren Welt im Sumpf von Louisiana auf den Kopf gestellt wird, als der undurchschaubare Ökologe Cody in ihrer Heimat auftaucht…

Die Stärke des Romans ...

In „Der Duft der Sumpfzypressen“ geht es um Maybelle, deren Welt im Sumpf von Louisiana auf den Kopf gestellt wird, als der undurchschaubare Ökologe Cody in ihrer Heimat auftaucht…

Die Stärke des Romans liegt auf jeden Fall in der atmosphärischen Beschreibung des Handlungsortes. Die vielen kleinen Details haben bei mir dafür gesorgt, dass ich mir den Sumpf lebhaft vorstellen konnte, obwohl ich bisher kaum etwas über Louisiana wusste. In diesem Zusammenhang hat mir auch die Thematisierung von Folgen des Klimawandels und fehlendem Umweltschutz zugesagt.
Die Protagonisten Maybelle und Cody haben beide ihre Ecken und Kanten. Sie sind authentisch geschrieben, auch wenn ich über einige ihrer Entscheidungen nur den Kopf schütteln konnte. Ein paar der Missverständnisse hätten sicher vermieden werden können, wenn Probleme direkt angesprochen worden wären. Zudem hätte Cody als Charakter für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe haben können.
In Bezug auf die Liebesgeschichte zwischen den beiden hätte ich mir mehr Knistern gewünscht. Dafür, dass Cody May zu Beginn die kalte Schulter zeigt, entwickelt sich die Beziehung doch eher schnell. Ich konnte erst gegen Ende wirklich nachvollziehen, was die beiden in einander sehen.
Sehr gut umgesetzt war hingegen die Beziehung von May zu ihrer Familie. Beim Lesen wurde deutlich, dass ein starker Zusammenhalt zwischen den Mitgliedern besteht.
Insgesamt wechselt die Handlung zwischen eher ruhigen Szenen und aufwühlenden Ereignissen. In Zusammenhang mit dem angenehmen Schreibstil der Autorin hat diese Mischung dafür gesorgt, dass ich beim Lesen gut vorangekommen bin.

Alles in allem ein Liebesroman, dessen Stärke in seinem Setting liegt, bei dem ich mir aber noch mehr Knistern gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Zu wenig Tiefe

Honeybridge. All Mine
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In Band 1 der Honeybridge-Reihe geht es um Isabella, die nach einer unschönen Trennung einen Neustart wagen und ein eigenes Restaurant eröffnen möchte. Ihre Pläne, sich nur auf ihr Restaurant zu konzentrieren, ...

In Band 1 der Honeybridge-Reihe geht es um Isabella, die nach einer unschönen Trennung einen Neustart wagen und ein eigenes Restaurant eröffnen möchte. Ihre Pläne, sich nur auf ihr Restaurant zu konzentrieren, geraten jedoch schnell ins Wanken, als sie ihren Konkurrenten Etienne kennenlernt…

Durch den lockeren Schreibstil der Autorin und die eher kurzen Kapitel habe ich schnell in die Handlung gefunden. Auch das Setting in einer Kleinstadt und der Zusammenhalt der Bewohner haben es mir sofort angetan. Besonders gefallen hat mir hier die Dynamik der Freundesgruppen von Isabella und Etienne. Entsprechend gab es viele sympathische Nebenfiguren, über die ich gerne noch mehr erfahren würde.
Die Liebesgeschichte zwischen Isabella und Etienne konnte mich hingegen leider nicht ganz überzeugen. Der Fokus lag bis zum Schluss vor allem auf dem Körperlichen und nicht auf den Gefühlen. Ich hätte mir mehr private Interaktionen zwischen den beiden gewünscht, in denen sie sich besser kennenlernen. Zudem bin ich bis zum Ende nicht mit Etienne warmgeworden, der ein ordentlicher Playboy ist und Frauen auf ihr Äußeres reduziert. Zwar macht er im Verlauf eine drastische Wandlung durch, jedoch kam mir diese etwas zu abrupt.
Mal abgesehen von der Liebesgeschichte gab es noch weitere Handlungsstränge, die etwas Spannung in die ansonsten eher ruhige Handlung bringen. Diese wurden für mich nicht ganz zufriedenstellend aufgelöst. Hier hätte ein wenig mehr Tiefe nicht geschadet. Ich habe aber Hoffnung, dass die Thematik in den Folgebänden noch einmal aufgegriffen wird.

