Platzhalter für Profilbild

Newspaper

Lesejury Star
offline

Newspaper ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Newspaper über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

Verlorene Nähe, verborgene Wahrheit

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
0

Dieser Psychothriller fühlt sich an wie ein Blick in einen stillen, dunklen Teich: erst passiert scheinbar nichts und dann zieht es dich rein. Jana Stieler nimmt uns mit in die Wälder und Gewässer der ...

Dieser Psychothriller fühlt sich an wie ein Blick in einen stillen, dunklen Teich: erst passiert scheinbar nichts und dann zieht es dich rein. Jana Stieler nimmt uns mit in die Wälder und Gewässer der Schlei, und dort brodelt es gewaltig unter der Oberfläche.

Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, die sich fremd geworden sind aber weiterhin verbunden durch ein altes Trauma, das nie ganz verschwunden ist. Und jetzt wird ein alter Mordfall wieder aufgerollt. Die Luft ist dick, das Misstrauen groß, und die Schuldgefühle sitzen tief. Svea kehrt zurück. Eigentlich nur, um ihrer Schwester beizustehen, aber natürlich wird alles komplizierter als gedacht. Und bedrohlicher.

Was die Autorin richtig gut kann? Atmosphäre aufbauen, ohne zu übertreiben. Keine unnötigen Effekte, keine überzeichneten Figuren, dafür echte psychologische Spannung, komplexe Beziehungen und eine düstere Grundstimmung, die lange nachwirkt. Und dann ist da diese Naturkulisse: Schlei, Wald, Wasser – wunderschön und gleichzeitig beunruhigend. Fast ein eigener Charakter im Buch.

Wer auf leise, aber intensive Psychothriller steht, bei denen zwischenmenschliche Dynamik wichtiger ist als Actiongeballer, liegt hier genau richtig. Jana Stieler liefert mit „Brackwasser“ ein fein komponiertes, norddeutsches Gänsehautstück – kein Schocker, sondern ein Kriecher. Und genau das macht’s so stark.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2025

Romys Thriller schlägt zu und lässt nicht mehr los

Himmelerdenblau
0

Romy Hausmann bringt mit „Himmelerdenblau“ einen Thriller auf den Markt, der die Nerven bis zum Zerreißen spannt. Schon der erste Satz hat es in sich … der Leser wird direkt in eine Geschichte geworfen, ...

Romy Hausmann bringt mit „Himmelerdenblau“ einen Thriller auf den Markt, der die Nerven bis zum Zerreißen spannt. Schon der erste Satz hat es in sich … der Leser wird direkt in eine Geschichte geworfen, die einen nicht mehr loslässt. Die Atmosphäre ist dicht, die Spannung unerträglich.

Es beginnt mit einem scheinbar unscheinbaren Ereignis, aber Hausmann versteht es meisterhaft, den Spannungsbogen so geschickt aufzubauen, dass man nie wirklich weiß, was als Nächstes passiert. Der Plot wendet sich immer wieder, nimmt unerwartete Wendungen und wirft die Fragen, die sich anfangs noch locker im Hintergrund gehalten haben, immer wieder auf. Wer ist vertrauenswürdig? Und vor allem: Wer ist der Täter?

Die Charaktere sind alles andere als klischeehaft. Die Autorin spielt mit den Erwartungen und lässt den Leser lange im Dunkeln tappen. Die Protagonisten sind vielschichtig, ihre Handlungen oft überraschend, was den Thriller noch packender macht. Ihr innerer Konflikt, gepaart mit der ständig wachsenden Gefahr, die sie umgibt, sorgt dafür, dass man mit ihnen fiebert.


Es ist der clevere Mix aus psychologischer Tiefe und rasanter Handlung, der das Buch so fesselnd macht. Hier geht es nicht nur um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um das Spiel mit der Angst und den Geheimnissen. Romy Hausmann versteht es, die psychologische Komponente mit echten, greifbaren Bedrohungen zu verbinden. Es gibt keine Langeweile, keinen Moment der Ruhe. Der Thriller ist ein wahrer Adrenalinkick, der immer wieder mit cleveren Wendungen überrascht und den Leser ständig auf Trab hält. Wer einen fesselnden, nervenaufreibenden Thriller sucht, der einem das Herz in die Hose rutschen lässt, ist hier genau richtig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2025

Eine Lüge, die süchtig macht!

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
0

Was. Für. Ein. Ritt!
„Eine falsche Lüge“ ist nicht einfach nur ein Thriller – es ist ein echtes Gedankenkarussell mit Hochgeschwindigkeitsmodus! Sophie Stava hat mich mit diesem Buch komplett abgeholt, ...

Was. Für. Ein. Ritt!
„Eine falsche Lüge“ ist nicht einfach nur ein Thriller – es ist ein echtes Gedankenkarussell mit Hochgeschwindigkeitsmodus! Sophie Stava hat mich mit diesem Buch komplett abgeholt, eingewickelt und am Ende sprachlos zurückgelassen.

Der Anfang? Täuschend ruhig. Man denkt, man weiß, worauf man sich einlässt. Und dann – zack! – zieht einem dieser Twist so was von den Boden unter den Füßen weg, dass man erstmal blinzeln muss: Moment mal, was?! Genau so liebe ich das! Unvorhersehbar, clever und richtig gut inszeniert.

Der Schreibstil? Lebendig, direkt, ein bisschen frech – genau mein Ding. Die Seiten fliegen nur so dahin, und plötzlich ist es 2 Uhr morgens und du sagst dir: „Nur noch ein Kapitel…“.

