Cover-Bild Der Weg der Frauen
Band 3 der Reihe "Das Pensionat an der Mosel"
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 11.06.2025
  • ISBN: 9783641297152
Marie Pierre

Der Weg der Frauen

Roman
Emanzipation, große Erwartungen und schwere Entscheidungen: das bewegende Finale im Pensionat an der Mosel

1912: Pauline Martin ist schockiert, als sie erfährt, dass ihre Schülerin Sophie in Metz bei einer Kundgebung für Frauenrechte verhaftet wurde. Obwohl sie bald darauf wieder entlassen wird, hat das Ganze Konsequenzen für Pauline, denn der Ruf ihres Pensionats hat erheblichen Schaden genommen. Als Sophie kurze Zeit später aus Luxemburg zurückkehrt, ist sie vollkommen verändert. Das einst selbstbewusste Mädchen ist nun blass, still, bisweilen geradezu apathisch. Pauline forscht nach und stößt in Sophies Elternhaus auf Ungeheuerliches. Gleichzeitig taucht Paulines ehemaliger Verlobter Roland in Diedenhofen auf und wirbt erneut um sie. Als Erich von Pliesnitz davon erfährt, zieht er sich enttäuscht zurück. Pauline muss sich entscheiden – und könnte dadurch alles verlieren.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2025

Ein toller Roman!

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Band 3 der Reihe „Das Pensionat an der Mosel“ von Marie Pierre und wieder ein gelungener Roman, der mich nur so durch die Seiten hat fliegen lassen!

Pauline Martin ist komplett schockiert, als sie erfährt, ...

Band 3 der Reihe „Das Pensionat an der Mosel“ von Marie Pierre und wieder ein gelungener Roman, der mich nur so durch die Seiten hat fliegen lassen!

Pauline Martin ist komplett schockiert, als sie erfährt, dass eine ihrer Schülerinnen bei einer Kundgebung für Frauenrechte verhaftet wurde. Obwohl die junge Sophie bald darauf schon wieder freigelassen wird, so hat es doch erhebliche Konsequenzen für Pauline und ihr Pensionat, welches durch diesen Vorfall ordentlich in Verruf geraten ist.

Doch als das junge Mädchen kurze Zeit später an die Schule zurückkehrt, ist sie kaum wiederzuerkennen! Früher ein lebhaftes und selbstbewusstes junges Mädchen, ist sie nun auffallend still und zurückgezogen. Pauline geht der Sache nach und erfährt Erschreckendes…

Zur selben Zeit taucht plötzlich wieder Roland – Paulines ehemaliger Verlobter – auf und versucht erneut, sie für sich zu gewinnen. Als Erich das bemerkt, ist er alles andere als erfreut, denn dass er Pauline liebt, ist eindeutig. Wie wird sich die Sache entwickeln?

Auch mit Band 3 ist der Autorin eine mitreißende Geschichte gelungen, die nicht nur spannend ist, sondern auch das Thema der Emanzipation offen und authentisch behandelt.

Für mich ist die gesamte Reihe einfach toll und bekommt daher 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Pensionat an der Mosel

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Man schreibt das Jahr 1912 und der Leser befindet sich in einem Mädchenpensionat an der Mosel. Die Leiterin des Pensionats ist schockiert als ihre Schülerin Sophie bei einer Frauenrechtsaktion verhaftet ...

Man schreibt das Jahr 1912 und der Leser befindet sich in einem Mädchenpensionat an der Mosel. Die Leiterin des Pensionats ist schockiert als ihre Schülerin Sophie bei einer Frauenrechtsaktion verhaftet wird und sie nach Metz muss um die Situation zu klären. Doch das ist nicht das einzige Problem, das Pauline Martin zu lösen hat, denn ihr ehemaliger Verlobter wirbt erneut um sie. Für den Offizier Erich von Pliesnitz ist das eine große Enttäuschung, denn auch er hegt Gefühle für Pauline.

Obwohl dies bereits der dritte und letzte Band der Trilogie um das Pensionat an der Mosel ist und ich die Vorgänger noch nicht gelesen habe, war ich total angetan von der tollen Geschichte und den Einblicken in die damalige Zeit. Die Protagonisten und die Schauplätze sind sehr gut und authentisch beschrieben. Man fühlt sich gleich in die Zeit des vorigen Jahrhunderts hineinversetzt. Der Schreibstil ist super zu lesen und lässt gleich Bilder im Kopf entstehen. Das Buch hat mir viele schöne und auch spannende Lesestunden beschert und wird noch einige Zeit in mir nachwirken.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Gelungener Abschluss der Trilogie

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In ihrem dritten und finalen Band der Trilogie rund um Pauline Martins Mädchenpensionat in Thionville/Diedenhofen wird es noch einmal richtig spannend und turbulent.

Man schreibt das Jahr 1912 und die ...