Alles in allem eine süße Idee, die meinen Geschmack in der Umsetzung nicht ganz getroffen hat.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Zu wenig Tiefe

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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In „Immortal Consequences“ geht es um sechs Jugendliche, die nach ihrem Tod die Blackwood Academy besuchen und dort u.a. verlorene Seelen auf die andere Seite begleiten müssen. Alle zehn Jahre besteht ...

In „Immortal Consequences“ geht es um sechs Jugendliche, die nach ihrem Tod die Blackwood Academy besuchen und dort u.a. verlorene Seelen auf die andere Seite begleiten müssen. Alle zehn Jahre besteht die Möglichkeit – durch das Bestehen verschiedener Prüfungen – von dieser Aufgabe erlöst zu werden. Doch dieses Jahr ist alles anders…

Mit Wren und August, Emilio und Oliver sowie Irene und Masika gibt es im Roman drei Protagonisten-Paare, die relativ gleichberechtigt sind. Leider blieben in diesem ersten Band aber alle Protagonisten bis auf Emilio für mich ziemlich unnahbar. Bei allen sechs wird eine schwierige Vergangenheit angedeutet, diese wird jedoch nie ausführlich thematisiert. Hinzu kommt, dass ich nur die Beziehungsdynamik von Emilio und Oliver wirklich nachvollziehen konnte. Besonders Wren und August haben es mir schwer gemacht. Beide befinden sich seit über einem Jahrzehnt an der Academy, entwickeln aber scheinbar aus dem Nichts Gefühle füreinander. Insgesamt hätte ich mir weniger Protagonisten und dafür mehr Hintergrundinformationen gewünscht.
Auch mit dem Setting hatte ich ein paar Probleme. Es gab meiner Meinung nach zu wenig Worldbuilding, sodass ich vieles nicht nachvollziehen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass die Idee nicht ganz ausgereift war. So habe ich mich zum Beispiel die ganze Zeit gefragt, was den Schülern – die zu einem großen Teil Jahrhunderte auf der Academy verbringen – über so eine lange Zeit beigebracht werden soll.
Gut gefallen haben mir hingegen die Prüfungen, bei denen im Vergleich zur sonst eher ruhigen Handlung etwas Action aufgekommen ist. Zwar habe ich viele Wendungen vorausgeahnt, trotzdem hat mich das Ende überrascht.

Alles in allem ein Reihenauftakt, der mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits gab es durchaus interessante Figuren, andererseits bin ich mit dem Setting gar nicht warm geworden.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Cooles Setting, durchwachsene Liebesgeschichte

Where I Left My Heart
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In „Where I left my heart“ geht es um Juna und Link, zwei beste Freunde, die gegen ihre Gefühle ankämpfen. An sich handelt es sich also um ein klassisches Friends-to-Lovers-Buch, das aber durch die Idee ...

In „Where I left my heart“ geht es um Juna und Link, zwei beste Freunde, die gegen ihre Gefühle ankämpfen. An sich handelt es sich also um ein klassisches Friends-to-Lovers-Buch, das aber durch die Idee des „Museum of Broken Hearts“ ein interessantes Alleinstellungsmerkmal hat.
Die Protagonistin Juna war mir von Beginn an sympathisch. Vor allem die Einbindung des Themas Skoliose fand ich sehr gelungen umgesetzt. Mit Link hingegen bin ich bis zum Ende nicht so richtig warm geworden; dafür hat er Juna einfach zu oft verletzt. Sein Handeln konnte ich häufig nicht nachvollziehen, und er blieb insgesamt als Charakter eher blass.
Trotzdem hat mir die Freundschaft zwischen Juna und Link gefallen. Es fiel mir jedoch nicht leicht, auch die Ebene ihrer Beziehung wahrzunehmen, die über Freundschaft hinausgeht. Die beiden bauen gegenseitig Distanz auf und erst im letzten Viertel gibt es wirklich Momente der Nähe. Vielleicht wären ein paar Rückblenden sinnvoll gewesen, um einen tieferen Einblick in die Entwicklung ihrer Beziehungsdynamik zu erhalten.
Neben dem Museum of Broken Hearts war tatsächlich das Setting des Buches ein Highlight für mich. Ich habe bisher kein anderes Buch gelesen, das in Kiel spielt, und habe mich darüber gefreut, viele Orte wiederzukennen. Außerdem mochte ich Junas Freundschaft zu Anna, Simone und Toni. Ich hoffe, dass Toni als Leiterin des Museums noch ihr eigenes Buch bekommt.

Alles in allem eine interessante Idee, bei der mich die Liebesgeschichte jedoch nicht richtig abgeholt hat.

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