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Veröffentlicht am 14.08.2025

Zu wenig Tiefe

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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In „Immortal Consequences“ geht es um sechs Jugendliche, die nach ihrem Tod die Blackwood Academy besuchen und dort u.a. verlorene Seelen auf die andere Seite begleiten müssen. Alle zehn Jahre besteht ...

In „Immortal Consequences“ geht es um sechs Jugendliche, die nach ihrem Tod die Blackwood Academy besuchen und dort u.a. verlorene Seelen auf die andere Seite begleiten müssen. Alle zehn Jahre besteht die Möglichkeit – durch das Bestehen verschiedener Prüfungen – von dieser Aufgabe erlöst zu werden. Doch dieses Jahr ist alles anders…

Mit Wren und August, Emilio und Oliver sowie Irene und Masika gibt es im Roman drei Protagonisten-Paare, die relativ gleichberechtigt sind. Leider blieben in diesem ersten Band aber alle Protagonisten bis auf Emilio für mich ziemlich unnahbar. Bei allen sechs wird eine schwierige Vergangenheit angedeutet, diese wird jedoch nie ausführlich thematisiert. Hinzu kommt, dass ich nur die Beziehungsdynamik von Emilio und Oliver wirklich nachvollziehen konnte. Besonders Wren und August haben es mir schwer gemacht. Beide befinden sich seit über einem Jahrzehnt an der Academy, entwickeln aber scheinbar aus dem Nichts Gefühle füreinander. Insgesamt hätte ich mir weniger Protagonisten und dafür mehr Hintergrundinformationen gewünscht.
Auch mit dem Setting hatte ich ein paar Probleme. Es gab meiner Meinung nach zu wenig Worldbuilding, sodass ich vieles nicht nachvollziehen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass die Idee nicht ganz ausgereift war. So habe ich mich zum Beispiel die ganze Zeit gefragt, was den Schülern – die zu einem großen Teil Jahrhunderte auf der Academy verbringen – über so eine lange Zeit beigebracht werden soll.
Gut gefallen haben mir hingegen die Prüfungen, bei denen im Vergleich zur sonst eher ruhigen Handlung etwas Action aufgekommen ist. Zwar habe ich viele Wendungen vorausgeahnt, trotzdem hat mich das Ende überrascht.

Alles in allem ein Reihenauftakt, der mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits gab es durchaus interessante Figuren, andererseits bin ich mit dem Setting gar nicht warm geworden.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Cooles Setting, durchwachsene Liebesgeschichte

Where I Left My Heart
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In „Where I left my heart“ geht es um Juna und Link, zwei beste Freunde, die gegen ihre Gefühle ankämpfen. An sich handelt es sich also um ein klassisches Friends-to-Lovers-Buch, das aber durch die Idee ...

In „Where I left my heart“ geht es um Juna und Link, zwei beste Freunde, die gegen ihre Gefühle ankämpfen. An sich handelt es sich also um ein klassisches Friends-to-Lovers-Buch, das aber durch die Idee des „Museum of Broken Hearts“ ein interessantes Alleinstellungsmerkmal hat.
Die Protagonistin Juna war mir von Beginn an sympathisch. Vor allem die Einbindung des Themas Skoliose fand ich sehr gelungen umgesetzt. Mit Link hingegen bin ich bis zum Ende nicht so richtig warm geworden; dafür hat er Juna einfach zu oft verletzt. Sein Handeln konnte ich häufig nicht nachvollziehen, und er blieb insgesamt als Charakter eher blass.
Trotzdem hat mir die Freundschaft zwischen Juna und Link gefallen. Es fiel mir jedoch nicht leicht, auch die Ebene ihrer Beziehung wahrzunehmen, die über Freundschaft hinausgeht. Die beiden bauen gegenseitig Distanz auf und erst im letzten Viertel gibt es wirklich Momente der Nähe. Vielleicht wären ein paar Rückblenden sinnvoll gewesen, um einen tieferen Einblick in die Entwicklung ihrer Beziehungsdynamik zu erhalten.
Neben dem Museum of Broken Hearts war tatsächlich das Setting des Buches ein Highlight für mich. Ich habe bisher kein anderes Buch gelesen, das in Kiel spielt, und habe mich darüber gefreut, viele Orte wiederzukennen. Außerdem mochte ich Junas Freundschaft zu Anna, Simone und Toni. Ich hoffe, dass Toni als Leiterin des Museums noch ihr eigenes Buch bekommt.

Alles in allem eine interessante Idee, bei der mich die Liebesgeschichte jedoch nicht richtig abgeholt hat.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Interessantes Setting

The Wren in the Holly Library – Der Kuss des Zaunkönigs
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„The Wren in the Holly Library“ ist eine sehr lose Nacherzählung des Märchens „Die Schöne und das Biest“. Die Protagonistin Kierse lebt in einem durch den Krieg gezeichneten New York, in dem es auch Monster ...