In ihrem dritten und finalen Band der Trilogie rund um Pauline Martins Mädchenpensionat in Thionville/Diedenhofen wird es noch einmal richtig spannend und turbulent.

Man schreibt das Jahr 1912 und die Schülerin Sophie wird im nahegelegenen Metz bei einer Aktion für Frauenrechte verhaftet. Obwohl Pauline ihre Schülerinnen dazu anhält Zivilcourage zu zeigen, ist sie doch ein wenig entsetzt, da das Mädchen ihr Vertrauen missbraucht hat und durch diese Aktion das Pensionat in Misskredit bringt. Doch es wäre nicht Pauline, wenn sie dieser Aktion nicht auf den Grund ginge, zumal Sophie völlig verändert an die Schule zurückkehrt.

Daneben taucht unerwartet Roland, ihr Ex-Verlobter in Thionville auf und macht ihr, nunmehr Witwer mit kleinem Sohn recht auffällig den Hof. Das bleibt natürlich Hauptmann „Gnadenlos“, Erich von Pliesnitz, nicht verborgen, der sich, anstatt mit Pauline darüber zu sprechen, diskret zurückzieht. Die Sache mit den Frauen ist ja kompliziert!


Neben den Problemen in der Schule, in der es wegen diffamierender Briefe zu mehreren Abmeldungen kommt, hält dieser letzte Band für Pauline (und uns Leser) einige Überraschungen bereit. Sei es, dass ein neuer Lehrer (ja ein Mann) oder eine neue Schülerin oder eine neue Hausangestellte Unruhe in das Pensionat bringen.

Aber, das müsst ihr schon selbst lesen ...

Meine Meinung:

In diesem dritten Band erleben wir, wie sehr Paulines Bemühungen, ihre Schülerinnen zu mehr Selbstvertrauen zu verhelfen, gefruchtet haben. Dass es manchmal zu unvorhersehbaren Schwierigkeiten kommen kann, zeigt Sophie, die mit ihrer Cousine Emma an einer Demo teilnimmt. Aber auch die anderen Mädchen zeigen Interesse an einer fortschrittlichen Denkweise. So empört sich beispielsweise Ernestine, die eine Karriere als Journalistin anstrebt:

„...“Wieso bitte soll denn eine Frau nicht am Steuer sitzen?“ Beinahe kämpferisch hatte Ernestine sich vor der Klassenkameradin aufgebaut und schaute sie böse an. „Glaubst du etwa, Männer könnten das so viel besser?“...“

Ja, die unkonventionelle Erziehung von Pauline, den Mädchen zu eigenständiger Meinung und selbständigem Denken hinterlassen ihre Spuren. Das muss auch der neue Lehrer erkennen, der zunächst gönnerhaft seine „humanitäre Hilfe für das Entwicklungsgebiet einer Mädchenschule“ anbietet.

Langweilig wird es in Thionville/Diedenhofen nie! Das liegt neben den fein herausgearbeiteten Charakteren und der Zeit, in der die Reihe spielt, auch an Marie Pierres genialen Schreibstil. Flüssig und mit französischen sowie elsässischen Einlässen wirkt dieser historische Roman lebendig und authentisch. Die Haltung der Bevölkerung, die die aktuelle Zugehörigkeit zum Deutschen Kaiserreich nicht besonders schätzt, wird durch Rolands Bemerkung gut in die Handlung eingeflochten, was wiederum Erich desavouiert:

"Diese Stadt hier, mit ihrem Dreck und Ruß, ihren ungewaschenen Arbeitern und dem ganzen deutschen Militär ist nicht der richtige Ort für Pauline."

Geschickt wechseln wir mehrmals die Perspektive, sodass wir auch Einblick in die Gefühlswelt von Erich oder anderen Protagonisten erhalten.

Wie schon in ihren anderen Büchern versorgt uns die Autorin mit zusätzlichen Informationen wie Stadtplan, einem Glossar und einem umfangreichem Nachwort.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem gelungenen Abschluss dieser Trilogie rund um das Mädchenpensionat in Thionville/Diedenhofen, der mich durch seine Turbulenzen und Protagonisten sowie ernsten Themen bestens unterhalten hat, 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 21.09.2025

Die Mosel im Wandel der Zeit

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Auch in Band 3 entführt uns Marie Pierre wieder an die wunderschöne Mosel, in ein Gebiet, das geprägt ist von Umbrüchen und verschiedenen Einflüssen: Elsass, Lothringen, Preußen, Bayern, Luxemburg, Saarland ...

Auch in Band 3 entführt uns Marie Pierre wieder an die wunderschöne Mosel, in ein Gebiet, das geprägt ist von Umbrüchen und verschiedenen Einflüssen: Elsass, Lothringen, Preußen, Bayern, Luxemburg, Saarland und Rheinland-Pfalz.