Und die Charaktere! Sloane ist keine klassische Heldin – sie ist clever, tricky und voller Widersprüche. Ich habe sie geliebt und gleichzeitig angezweifelt. Diese moralischen Grauzonen, dieses Spiel mit Identität und Wahrheit – grandios! Die Lockharts wirken auf den ersten Blick wie aus dem Bilderbuch, aber schnell merkt man: In diesem Buch trägt jeder eine Maske.
Kurz gesagt: Wer Lust auf Spannung mit Stil hat, auf Intrigen mit Tiefgang und auf Figuren, die einen auch nach dem Lesen noch beschäftigen – der sollte dieses Buch dringend auf den Lesestapel packen. Am besten ganz oben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2025

Achtung, Abwärtsspirale!

She’s Not Sorry – Du könntest die Nächste sein
1

Wow! Mary Kubica liefert einen richtig fiesen Psychothriller ab, der mit voller Wucht überrascht. Im Zentrum steht Meghan, eine alleinerziehende Pflegekraft, die es schafft, auf jeder Seite emotional anwesend ...

Wow! Mary Kubica liefert einen richtig fiesen Psychothriller ab, der mit voller Wucht überrascht. Im Zentrum steht Meghan, eine alleinerziehende Pflegekraft, die es schafft, auf jeder Seite emotional anwesend zu bleiben. Irgendwie wie eine Freundin, in deren Leben man heimlich reinschaut und hofft, dass alles noch gut ausgeht. 


Als plötzlich die junge Komapatientin Caitlin ins Spiel kommt, fragt man sich: Suizid oder Mord? Und natürlich wird das Rätsel nicht einfach abgearbeitet, sondern verknüpft mit einer zweiten, noch düsteren Story: eine bedrohte Freundin, eine real aufziehende Gefahr, böse Typen schlurfen vorbei, und plötzlich ist auch Meghans Tochter im Spiel.

Kubicas Talent: Sie baut all diese Erzählstränge so täuschend beiläufig auf, dass man das Gefühl bekommt, man wüsste schon, was Sache ist, nur um im entscheidenden Moment brutal überrascht zu werden. Man gleitet von Kapitel zu Kapitel, immer am Rande des Nervenzusammenbruchs. Der Klinik‑Setting‑Touch, die düsteren Gassen … einfach atmosphärisch dicht.

Und obwohl dieses Buch so herrlich packend ist, wirkt es nie oberflächlich. Die Figuren sind kein Einheitsklotz, sondern echte Menschen – mit Sorgen, Wut, Panik. Dadurch ist man mitten drin, nicht nur dabei. Die Autorin jongliert gekonnt zwischen Familienbande, Vertrauen, Misstrauen und „wer jetzt warum über die Klinge springt“ und das endet in einem Finale, das sich anfühlt wie ein Dolchstoß nur um auf der letzten Seite dann nochmal richtig zuzuschlagen. Mega!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2025

Meeresrauschen und Lebensfragen (Hörbuch)

Das Geschenk des Meeres
0

Dies ist eine Geschichte, die nicht nur durch ihre Erzählweise, sondern auch durch die tiefgründige emotionale Reise der Charaktere überzeugt. Die Autorin entführt uns auf eine faszinierende Entdeckungsreise ...

Dies ist eine Geschichte, die nicht nur durch ihre Erzählweise, sondern auch durch die tiefgründige emotionale Reise der Charaktere überzeugt. Die Autorin entführt uns auf eine faszinierende Entdeckungsreise an die Küste von Cornwall, wo das Meer nicht nur ein Kulisse ist, sondern eine zentrale Rolle im Leben der Protagonistin spielt.
Das Hörbuch wird von einer warmen, fast meditativen Stimme begleitet, die die Atmosphäre perfekt einfängt und die Seele streichelt. Die Erzählung dreht sich um die Suche nach innerer Heilung, das Loslassen von Schmerzen und das Finden von Liebe und Frieden, die oft in den einfachsten Momenten des Lebens verborgen sind.

Die Geschichte ist emotional, aber niemals aufdringlich. Vielmehr schafft es die Autorin, die großen Themen wie Trauer und Hoffnung auf eine sehr einfühlsame Weise anzusprechen. Gerade die Protagonistin, deren Entwicklung und Selbstfindung im Mittelpunkt stehen, wirkt authentisch und greifbar, was durch die Erzählweise noch verstärkt wird. Die ständigen Rückblicke auf ihre Vergangenheit und die intensive Auseinandersetzung mit ihren eigenen Gefühlen und Ängsten lassen den Zuhörer regelrecht mit ihr mitfühlen.

Besonders schön finde ich die Tatsache, dass die Autorin hier keine spektakulären Wendungen oder dramatischen Höhepunkte braucht, um die Zuhörer zu fesseln. Stattdessen zieht sie den Hörer mit einer ruhigen, aber stetig wachsenden Spannung in den Bann. Der Weg ist das Ziel – und dieser Weg ist sowohl im Inneren der Protagonistin als auch in der wunderschönen Landschaft von Cornwall zu finden.

Insgesamt ist es ein Hörbuch, das durch seine sanfte Erzählweise und die starke emotionale Tiefe überzeugt. Wer auf der Suche nach einer Geschichte ist, die gleichzeitig berührt und beruhigt, wird hier fündig.
Das Meer als Metapher für das Leben – mit seinen Tiefen, seinen Stürmen, aber auch seinen ruhigen Momenten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere