Cooles Setting, durchwachsene Liebesgeschichte
Where I Left My HeartIn „Where I left my heart“ geht es um Juna und Link, zwei beste Freunde, die gegen ihre Gefühle ankämpfen. An sich handelt es sich also um ein klassisches Friends-to-Lovers-Buch, das aber durch die Idee ...
In „Where I left my heart“ geht es um Juna und Link, zwei beste Freunde, die gegen ihre Gefühle ankämpfen. An sich handelt es sich also um ein klassisches Friends-to-Lovers-Buch, das aber durch die Idee des „Museum of Broken Hearts“ ein interessantes Alleinstellungsmerkmal hat.
Die Protagonistin Juna war mir von Beginn an sympathisch. Vor allem die Einbindung des Themas Skoliose fand ich sehr gelungen umgesetzt. Mit Link hingegen bin ich bis zum Ende nicht so richtig warm geworden; dafür hat er Juna einfach zu oft verletzt. Sein Handeln konnte ich häufig nicht nachvollziehen, und er blieb insgesamt als Charakter eher blass.
Trotzdem hat mir die Freundschaft zwischen Juna und Link gefallen. Es fiel mir jedoch nicht leicht, auch die Ebene ihrer Beziehung wahrzunehmen, die über Freundschaft hinausgeht. Die beiden bauen gegenseitig Distanz auf und erst im letzten Viertel gibt es wirklich Momente der Nähe. Vielleicht wären ein paar Rückblenden sinnvoll gewesen, um einen tieferen Einblick in die Entwicklung ihrer Beziehungsdynamik zu erhalten.
Neben dem Museum of Broken Hearts war tatsächlich das Setting des Buches ein Highlight für mich. Ich habe bisher kein anderes Buch gelesen, das in Kiel spielt, und habe mich darüber gefreut, viele Orte wiederzukennen. Außerdem mochte ich Junas Freundschaft zu Anna, Simone und Toni. Ich hoffe, dass Toni als Leiterin des Museums noch ihr eigenes Buch bekommt.
Alles in allem eine interessante Idee, bei der mich die Liebesgeschichte jedoch nicht richtig abgeholt hat.