Pauline führt weiterhin ihr Pensionat, und diesmal ist das Gefühlschaos komplett: Ihr ehemaliger Verlobter tritt nach dem Tod seiner Frau wieder in ihr Leben. Auf der anderen Seite ist da immer noch Hauptmann Erich von Pliesnitz. Von Pauline nicht umsonst „Hauptmann gnadenlos“ genannt, der ihr unaufhörlich durch den Kopf geht. Doch auch ihre Schülerinnen machen ihr das Leben nicht einfacher: Eine von ihnen muss Pauline sogar nach einer Verhaftung bei der Polizei auslösen.

Es geht also wieder turbulent zu im Pensionat, und es macht Freude, all die liebevoll gezeichneten Figuren erneut zu treffen. Sei es Lisbeth, die resolute Köchin und das gute Herz des Hauses, Vincent und Camille oder Franz, der Bursche des Hauptmanns, der erneut für den einen oder anderen Schmunzler sorgt.

Von großer Bedeutung ist auch der historische Hintergrund des Romans: die Belle Époque am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Themen wie die Emanzipation der Frau, Bildung, eigenständiges Denken und die Rechte von Frauen stehen im Mittelpunkt. Die Lebenswirklichkeit der Frauen unterscheidet sich deutlich von der der Männer. Diskriminierung und Benachteiligung sind allgegenwärtig. Ein weiteres, bedrückendes Thema ist in diesem Zusammenhang der Missbrauch von Rauschmitteln, die von Familien eingesetzt werden, um insbesondere junge Frauen gefügig zu machen.

Die fiktive Handlung ist gekonnt mit dem historischen Kontext verwoben, sodass ein Roman entstanden ist, der eine starke Sogwirkung entfaltet. Grundsätzlich ist dieser Band der Trilogie auch eigenständig lesbar, dennoch werden große Handlungsbögen gespannt, sodass es empfehlenswert ist, auch die vorangegangenen Bände zu kennen. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und sehr authentisch sowohl in der Sprache der einzelnen gesellschaftlichen Kreise als auch in der Mischung aus Deutsch, Französisch und verschiedenen Dialekten. Die wechselnden Perspektiven tragen zusätzlich dazu bei, dass man eine enge Beziehung zu den Figuren aufbauen kann.

Ein Personenverzeichnis, eine Karte und ein ausführliches Glossar runden den Roman ab. Eine Lektüre, die ich nur wärmstens empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Das Finale der Trilogie

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1912: Pauline Martin ist schockiert als ihre Schülerin Sophie in Metz bei einer Kundgebung für das Frauenwahlrecht festgenommen wird. Als Sophie kurz darauf wieder entlassen wird scheint alles gut aber ...

1912: Pauline Martin ist schockiert als ihre Schülerin Sophie in Metz bei einer Kundgebung für das Frauenwahlrecht festgenommen wird. Als Sophie kurz darauf wieder entlassen wird scheint alles gut aber das Pensionat hat immensen Schaden erlitten.
Auch als Sophie zurückkehrt wird es nicht besser auch weil Sophie apathisch wirkt.
Es kommt für Pauline aber noch schlimmer, denn ihr ehemaliger Verlobter Roland taucht auch auf und wirbt um sie. Erich von Pliesnitz zieht sich darauf von ihr zurück.
Pauline muss sich entscheiden was sie will und wie sie es will.

Ich hatte mich fast ein Jahr auf den dritten Teil der Trilogie um das Pensionat an der Mosel gefreut. Nun war es soweit und ich war skeptisch wie es sein wird da ich mich auch etwas verändert habe durch einen Schicksalsschlag.
Die Geschichte an sich hat mich aber trotzdem sehr gereizt und so habe ich mit dem Lesen begonnen.
Der Einstieg ins Buch ist mir durch die längere Pause etwas schwer gefallen und es hatte auch gedauert bis ich richtig in die Geschichte eingetaucht war.
Der Roman wird auch hier wieder durch verschiedene Handlungsstränge erzählt, durch das Personenregister kann man es gut den Figuren zuordnen.
Ich empfand es angenehm dem Handlungsverlauf zu folgen und ja man konnte die Entscheidungen nachvollziehen und verstehen.
Was die Geschichte von Lothringen betrifft muss ich gestehen bin ich immer noch blutige Anfängerin und habe auf die Erläuterungen der Autorin gewartet da ich davon nichts weiß
Der Spannungsbogen war bis zum Schluss gespannt und ja man konnte sich denken wie alles zusammenhängt aber es gab auch einiges mit dem man nicht gerechnet hat.
Ich konnte mir alle Figuren während des Lesens sehr gut vorstellen.
Auch die Handlungsorte waren sehr gut beschrieben, anhand des Lageplans konnte ich mir alles gut vor meinem inneren Augen entstehen lassen,
Für das Buch vergebe ich vier von fünf Sternen, da ich irgendwie nicht so ganz in die Geschichte rein gefunden habe.

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