„The Wren in the Holly Library“ ist eine sehr lose Nacherzählung des Märchens „Die Schöne und das Biest“. Die Protagonistin Kierse lebt in einem durch den Krieg gezeichneten New York, in dem es auch Monster (und Magie) gibt. Dieses Setting hat mir sehr gut gefallen und die gesamte Welt mit verschiedenen Arten von Monstern war sehr interessant.

Die Protagonisten Kierse und vor allem Graves wirkten dagegen etwas blass, was sich auch auf die Liebesgeschichte auswirkt hat. Ich hätte mir bei beiden etwas mehr Einblicke in ihre Gefühlswelt und ihre Motivationen gewünscht.

Sehr gut gefallen hat mir hingegen Kierses Verbindung zu ihren besten Freunden Ethan und Gen. Außerdem gab es ein paar weitere Nebencharaktere, über die ich gerne noch mehr erfahren würde.

Die Handlung an sich verläuft den Großteil des Buches eher ruhig – erst gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse. Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ganz durchgeblickt. Ich hoffe, dass die Ereignisse und Konsequenzen im zweiten Band noch einmal aufgegriffen und näher beleuchtet werden.

Alles in allem ein Auftakt mit einem interessanten Setting, wobei die Protagonisten noch etwas blass bleiben.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Eine solide Sports-Romance

The Fake Out
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Wer mich schon länger kennt, der weiß, dass ich Sports-Romance liebe. Band 1 der Vancouver Storms Reihe habe ich letzten Sommer im Kanada Urlaub gelesen und auch Band 2 und 3 kenne ich bereits. Zum Erscheinen ...

Wer mich schon länger kennt, der weiß, dass ich Sports-Romance liebe. Band 1 der Vancouver Storms Reihe habe ich letzten Sommer im Kanada Urlaub gelesen und auch Band 2 und 3 kenne ich bereits. Zum Erscheinen von „The Fake Out“ habe ich den Roman jetzt nochmal auf Deutsch gelesen. An besonders viel konnte ich mich nicht erinnern und war entsprechend gespannt, wie mir der Roman beim zweiten Lesen gefallen würde.
Überraschenderweise ist mir der Einstieg in die Geschichte eher schwergefallen. Es hat etwa bis zur Hälfte gedauert, bis ich mit den Protagonisten Hazel und Rory warm geworden bin. Das lag vor allem daran, dass sich die „Beziehung“ der beiden zu Beginn rein auf das Körperliche bezogen hat und die emotionale Ebene kaum eine Rolle spielte. Im Verlauf des Buches hat sich das zum Glück gebessert.
Vom Aufbau her ähnelt die Liebesgeschichte wie auch Band 3 sehr dem ersten Teil der Reihe, d. h. der Protagonist ist schon vor Einsetzen der Handlung in die Protagonistin verknallt. Entsprechend würde ich sagen, dass ihr dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben solltet, wenn ihr den ersten Band mochtet.
Ansonsten hat mich die Reihe bisher dahingehend positiv überrascht, dass sie ohne viel unnötiges Drama auskommt. Entsprechend freue ich mich trotz der kleinen Schwierigkeiten in diesem Band auf Teil 4, in dem es um Alexei und Georgia geht.

Alles in allem eine solide Sports-Romance, bei der ich mir etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Solider Roman mit interessanten Themen

Love at First Knight. Eine königliche Liebeskomödie
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„Love at first Knight“ war mein erstes Buch der Autorin Megan Clawson. Ihr Schreibstil ließ sich flüssig lesen und ich bin gut ins Buch reingekommen. Von den Themen, die im Roman behandelt werden, fand ...

„Love at first Knight“ war mein erstes Buch der Autorin Megan Clawson. Ihr Schreibstil ließ sich flüssig lesen und ich bin gut ins Buch reingekommen. Von den Themen, die im Roman behandelt werden, fand ich vor allem Daisys Schüchternheit sowie ihre Leidenschaft für Live-Action-Role-Playing gut umgesetzt. Auch Daisys Familie war mir sehr sympathisch. Womit ich hingegen ein paar Probleme hatte, war der „Love Interest“ Theo.
Enemies-to-Lovers ist für mich in reinen Romance-Büchern sowieso schwer umzusetzen, da es sich meistens eher um eine leichte Abneigung handelt. In diesem Fall war es so, dass Theo vor allem zu Beginn einfach unausstehlich ist und Daisy grundlos schlecht macht. Dass die beiden sich zum Ende hin angenähert haben, kam für mich ein wenig aus dem Nichts. Für mich haben die beiden nicht zusammengepasst. Das Ganze wurde vor allem dadurch unterstrichen, dass es eine Figur gab, mit der Daisy meiner Meinung nach deutlich mehr Chemie hatte als mit Theo. Ich denke, der Roman wäre auch ohne die Liebesgeschichte gut ausgekommen, wenn der Fokus stärker auf Daisys Entwicklung gelegt worden wäre.

Alles in allem ein solider Roman mit interessanten Themen, bei dem mich die Liebesgeschichte jedoch nicht überzeugen konnte.

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